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17.12.2014: Fackelmarsch in Oranienburg geplant

INFORIOT Nach andau­ern­der ras­sis­ti­scher Hetze wird auf der Facebook-Seite „Nein zum Heim in Ora­ni­en­burg“ nun zu einer Demons­tra­tion gegen die Unter­brin­gung von Geflüch­te­ten in Ora­ni­en­burg auf­ge­ru­fen. Im Netz kur­siert ein Ban­ner, dem­zu­folge die Demons­tra­tion unter dem Motto „Wir sind das Volk — Abend­spa­zier­gang für eine ange­mes­sene Asyl­po­li­tik“ am Mitt­woch, den 17. Dezem­ber um 18:30 vom Bahn­hof Ora­ni­en­burg star­ten soll. Ähnlich wie eine Woche zuvor in Witt­s­tock, wol­len soll mit Fackeln durch die Stadt gezo­gen werden.

Bereits Anfang des Monats for­mierte sich eine „Nein zum Heim“-Facebook-Gruppe in der Nach­bar­stadt Lee­ge­bruch. In Ober­krä­mer, an der Grenze zu Lee­ge­bruch, soll eine seit zehn Jah­ren nicht mehr genutzte Flie­ger­schule zum Asyl­heim umge­baut wer­den. In der Facebook-Gruppe fin­den sich bekannte Neo­na­zis und NPD-Mitglieder, sowie Mit­glie­der der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr Leegebruch.

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5.12.2014 Linie 1/Berlin: ReggaeXplosion

December 5th: Carib Crew + Simon Czech
Simon Czech ist zum ersten, aber bestimmt nicht zum letzten Mal bei der ReggaeXplosion dabei. Er hat sich schon in ganz Deutschland und gelegentlich im Ausland mit der “Boss Bunch” einen Namen gemacht und ist einer der hyperaktiven Sammler, die unentwegt an ihrer Sammlung feilen.

Early Reggae, Rock Steady, Jamaican Ska
“Die beste Musik zu dieser Zeit in dieser Stadt!”

05.12.2014 Tommyhaus/Linie 1, Wilhelmstr. 9, Berlin-Kreuzberg
Admission free – open end – no nazis, no dogs – adults only!

28.11.2014 Berlin: Demo im Prenzlauer Berg: Ein Herz für “linke Terrornester”!

Ein Herz für “linke Terrornester”!
Brunnen6/7 und Linie206 verteidigen!

Demonstration gegen die Gentrifizierung der Stadt:
Fr, 28.11.2014 | 17:00 Uhr | Oderberger Straße / Kastanienalllee (Prenzlauer Berg)

Es sei an der Zeit, linke Hausprojekte mal wieder zu durchsuchen, sagt der Henkel von der CDU und andere Politiker und die Presse greifen die Hetze gegen die „linken Terrornester“ (BZ) auf, um sich zu profilieren. Wir sagen: Es ist an der Zeit, sich auf der Straße zu zeigen.

Hausprojekte sind Teil der linksradikalen Infrastruktur in dieser Stadt. Aber nur ein Teil. Denn die Szene ist weitaus größer und wir wollen mit all unseren Freund_innen und Freunden darauf aufmerksam machen, dass der Berliner Innensenator nicht der einzige ist, der uns auf die Nerven geht. Wir haben keinen Bock auf ihre Repression. Seien es die stetigen Mieterhöhungen, der Ausverkauf der Stadt oder der völlig inakzeptable Umgang mit Geflüchteten. Verdrängung und Ausgrenzung und der Schutz derer die daraus Profit schlagen, ist zu einer Art Leitmotiv der Berliner Politik geworden.

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8.11.2014: Bautzen (Ostsachsen): Rassistischer Hetze am 8. November entgegentreten!

Für den 8. November 2014 hat die Bautzner NPD-Stadträtin Daniela Stamm erneut eine rassistische Demonstration in der ostsächsischen Stadt angemeldet. Mobilisiert wird derzeit hauptsächlich über die Facebookseite „Neues Bautzen“ unter dem Motto „Asylhotel und Heim, unsere Bürger sagen Nein“. An einem ähnlichen Aufmarsch am 23. August beteiligten sich etwa 600 Personen, darunter zahlreiche Neonazis, die teils auch aus Berlin und Brandenburg angereist waren. Dabei verzichteten sie weitgehend auf einen bürgerliche Deckmantel und zogen unter Rufen wie „Hier marschiert der Nationale Widerstand“ und „Nationaler Sozialismus jetzt!“ durch Bautzen.

Schon am 15. März hatte die NPD einen Aufmarsch in Bautzen organisiert. Unter dem Deckmantel einer Bürgerinitiative „Bautzen wehrt sich gegen Asylmissbrauch“ marschierten damals etwa 350 Personen. Der Protest gegen die rassistischen Aufzüge fiel in beiden Fällen verhalten aus, im August beteiligten sich lediglich etwa 70 Personen an einer Gegenkundgebung des Bündnisses „Bautzen bleibt bunt“.

Besonders im Fokus des Mobs steht ein ehemaliges Hotel und dessen Betreiber, der nun Asylsuchende beherbergt und dabei die alten Hotelstandards weitgehend beizubehalten versucht. Für den 8. November ist mindestens eine ähnliche rassistische Mobilisierung wie im August zu erwarten. Wie die Stadt Bautzen mit dem Tag umgehen wird und ob sie einer zeitgleich stattfindenden Einkaufsnacht Vorrang vor eigenen Protesten einräumt, ist derzeit noch unklar. Absehbar ist hingegen, dass der rassistische Mob, der sich 17:00 Uhr treffen möchte, in der Dunkelheit marschieren möchte und wahrscheinlich zu einer Flüchtlingsunterkunft laufen will.

All dies ist für uns Grund genug für eine kritische antirassistische und antifaschistische Intervention. Wir wollen rassistische Hetze nicht unwidersprochen lassen.

Refugees Welcome! Gegen jede rassistische Mobilisierung! Solidarität mit den Geflüchteten und ihren Kämpfen!

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16.10.2014 Bandito Rosso/Berlin: NEA/RASH-Tresen: 23. Jahrestag des rassistischen Pogroms von Hoyerswerda

Rassismus tötet!
23. Jahrestag des rassistischen Pogroms von Hoyerswerda

Ausstellung, Diskussion, Kneipe
Do, 16.10.2014 | 20:00 Uhr | Bandito Rosso (Lottumstraße 10A / Prenzlauer Berg)

Referet*innen: Initiative “Pogrom 91″
Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA] & Red & Anarchist Skinheads (RASH)

Vor 23 Jahren, im September 1991 attackierten Neonazis sowie Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt die in Hoyerswerda lebenden DDR-Vertragsarbeiterinnen und -Vertragsarbeiter aus Mosambik und Vietnam sowie Asylsuchende. Bei dem rassistischen Pogrom erhielten die Betroffenen kaum Schutz und Unterstützung – schließlich mussten sie die Stadt verlassen. Es folgte eine Welle rassistischer Gewalttaten, die 1992 in Rostock-Lichtenhagen und Mölln ihren Höhepunkt erreichte. Die Auswirkungen spüren Asylsuchende bis heute: Die Politik reagierte 1993 auf die rassistische Gewalt mit der faktischen Abschaffung des Grundrechts auf Asyl.

An den Jahrestag erinnerte die Initiative “Pogrom 91” in diesem Jahr mit einer bundesweiten Plakataktion. In zahlreichen Städten in ganz Deutschland wurden Gedenkplakate verklebt und Fotos der Plakate eingereicht. Daraus ist eine Ausstellung entstanden, die wir am 16. Oktober ab 20 Uhr im Bandito Rosso zeigen.

Es erwarten euch Infos zur Geschichte des Pogroms und dem lokalen Umgang damit. Weiterhin möchten wir mit euch über die Denkmalsdebatte diskutieren und über den aktuellen Stand zum städtischen Gedenken informieren. Anschließend laden wir zum gemeinsamen Kneipengespräch und -austausch ein.

8.10.2014 Schreina47/Berlin: Infoveranstaltung zum Naziaufmarsch in Stralsund

Schreina47: Infoveranstaltung
Infoveranstaltung zum Naziaufmarsch in Stralsund. Am 11. Oktober 2014 wollen in der Hansestadt Stralsund in einem „Gedenkmarsch“ dutzende Nazis aufmarschieren und ihre geschichtsrevisionistische Propaganda durch die Stadt tragen. Anlass ist für sie der 70. Jahrestag der Bombardierung von Stralsund am 6. Oktober 1944 durch die US-amerikanischen Befreier_innen. In der Infoveranstaltung sollen Überblick über die Hintergründe, die Proteste und alle wichtigen Daten zum Tag gegeben werden.

Beginn: 20.00 Uhr – Eintritt frei!

3.10. Nazis in Hamm stoppen!

Am 3.10 wollen Nazis in Hamm(Westf.) aufmarschieren. Wir rufen euch auf: kommt nach Hamm und lasst uns gemeinsam die Nazis stoppen. Wir haben weder Bock auf Naziaufmärsche noch auf Nazizentren. Wir sind für mehr Farbe in der Stadt.

Wir sehen uns am 3.10 in Hamm!

Eure
Autonome Gruppe 0310

+++http://vimeo.com/107400814+++

22.9.2014 Tristeza/Berlin: „Gentrifizierung und die richtige Kritik am Kapitalismus“

22.09.2014 / 19.00 Uhr – Tristeza (Pannierstraße 5)
Diskussionsveranstaltung mit Andrej Holm (Soziologe / HU Berlin) und Jimmy Boyle (Gruppen gegen Kapital und Nation)

Gentrifizierung scheint gerade in Neukölln als allgegenwärtiges Phänomen: Aus Leerstand werden schicke Boutiquen, Cafés und Szene-Kneipen, Arabisch und Türkisch hört man seltener, dafür mehr Deutsch, Französisch, Englisch und Spanisch, statt in wenigen Jahren mehrmals umzuziehen wird die Suche nach einer bezahlbaren Wohnung zu einer jahrelangen Tortur.
Der Begriff Gentrifizierung ist in diesem Zusammenhang in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen. Doch was genau sind die Ursachen für die nicht nur in amtlichen Statistiken beobachtbaren Veränderungen in der Stadt? Verschiedene, auch linke Strömungen, haben in den letzten Jahren unterschiedliche Verursacher_innen für Gentrifizierungsprozesse ausgemacht: Tourist_innen, „Hipster“, Künstler_innen, gierige Investor_innen, verantwortungslose Politiker_innen auf der einen oder ‚den Kapitalismus‘, ‚der allgemeine Zwang zur Verwertung von Besitz‘ auf der anderen Seite. Während erstere an Äußerlichkeiten festgemachte Gruppen, aber auch Einzelpersonen moralisch, teilweise auch mit (physischer) Gewalt angriff, zogen sich Vertreter_innen von zweiterer Position auf eine theoretische und allgemeine Kritik am Kapitalismus zurück: ‚an der Verdrängung könne man nichts machen, bis der Kapitalismus überwunden ist‘. So beschäftigte man sich zwar nicht weiter politisch mit der Gentrifizierung, ärgerte sich aber gleichzeitig über die nächste Mieterhöhung und den Auszug der migrantischen Nachbar_innen.

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