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29.3.2014 Dortmund: Antifa-Demo „Erinnern heißt Kämpfen!“

Für den 29.03.2014 rufen Dortmunder Antifa-Gruppen zu einer antifaschistischen Demonstration unter dem Motto „Erinnern heißt Kämpfen!“ auf. Anlass hierfür ist der neunte Todestag des Punkers Thomas „Schmuddel“ Schulz, der am 28.03.2005 durch den Dortmunder Neonazi Sven Kahlen ermordet wurde. Des Weiteren ist es in Dortmund wegen des Verbotes des „Nationalen Widerstand Dortmund“ nicht zu einer Stilllegung von neonazistischem Auftreten gekommen. Mittlerweile gibt es mit der Partei „Die Rechte“ eine neue Organisierungsplattform der Dortmunder Neonazis. Daher wollen wir zwei Jahre nach unserem letzten „offiziellen“ Besuch in Dorstfeld, erneut in den Stadtteil hinein demonstrieren, um den dort nach wie vor lebenden Neonazis einen Besuch abzustatten. Die TäterInnen rechter Gewalt sollen gezielt benannt werden. Insbesondere einen Monat vor dem Aufmarsch am 1.Mai von der „Rechten“ und knapp zwei Monate vor den Kommunalwahlen in Dortmund, wollen wir erneut ein offensive Zeichen im Kampf gegen die lokalen Nazistrukturen und rechte Gewalt setzen.

Er­in­nern heißt Kämpfen!

Auf­ruf zur an­ti­fa­schis­ti­schen De­mons­tra­ti­on am 29.​03.​2014 in Dortmund

In die­sem Jahr jährt sich der Mord an Tho­mas Schulz durch den Neo­na­zi Sven Kah­lin zum neun­ten Mal. Wir neh­men dies zum An­lass, auch die­ses Mal wie­der gegen rech­te Ge­walt zu de­mons­trie­ren und un­se­re So­li­da­ri­tät mit den Op­fern jener Ge­walt zum Aus­druck zu brin­gen. Dabei wol­len wir uns je­doch nicht nur auf das Ge­den­ken an Tho­mas Schulz und den in Dort­mund vom »Na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Un­ter­gund« (NSU) er­mor­de­ten Meh­met Kubaşık be­schrän­ken, son­dern auch gegen die Ver­hält­nis­se, die diese Ge­walt erst er­mög­li­chen, de­mons­trie­ren. Eben­so ist es unser An­lie­gen, auf die immer noch be­ste­hen­den Na­zi­struk­tu­ren in Dort­mund hin­zu­wei­sen, wel­che sich nach dem Ver­bot des »Na­tio­na­len Wi­der­stands Dort­mund« als Par­tei or­ga­ni­siert haben. Es hat sich dabei ge­zeigt, dass Ver­bo­te viel nicht hel­fen, um Nazis zu be­kämp­fen.

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9.3.2013 Hamburg: Boss Society goes Bad Taste Vol. 2

Ja, wir spielen beide Arten von Musik – Rock Steady und Early Reggae. Und wie ich Sven kenne, bestimmt noch ein bißchen Ska!

Boss Society im Bad Taste, das bedeutet jamaicanische Musik von 1962 bis 1972 für euch und Freigetränke für DJ Sven und Jacqueline Hyde.

17.2.2013: Gedenkspaziergang in Brandenburg/Havel

Anlässlich des 17. Todestages von Sven Beuter findet am 17. Februar ein Gedenkspaziergang durch die Stadt Brandenburg an der Havel statt.

Gedenkspaziergang am kommenden Sonntag, den 17. Februar, erinnert an Morde durch alte und neue Nazis

Am 15. Februar jährt sich der brutale Überfall auf Sven Beuter. Er wurde vom bekennenden Neonazi Sascha Lücke brutal zusammengeschlagen, weil er als Punk nicht in das faschistische Weltbild seines Angreifers passte. Fünf Tage später, am 20. Februar verstarb Sven Beuter aufgrund seiner schweren Verletzungen.
In diesem, wie auch im vergangenen Jahr, ruft das überregionale Antifaschistische Netzwerk Brandenburg an der Havel – Premnitz – Rathenow [AFN] zu einer Gedenkveranstaltung in Form eines Spaziergangs auf. Unterstützt werden sie dabei von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN BdA), der Partei die LINKE, sowie der Jüdischen Gemeinde in Brandenburg an der Havel. Während des Spaziergangs werden verschiedene Orte (neo)nazistischer Verbrechen aufgesucht und Redebeiträge gehalten. Folgende Orte werden dabei besucht: der Jüdische Friedhof in der Geschwister-Scholl-Straße, die alte Synagoge in der Großen Münzenstraße, die Euthanasie-Gedenkstätte am Nikolaiplatz und der Gedenkstein für Sven Beuter in der Havelstraße. Den Organistator_innen geht es darum aufzuzeigen, dass (neo)nazistische Ideologien das Leben in „wertes“ und „unwertes“ einteilen und zur Durchsetzung ihrer Ziele auch Morde in Kauf nehmen. Alle vier Orte mahnen zur Erinnerung und zur intensiven Auseinandersetzung mit alten und neuen Nazis, mit Antisemitismus und Faschismus und für eine gelebte Gedenkpolitik in Brandenburg an der Havel. Daher werden alle interessierten Bürger_innen der Stadt aufgefordert, sich am 17. Februar um 14 Uhr am Jüdischen Friedhof zu treffen und mit dem [AFN] und seinen Unterstützer_innen ein klares Zeichen gegen Rassismus, Faschismus und Antisemitismus zu setzen.

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Gedenkkundgebung in Brandenburg an der Havel

Ungefähr 70 Menschen gedachten den 1996 von einem (Neo)nazi umgebrachten Sven Beuter und bekannten sich gegen (Neo)nazismus Im Rahmen einer Kundgebung haben gestern ungefähr 70 Menschen in Brandenburg an der Havel an Sven Beuter gedacht. Der damals 23 jährige Punk wurde am 15. Februar 1996 von einem (Neo)nazi angegriffen, brutal zusammengeschlagen und getreten. Wenige Tage später verstarb Sven Beuter an den Folgen seiner schweren Verletzungen.
Die gestrige Kundgebung fand an dem Ort statt, wo Sven Beuter vor 16 Jahren blutüberströmt gefunden wurde. Hier ist eine Gedenkplatte eingelassen, die an den brutalen Angriff erinnert

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15.2.2012 Brandenburg an der Havel: Sven Beuter unvergessen!

Gedenkkundgebung am 15. Februar in Brandenburg an der Havel

Am 15. Februar 2012 erinnern wir im Rahmen einer antifaschistischen Kundgebung an Sven Beuter. Der 23 jährige Punk wurde vor sechzehn Jahren zum wiederholten Male Opfer eines (neo)nazistischen Überfalls. Ein (Neo)nazi griff Sven Beuter am Abend des 15. Februar 1996 an und verletzte ihn dabei durch brutale Schläge und Tritte schwer. Zu den erlittenen Verletzungen des Zusammengeschlagenen bzw. Zusammengetretenen zählten u.a. Hirnquetschungen, mehrere Schädelfrakturen, schwere Verletzungen der inneren Organe sowie diverse Knochen- und Rippenbrüche. Das Opfer lag in einer Blutlache von einem halben Meter Durchmesser. Neben ihm verlief eine blutrote, ungefähr 50 m lange Schleifspur im Schnee. Am 20. Februar verstarb Sven Beuter an den Folgen seiner schweren Verletzungen.
Der Angriff wurde damals von zwei Zeugen beobachtet, die den (neo)nazistischen Gewaltverbrecher auch stellten. Er wurde einige Monate später rechtskräftig zu einer Haftstrafe von siebeneinhalb Jahren verurteilt.

1996 von einem (Neo)nazi in Brandenburg an der Havel getötet: Sven Beuter
1996 von einem (Neo)nazi in Brandenburg an der Havel getötet: Sven Beuter

Mordlust aus ideologischen Gründen

Der Mord an Sven Beuter steht beispielhaft für einen unverblümt sozialdarwinistischen Ausdruck der (neo)nazistischen Ideologie, dem allein in den letzten 22 Jahren mehr als 150 Personen zum Opfer fielen. Die aktuell aufgedeckten Anschläge des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) zeigen zudem mit welch hohem Organisationsgrad und welch tiefer Menschenverachtung gemordet wird.
In der (neo)nazistische Ideologie spielen Individuen keine Rolle, sie müssen sich dort einem fiktiven Volkskollektiv unterordnen. Abweichler oder Angehörige anderer „Völker“ werden hingegen als Schädlinge dieses rassisch definierten Volkskörpers verunglimpft und deshalb auch mit brutalsten Mitteln von (Neo)nazis bekämpft.

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