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Kampfsport gewinnt an Bedeutung Kampfsport gewinnt an Bedeutung

In Brandenburg drängt im Bereich des Rechtsextremismus das neonazistische Spektrum immer mehr in den Vordergrund, setzt weitaus stärker als etwa die NPD die Themen und Aktionsformen. Dies geht aus dem aktuellen Verfassungsschutzbericht des Bundeslandes hervor.

Die Zahl der Rechtsextremisten ist dem Bericht zufolge im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2010 zwar geringfügig um 20 auf nunmehr 1150 zurückgegangen. Dennoch gibt es bedenkliche Entwicklungen, etwa eine stärkere Bedeutung des Kampfsports und eine erstarkte Musikszene.

Zahlenmäßig ist die NPD schwächer geworden, zählt noch 350 Mitglieder (- 20). Auch die Kräfte ihrer Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten (JN) haben von 40 auf 25 abgenommen. Aus dem Sammelbecken der DVU hat die NPD faktisch überhaupt nicht profitiert. Sie zählt acht Kreisverbände und drei JN-Stützpunkte. Eine Ausdehnung der kommunalen Verankerung hat bei der NPD nicht stattgefunden. Sie nimmt in Kommunalparlamenten, Kreistagen und kreisfreien Städten 29 Mandate wahr, dazu kommen drei sympathisierende Mandatsträger. Den Vorsitzenden des Kreisverbandes Lausitz, Ronny Zasowk, machen die Verfassungsschützer als künftige starke Persönlichkeit innerhalb der Nationaldemokraten aus. Als einer der Strippenzieher in der Lausitz wird JN-Aktivist Pierre Dornbrach angesehen.

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Internationales Dezember-Event in Schweden

Schweden (Stockholm) – Ein Bündnis der extrem rechten schwedischen Szene mobilisiert seit Monaten für den Protestmarsch in Stockholm am 10. Dezember, der unter dem Motto „Stoppt die Schwedenfeindlichkeit“ steht.

Geworben wird dafür auch über das Internet. Der Aufmarsch ersetzt die in den vergangenen Jahren im Stockholmer Vorort Salem stattgefunden Neonazi-Demonstrationen anlässlich des sich Anfang Dezember wiederholenden Todestages von Daniel Wretström. Wretström war 2000 nach einem Streit und einer Messerattacke an einer Bushaltestelle, an der auch Ausländer beteiligt waren, verstorben und muss seitdem als nationalistischer Märtyrer herhalten.

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Apocalypse now – wir sind Sankt Pauli!

Alle Jahre wieder steht sie vor den Stadiontoren, bereit diese zu stürmen. Die Apokalypse! Ihre Reiter? Das Internet, das Fernsehen und der Blätterwald, Polizeisprecher, Politiker und Vereinsoffizielle. Alle befeuern sie: Die große Angst vor zunehmender Fußballgewalt. Ist es denn wirklich so? Vollkommen unerheblich. Mehr Verbote, mehr Repression, mehr Polizei, mehr Scheisse sind in jedem Fall die Antwort. Jeder Fan, der seinem Club durch die Republik folgt, hat zwar schon so manches gesehen, muss sich aber gerade deswegen zum wiederholten Male fragen wessen Welt vor dem Untergang steht und vor allem wer hier den Fußball für seine Zwecke missbraucht.

Von dem allgemeinen Fußball-Sicherheitswahn ist auch unser Spiel in Rostock betroffen. Noch nie hat eine Auswärtsfahrt unter so weitreichenden Auflagen stattgefunden. Kontrollen und Leibesvisitationen jedes Mitfahrers bereits am Gleis in Altona, um überhaupt in den Zug zu gelangen. Zwei Helikopter, die die Züge begleiten und offizielle Verfügungen, was man an dem Tag auch außerhalb des Stadions mit sich führen darf und was nicht. Die Vorschriften, wer sich wo wann aufhalten darf. Die Kriminalisierung aller Fans, die ihre Fußball-Mannschaft zu einem Auswärtsspiel begleiten wollen. Dieser Staat duldet weder Nonkonformität noch Gelegenheiten, in denen er nicht vollständige Kontrolle über alle Menschen ausüben kann. Die geringe Lobby von Fußballfans verhindert einen ansonsten überfälligen Aufschrei der liberalen Öffentlichkeit.

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