Schlagwort-Archiv: lebt

14.2.2014 K9/Berlin: Infoveranstaltung: Sicherheitsarchitektur in Polen

Der 17. „Europäische Polizeikongress“ im Berliner Congress Center (bcc) widmet sich in diesem Jahr den „Schnittstellen der Sicherheitsarchitektur“. Davon gibt es reichlich, etwa zwischen Polizei und Militär, ziviler und militärischer Sicherheitsforschung oder der Zusammenarbeit von Geheimdiensten. Der „Polizeikongress“ will nicht nur Deutschland innenpolitisch aufrüsten, sondern zielt auf die Zusammenarbeit in Europa.

Für uns ein Anlass uns stärker einem wichtigen, benachbarten EU- Mitglied zu widmen. Polen bildet und überwacht die östliche Außengrenze der EU und beherbergt die Zentrale der EU-Agentur für Flüchtlingsabwehr Frontex. Seit dem EU Beitritt Polens 2004 hat sich Polen mehr und mehr zu einem Musterschüler im Bereich der Sicherheit und Überwachung entwickelt und ist hierzu an mehreren EU-Forschungsprogrammen beteiligt. Die Europameisterschaft im Sommer 2012 in Polen und der Ukraine war eine ideale Gelegenheit für europäische Sicherheitsfanatiker, neue Taktiken und Programme in der europaweiten Zusammenarbeit auszuprobieren.

Die Maßnahmen greifen tief in die Privatsphäre ein. Eine kritische Öffentlichkeit ist kaum vorhanden. Wir wollen deshalb über die „Schnittstellen der Sicherheitsarchitektur“ in Polen informieren und Strategien gegen die zunehmende Überwachung diskutieren.
Die Veranstaltung wird auf polnisch mit deutscher Übersetzung stattfinden.

Die Referentin lebt in Warschau und arbeitet in der Stiftung Panoptykon. Zu ihren Schwerpunkten gehören die Auswirkungen der Überwachung im Internet und dem öffentlichen Raum. Panoptykon ist eine der wenigen Organisationen, die sich kritisch mit dem Diskurs um Freiheit und Sicherheit beschäftigen.

Referentin: Karolina Szczepaniak (Stiftung Panoptykon)

Veranstalter_innen: Out of Control, North-East Antifascists [NEA], Ostinfo

14.02.2014 | 19:00 Uhr | K9 (Kinzigstraße 9)

mehr…

4.12.2012 Laidak/Berlin: Hipster Antifa mit Magnus Klaue: „Unbekannt Verzogen – Über linken ‚Touristenhass‘ und die Unmöglichkeit des Wohnens“

Laidak (Boddinstr. 42/43): Vortrag
Hipster Antifa mit Magnus Klaue: „Unbekannt Verzogen – Über linken ‚Touristenhass‘ und die Unmöglichkeit des Wohnens“. Seit kurzem ist das in linken Großstadtkiezen verbreitete Ressentiment gegen „Touristen“ zu einem Topos antideutscher Kritik avanciert. Der Touristenhass wird als Ausdruck einer regressiven Kapitalismuskritik und linksromantischen Kiezhygiene verstanden. Doch der Kiez ist nicht einfach ein in die Stadt implementiertes Dorf. Die Solidarisierung mit den „Touristen“ übersieht, dass die sich als postmoderne Bohème aufspielenden hipp-prekären Freiberufler, die, sei es als Einheimische oder Gäste, den Aufenthalt in jenen Kiezen so unerquicklich machen, die Karikatur eines Weltbürgertums darstellen, an dessen Verwirklichung niemand mehr glaubt. Teilzeit-WGs, „Couch Surfing“ usw. sind Ausdruck einer Wirklichkeit, in der die Differenz zwischen Wohnen und Reisen liquidiert ist. Wenn sich das Dasein in eine Folge von Mitfahrgelegenheiten verwandelt und man in Intimleben wie Beruf nur noch aus dem Koffer lebt, agieren die Menschen ihre enttäuschte Sehnsucht nach Seßhaftigkeit im Hohn auf unflexible Stubenhocker aus, während sich ihre Verachtung des eigenen erzwungenen Nomadentums im Hass auf jene Bahn bricht, die es sich scheinbar leisten können, durch die Welt zu schweifen. Demgegenüber soll der Vortrag zeigen, dass das repressive Kollektiv angesicht der „Dislokation der Menschheit“ (Adorno) längst selbst aus denen besteht, die vorübergehen.
 
Beginn: 19.00 Uhr

4.5.2012 Berlin: Thor Steinar Laden in Weißensee

Am 4. Mai 2012, ab 20.00 Uhr findet auf dem Antonplatz in Weißensee die Aktion „Dein Graffiti gegen rechten Lifestyle“ statt. In der Berliner Allee 11 hat vor einem halben Jahr ein Laden eröffnet, der das umstrittene Modelabel Thor Steinar vertreibt. Mit Licht-Graffitis werden wir, das Bündnis gegen den Thor Steinar Laden in Weißensee, unserem Protest einen Ausdruck geben. An diesem Abend können Sprüche und Graffitis gegen Rechts und den Thor Steinar Laden in Weißensee über einen Projektor an Hauswände geworfen werden. Musikbegleitung und Informationen für Anwohner_innen sind ebenfalls geplant. Gesucht werden insbesondere geübte Graffiti-Maler_innen, da die Aktion von aktiver Teilnahme lebt!
Thor Steinar ist eine Modemarke, die oft auf Neonazi-Aufmärschen beobachtet werden kann. In mehreren Bundesliga-Stadien und im Deutschen Bundestag ist das Tragen der Marke bereits verboten.

Flyer

04.05.2012 | 20:00 Uhr | Antonplatz (Weißensee)

mehr…