Schlagwort-Archiv: leipziger

24.-28.11.2014 Berlin: FAU-Kundgebungswoche: Lohn geprellt in der ‚Mall of Shame‘!

Die „Mall of Berlin“ wurde im September diesen Jahres eröffnet und ist eine der drei größten Einkaufszentren der Hauptstadt. Der Protzbau am Leipziger Platz, der nach rbb-Angaben ca. eine Milliarde Euro gekostet haben soll, könnte nun in der Vorweihnachtszeit zum Symbol der gängig gewordenen Ausbeutung migrantischer ArbeiterInnen aus dem EU-Ausland werden. Ein Subunternehmen hatte Arbeiter aus Rumänien für schlappe sechs Euro Stundenlohn in dem Konsumgiganten schuften lassen und am Ende nicht mal diesen niedrigen Lohn vollständig an die Arbeiter bezahlt. Ein Teil der Arbeiter hat sich nun in der FAU Berlin organisiert, die nun schnell und entschlossen handeln wird um die ausstehenden Löhne zu erkämpfen!

Die Kollegen waren bereits bei der Beratungsstelle des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), der von einer wachsenden Zahl von Beratungen für ArbeiterInnen aus Rumänien und Bulgarien spricht. Dort errechnete man, dass den Arbeitern durchschnittlich noch 2500 Euro zustehen würden. Auf ihren Lohn wartend, lebten sie in Baucontainern am Hinterausgang der Mall of Berlin. Nun sind die Container weg und die Arbeiter sind von Obdachlosigkeit bedroht.

Dieser Fall ist symptomatisch für die steigende Ausbeutung und Ausnutzung von ArbeiterInnen aus EU-Ländern, die für Niedrigstlöhne angeworben werden und dann nicht einmal vollständig ausgezahlt werden. Die FAU Berlin ruft ArbeiterInnen dazu auf, solche Zustände nicht hinzunehmen und sich in einer kämpferischen Gewerkschaft zu organisieren!

Die FAU Berlin verurteilt die miserablen Arbeitsumstände und wird entschieden mit ihren neuen Mitgliedern für die ausstehenden Löhne kämpfen – und dies zur Not an allen erforderlichen und verantwortlichen Stellen!

Kommt zu den Kundgebungen:

24. – 28. Nov. | 12 – 18 Uhr | Mall of Berlin – Leipziger Platz 12 (S + U Potsdamer Platz)

Hintergrund: „Mall of Berlin“: Rumänische Arbeiter verlangen ihren Lohn (Berliner Zeitung)

Die Kampagne auf Facebook: facebook.com/mallofshame/

Quelle: FAU Berlin

16.6.2014: Leipzig: Love Football – Hate the World Cup!

In Gedenken an Nuno Lourenço – 1998 in Leipzig während der WM von Faschisten ermordet
In den letzten Jahren packen “die Deutschen” anlässlich internationaler Fußballturniere der deutschen Herren gerne wieder in Massen das schwarz-rot-goldene Banner aus und freuen sich lauthals darüber, “Deutsche” zu sein. In der bürgerlichen Öffentlichkeit wird das Spektakel als “unverkrampfter” Partypatriotismus gefeiert, der negative Auswirkungen nicht kennt. Dass es aber bei diesen nationalistischen Massenveranstaltungen schon immer zu menschenverachtenden Exzessen kam, wird gerne verschwiegen. Denn damit müsste eingestanden werden, dass die Einteilung von Menschen in ein “Wir” und die “Anderen” anhand der Konstruktion vermeintlicher Nationalitäten die Grundlage für menschenfeindliche Einstellungen wie Rassismus bedeutet und bisweilen auch tödlich enden kann. So erging es vor sechzehn Jahren Nuno Lourenço nach einem WM-Spiel, dass die deutsche Fußball-Elf verloren hatte.
Der portugiesische Zimmermann Nuno Lourenço war wegen eines Montage-Auftrages für ein halbes Jahr nach Deutschland gekommen. Am 4. Juli 1998, Nuno Lourenços 49. Geburtstag, verließ er mit vier Kollegen die gemeinsame Unterkunft in Gaschwitz (Markkleeberg) bei Leipzig. Während er von einer Telefonzelle aus mit seiner Familie in Portugal telefonierte, verlor das deutsche Fußballteam bei der Weltmeisterschaft in Frankreich gegen Kroatien 0:3 und schied damit aus dem Turnier aus. Dies nahmen Neonazis zum Anlass, Jagd auf Migrant_innen zu machen. Nuno Lourenço und seine Kollegen wurden von acht 15- bis 21-jährigen Neonazis aus Leipzig und dem Leipziger Umland angegriffen. Während seine Kollegen fliehen konnten, schlugen die mit Eisenketten bewaffneten Angreifer auf Nuno Lourenço ein und schnürten ihn die Kehle zu, bis er am Boden lag. Sie traten weiter mit Springerstiefeln auf ihn ein. Dabei schrien sie „Blöde Ausländer, Scheiß-Ausländer, verpisst euch.“
 
 Nuno Lourenço wurde nach dem Angriff mit schweren Verletzungen und inneren Blutungen in ein Leipziger Krankenhaus gebracht. Am 29. Dezember 1998 starb Nuno Lourenço in Folge des Angriffs an seinen schweren Verletzungen in Portugal.
 

 

Leipzig: Gegen jeden Sozialdarwinismus! – Gegen jede Konkurrenz- und Leistungsgesellschaft!

In Gedenken an die von Neonazis ermordeten André K., Karl-Heinz T., Klaus R. und alle seit 1989 aus sozialdarwinistischen Motiven Getöteten.
Demonstration am Tag X (Tag der Urteilsverkündung – voraussichtlich am 25.01.)
17:00 Uhr, Karl-Liebknecht-Str./Ecke Emilienstr.

Ob und wann das Urteil gefällt wurde/wird, erfahrt ihr unter: twitter.com/RASSISMUSTOETET

Niemand ist vergessen! – In Gedenken an Klaus R., Karl-Heinz T. und André K.

Am 28. Mai 1994 wird der 43-jährige Klaus R. in einem Mietshaus in Lindenau von sechs Neonazis zu Tode geprügelt. Das spätere Opfer und die Täter wohnen zu diesem Zeitpunkt im selben Haus in der Lützner Str., in dem die Neonazis eine Wohnung besetzt halten. Nach einem Streit mit Klaus R. treten die Täter mit Stiefeln auf ihren Nachbarn ein und schlagen ihn mit Boxhandschuhen. 1995 verurteilt das Leipziger Landgericht den 18-jährigen Hauptangeklagten wegen versuchten Totschlags und schwerer Körperverletzung zu fünf Jahren Haft. Die fünf Mittäter kommen mit niedrigeren Haft- und Bewährungsstrafen davon.

Am 23. August 2008 wird zwischen 1:30 und 2:00 Uhr der 59-jährige Wohnungslose Karl-Heinz T. am Schwanenteich von dem 18-jährigen Neonazi Michael H. angegriffen. Ein 21-jähriger Freund von H. soll während der Tat dabei gewesen sein. T. lag schlafend auf einer Parkbank, als er von dem Neonazi tödlich angegriffen wurde. Neben schweren Kopfverletzungen wurden ihm auch Prellungen am ganzen Körper zugefügt. Eine Studentin entdeckte T. am 23. August, um 6:00 Uhr, und verständigte die Polizei im nah gelegenen Revier, die die Meldung zuerst ignorierte. Erst gegen 7:30 Uhr erhielt Karl-Heinz T. Hilfe.

Zwei Wochen später, am 6. September 2008, erlag T. seinen Verletzungen. Im März 2009 verurteilt das Leipziger Landgericht den Neonazi wegen „heimtückischen Mordes“ zu einer Gefängnisstrafe von acht Jahren und drei Monaten. Das Gericht wertet den Mord nicht als rechts-motiviert. Im Urteil heißt es: „Aus seiner schlechten Laune heraus störte ihn der Anblick des schlafenden Mannes, dessen Schlafplatz er willkürlich als unpassend bewertete“. Die Polizei stuft den Mord als „normale Straftat unter Alkoholeinfluss“ ein.

In der Nacht zum 27. Mai 2011 wird der schlafende Wohnungslose André K. (50) am Oschatzer Südbahnhof von mindestens fünf Männern im Alter von 16 bis 36 Jahren brutal zusammengeschlagen. Der schwer verletzte Mann wird nach dem Gewaltexzess hilflos zurückgelassen und erst am Morgen des 27. Mai aufgefunden. K. erlag am 1. Juni 2011 seinen schweren Verletzungen. Am 8. Juni nahm die Polizei drei Männer im Alter von 25 bis 36 Jahren fest. Unter den Tätern befand sich Ronny S. (27) aus Oschatz, der der ehemaligen JN Oschatz bzw. dessen Nachfolger, der JN Nordsachsen, zuzurechnen ist.

Seit Dezember 2011 wird gegen fünf Angeklagte wegen gemeinschaftlichen Totschlags und gegen einen Angeklagten wegen unterlassener Hilfeleistung vor dem Leipziger Landgericht verhandelt. Ende September erteilte das Gericht einen rechtlichen Hinweis, wodurch die Angeklagten Sebastian B. und Ronny S. wegen Mord aus niederen Beweggründen sowie die drei Heranwachsenden zu Körperverletzung mit Todesfolge verurteilt werden könnten. Der Prozess gegen die Täter soll voraussichtlich am 25.01.2013 abgeschlossen und ein Urteil gesprochen werden.

Weiter

Demonstration gegen Rassismus in Leipzig

Am 27.10.2012 demonstrierten in Leipzig über 1500 Menschen unter dem Motto „Never forgive, Never forget – Remembering means fighting“ gegen Rassismus. Ein Anlass der Demonstration, die von der Leipziger Kampagnengruppe „Rassismus tötet!“ organisiert wurde, war der zweite Todestag von Kamal K., der im Oktober 2010 am Leipziger Hauptbahnhof von zwei Neonazis ermordet wurde. Auch an die fünf anderen Menschen, die seit 1990 in Leipzig gewaltsam zu Tode kamen, weil sie nicht ins Weltbild ihrer Mörder passten, wurde im Rahmen der Demonstration erinnert.

So lief der Demo-Zug am Schwanenteich an der Oper vorbei, wo der wohnungslose Karl-Heinz T. im August 2008 von einem Nazi schwer verletzte wurde, so dass er wenig später an den Folgen verstarb. An der Ritterpassage gegenüber des Hauptbahnhofes gedachten die DemonstrationsteilnehmerInnen mit einer Schweigeminute des ermordeten Kamal K. Mit einer Zwischenkundgebung vor der Staatsanwaltschaft wurde die negative Rolle von staatlichen Behörden und Justiz bei der Aufklärung und Anerkennung solcher Gewalttaten als rechts motiviert kritisiert. Der Stützpunkt der lokalen und regionalen Naziszene, das NPD-Zentrum in der Odermannstraße 8, war der letzte Punkt der Demonstration.

Weiter

13.6.2012 Leipzig: In Gedenken an Nuno Lourenço – 1998 in Leipzig von Faschisten ermordet

Auch der Initiativkreis Antirassismus in Leipzig beteiligt sich an der Kampagne „Rassismus tötet!“. Im Rahmen dieser Kampagne wird es am Mittwoch den 13.6.2012 eine Kundgebung um 20Uhr am Südplatz in Leipzig unter dem Motto: „Rassismus tötet — In Gedenken an Nuno Lourenço – 1998 in Leipzig von Faschisten ermordet“ geben.

In den letzten Jahren packen die Deutschen anlässlich internationaler Fußballturniere der deutschen Herren gerne wieder in Massen das schwarz-rot-goldene Banner aus und freuen sich lauthals darüber „Deutsche“ zu sein. In der bürgerlichen Öffentlichkeit wird das Spektakel dann als „unverkrampfter“ Partypatriotismus gefeiert, der negative Auswirkungen nicht kennt. Dass es aber bei diesen nationalistischen Massenveranstaltungen schon immer zu menschenverachtenden Exzessen kommt, wird gerne verschwiegen. Weil damit nämlich auch eingestanden werden müsste, dass die Einteilung von Menschen in ein „Wir“ und die „Anderen“, z.B. anhand von vermeintlichen Nationalitäten, die Grundlage für menschenfeindliche Einstellungen wie Rassismus bietet und bisweilen auch tödlich enden kann. So erging es vor vierzehn Jahren Nuno Lourenço nach einem Spiel, dass die deutsche Fussball-Elf bei einem WM-Spiel verloren hatte.

Der portugiesische Zimmermann Nuno Lourenço war wegen eines Montagtageauftrages für ein halbes Jahr nach Deutschland gekommen und arbeitete auf der Baustelle des heutigen MDR-Zentrums im Leipziger Süden. Am 04.07.1998, Nuno Lourenços 49. Geburtstag, verließ er mit vier seiner Kollgen die gemeinsame Unterkunft in Gaschwitz (Markkleeberg) bei Leipzig. Er wollte seine Familie in Portugal von einer Telefonzelle aus anrufen. Während er telefonierte verlor die deutsche Fußballnationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Frankreich gegen Kroatien 0:1 und schied damit früher aus dem Turnier aus. Dies nahmen Neonazis zum Anlass Jagd auf Migrant_innen zu machen. Nuno Lourenço und seine Kollegen wurden von acht 15 – bis 21 jährigen Neonazis aus dem Leipziger Umland angegriffen. Die mit Eisenketten bewaffneten Neonazis schlugen auf sie ein und schnürten Nuno Lourenço die Kehle zu bis er am Boden lag. Sie traten weiter mit Springerstiefeln auf sie ein. Dabei schrieen sie „Blöde Ausländer, Scheiß-Ausländer, verpisst euch.“

Nuno Lourenço wurde nach dem Angriff mit schweren Verletzungen und inneren Blutungen in ein Krankenhaus in Leipzig gebracht. Durch eine Kopfverletzung konnte er sich nur noch eingeschränkt bewegen. Am 29.12.1998 starb Nuno Lourenço in Folge des Angriffs an seinen schweren Verletzungen in Portugal.

Als Haupttäter wurde der 21 jährige Andreas Sch. aus Böhlen bei Leipzig ermittelt. Andreas Sch. soll mehrmals mit Springerstiefeln gegen den Kopf von Nuno Lourenço getreten haben, dabei hat er es knacken gehört. Nach der Tat sagte er: „Hätte ich ein Messer gehabt, hätte ich dieses Schwein abgestochen“.

Für die Staatsanwaltschaft war das Tatmotiv „Ausländerfeindlichkeit“ klar, die angeklagten Neonazis gaben selber an „Ausländer hacken“ zu wollen. Die Anklage lief auf versuchten Totschlag bzw. gefährliche Körperverletzung. Bei der Urteilsverkündung am 20.September 1999 stellte das Gericht nach mehreren Monaten zwar fest das Nuno Lourenço an den Folgen der Tat gestorben sei, doch sei es nicht nachweisbar das die Angeklagten seinen Tod billigend in Kauf genommen oder mit Vorsatz gehandelt hätten. Andreas Sch. wurde zu einer Jugendstrafe von vier Jahren verurteilt, seine Mittäter erhielten Bewährungsstrafen und gemeinnützige Arbeitsstunden.

Der Haupttäter trat seine Haftstrafe erst an als das ARD-Magazin „Monitor“ die Tatsache skandalisierte, dass der zuständige Richter keinen Termin für den Haftantritt bestimmt hatte.

Eine Öffentlichkeit über den Tod von Nuno Lourenço und die Umstände vor Gericht kam nur zu Stande weil Noemia Lourenço, Nuno Lourenços Frau, sich sehr für ihren verstorbenen Mann einsetzte und als Nebenklägerin auftrat. Sie suchte Nuno Lourenços ehemalige Kollegen in Portugal auf und sorgte dafür, dass sie als Zeugen in Leipzig vor Gericht aussagten. 17.500 Euro musste sie für die Nebenklage und die Fahrtkosten, sowie Unterbringung der Zeugen aufbringen. Für die Witwe war das der finanzielle Ruin. Die Kammer hatte es angeblich „versehentlich“ unterlassen über die Kosten der Nebenklage zu entscheiden, während sie gleichzeitig darauf verzichtete den angeklagten Neonazis die Kosten des Verfahrens aufzuerlegen, obwohl es üblicherweise nach Verurteilungen immer zur Kostenübername durch die Verurteilten kommt.

Nuno Lourenço wird erst seit 2009 als ein Opfer rechter Gewalt in offiziellen Statistiken aufgezählt. Warum dies mehr als 10 Jahre gedauert hat, bleibt bis heute offen.

Wir wollen, dass Menschen wie Nuno Lourenço nicht vergessen werden, Menschen, die nicht ins Weltbild von deutschen TäterInnen passten und deshalb ihr Leben lassen mussten, Menschen, die sich nicht der Logik deutsch-nationaler Männeraufläufe und deren rassistischem, sexistischem und nationalistischem Gebahren unterwerfen wollen.

Mit unserer Kundgebung wollen wir an die Menschen erinnern, die rechte Gewalt erfahren mussten (und müssen). Wir wollen uns gegen den nationalistischen Irrsinn stellen und einen Rückzugsraum vor gewaltsamen Nationalstolz bieten.

Gegen jeden Nationalismus, Rassismus, Sexismus und Antisemitismus!

Wir scheißen auf Nationen!

Weitere Information:

7.6.2012 Haus der Fußballkulturen/Berlin: Fußball von links selbstgemacht – Die Roten Sterne

Donnerstag, 7. Juni 2012, 19:00 Uhr in Berlin
Fußball von links selbstgemacht – Die Roten Sterne
Diskussion zwischen Roter Stern Nordost Berlin und Roter Stern Leipzig
Fußball, Fans und das Drumherum

Im Jahr 1999 gründeten Fußballverrückte aus der linken Subkultur von Leipzig-Connewitz den Verein Roter Stern Leipzig. Schnell ging es nicht nur sportlich voran, entsprach der Anspruch, Sport und politischen Ausdruck zu verbinden, doch einem weit verbreiteten Bedürfnis im Leipziger Südosten. Mittlerweile gibt es neben verschiedenen Herrenmannschaften ein Frauenteam und einen eigenen Jugendbereich. Auch andere Sportarten kommen unter dem Dach Roter Stern Leipzig zusammen. Bundesweit bekannt wurde der Verein, als Dutzende Neonazis und Hooligans antifaschistische Fans und Spieler der Leipziger bei einem Auswärtsspiel in Brandis attackierten.
Nicht nur in Leipzig gibt es Rote Sterne Kicker. Im Jahr 2005 wurde in einer Kneipe in Berlin-Prenzlauer Berg der Rote Stern Nordost Berlin gegründet, um die hiesige traditionelle Sportwelt durcheinander zu bringen.

Warum eigentlich überhaupt einen Roten Stern gründen und nicht dem örtlichen Sportverein beitreten? Was verbindet die beiden Roten Sterne als Vereine jenseits vom Namen? Gibt es auch Unterschiede in der Herangehensweise, der Organisation und der Vereinspraxis? Kann überhaupt gemeinsames Sporttreiben „links sein“?

Podiumsdiskussion mit einem/r Vertreter/in von Roter Stern Leipzig sowie von Roter Stern Nordost Berlin

Moderation: Hanna Steinfeld

Die Veranstaltung ist organisiert in Kooperation mit dem Fan-Projekt Berlin.
Kosten: 1,50 Euro
Veranstaltungsort:
Haus der Fußballkulturen
Cantianstraße 25, Ecke Topsstraße
10437 Berlin

22.03. Berlin: Gegen die NPD – Auf allen Ebenen!

Heute zwei Kundgebungen gegen die NPD am Potsdamer Platz: Ab 9 Uhr vor dem Bundesrat (Leipziger Straße 3-4), ab 15 Uhr Kundgebung gegen geplante NPD-Mahnwache am Hotel „Ritz-Carlton“

Am Donnerstag findet im Bundesrat eine Sondersitzung der Innenministerkonferenz statt, auf dem ein mögliches NPD-Verbot diskutiert werden soll.

Aus diesem Grund findet ab 9 Uhr eine Kundgebung unter dem Motto „Für ein NPD-Verbot! – Jetzt! – Gegen institutionellen und alltäglichen Rassismus!“ gegenüber des Bundesrats-Gebäudes in der Leipziger Straße statt (nähe S- & U-Bhf. Potsdamer Platz).

Allerdings hat sich auch die NPD hat angekündigt! Parallel zur Innenministerkonferenz wollen die Nazis eine „Mahnwache“ gegen ein mögliches Verbot abhalten. Sie wollen sich ab 16 Uhr vor dem Hotel „Ritz-Carlton“ am Potsdamer Platz treffen. Angekündigt werden „Vertreter des NPD-Parteivorstandes sowie der NPD-Fraktionen aus Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern“.

Die Berliner „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes“ (VVN-BdA) ruft zu einer Gegenkundgebung auf, die ab 15 Uhr, ebenfalls auf dem Potsdamer Platz, stattfinden soll

Bewegung in der Leipziger Neonazis-Szene

Neonazis nutzen Wohnhaus in der Langen Straße in Leipzig als neuen Anlaufpunkt. Das Ladenschlussbündnis fordert die Eigentümerin des Hauses zur Beendigung der Mietverhältnisse auf und warnt davor, dass der Leipziger Osten erneut zum Hauptaktionsfeld von Nazis wird Seit November 2011 nutzen Personen, die der Leipziger Neonaziszene angehören, eine Wohnung in der Langen Straße 15 (Zentrum-Ost) als semi-öffentlichen Party- und Veranstaltungsraum.

Der erste Akt der Nazimieter war das Hissen einer Fahne mit der Aufschrift „My blood is my honour, my race is my pride“ aus dem Fenster einer der beiden angemieteten Wohnungen. Die Fahne wurde erst nach drei Wochen entfernt. Die Hausverwaltung – die SGK Liegenschaftsverwaltung GmbH – Teil der Kling Group und damit des Firmennetzwerkes der Eigentümer des Hauses in der Langen Straße, der Familie Kling – blieb trotz mehrmaliger Beschwerden von HausbewohnerInnen und AnwohnerInnen der Langen Straße untätig.

weiter

“Nazi-Leaks”: NPD-Kader bewaffnen sich

Offenbar haben sich führende NPD-Aktivisten aus Leipzig und Umgebung illegal mit scharfen Waffen ausgestattet: Laut internen Partei-Dokumenten, die der GAMMA-Redaktion vorliegen, sind der Leipziger NPD-Chef und Landesvorstands-Mitglied Helmut H. sowie das Mutzschener NPD-Landtagsmitglied Winfried P. und dessen Frau in Besitz von Pistolen und Gewehren gelangt. P. ist auch Betreiber des so genannten NPD-”Bürgerbüros” (“Nationales Zentrum”) im Leipziger Stadtteil Lindenau.


weiter

Leipzig: Updates zur „Fence off“-Demo und Beitrag zu „Hoywoy“

Am 24.9. findet in Leipzig die bundesweite Antifa-Demo „Nazi-Strukturen zerschlagen, linke Politik verteidigen“ statt. In diesem Artikel werden noch mal alle neueren Informationen dargestellt. Ebenfalls soll der Text der Kampagne zu den Ereignissen in Hoyerswerda dokumentiert werden.

Aktuelles zur Demo am 24. September: Startpunkt an den Augustusplatz verlegt

Genau sechs Tage trennen uns noch von der bundesweiten Antifa-Demo gegen das Nazi-Zentrum im Leipziger Stadtteil Lindenau. Unser Mobimaterial ist längst vergriffen, diese Woche endete auch die “Fence Off”-Infotour durch zahlreiche Städte.

Anbei ein paar Updates und Hinweise zu Auflagen – das solltet ihr wissen, wenn ihr nach LE kommt:

Startpunkt verlegt

Die Demo startet nicht, wie bisher angekündigt, am Brühl, sondern am Augustusplatz (Karte). Der Ortswechsel ist durch Baumaßnahmen am ursprünglich angedachten Treffpunkt nötig geworden, ist für uns aber kein Nachteil.

Zuganreise

Ob es in eurer Region einen Zugtreffpunkt zur gemeinsamen Anreise nach Leipzig gibt, verrät euch eure lokale Antifagruppe. Beachtet auf jeden Fall, dass der Leipziger Hauptbahnhof am 24. September teilweise gesperrt sein wird. Am Ziel ankommen werdet ihr trotzdem, allerdings ersetzt die Deutsche Bahn einige Verbindungen durch Bus-Zubringer. Informiert euch rechtzeitig auf der Bahn-Website!

Weiter