Kategorie-Archiv: Infoveranstaltung

28.10. – Berlin: Alkohol und Sozialismus

Das Thema „Drogen und Politik“ wurde nicht erst von den 1968ern diskutiert, sondern schon in den 1890er Jahren gab es eine heftige Debatte dazu. Im Mittelpunkt stand der Alkoholkonsum der Arbeiterklasse und damit verbunden die Frage: Vertragen sich Sozialismus und Alkohol? Oder ist absolute Nüchternheit die Voraussetzung für politische Kämpfe?

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21.10. – Berlin: „Kein Freibier für alle“ – Studieren ohne deutschen Pass

Uni-Assist ist ein gemeinnütziger Verein. Nach Eigendarstellung ist dessen Aufgabe „die Unterstützung der Hochschulen und der ausländischen Studierenden bei der Bewerbung um ein Studium in Deutschland.“ Mitglieder sind neben dem Deutschen Akademischen Austauschdienst sehr viele deutsche Hochschulen, darunter alle großen Berliner Unis und die Potsdamer Uni. Wer sich ohne deutschen Pass an diesen Hochschulen bewerben will, muss das über Uni-Assist tun. Der Verein beurteilt dann die Echtheit und Vollständigkeit der Unterlagen und leitet sie, wenn sie für gut befunden werden, an die Unis weiter.

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14.10. – Berlin: Arbeiten ohne Chef

Selbstverwaltet arbeiten, ohne Chefs, ohne irgendwelche Hierarchien – so zu arbeiten, wünschen sich viele Menschen. Und doch gibt es nicht viele Betriebe ohne Chefs. Da wir jegliche Hierarchien, auch am Arbeitsplatz, auflösen wollen, möchten wir mit euch zusammen erarbeiten, wie selbstverwaltete Betriebe erreicht werden können, wie in innen der Betriebsablauf umgesetzt werden kann, was das Arbeiten ohne Chef überhaupt bringt – und alle weiteren interessanten Fragen.

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05.10. – Berlin : Ausbeutung, Repression und Widerstand in Spätverkäufen

Mit einem Minijobvertrag bis zu 60 Stunden in der Woche schuften? Ein Kollege wird im Rahmen des „Roten Abends“ berichten, warum er solche Arbeitsbedingungen in einem Spätkauf in Berlin-Friedrichshain fast drei Jahre ertragen hat, bis er sich dagegen wehrte.

Jetzt klagt der Betroffene den ihm zustehenden Lohn ein. Unterstützung erhält er dabei von der FAU Berlin. Ein Vertreter der Basisgewerkschaft wird auf der Veranstaltung erläutern, warum es sich um keinen Einzelfall handelt, und Probleme der prekären Späti-Branche aufzeigen

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25.9.2011 Clash/Berlin: L’Insurrection et moi

Staatspleiten, Eurokrise und (k)ein Aufstand

Diskussionsveranstaltung mit
– TIQQUN (Autor_innenkollektiv aus Frankreich)
– Terminal 119 (Antinationale Gruppe aus Griechenland)
– TOP B3rlin (Kommunistisches Projekt gegen alles Böse)

19.30 Uhr. Clash (Gneisenaustr. 2a).

Als 2008 die Investmentbank »Lehman Brothers« Pleite ging und eine internationale Finanzkrise ausbrach, hofften viele Linke, dass nun die Zeit für eine neue antikapitalistische Bewegung gekommen sei. In der Tat deutete einiges darauf hin, dass die »versteinerten Verhältnisse« (Marx) aufbrechen würden. In Feuilleton und Talk-Shows wird plötzlich aufgeregt über die Schwächen des »Kapitalismus« und die Unmoral der »Märkte« und »Banker« debattiert.

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31.10. – Berlin, FAU : Podiumsdiskussion – Was tun mit Kommunismus?!

VERANSTALTUNGSZYKLUS: WAS TUN MIT KOMMUNISMUS?!

     Die kapitalistische Weltwirtschaft und die bürgerlichen Demokratien sind von fundamentalen Krisen erfasst. Begleitet werden sie von einem Aufschwung des Rechtspopulismus in Europa. Gleichzeitig wächst aber auch die Bereitschaft, über Alternativen und Wege zur Überwindung des Kapitalismus nachzudenken.

     Für Empörung, Aufstände und soziale Revolutionen gibt es reichliche Gründe, wie die jüngsten Entwicklungen in der arabischen Welt, in Griechenland, Spanien oder in Großbritannien zeigen. In dieser Situation ist aber gerade in Deutschland auch eine Wiederbelebung der ML-Ideologie der gescheiterten pseudo-sozialistischen Diktaturen des Ost-Blocks zu verzeichnen. Die dreiste Leugnung des repressiven Charakters dieser Polizeistaaten gegenüber der Bevölkerungsmehrheit sowie gegenüber jeder linken Kritik und Mythen über „sozialistische Errungenschaften“ treiben neue Blüten. Überreste der DDR-Nomenklatura finden namentlich in der Tageszeitung „junge Welt“ eine Plattform dafür.

     Angewidert von der anti-kommunistischen Propaganda entdecken aber auch manch junge Linke plötzlich scheinbare „Vorzüge der DDR“. Auf diese Weise tappen Linke aber nicht nur in die Falle der Neutralisierung antikapitalistischer Strömungen durch die Herrschenden; diese können nämlich die Erfahrungen vieler Menschen in Ost und West mit dem untergegangenen System des „real existierenden Sozialismus“ dagegen mobilisieren. Jene Linken sind auch dazu verdammt, erneut autoritäre Wege zu betreten, die nicht über den heutigen Kapitalismus und die in langen geschichtlichen Kämpfen gegen Kapital und Staat erstrittenen Freiheiten hinausführen, sondern dahinter zurückfallen.

 

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08.10. – Potsdam: Antifaschismus in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Aus Anlass des 75. Jahrestagesder Gründung der Interbrigaden lädt die VVN-BdA Brandenburg zu einer antifaschistischen Konferenz im Potsdamer Treffpunkt Freizeit (ehemaligesPionierhaus) ein. In mehreren Workshops soll über geschichtspolitische Auseinandersetzungen, aber auch über Neofaschismus heute und den
Kampf dagegen diskutiert werden. Daneben besteht ausreichend Zeit und Platz um sich gegenseitig  kennenzulernen, zu diskutieren, Kontakte zu knüpfen…

Infos!

Geschichte wird gemacht! 9.-18.9.: Woche der Widerständigen

Dieses Jahr jährt sich die Hochzeit der Hausbesetzer_innen- und Kollektivbewegung zum 30. Mal. Die Westberliner Besetzer_innen waren Teil einer umfassenden Bewegung Ende der 7Oer/Anfang der 8Oer Jahre: Alternativ-, Ökologie-, Anti AKW-, Antimilitarismus-, Frauen-, Friedens- und Befreiungsbewegung/en, kulturelle und Stadtteilinis, Anti-Startbahn, neue Lebensformen, usf., die in vielerlei Hinsicht Bezug zu den 68ern hatte. In den damals erkämpften Freiräumen wurden viele Ansätze erarbeitet, Erfahrungen gesammelt, Fehler gemacht und auch einiges erreicht.

Privatisierung öffentlicher und kommunaler Aufgaben, Verdrängung der angestammten Bevölkerung und Zerstörung gewachsener Strukturen durch die Wohnungspolitik des Senats, sinkende Reallöhne, entgarantierte Arbeitsverhältnisse, Verarmung, zunehmender Existenzdruck, Bevormundung durch Jobcenter, prestigebedingte Großprojekte, mit denen öffentliche Gelder verpulvert werden – Alltägliches Leben in Berlin wird immer schwieriger. Wildwuchs und Freiräume verschwinden zunehmend, während die Stadt auf Hochglanz getrimmt wird.

Wir, ehemalige Besetzer_innen und Kollektivist_innen aus den 80ern und Aktivist_innen von heute, wollen mit „Alten“ und „Jungen“ zusammen die damaligen Erfahrungen kritisch beleuchten und den Austausch anregen; eine Brücke zwischen „damals“ und „heute“ schlagen. Wir wollen uns kennen lernen, austauschen, zusammen tabulos streiten, besser vernetzen, lachen, staunen, in Frage stellen, tanzen und gemeinsam vorwärts gehen. Wir wollen aktuell existierende Ansätze und Initiativen einem größeren Kreis bekannt machen und alle potentiell Aufsässigen zum Mitmachen aufrufen.

Deshalb lasst uns vom 9. bis zum 18. September kiezübergreifend widerspenstig sein!

Geschichte wird gemacht

23.09. – FAU Lokal, Infoveranstaltung: „Von Kiezen und Fabriken. Kämpfe in Spanien“

Massenproteste, Werksschließungen und Entlassungswellen prägen derzeit das Geschehen in Spanien. Ein Genosse der CNT Madrid beleuchtet den Zusammenhang zwischen dem Widerstand in den barrios und den Fabrikkämpfen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Widerstand gegen die Schließung des zum Ford-Konzern gehörenden Visteon-Werks. Veranstaltung der Sektion Bau & Technik | FAU Berlin.

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