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14.9.2013 München: Schluss mit lustig!

Für die Mehrheitsgesellschaft ist Rassimus eine Randerscheinung und wird nur sogenannten „Rechtsextremist_innen“ zugeordnet. Doch neben dem völkischen Rassismus der neonazistischen Ideologie gibt es den oft ausgeblendeten Alltagsrassismus der Mitte. Er ist ein in allen gesellschaftlichen Schichten verankertes Menschenbild, welches auf der gezielten sozialen Ausgrenzung von Personengruppen aufgrund von Merkmalen wie Herkunft oder Hautfarbe basiert. So werden Schubladen konstruirt, in die ein Mensch passt oder eben nicht passt, je nachdem welchen rassistischen Stereotypen er entspricht.

Vom weit verbreiteten Alltagsrassimus profitieren vor allem rechte Gruppierungen, wie beispielsweise „Pro Deutschland“, „Die Freiheit“ oder die „Republikaner“. Sie geben sich als liberale und bürgernahe Alternative zu den großen Parteien aus.

Ihre populustischen Parolen bedienen bürgerlich-rassistische Ressentiments und stoßen dabei zunehmend auf Anerkennung der münchner Bürger_innen. Geschürt werden diese Vorurteile auch durch die boulevardeske Berichterstattung über die aktuelle Lage in den münchner Asylbewerberheimen und Pseudostatistiken über sogenannte „Ausländergewalt“. Dabei gibt sich die münchner Polizei größte Mühe bei jedem/jeder Tatverdächtigen im täglichen Polizeibericht zum Beispiel „südländisches Aussehen“ hervor zu heben. Diese rassistischen Formulierungen werden von den meisten münchner Medien 1:1 übernommen.

Hier in München sind zunehmend die Kleinparteien „Die Freiheit“ und „Pro Deutschland“ aktiv. „Die Freiheit“ hält seit nun mehr als einem Jahr rituell jede Woche stundenlange Kungebungen ab, in denen sie ihr antimuslimisches und patriotisches Weltbild propagieren. Dicht vernetzt ist „Die Freiheit“ mit dem rassistischen Internetportal „Politically Incorrect (PI)“, auf dem auch häufig Nazis aktiv sind. Dort werden regelmäßig Hasstiraden gegenüber Politiker_innen und Aktivist_innen veröffentlicht.

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19.11.2011 Juzi/Göttingen: Siempre Antifascista – Hardcore meets HipHop

Höhepunkt der Veranstaltungsreihe ist das Konzert am 19. November 2011 werden. Unter dem Motto „Hip Hop meets Hardcore“ werden sich jeweils zwei Acts der jeweiligen Musikrichtung die Ehre geben.
Eingeläutet wird der Abend von „Adjugdement“. Die Combo aus Hannover, die 1993 unter dem Namen „Proud Juice“ startete, bis sie 1996 ihren heutigen Namen annahm, kann auf stolze 18 Jahre Bandgeschichte und weit über 400 absolvierte Auftritte zurückblicken. Musikalisch machen sie schnellen Oldschool Hardcore.
Anschließend wird „MyTerror“ auf der Bühne stehen. Die Texte der Hardcore Band aus Düsseldorf, welche in englischer und russischer Sprache gesungen (oder vielmehr) gebrüllt werden, sind inhaltlich stark sozialkritisch und antifaschistisch geprägt. Und es wird ihr zweiter „Siempre Antifa“-Auftritt in diesem Jahr werden, da sie vorher schon auf dem ebenfalls zu dieser Aktionswoche gehörendem Festival in Berlin gespielt haben werden.
Der erste Hip Hop Act des Abends wird „Lea-Won“ sein. Der aus München stammende Conscious-Rapper sticht durch seine tiefen und nachdenklichen Texte hervor, in denen er sich mit den täglichen Unterdrückungsmechanismen unserer Gesellschaft beschäftigt, ohne dabei in Polemiken abzurutschen.
Der letzte Auftritt des Abends, das Hip Hop Trio „Radical Hype“, bezeichnet ihre Musik selber als „Punk-Rap“. Die 2005 in Bremen gegründete Gruppe rappt auf französisch und deutsch über Rassismus, Sexismus und Kapitalismus und hat diesen entschlossen den Kampf angesagt.

Also: kommt zum Siempre Antifascista „HipHop meets Hardcore“ Konzert am 19.11. ins Juzi
Beginn 20:30

Mehr Infos zur Siempre Antifascista Aktionswoche in Göttingen