1.-18.4.2015: Soul Radics Europe Tour

NEW DATES +++ NEW DATES +++ NEW DATES +++ NEWS DATES
SOUL RADICS (US)
01. 04. D-Köln / Sonic Ballroom
02. 04. D-Reckenfeld / Rickermann
03. 04. D-Hamburg / Monkey’s Music Club
04. 04. DK-Kopenhagen / Loppen
05. 04. D-Leipzig / Noels Ballroom
06. 04. D-Fürth / Kopf & Kragen
07. 04. AT-Wien / Das Bach
08. 04. HR-Zagreb / Club Attack
10. 04. CH-Chiasso/ Murrayfield Pub
12. 04. D-Frankfurt / Neglected Grassland
14. 04. D-Coburg / Irish Pub
15. 04. CZ-Kutna Hora / Ceska 1
16. 04. D-Potsdam / KuZe
17. 04. D-Bad Nenndorf / Salsa – Kneipenfest
18. 04. B-Antwerpen / De kleine Hedonist
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1.4.2015 Jockel/Berlin: Zeitzeugenveranstaltung – Partisanen. Gespräch mit Radoslav »Braco« Đerić

Zeitzeugenveranstaltung – Partisanen. Gespräch mit Radoslav »Braco« Đerić

Radoslav »Braco« Đerić schloss sich 1943 im Alter von 16 Jahren und gegen den Willen seiner Eltern den jugoslawischen Partisan_innen an. Als Mitglied der 5. Bosnischen Brigade war er bei den Kämpfen gegen die
Einheiten der deutschen Wehrmacht, kroatischen Ustaša und serbischen Četniks im Kozara-Gebierge beteiligt.
Die Befreiung vom Faschismus ging in Jugoslawien mit einer sozialen Revolution einher: Räte übernahmen die Macht, das Eigentum wurde gerechter verteilt und Frauen erhielten die gleichen Rechte.
Im Oktober 1944 war Braco an der Befreiung Belgrads beteiligt – ein Ereignis hoher symbolischer Bedeutung für die Partisan_innenbewegung. Mitte Mai 1945 wurde Jugoslawien endgültig von den faschistischen Besatzern und Kollaborateuren befreit.
Braco ist Mitglied des »Savez antifašista Srbije« (Bund der Antifaschisten Serbiens).

Am 1. April wird er um 19.00 Uhr im Jockel über seine Erfahrungen im antifaschistischen Kampf berichten.

Die Veranstaltung findet auf Serbokroatisch statt und wird ins Deutsche übersetzt. Der Eintritt ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten.

Bereits am 26.03. findet im SO 36 ein Zeitzeugengespräch mit Giacomo Notari über die italienischen Partisanen statt.

https://www.facebook.com/events/793206424061480

Veranstalter_innen:
• Istoreco (www.istoreco.re.it)
• SolidarnOST (solidarnost.blogsport.eu)
• Heinrich-Böll-Stiftung

1.4.2015 SO36/Berlin: Dr Ring Ding Ska-Vaganza / Rolando Random and the Young Soul Rebels

„We’re playing Ska, Ska, Ska, with a little bit of Jazz

Some Reggae and Calypso style that nobody has…”

Namentlich trat Dr. Ring Ding zum ersten Mal 1992 in Erscheinung, als er mit der Formation Dr. Ring Ding & the Senior Allstars auch gleichzeitig ein neues Kapitel in Sachen Ska in Europa aufschlug.

Dr. Ring Ding ist für Vielseitigkeit als Performer und Produzent in verschiedensten Musikstilen bekannt, seine große Liebe gilt aber vor Allem den karibischen Sounds der Sixties.

Als Sänger und Posaunist ist er sowohl als Solokünstler wie auch als Mitglied zahlreicher Ska- und Reggae-Bands aktiv und stand mit zahlreichen Veteranen der jamaikanischen Musikgeschichte als Sideman und Bandleader auf der Bühne.

U.a. Dr. Ring Ding & the Senior Allstars (1992-2002), El Bosso & die Ping Pongs (seit 1987), Kingston Kitchen (seit 2004), The Busters (seit 2013), The Skatalites (als Tour-Posaunist 2005)

Die international besetzte Dr. Ring Ding Ska-Vaganza besteht aus neuen Talenten und langjährigen Mitstreitern des Doktors und begeistert seit 2012 Musikliebhaber in aller Welt.

Dr. Ring Ding Ska-Vaganza spielt vor allem Eigenkompositionen, aber auch einige ausgewählte Klassiker der karibischen Musikgeschichte und versteht es, bei den fulminanten Auftritten traditionellen Ska, Jazz, Reggae und Entertainment zu einer äußerst tanzbaren Mischung zu verquicken. Eine groovende Rhythmusgruppe, eine satte Bläsersection und die unverkennbare Stimme von Dr. Ring Ding, der humorvoll durch das Programm führt, sorgen für beste Unterhaltung auf hohem musikalischem Niveau.

Die Konzertreisen der Band führten bisher durch Deutschland, Spanien, Schweiz, Tschechien und Süd Korea.

Im März 2015 erscheint das zweite Album Bingo Bongo.

http://www.ringding.de/

http://www.youngsoulrebels.de/

1987!
Das Jahr, in dem unsere BlauWeißen (damals in Rot-Weiß und unter dem Namen BSG Motor Babelsberg) letztmalig ein Pflichtspiel gegen Cottbus bestritten.
Ja ja, ihr seht, es gibt etwas zu bestaunen am kommenden Mittwoch… DERBY!!!

Jedoch laden wir die Menschen aus Cott(z)bus nicht zu Kaffee und Kuchen ein, auf keinen Fall!
*Scheiß Energie – Wir werden euch schlagen wie noch nie!*

Ich möchte auch keine weiteren Reden schwingen und vor mich hin blubbern, schließlich ist es Sonntag Abend und das Wochenende war hart…

Nur soviel noch: kommt am Mittwoch zum Treffpunkt in Berlin! Kommt in die Kurve!
Es verspricht ein genialer Tag zu werden!

Also macht mobil, packt Freund_innen, Kolleg_innen und eure komplette Familie ein! Dieses Jahr holen wir den Pokal!

+++SCHEIß ENERGIE+++
+++ NUR NULLDREI+++
+++SCHEIß ENERGIE+++

>>17:00 Uhr, Regiogleis Alex< <

LOS! JETZT! HIER!

03Nuller*innen

Wittstock/Dosse: Polizei setzt Aufzug von Neonazis durch

Getarnt als vermeintliche Bürger_innen gegen die derzeitige „Asylpolitik“ waren gestern 120 Neonazis durch die nordbrandenburgische Kleinstadt Wittstock/Dosse gezogen. Dabei glorifizierten sie den „Nationalen Sozialismus“ und riefen Parolen, die möglicherweise dem Straftatbestand der Volksverhetzung erfüllten. Ungefähr 300 Beamt_innen schützten, laut Pressemitteilung der Polizei, unter Beachtung des „verfassungsrechtlichen Gebot(es) der Neutralität“ die „Demonstrationsfreiheit“ der Neonazis. „Stör- und Blockadeversuche des Aufzuges“ seien verhindert und in diesem Zusammenhang Anzeigen wegen „Beleidigung“ und „Widerstand“ aufgenommen worden. Ebenfalls werde gegen Teilnehmer_innen des Aufzuges „gegen Asylpolitik“ ermittelt, so die Polizei weiter. Diese sollen gegen das „Versammlungsrecht“ verstoßen und sich uniformiert haben.

Symbolischer Protest

Mit vielfältigen Aktionen haben dutzende Menschen heute gegen den Aufzug der Neonazis protestiert.
In einem umgangssprachlich als Papageiensiedlungbezeichneten Viertel im Norden der Stadt, veranstaltete das Bündnis „Wittstock bekennt Farbe“ ein gemeinsames Straßenfest mit dort untergebrachten syrischen Flüchtlingen. Dazu waren diverse Stände aufgebaut.
Des Weiteren stand der jährliche Jugendkreuzweg der evangelischen Kirche, der durch die Stadt bis zur Papageiensiedlung führte, unter dem Zeichen des Protestes gegen Rassismus.
Zudem waren entlang der Route des Aufzuges „gegen Asylpolitik“ durch die historische Altstadt zahlreiche Plakate des Freien Gymnasiums Wittstock angebracht, auf denen sich für eine bunte Stadt mit kultureller Vielfalt ausgesprochen wurde. Weiterhin waren Transparente der Initiativen „Wittstock bekennt Farbe“ sowie „Neuruppin bleibt bunt“ und „Oranienburg ist anders, weltoffen, Bunt“ angebracht worden.
Zu direkten Aktionen gegen den „Neonaziaufmarsch“ hatte hingegen lediglich das Bündnis „NoTDDZ 2015“ unter dem Motto „kein Fußbreit den Nazis!“ aufgerufen. Diesem Aufruf offenbar folgend hatten sich ab 13.00 Uhr ungefähr 60 Menschen ebenfalls in der Nähe der Bahnhaltestelle, in einer Parkanlage versammelt. Kurz vor Beginn des Aufzuges „gegen Asylpolitik“ versuchten sie die Weite des Geländes zu nutzen, um auf die Bahnhofsstraße zu gelangen, scheiterten allerdings an den Polizeiketten. Ein weiterer Versuch auf die Route des Aufzuges der Neonazis zu kommen, scheiterte in der Kyritzer Straße. In der Altstadt soll die Polizei zudem Pfefferspray eingesetzt haben, um etwaige Blockaden zu verhindern. So blieb den Gegner_innen des Aufzuges „gegen Asylpolitik“ nur der symbolische Protest am Rande. Dabei wurde u.a. Transparente, die sich solidarisch mit Flüchtlingen zeigten und zu Protesten gegen den „Tag der deutschen Zukunft (TDDZ)“ in Neuruppin aufriefen sowie eine Antifa-Fahne gezeigt. Die Abschlusskundgebung des Aufzuges „gegen Asylpolitik“ wurde lautstark ausgepfiffen.

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8.5.2015 Demmin: Nazis versenken – Auf ein Neues!

8.5.2015 Demmin: Nazis versenken – Auf ein Neues!

Zum 70. Jahrestag der Befreiung vom deutschen Faschismus will die mecklenburgische Neonaziszene wieder in Demmin ihren geschichtsverfälschenden Opfermythos der Deutschen verbreiten. Erneut soll am 8. Mai 2015 ein so genannter „Trauer- und Fackelmarsch“, angemeldet von Michael Gielnik (NPD), stattfinden.

Die Selbsttötung von einigen hundert Deutschen in Demmin zwischen dem 30. April und 3. Mai 1945 nehmen sie zum Anlass, um dem 8. Mai die Legitimation als Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus abzusprechen. Dabei blenden sie sämtliche Faktoren aus, die zu dieser Entwicklung führten.

Nachdem in vielen großen Städten Neonaziaufmärsche immer wieder gestört und blockiert werden konnten, benutzt die Neonaziszene kleinere Orte wie Demmin, Teterow oder Neuruppin als szenestärkendes Events. Großstädte bringen mehrere Tausend Gegendemonstrant*innen auf die Straßen, aber gleichzeitig sollten wir auch lokale Antifastrukturen unterstützen, die sich in strukturschwächeren Regionen der Neonaziszene in den Weg stellen.
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14./15.4.2015 Lübeck: Stopp G7 in Lübeck – und anderswo

Außenminister der G7-Staaten zu einem Gipfeltreffen in Lübeck zusammenkommen. Während sich Lübecks Bürgermeister über die „wirkliche Auszeichnung“ freut und schon die Marzipan-Häppchen für die Staatsgäste bereitstellen lässt, wollen wir mit vielfältigen Aktionen unsere Ablehnung der G7 und ihrer Politik zum Ausdruck bringen. Die „Gruppe der 7“ besteht aus den reichsten und mächtigsten Industriestaaten der Welt: USA, Kanada, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und Japan. Ihre Berechtigung zur Beratung und Entscheidung von globalen Fragen ziehen sie allein aus ihrer ökonomischen, politischen und militärischen Vormachtstellung. Die G7 sind damit eine undemokratische Institution ohne jede Legitimation.

Ob sie über die Bewältigung der kapitalistischen Krise sprechen, über globale Handelsabkommen wie TTIP oder über die gemeinsame Außen- und Militärpolitik: Nie geht um die Interessen der betroffenen Menschen, sondern stets um die Absicherung von eigener Macht, eigenem Profit und Einfluss. Zuletzt deutlich geworden ist diese Rolle der G7 mit dem Rauswurf Russlands aus dem Club (der vorher G8 hieß) und der Festlegung auf eine neue, hoch gefährliche Konfrontationspolitik im Ukrainekonflikt.

Wir sagen dagegen: Ihr repräsentiert uns nicht! In unserer Vorstellung einer solidarischen, gerechten und friedfertigen Welt haben Machtblöcke wie die G7 keinen Platz mehr. Ihr Einfluss muss zurückgedrängt werden, damit Demokratie von unten über Grenzen hinweg wachsen kann.

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Kamal K. von Rassisten ermordet! – Nazis keine Ruhe lassen! – Nichts wird vergessen, nichts ist vergeben!

Am 24.10.2010 ermordeten die Neonazis Daniel K. und Marcus E. den 19-jährigen Kamal K. am Leipziger Hauptbahnhof. Lange mussten Angehörige der Familie von Kamal und antirassistisch Engagierte öffentlich darum Kämpfen, dass die rassistische Tatmotivation der Mörder benannt und offiziell anerkannt wurde. Marcus E. wurde zu 13 Jahren Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt, Daniel K. bekam 3 Jahre Haft. Dabei war er es, der den Angriff auf Kamal einleitete und suchte. Die Geschichte zu ihm ist aus vielerlei Hinsicht brisant. Daniel K. ist der Sohn eines Leipziger Polizisten, was ihm offensichtlich während der Ermittlung zum Mord an Kamal zu Gute kam. Er galt als ein „Mann fürs Grobe“ in der neonazistischen „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL). Diese militante Kameradschaft wurde im Jahr 2012 verboten. 2006 stand er wegen Volksverhetzung vor Gericht, später wegen Körperverletzung und Geiselnahme, ab 2003 gab es in seiner Wohnung regelmäßig größere Nazi-Feiern. Nachbarn beschwerten sich über laute Musik, in der zum Mord an “Juden” und “Türken” aufgerufen wurde.

Daneben nahm er an Naziaufmärschen teil. Fotos zeigen ihn in Marschblöcken vor einem NPD-Plakat mit der Aufschrift „Todesstrafe für Kinderschänder“, ein anderes Mal trug er in vorderster Reihe das KAL-Transparent „Die Wehrmacht kämpfte tapfer und anständig“. Szenekenner beschreiben ihn als „ideologisch außerordentlich gefestigt“. Ein Mitläufer war er nie, auch kein Aussteiger, wie sein Verteidiger vor Gericht verlauten ließ. Dies belegen auch neuere Recherchen. Daniel K. ist wieder aus dem Gefängnis und tummelt sich weiter aktiv in der Naziszene der Leipziger Region.

Wir wollen deutlich machen, dass Neonazis keine Ruhe haben werden. Wir werden nicht vergessen was Daniel K. und Marcus E. Kamal und seiner Familie, sowie FreundInnen angetan haben.

Antifaschistische Demonstration am 28. März um 15:00 Uhr in Taucha (End-Haltestelle Linie 3 “An der Bürgerruhe” in Taucha)

Vortreffpunkt in Leipzig: 14:10 Uhr Haltestelle Goerdelerring

www.rassismus-toetet-leipzig.org

Recherche-Doku zu Neonazis in Westbrandenburg [2014]

Für das westliche Brandenburg, genauer gesagt für die Landkreise Prignitz, Ostprignitz-Ruppin, Havelland und Potsdam-Mittelmark sowie für die kreisfreien Städten Brandenburg an der Havel und Potsdam, wurde heute eine Informationsbroschüre zu neonazistischen Organisationen, Aktivitäten und Übergriffen veröffentlicht. Die Dokumentation umfasst 196 Seiten und liegt als PDF in einer Größe von 17,9 MB vor.
Sie kann hier frei heruntergeladen werden: http://workupload.com/file/YQMj4dO9

Die Verfasser*innen ziehen als Fazit ihrer Analyse, dass die Etablierung neuer neonazistischer Netzwerke, das Auftreten neuer neonazistischer Aktionsgruppen, die steigende Zahl aktiver Neonazis, die deutliche Zunahme neonazistischer Aktivitäten und letztendlich die gleichbleibend hohe Gewalt gegen Geflüchtete im Jahr 2014 zeigt, dass die Herausforderung des organisierten Neonazismus mindestens mittelfristig ein bleibendes Thema in Westbrandenburg bleiben wird. Es gibt dort ein erhebliches Potential an gefestigten Kadern, welche sich berufen fühlen, das Milieu vor allem durch Aktionismus, insbesondere durch Veranstaltung von Aufmärschen und Kundgebungen, bei Laune zu halten und gleichzeitig Anknüfungspunkte an rassistische, völkische oder antisemitische Strömungen in der Gesellschaft zu suchen.

Diese Menschen sind auch für die bundesweit agierende NPD interessant, welche diese gerne für parteipolitische Zwecken einsetzen oder zu Abgeordneten in Parlamenten aufbauen will.

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28.3.2015: Kein Fußbreit den Nazis in Wittstock Dosse

+++Am 28. März 2015 / ab 14 Uhr / rassistische Demonstration unter dem Motto “Gegen Asylpolitik” / in Wittstock/Dosse (Brandenburg)+++ Am 28. März 2015 wollen Rassist*innen und organisierte Neonazis erneut ab 14 Uhr eine Demonstration unter dem Motto “Gegen Asylpolitik” in der Nordbrandenburgischen Kleinstadt Wittstock/Dosse abhalten. Die Stadt Wittstock hatte am 24. Oktober verkündet den Landkreis Ostprignitz-Ruppin bei der Unterbringung von Asylsuchenden zu unterstützen. [1] Seit dem verzeichnet Wittstock/Dosse vermehrt neonazistische Aktivitäten und gewalttätige Übergriffe.

Zu dem Aufmarsch mobilisieren die Facebook-Seite „Wittstock SAGT NEIN ZUR Asylpolitik“ und die Gruppe “Asylpolitik in Wittstock NEIN DANKE“. Die öffentlich einsehbare Gruppe, die 473 Mitglieder aus Wittstock und anderen Städten beinhaltet, ist ein Hort menschenverachtender und rassistischer Hetze gegenüber Migrant*innen und Geflüchteten. Die Beträge erstrecken sich über Zeitungsartikel mit lokalen und vor allem aber überregionalen Bezügen bis hin zu Werbeblöcken der rassistischen Aufmärsche in Marzahn-Hellersdorf oder der Aktionen der neonazistischen Kleinstpartei „Der III. Weg“, die neuerdings versucht in Brandenburg Fuß zu fassen. [2]

Bereits am 08. November [3] hielten 100 Rassist*innen und Neonazis unter maßgeblicher Beteiligung der Freien Kräfte Neuruppin/Osthavelland und lokaler Neonazis eine Kundgebung „Gegen Asyl“ auf den Marktplatz in Wittstock ab. Am 06. Dezember [4] mobilisierten diese zu einem Fackelmarsch unter dem Motto: „Asylflut in Wittstock NEIN DANKE“ und konnten mit knapp 200 Personen die angemeldete Routen laufen. Versuche von Antifaschist*innen und Bürger*innen die Route zu blockieren wurde durch die Polizei mit Gewalt verhindert. Auch in den letzten Monaten vielen die lokalen Neonazis immer wieder mit spontanen Aktionen auf, so auch am 31. Januar, wo sie fernab von der Öffentlichkeit eine spontane Route von der Polizei genehmigt bekommen haben.

Die Aufmarsch stellt wiederholt einen Höhepunkt rassistischer Mobilisierung und Gewalt in Wittstock dar. Erst einige Woche zuvor verschafften sich Neonazis in Wittstock Eintritt in die Wohnung eines jungen Mannes und richteten ihn brutal zu, während sie seine drei Freund_Innen im Nebenzimmer eingeschlossen haben. [5]

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1.Mai 2015 Berlin: Resist – Occupy – Produce

Aufruf der “Radikalen Linken Berlin” zum 1.Mai 2015:

Wir wollen kein Stück vom Kuchen, wir wollen die ganze Bäckerei – Heraus zum revolutionären 1. Mai!

„In Erwägung unserer Schwäche machtet
Ihr Gesetze, die uns knechten soll’n.
Die Gesetze seien künftig nicht beachtet
In Erwägung, daß wir nicht mehr Knecht sein woll’n.“

Unser Lebensraum ist die Stadt. Wir leben in ihr, wir sind die, die sie produzieren. Ohne uns alle gäbe es diese Stadt nicht. Die Stadt gibt es nicht ohne den Bauarbeiter, der eure Schoppingzentren errichtet und den ihr nicht bezahlt, ohne die Reinigungskraft, die für einen Hungerlohn eure Stadt sauber hält, ohne den S-Bahn-Lokführer, die Taxifahrerin, die Kellnerin, den Koch, die Künstlerin.

Aber die Stadt ist nicht unser Lebensraum. Wir verfügen nicht über sie, wir können sie nicht frei gestalten. Wir können nicht wählen, wo und wie wir leben und arbeiten wollen. Die Mieten werden unbezahlbar, die Löhne sind niedrig, viele haben überhaupt keine Arbeit, mit der sie über die Runden kommen. Können wir nicht bezahlen, werden wir zwangsgeräumt und müssen weichen, oder wir finden erst gar keine Wohnung. Denn für den Kapitalismus sind nicht wir und unsere Bedürfnisse der Maßstab, sondern die endlose Anhäufung von Kapital.

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Burak Bektaş

Ein halbes Jahr nach dem Auffliegen des NSU wurde Burak Bektaş am 5. April 2012 in Berlin-Neukölln von einem unbekannten Täter erschossen. Zwei weitere Jugendliche wurden durch weitere Schüsse lebensgefährlich verletzt. Der – nach Zeugenaussagen – weiße Täter konnte mit Waffen umgehen und führte den Mordanschlag wortlos und kaltblütig aus. Den Ermittlungsbehörden fehlt bis heute jedes Motiv, wir dagegen sehen deutliche Parallelen zu den Morden des NSU.

Auch der Mordanschlag auf die Jugendlichen in Neukölln könnte dem Vorgehen nach den Beschreibungen von Anschlägen aus neonazistischen Terrorkonzepten wie den “Turner Tagebüchern”, “Eine Bewegung in Waffen” oder dem „White Resistance Manual“ aus dem “Blood and Honour”-Netzwerk entsprechen. Darin wird ein bewaffneter “Rassenkrieg” propagiert, für den neben dem Konzept neonazistischer Kleinstzellen auch die Option des Einzelkämpfers genannt wird. Hierbei handelt es sich um ein einziges, hoch motiviertes Individuum, das alleine Aktionen durchführen kann. Diese „Ein-Personen-Zelle“ sei undurchdringlich für die Strafverfolgung. Es gelte die “Propaganda der Tat”, die ausgeführten Mordanschläge sollen ohne Bekennerschreiben für sich selbst sprechen. Dass die Erschießung Burak Bektas in der Neonazi-Szene begrüßt und als möglicher rassistischer Mordanschlag gelesen und verstanden wird, belegt etwa die im Internet veröffentlichte Sympathiebekundung einer jungen Frau, die sich auf ihrem Facebook-Profil zum “Nationalen Sozialismus” bekennt, mit den Protagonisten der Neuköllner Neonazi-Szene gut bekannt und befreundet ist und zum Mordzeitpunkt direkt neben dem Tatort gewohnt hatte. Darüberhinaus verdeutlichen über 220 polizeilich registrierte Straftaten mit positiver NSU-Bezugnahme, dass Nachahmungstaten in der Neonazi-Szene propagiert werden und als mögliches Motiv in Betracht kommen.
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NETZWERK ZUR UNTERSTÜTZUNG REPRESSIONSBETROFFENER NULLDREIER*INNEN – NUR03*

Noch bunter, noch größer, noch frecher!

Wenn wir zum Fußball gehen, hoffen wir auf einen fröhlichen, sportlich packenden, aber fairen Spieltag ohne Stress und Diskriminierung. Dieser Wunsch geht allzu oft nicht in Erfüllung. Vor allem bei Auswärtsfahrten müssen die Nulldreier*innen mit Schikanen der Polizei und nicht selten auch mit Übergriffen durch die Beamt*innen rechnen. Erinnert sei an die Pfeffersprayduschen beim Spiel in Meuselwitz im Mai 2014 oder die massive und die Grundbedürfnisse verletzende Begleitung in Neustrelitz. Auch diese Saison hatte mit dem völlig überzogenen Einsatz im Baiz nach der Partie bei Dynamo Berlin schon ein Negativhighlight in Sachen Polizeigewalt zu bieten. In der vergangenen Woche beim Auswärtsspiel beim Berlin AK wurden erneut mehrere Personen nach einer eskalierten Personalienfeststellung in Gewahrsam genommen.

Aufgrund dieser Erfahrungen hat sich das Netzwerk zur Unterstützung repressionsbetroffener Nulldreier*innen (nur03*) gegründet. Die Initiative will die Arbeit von „Fußballfans beobachten Polizei“ wieder aufnehmen. Darüber hinaus möchten wir aber auch Hilfe und Aufklärung für Fans des SV Babelsberg 03 anbieten. Wir sind also zurück – und zwar noch bunter, noch größer und noch frecher!
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Antikapitalistische Walpurgisnacht 2015: Organize!

Gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung!

Antikapitalistische Demonstration: Do, 30.04.2015 | Berlin-Wedding

Veranstalter*innen & weitere Infos: Hände weg vom Wedding

Steigende Mieten? Zwangsräumungen? Rassistische Polizeikontrollen? Olympia-Bewerbung? Eine menschenverachtende Politik gegen Flüchtlinge? Schnauze voll!

Es zeigt sich immer deutlicher, wer über Berlin bestimmt. Es sind nicht die Menschen, die hier wohnen oder leben wollen. Stadtdessen herrschen kapitalistische Verwertungsinteressen und Profitgier, die unsere Stadtpolitik bestimmen. Obwohl viele Menschen mit der Situation unzufrieden sind, richten sie ihre Wut nicht auf die Verantwortlichen. Stattdessen wenden sie sich gegen die, die sie als schwächer ansehen. Bestes Beispiel dafür sind die rassistischen Mobilmachungen in den Randbezirken oder Bewegungen wie „PEGIDA“. Doch diese bedienen nur eine Politik des Rassismus und der sozialen Ausgrenzung. Veränderungen kann es so nicht geben.

Doch es gibt eine Perspektive! Einen wirklichen Wandel der Verhältnisse können nur wir selbst erreichen. Parlamente und Parteien können uns dabei nicht helfen. Deshalb kämpfen wir gemeinsam und solidarisch von unten – in unseren Häusern, unseren Kiezen und Betrieben. Selbstorganisation sollte unsere Antwort auf eine kapitalistische Politik des Teilens und Herrschens sein. Gemeinsame Bündnisse wie Nolympia oder der kollektive Kampf gegen den Ausbau der A100 sind erste kleine Erfolge auf diesem Weg. Doch dabei darf es nicht bleiben!

Der Kampf um die Städte tobt weltweit. Ob in Istanbuls Gecekondus, Barcelonas Barrios oder Berliner Kiezen – lasst und gemeinsam den Widerstand gegen Ausbeutung und Unterdrückung organisieren. Eine gemeinsame Demonstration kann hierfür ein guter Anfang sein.

Demonstration gegen Kapitalismus, Rassismus und soziale Ausgrenzung! Für eine solidarische Gesellschaft.

Gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung!

Antikapitalistische Demonstration: Do, 30.04.2015 | Berlin-Wedding

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6.6.2015: Keine Zukunft für Nazis! TDDZ in Neuruppin verhindern!

www.red-skins.de
http://neuruppin.no-tddz.org/
http://www.inforiot.de

**** Aufruf des NO TDDZ-Bündnisses ****

Keine Zukunft für Nazis! TDDZ in Neuruppin verhindern!

Am 6. Juni 2015 planen Neonazis in der brandenburgischen Stadt Neuruppin ihre seit 2009 jährlich stattfindende Kampagne zum sog. „Tag der deutschen Zukunft“ (TDDZ) fortzusetzen. In diesem Rahmen wollen sie einerseits durch Anheizen rassistischer Denkmuster an bestehende Ressentiments und die rassistische Stimmungen in Teilen der Gesellschaft anknüpfen und andererseits eine Drohkulisse gegenüber Migrant_innen und Geflüchteten aufbauen. Continue reading

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