27.7.2016 Chekov/Cottbus: Chaosnächte goes Hardcore mit Negative Approach Mental Refuse Make Unsure

Die wievielte Chaosnacht wird das hier eigentlich? Ach, is ja auch egal. Mathe ist eh nur ne bürgerliche Kategorie. Also, wo waren wir stehen geblieben? Genau, beim Punk. Genauer gesagt: Hardcore. Und einer der ersten Bands, die dieses Genre geprägt haben: NEGATIVE APPROACH. Genau. Die haben wir hier heute am Start. 1981 gegründet, haben sie es auf eine LP sowie einen Samplerbeitrag und eine 7“ gebracht – allesamt absolute Oberkracher! – bevor sie sich 1983 erstmalig auflösten. Damals waren sie nahezu unbekannt, doch heute werden sie zu den Legenden des Hardcores der ersten Stunde gezählt. Seit 2006 sind sie wieder unterwegs und haben auch wieder neue Songs im Gepäck. Du hast gedacht, „Ready to fight“ wäre von Madball? Falsch gedacht!

https://www.youtube.com/watch?v=55oNVUI-WCI

N bissl wat Hausjemachtes gibts auch noch: MENTAL REFUSE aus Senfte und Zwiggau beehren uns mit ihrem schnieken Hardcore-Punk!

Mental Refuse
https://mentalrefuse.bandcamp.com/
https://www.youtube.com/watch?v=HpYOTFJ8L5Q

Make Unsure
https://makeunsure.bandcamp.com/releases

Und klar ist das Ganze an nem Mittwoch, aber hey, wen kümmert’s? Stagedives sind wichtiger als Arbeit! Also kommt vorbei, wir kriegen auch noch nen schnieken Support ran, das werdet ihr schon sehen, und ganz Chaosnächtegemäß wird das ne richtig schnieke Sause! Wir bemühen uns sogar, pünktlich anzufangen, aber das hängt natürlich von eurer Erscheinungszeit ab. Bis dehenn!

1.8.2016: Hausbesetzungen im Potsdam

Am Montag den 1. August um 18Uhr laden wir zu einer Stadtführung/Radtour mit Jakob Warnecke zu „Hausbesetzungen im Potsdam“ ein.
Zwischen 1989 und 2000 gab es über 70 besetzte Häuser in Potsdam. Und vielen von euch sind sicher die Bezüge der Potsdamer Hausbesetzer Szene zur entstehenden linken Fankultur bei Babelsberg oder beim Fc Sankt Pauli bekannt. Hausbesetzungen sind eine der – auch umstrittensten – stadtpolitischen und linken Aktionsformen mit denen Auseinandersetzungen um Wohnraummangel geführt werden.
Daher wollen wir uns gemeinsam auf die Spuren der Potsdamer Hausbesetzer-Geschichte und den politischen Auseinandersetzungen um sie machen.

Wenn ihr an der Stadtführung teilnehmen wollt meldet euch bitte bei uns persönlich, per Nachricht über Facebook oder per Email an fanprojekt-babelsberg*at*stiftung-spi.de an. Wir haben leider nur begrenzte Kapazitäten.

29.7.2016 La Datscha/Potsdam: Antifa-Soli-Beats

(Hip Hop//Trap//All Times Pop)

Der Antifa e.V. braucht Kohle und organisiert daher eine HipHop-Party in der Beach-Residenz „La Datscha“.
Kommt vorbei, trappt mit uns und schmeiszt Geld in die Kasse.
Für die, die kein HipHop mögen- es wird auch All Times Pop geben.

+++Lagerfeuer+++Strand+++Drinks+++Food+++Spiele++++Spasz+++

no dogs+++no cats+++no nazis+++no pogida+++no gods+++no masters++++no souls+++

KT Knox
punani
DJ Halbe Trappe
inga fltstone
zeta centauri

30.7.2016 Berlin: Erneut hunderte Nazis bei bundesweiter Demo erwartet

Am 30.7. findet die dritte, rassistische Großdemonstration von Enrico Stubbe statt. Bei der ersten Demonstration waren ca. 3000, bei der zweiten Demonstration 1800 Rassist*innen dabei. Bei der dritten Auflage ist mit einer niedrigeren Anzahl zu rechnen. Die Demo ist eines der letzten Reste der massiven rassistischen Mobilisierung in Deutschland. Zur Demo wird von verschiedenen extrem rechten Initiativen bundesweit mobilisiert.

Die rechte Mobilisierung

Dieses Mal ist eine große Anzahl von Redner*innen angekündigt. Der größte Teil hat bei den vorhergehenden Veranstaltungen schon geredet.

Folgende Personen wurden vor einigen Wochen angekündigt: Kay Hönicke (rassistischer Wanderprediger), Alexander Kurth (Wir lieben Sachsen-Thügida / Ex-NPD), Graziani (rassistischer Wandprediger), Manfred Rouhs (Bundesvorsitzender Pro Deutschland), Viktor Seibel (Reichsbürger, Mahnwachenspektrum), Ignaz Baerth (rassistischer Wanderprediger, in der Schweizer Kleinstpartei DPS), Chris Ares (rasssistischer Wandersänger), Yannic Nouffer (DPS), Enrico Stubbe (Organisator, Pro Deutschland), Sascha Perschke (Nazi vom Bürgerprotest Hannover), Markus Johnke (Ex-Legida), Julia Schwarze (Wir lieben Sachsen-Thügida).

Die Redner*innen zeigen das Spektrum, was zu den Demos mobilisiert. Das sind zum einen die rassistischen „Wanderprediger“, die teilweise früher bei Pegida aufgetreten sind und über große Facebookaccounts verfügen. Mit dem Wegfallen von großen Demos geht diesen Leuten sowohl eine Einnahmequelle als auch Aufmerksamkeit verloren.

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‘Antifa goes Brandenburg [AGB]’ gegründet!

Am Samstag, den 20.02.16, fand in Brandenburg an der Havel eine antifaschistische Demonstration statt. In Berlin wurde auf mehreren Informationsveranstaltungen, die mehr oder weniger gut besucht waren, über den zwanzigsten Todestag von Sven Beuter informiert. Etwa 250 Antifaschist_innen dem von einen Neonazi getöteten Antifaschisten, darunter vielleicht 50 Personen aus Berlin. Für eine Stadt mit zahlreichen alternativen Wohn- und Kulturprojekten, politischen Gruppen und Zusammenhängen sind 50 Personen anscheinend schon ein großer Erfolg. Wie kommt es, dass in einer Großstadt wie Berlin ein relativ geringes Interesse besteht, in das umliegende Bundesland Brandenburg zu reisen und die dort ansässigen Antifa-Strukturen zu unterstützen?

Zurzeit vergeht in Brandenburg kaum eine Woche, in der kein rassistischer Aufmarsch stattfindet. Dabei stoßen die Rechten oft auf wenig Gegenprotest, da die lokalen Strukturen mit der Situation überfordert sind. Jenseits der Landeshauptstadt Potsdam fehlt, vereinfacht gesagt, oft eine kritische Masse, um die Aufmärsche aktiv anzugehen und ggf. zu blockieren. Dass die rassistische Mobilisierung in Brandenburg nicht ignoriert werden darf, zeigen die Brandanschläge auf die Asylunterkünfte in Nauen oder Jüterbog. Ihnen ging massive rassistische Hetze, angefeuert durch anhaltende rechte Demonstrationen und öffentliche rassistische Diskurse hervor. Die Gefahr, dass die Stimmung gegen Geflüchtete weiter kippen könnte, ist in Kleinstädten weitaus höher, da dort der Widerspruch gegen die rassistischen Tendenzen oft sehr gering ist. Gerade hier muss entgegengewirkt werden.

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(B) Ak 36: Hände weg von unseren Strukturen! Keine Räumung des M99, des Kiezladens der Friedel 54 und der Rigaer 94!

In Zeiten stetig wachsender rassistischer Mobilmachung, der sich andeutenden Wahlerfolge der AFD und beinahe alltäglichem rechtem Terror, ist unsere Infrastruktur ein unverzichtbarer Teil der Organisation antifaschistischer Kämpfe.Während jedoch Tag ein Tag aus Geflüchtete angegriffen werden und der deutsche Mob ungestört durch die Landschaft marodieren kann, hat der Berliner Senat nur eins im Sinn: den Kampf gegen linke Strukturen auszuweiten.Vor einigen Wochen hat Henkel den Berliner Wahlkampf eingeläutet, im Schlepptau ein Großaufgebot von Schweinen um die Rigaer 94 zu stürmen.Im November letzten Jahres, pünktlich nach Rückkehr aus seinem Dauerurlaub in Vietnam erklärt Henkel schließlich den Friedrichshainer Nordkiez zum Gefahrengebiet.

Seit dem Startschuss für die politischen Hungergames häufen sich die Angriffe von staatlicher Seite auf unsere Projekte. So müssen bereits die angedrohten Räumungen der Friedel 54, des M99 und des Wagenplatzes Kanal als Teil einer lang ersonnenen Strategie und als Angriffe auf unsere Strukturen verstanden werden. Des weiteren seien die wiederholten Durchsuchungen, genannt Begehungen, der Rigaer 94 und dem einhergehenden Diebstahl diverser Gegenstände, wie Heizmaterialien und Feuerlöschern sowie die willkürlichen Schikanen im Nordkiez in Form von „unabhängigen Personenkontrollen“ zu nennen.
Die Krone wurde dem Ganzen am letzten Wochenende aufgesetzt. Nachdem einem Nazi im Abstand das serviert wurde, was ihm gebührt, rückten die Bullen erneut aus ins Gefahrengebiet. Der Straßenabschnitt rund um die Rigaer 78 wurde im Folgenden die ganze Nacht belagert, das Abstand wurde mit Amtshilfe der Feuerwehr demoliert und Anwesende mit Repressalien belegt.Friedrichshain hat eine lange Tradition des antifaschistischen Widerstandes. Nicht zuletzt gibt bzw. gab es eine extreme Dichte an Hausprojekten im Bezirk um den antifaschistischen Selbstschutz zu organisieren und sich gemeinsam verteidigen zu können.

Natürlich haben sich die Zeiten geändert, jedoch fällt es auf, dass sich vermehrt wieder rechter Abschaum nach Fhain traut. So seien nur kurz die rechte Sponti im September 2015 oder auch die filmenden Wahnwichtel vor der Rigaer 94 erwähnt. Aber auch in anderen Bezirken, hat sich die Situation nicht gerade zum Besseren gewendet. So brüstete sich Bärgida vor einigen Monaten nach Kreuzberg gelaufen zu sein (Anhalter Bahnhof) und auch die AFD fühlt sich sicher genug, Info-Stände mit nur wenigen Personen abzuhalten.

Diese Beispiele sollen nicht zu einer riesigen Bedrohung aufgebauscht werden, sie sollen vielmehr aufzeigen, dass Nazis und rechte Hetzer_innen an Selbstvertrauen gewinnen und der Meinung sind, sich unbedarft durch unsere Kieze bewegen zu können.
Auch ein Blick über den Berliner Tellerrand verspricht keine schöneren Aussichten. In Hannover wurde das UJZ Korn gerazzt, in Flensburg die Luftsschlossfabrik geräumt und in Leipzig randalierten Faschos quer durch Connewitz.

Wir wissen, dass die Zeiten beschissen sind und wir würden uns gerne weniger mit uns selbst befassen. Jedoch müssen wir eingestehen, dass unsere Treffpunkte, Projekte, Räume, Häuser essenziell für unsere Zukunft sind.
Deswegen rufen wir alle dazu auf, unsere selbstverwalteten, autonomen und progressiven Räume gegen staatliche sowie neonazistische Angriffe zu verteidigen! Es liegt an uns der massiven und systematischen Offensive des Staates etwas entgegenzusetzen und die bevorstehenden Räumungen zum Desaster zu machen.

Deshalb schließen wir uns dem Tag X Aufruf an: 20:00 Uhr Kreuzberg – Achtet auf Ankündigungen!

Quelle

berlin brandenburg