Selbstverständnis von RASH Berlin/Brandenburg

Wir sind ein Netzwerk linker Skinheads und verstehen uns als Teil von Red and Anarchist Skinheads, einem international aktiven Netzwerk.

Wir sehen uns in der Tradition des Skinheadkultes, der seit mehr als 35 Jahren besteht und dessen grundlegender Bestandteil „schwarze“ Musik, wie Ska und Soul ist, und der somit eindeutig antirassistisch orientiert ist. Wir wollen nicht nur gegen die landläufige Auffassung der rechten Schläger vorgehen, sondern uns aktiv gegen Rassismus im Allgemeinen wehren. Wir verstehen darunter jedoch nicht nur den offen geäußerten Rassismus, sondern auch und gerade den verdeckten „Alltagsrassismus“. Die Wurzeln dieser Formen des Rassismus, die tief in die Gesellschaft reichen, sehen wir in der kapitalistischen Werteordnung und im Nationalstaatenprinzip. Ein System, dass hierauf aufbaut, lehnen wir ab.

Täglich werden völlig gesetzmäßig und ganz offen Menschen in Hunger, Bürgerkrieg und staatliche Verfolgung abgeschoben. Homophobie und die daraus resultierende Diskriminierung ist immer noch weit verbreitet. Frauen sind zwar auf dem Papier dem Mann gleichgestellt, in der Realität sind sexistische Positionen jedoch weit gestreut. Im kapitalistischen System ist der Mensch nur noch reines Produktionsgut. Um die wahren Ursachen der Verschlechterung der Lebensverhältnisse zu verschleiern, werden Randgruppen als Sündenböcke herangezogen. Menschliche und soziale Werte sind nicht vorgesehen. Sie sind nicht von Nutzen im Kapitalismus, es zählt nur Profit. Wir begreifen uns – auf Grundlage der internationalen Solidarität – als einen Teil der Bewegung im globalen Kampf gegen den Kapitalismus. Wir sind der Meinung, dass nur so die rapide Verschlechterung der sozialen Umstände aufgehalten und in eine Verbesserung der Zustände weltweit umgekehrt werden kann.

Da wir aber nicht nur Red & Anarchist, sondern auch und gerade Skinheads sind, sehen wir eine weitere unserer Hauptaufgaben darin, uns für bessere Umgangsformen zwischen Skinheads einzusetzen. Wir stehen klar gegen sexistische und homophobe Verhaltensweisen, da diese unserem Verständnis eines respektvollen Miteinanders widersprechen. Darüber hinaus wollen wir Konzerte, Nighter und ähnliche Veranstaltungen organisieren, um die Zahl „korrekter“ Veranstaltungen, auf denen bedenkenlos gefeiert werden kann, zu erhöhen. Essentiell hierbei ist die konsequente Fernhaltung von Rechtsoffenen und Nazis von diesen Veranstaltungen. Wir unterstützen vollinhaltlich die antifaschistische und antirassistische Kulturarbeit von Cable Street Beat. Wir verstehen uns als Teil dieses Netzwerkes, stehen aber auch anderen fortschrittlichen linken Strömungen offen gegenüber.

Jeder, der sich der Skinheadszene verbunden oder zugehörig fühlt und sich mit diesem Grundverständnis identifizieren kann, ist herzlich dazu eingeladen, sich bei uns zu melden und sich bei uns einzubringen!

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