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Wien: Freiheit für Antifa Josef

Freiheit für JosefSeit Ende Ja­nu­ar 2014 sitzt in Wien ein Antifaschist aus Jena im Knast. Er hatte sich an Protesten gegen den so­ge­nann­ten Aka­de­mi­ker­ball in der Wie­ner Hof­burg beteiligt. Das ist ein Treffen von Burschenschaften und anderen Rechten. Insgesamt 14 Nazigegner wurden damals fest­ge­nom­men. Alle wur­den noch in der sel­ben Nacht aus der Haft ent­las­sen. Freiheit für Josef! 

Er sitzt stellvertretend für die Antifabewegung im Knast. Gemeint sind wir alle! Zeigt Solidarität mit Josef!

Infos: Soligruppe | Spenden | Post für Josef 

21.9.2013 Berlin: 21.09. Routenänderung! Nazis und Rassist_innen die Tour vermasseln!

Neben „Pro Deutschland“ wollen nun auch die Nazis von „Die Rechte“ und der NPD ihre Wahlkampfhetze am Vorabend der Bundestagswahlen in Berlin auf den „Höhepunkt“ treiben. Dabei versuchen sie an den breit in der Gesellschaft vorhandenen Alltagsrassismus, an Vorurteile und Klischees aber auch an den strukturellen und institutionellen Rassismus sowie Stimmungs- und Panikmache von Teilen der Politik, Medien und Gesellschaft anzudocken. Ziel ihrer Hetze sind Menschen mit einem vermeintlichen „Migrationshintergrund“ aber auch insbesondere Muslim_innen, Roma, Geflüchtete und politische Gegner_innen als vermeintliche „Linke“, die für alle systembedingten, gesamtgesellschaftlichen Probleme und Fehlentwicklungen pauschal als Sündenböcke konstruiert werden sollen.
Informationen von der Berliner Polizei scheint es dazu im Vorfeld nicht gegeben zu haben, möglicher Weise um Gegenproteste wieder einmal zu be- oder verhindern.

Deshalb ist die Route der Antira-Bustour für morgen kurzfristig geändert worden!!!!

Lokale Initiativen, Gewerkschaften, Organisationen, Vereine und Gruppierungen sowie einige Parteistrukturen rufen dazu auf, vor den bevorstehenden Bundestagswahlen am 22.09. noch einmal ein eindeutiges Zeichen gegen Rassismus und Nazis zu setzen und mobilisieren stellvertretend dafür zu den Gegenkundgebungen gegen die rassistische Kleinst- und Splitterpartei „Pro Deutschland“ sowie „Die Rechte“ und NPD.

Route Neu:

Samstag, 21. September:
9.30 bis 11.30 Uhr Café Ehrenburg, Karl-Marx-Allee 103 (Friedrichshain)
11.30 bis 13.00 Uhr Köpenicker Str. 137 (Kreuzberg)
13.00 bis 15.00 Uhr Bhf. Lichtenberg (Die Rechte)
15.30 bis 17.00 Uhr Hellersdorf (NPD), Riesaer Straße/Mark-Twain-Straße
ca. 17.30 bis 19.30 Uhr Abschluss: Flüchtlingscamp, Oranienplatz (Kreuzberg)

Für eine solidarische Gesellschaft – Kein Fußbreit Nazis und Rassist_innen!

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Das “Front Records”-Imperium in Sachsen

Die Nummer 193 des GAMMA-Newsflyers ist erschienen. Diesmal legen wir eine achtseitige Schwerpunktausgabe zu aktiven Neonazi-Netzwerken in Sachsen vor. Es geht dabei auch um Spuren, die der “Nationalsozialistische Untergrund” und seine Unterstützer in Leipzig, Halle, Zwickau und Chemnitz hinterlassen haben.

AUS DEM INHALT DER NEUEN AUSGABE:


  • Das “Front Records”-Imperium in Sachsen: Bestandsaufnahme eines Neonazi-Netzwerks
  • Konspirative Kameraden: Der “Nationalsozialistische Untergrund” und seine Helfer
  • Rechtspopulismus: “Pro Sachsen” setzt auf NPD-Experten
  • Kurzmeldungen aus der Braunzone

Nachfolgend der Artikel: „Das “Front Records”-Imperium in Sachsen: Bestandsaufnahme eines Neonazi-Netzwerks“ Im Landkreis Leipzig agiert mit „Front Records“ seit mehr als einem Jahrzehnt einer der umtriebigsten und bundesweit bedeutendsten Neonazi- und Rechtsrock-Versände. Er steht stellvertretend für den alles in allem durchaus „erfolgreichen“ Versuch der Neonazi-Szene, aus rechter Hetze Gewinn zu schlagen. Aber auch dafür, dieser Szene umgekehrt eine Finanzquelle zu verschaffen, die nicht versiegen will: Mit Tonträgern, Klamotten und weiteren Devotionalien erwirtschaftet die Clique um Thomas Persdorf einen immensen, sicherlich sechsstelligen Jahresumsatz.

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Vernichtung als politisches Programm

Angesichts der geballten Verwunderung, mit der behördlich und medial auf die Nazi-Mörder aus Thüringen reagiert wird, muss man die Frage stellen, was genau daran eigentlich verwunderlich sein soll? Wenn man den Nazis eines nämlich beim besten Willen nicht vorwerfen kann, dann ist es, dass sie einen Hehl daraus machen würden, ihre politischen Ziele mit Gewalt durchsetzen zu wollen. Ganz im Gegenteil.

Der Postillon“ brachte es kürzlich auf den Punkt: „Mordserie schürt Zweifel an sonst eigentlich sympathischen Nazis“ titelte das Satiremagazin und brachte damit etwas zum Ausdruck, dass tatsächlich weite Teile des aktuellen Diskurses über die Nazi-Terrorzelle kennzeichnet: nämlich die allgemeine Verwunderung, dass Nazis zu solchen Taten fähig sein sollen. Als politisch werden die Morde daher auch nur bedingt wahrgenommen: So sinniert der große alte Mann des investigativen Journalismus, Hans Leyendecker, stellvertretend für viele andere seiner Kollegen in der „Süddeutschen Zeitung“ über „Reliquien des Irrsinns“.

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Presseschau (17.11.2011): 

Der Verantwortung nicht gewachsenMilitantes MilieuAuf den Spuren des rosaroten PanthersAktenzeichen ungelöst, Schlapphüte im HerbstPartei angeblich von rund 100 V-Leuten infiltriertSpuren nach BrandenburgFür eine zentrale Trauerfeier im Bundestag!Böse Lieder für böse LeuteFatale ErmittlungsfehlerSammeln, sammeln, sammelnAlles offenlegen,    Im toten WinkelJetzt gefährlich: NazisMärchen vom GeheimdienstSchon 1995 öffentliche Mordhetze durch Neonazis in JenaV-Mann und Neonazi: Es begann in RudolstadtJerzy Montag: „Ein beklemmendes Gefühl“So braun ist DeutschlandFall Mannichl: LKA vergleicht DNA-SpurenImmer mehr Spuren führen nach Sachsen„Dieses Gelaber ist so unwürdig“, Das Problem mit den V-LeutenSein Name steht für das Chaos»Viele Reaktionen sind vordergründig«Terrorhelfer blieb unbehelligtRaus aus dem Untergrund… und der Staat schaut zu