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28.6.2014: No Love For Haters – Demonstration gegen Paderborner Nazistrukturen

No Love For Haters
Es ist wieder so weit: Am 28.06.2014 findet in Paderborn eine Demo gegen rechten Hass statt. Denn viel zu lange ist nichts mehr passiert! Viel zu lange haben wir alle akzeptiert und weg geschaut, als sich Nazistrukturen in Paderborn gebildet haben, ausgebaut wurden und die Anzahl der rechten Straftaten hier im letztes Jahr zugenommen hat.Auch lokale Medien, wie zum Beispiel die Neue Westfälische und Radio Hochstift habendas Problem erkannt und selbst der Staatsschutz hat sich zu der bedenklichen Situation bezüglich der rechten Strukturen in Paderborn geäußert.
 
Doch was haben wir seitdem dagegen getan? Wir haben uns empört und gesagt, dass es so nicht weitergehen kann.Aber sonst?
Haben wir etwas gegen die rechten Sticker auf unseren Laternenpfählen getan? Haben wir versucht die rechten Parolen von den Wänden der Paderborner Innenstadt zu entfernen? Haben wir versucht die rechten Strukturen öffentlich anzuprangern und zu zerschlagen? Haben wir uns überhaupt mit den Problemen Rassismus, Faschismus, rechter Gewalt und rechten Hooligans in Paderborn auseinander gesetzt?
Viel zu viele Fragen, auf die man nicht eindeutig mit “Ja!” anworten kann. Daher wird es wieder Zeit, aktiv zu werden!

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14.6.2014 Berlin: Lange Nacht der Rigaer Strasse

Zur Langen Nacht der Rigaer Strasse am 14. Juni gibt es jetzt ein Mobivideo. Damit unterstützen wir – weggentrifizierte ehemalige Nachbar_innen – die Bemühungen der Hausprojekte einen Funken Widerstand im Kiez zu erhalten.

Schaut nicht zu wenn Bagger, Bullen und Möbelwagen rollen – nur tote Fische schwimmen mit dem Strom:

http://vimeo.com/97643530

Der europäische Rechtsruck und die AfD – Antifa-Actiondays in Berlin

Rechtsruck in Europa +++ AfD etabliert sich als nationalkonservative Partei +++ Bundesweite Antifa-Kampagne „Nationalismus ist keine Alternative!“ +++ Antifa-Aktionen in Berlin am 14., 17. und 21. Mai!

Die seit 2007 akute Krise des Kapitalismus und die Austeritätspolitik der EU haben im Süden Europas zu sozialen Verwerfungen enormen Ausmaßes geführt und verursachen auch anderswo Verunsicherung und Abstiegsängste in der Bevölkerung. In dieser Situation verstärkt sich die Tendenz breiter Teile der Bevölkerung, andere Menschen auszugrenzen und zu verfolgen. Durch die Identifikation mit dem hegemonialen Kollektiv versuchen die Menschen, die Sicherheit und Handlungsfähigkeit wiederherzustellen, die sie real nie besessen haben. Mit der allgemeinen Verschärfung der sozialen Repression durch die Krise nimmt auch der Hass auf jene zu, die den Zwängen und Normen dieser Gesellschaft scheinbar enthoben sind. Im auch hierzulande grassierenden Hass auf Roma und LGBTI* kommt der Selbsthass der bürgerlichen Mehrheit zum Ausdruck, die an Anderen verfolgen muss, was sie an sich selbst nicht eingestehen darf.

Daran knüpfen die Rechten Europas gegenwärtig auf unterschiedliche Weise an. Front National, UKIP, FPÖ, Fidesz und Jobbik, Golden Dawn – zwei Wochen vor der Europawahl sind neofaschistische und nationalkonservative Parteien stark wie lange nicht. In Deutschland ist die „Alternative für Deutschland“ (AfD) dabei, sich als „europaskeptische“ Option zwischen CDU/CSU und NPD etablieren. Die AfD vertritt rassistische, sozialchauvinistische, Frauen- und LGBTI*-feindliche Positionen. Auch wenn die Abgrenzung zur extremen Rechten, gerade am Anfang ihrer Karriere, ein wesentlicher Aspekt der AfD war: Mittlerweile hat sich gezeigt, dass es damit nicht sonderlich weit her ist (III). Insbesondere die große Aufmerksamkeit, die der Partei zu teil wird, hat dazu geführt, das sie sich derzeit zur rechten Sammelbewegung in Deutschland entwickelt (Argumente gegen die AfD: IIIIII)

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19.5.2014 Café Morgenrot/Berlin: Freud und Adorno – Zur Urgeschichte der Moderne.

Die Psychoanalyse Freuds und die kritische Theorie Adornos teilen das Schicksal, zu den Theorien zu gehören, die seit dem proklamierten “Ende der großen Erzählungen” (Jean-Francois Lyotard) und dem Aufstieg postmoderner Bewusstseinsformen in die Krise geraten sind; in öffentlichen wie akademischen Debatten spielen sie kaum mehr eine Rolle.

Der Band „Freud und Adorno. Zur Urgeschichte der Moderne“ soll einen Beitrag dazu leisten, die Auseinandersetzung mit Psychoanalyse und kritischer Theorie vor dem Hintergrund des “linguistic turns” und der Herausforderung der Geistes- und Kulturwissenschaften durch die neuen naturwissenschaftlichen Erklärungsmodelle der “life sciences” wieder aufzunehmen und weiterzuführen.

Adorno insistiert gegen jeden psychologischen Reduktionismus auf der Objektivität des Vorrangs der zweiten Natur, zugleich aber auch darauf, dass dieser Vorrang ein Produkt der Geschichte und damit reversibel ist. Ein korrespondierendes Moment der Psychoanalyse – in Theorie und Praxis – liegt darin, den Einzelnen in die Lage zu versetzen, überhaupt oder mehr Subjekt der eigenen Geschichte zu werden.

Mit Freud und Adorno ist daher das Unabgegoltene beider Ansätze in den Blick zu nehmen: Beide Theorien sind so lange nicht veraltet, wie die Einrichtung einer im emphatischen Sinne vernünftigen Gesellschaft, ausgerichtet nach den Bedürfnissen der Menschen (Adorno) bzw. einer Kultur, die keinen mehr erdrückt (Freud), noch immer aussteht.

Buchvorstellung von Buchladen zur schwankenden Weltkugelmit Christine Kirchhoff und Falko Schmieder

 
Café Morgenrot

Kastanienallee 85
 
Beginn: 20.00 Uhr

13.7.2013 Berlin: Es ist Zeit zu handeln! Finger weg von der KvU!

Die Situation der KvU (Kirche von Unten) wird nicht besser. Noch kann der Jugendtreff in der Kremmener Straße seine Türen für alle Interessierten öffnen. Doch der Räumungstitel für eines der ältesten Projekte in Mitte ist da. Das heißt Mitmachende, Freund_innen, Nutzer_innen, Sympathisant_innen, Alte, Junge, Punks und Spießer müssen voller Wut und Trauer auf den Gerichtsvollzieher warten. Einer politischen Lösung haben sich die Verantwortlichen aus Senat und Bezirk verweigert.

Wir, die Freund_innen und Nachbar_innen, wollen mit unserer Wut und Trauer in die Öffentlichkeit gehen. Wir werden an der Zionskirche, wo die KvU entstand, einen Aufruf zusammen mit alten und neuen Gefährt_innen des subkulturellen Projekts für den Erhalt
in die Welt schreien. Nicht nur die KVU ist bedroht, auch das Hausprojekt in der Linienstraße 206 und die Kulturkneipe BAIZ.

Für uns in Berlin-Mitte sind das Projekte, die das Wohnen in diesem Kiez überhaupt noch lebenswert machen.

Wir haben schon lange genug von Luxussanierungen und Upper Class Shopping!

Luxussanierung ist kein Spaß!
Macht kaputt, was euch kaputt macht!

Kommt zur Kundgebung am 13.07.2013
Zionskirchplatz, Berlin-Mitte
von 17 – 22 Uhr

Es spielen Hasenscheiße (kurzweilig), The Lennons (Punk) und The Neofarius (Klezmer).
http://kvu.blogsport.de
http://linie206.blogsport.de
http://baiz.krassnix.de

Zur Zukunft der Erinnerungskultur

Mit einer Veranstaltungsreihe im März und April 2013 setzt sich die Gruppe Antifaschistische Linke International [ALI] aus Göttingen mit dem historischen antifaschistischen Widerstand auseinander.
Während ALI in den zurückliegenden Jahren biographische Linien, internationale Perspektiven und regional-historische Forschungen in den Mittelpunkt ihrer Arbeit gestellt hatte, soll in diesem Jahr der Schwerpunkt darauf liegen, Fragestellungen der Erinnerungskultur am Scheidepunkt der Geschichte zu diskutieren. Es ist absehbar, dass innerhalb weniger Jahre niemand mehr als Zeitzeug*in auftreten wird, der/die selber den Faschismus bewusst erlebt hat.

Fr. 12. April 2013 | Veranstaltung „Haben wir alles richtig gemacht?“
Göttingen: Vorstellung der Hör-CD zu Paul Grünewald und Diskussion zu Erinnerungskultur, 19 Uhr, Rotes Zentrum, Lange-Geismar-Str. 2/3

So. 14. April 2013 | Fahrt zur KZ-Gedenkstätte Buchenwald
10.30 Uhr, Führung durch das Lager mit Dr. Ulrich Schneider (FIR, VVN-BdA) | 13 Uhr, Teilnahme an der Gedenkveranstaltung, Buskarten 15 Euro (ermäßigt 9 Euro) im Buchladen, Nikolaikirchhof 7, Göttingen

European Resistance Assembly (ERA) | www.resistance-assembly.org
Begegnungstreffen mit europäischen WiderstandskämpferInnen: 26. bis 28. April 2013 in Correggio/Norditalien
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30.4.2013 Berlin: Antikapitalistische Walpurgisnacht im Wedding

Antikapitalistische Walpurgisnacht im Wedding 2012 / 2013

Im letzten Jahr fand die Antikapitalistische Walpurgisnacht erstmals im Wedding statt. Diese Entscheidung brach nicht nur mit der „Friedrichshainer Tradition“ der alljährlichen Veranstaltung, sondern zeigte auch die Möglichkeit auf, auch außerhalb linker Szenekieze viele Menschen auf die Straße zu bringen. Rund 6.000 Menschen gingen letztendlich am 30. April 2012 in Wedding auf die Straße. Auf Grund des großen Zuspruchs entwickelte sich aus dieser Initiative das Bündnis „Hände weg vom Wedding“, dass in den Folgemonaten bis zum Jahresende Veranstaltungen im Öffentlichen Raum organisierte um über Ausgrenzung im Alltag und im stadtpolitischen Bereich zu informieren.

Am 30. April wird in Wedding wieder eine berlinweite Demonstration gegen steigende Mieten, Rassismus und soziale Ausgrenzung stattfinden, so wie eine lange Nacht der linken Locations im Wedding am 19. April. # 19. April | Weddinger Nächte sind lang | Veranstaltungen gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung- für eine solidarische Gesellschaft! [Infos: HWVW-Blog]

# 30. April 2013, S.-U.-Bhf. Gesundbrunnen | 16 Uhr, Kundgebung | 20.30 Uhr, Demonstration[Aufruf | Material]

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26.11.2011 Karlsruhe: Kein Schutz für rechte Gewalt

Um die Schockstarre der Linken in Bezug auf den „rechten Terror“ zu überwinden, findet am kommenden Samstag, 26.11. in Karlsruhe eine Demonstration unter dem Motto „Kein Schutz für rechte Gewalt – Solidarität mit den Opfern“ statt, die auch zur Bundesanwaltschaft führen soll. 

Kein Schutz für rechte Gewalt – Solidarität mit den Opfern

In den vergangenen elf Jahren konnte eine Gruppe von Neonazis, organisiert im Nationalsozialistischer Untergrund (NSU), nahezu ungestört bundesweit zehn Morde verüben. Trotz des immer gleichen Musters galt ein rassistisches Motiv lange Zeit als ausgeschlossen. Es ist nicht vorstellbar, dass die über Jahre im geheimen agierende Gruppe keine Unterstützerinnen und Unterstützer im gesamten Bundesgebiet hatte. Daher müssen wir davon ausgehen, dass weitere Opfer auf das Konto dieser oder anderer Neonazi-Gruppen gehen. 

Dabei müssen sich Behörden und Staat die Frage gefallen lassen, ob rechte Gewalt nicht jahrelang systematisch verharmlost und bewusst nur scheinbar bekämpft wurde. Nicht nur in Sachsen wurde die rechte Kriminalität lange Zeit gezielt aus Imagegründen Statistiken nach unten „korrigiert“. Auch die offizielle Statistik der Bundesregierung ignoriert bei ihrer Zählung von 47 Todesopfern durch Neonazis zwischen 1990 und 2009 in vielen Fällen rechte Motive . So zählt die in Berlin ansässige Amadeu-Antonio-Stiftung für die Zeit von 1990 bis 2011 hingegen 182 Todesopfer. Unter den Toten finden sich Polizeibeamte und Obdachlose, Linke ebenso wie RechtsanwältInnen. Zudem führen spätestens die bisherigen Erkenntnisse zur jüngsten rechten Terrorserie die Rufe nach mehr Kompetenzen für den Verfassungsschutz ad absardum. So war es doch gerade das thüringische Landesamt für Verfassungsschutz, das die aktuellen Verdächtigen über Jahre kannte und mindestens ihr Umfeld finanziell unterstützte.

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22.11.2011 Bremen: Kein Heimspiel für „KC“

Für den 26.11.2011 hat die rechte Hooligan- Band „Kategorie C- Hungrige Wölfe“ ein Konzert in Bremen angekündigt.
Nachdem das letzte Konzert der Band am 12.06.2011 in Bremen Oslebshausen unter den Augen von Polizei und Stadt Bremen ungestört über die Bühne gebracht werden konnte, wollen wir diesmal den den Druck erhöhen und den Nazis nicht einfach so den Raum überlassen.

KC halts Maul!

About KC

Die Band um ihren Frontmann Hannes Ostendorf existiert mit ein paar kleineren Unterbrechungen seit 1997. KC haben lange Zeit versucht sich als „unpolitische“ Hooliganband zu präsentieren, dies gelang ihnen jedoch mehr schlecht als recht. Seit der Veröffentlichung des letzten Albums wird von Seiten der Band jedoch nicht mal mehr viel Wert auf dieses Mimikry gelegt. Die Verstrickungen der Protagonisten in die rechte Musikszene sind zu eindeutig und wurden in antifaschistischen Publikationen auch immer wieder offen gelegt, sodass dieses Versteckspiel wohl eher die eigene Fanbasis verärgert, als neue Käufer*Innen anzusprechen. 

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Neuruppin: Polizei ermöglicht Nazidemo

Neuruppin (Nordbrandenburg): 300 bei Sitzblockade, von Polizei geräumt / insgesamt protestierten rund 600 Menschen / 180 Neonazis liefen durch die Stadt
 
Die Polizei hat am Samstag in Neuruppin eine Demonstration von etwa 180 Neonazis mit Gewalt durchgesetzt. Eine etwa 300 Personen starke Sitzblockade wurde durch die Polizei aufgelöst. Dabei kam es teilweise zu brutalen Szenen. Immerhin verzögerte sich der Ablauf des Neonaziaufmarschs um knappe zwei Stunden. Insgesamt waren rund 600 Personen an den Protesten beteiligt.

Antifaschistische Demonstration mündet in Blockade

Am Vormittag, lange vor der Anreise der auswärtigen Neonazis, war eine antifaschistische Demonstration durch Neuruppin gezogen. Vom Alten Gymnasium aus brach dieser Aufzug auf die Friedrich-Engels-Straße aus und startete dort – nur ein paar hundert Meter vom Startpunkt der Neonazis am Rheinsberger Tor entfernt – die Blockade.
Schnell wuchs die Menge an – es herrschte beste Stimmung.

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