Kategorie-Archiv: RASH

Spanien [29-S] – Der Kampf liegt auf der Straße – dem Generalstreik entgegen!

Verschiedene gewerkschaftliche Organisationen und soziale Bewegungen veröffentlichten bereits vor längerem einen gemeinsamen Plan, der die Menschen auf dem Weg zum Generalstreik mobilisieren soll. Den ganzen Sommer hindurch hielten Gewerkschaften aus dem föderalistischen Spektrum – CGT, CNT, COBAS, CSC und Solidaridad Obrera – verschiedene Veranstaltungen ab um Bewegungen zu mobilisieren, die auf der gemeinsamen Grundlage von „Klasse und Aktion“ den Generalstreik gegen die Kürzungen, gegen die von der Regierung und der EU verordneten Rechteverluste, gegen die Bosse und gegen den Markt vorbereiten.

Mit Blick auf die Ausweitung der Einschnitte, Reformen und Angriffe auf die ArbeiterInnen während des ganzen Sommers 2011 hindurch, verbunden mit dem Unwillen der institutionellen Gewerkschaften angemessen darauf zu reagieren, möchten wir zum wiederholten Mal unsere Überzeugung ausdrücken, dass jetzt der Moment gekommen ist auf die Straße zu gehen, um zu sagen: Schluss damit!

 

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24.9.2011 Subversiv/Berlin: Siempre Antifascista Solikonzert + Party

„Ni Olvido, Ni Perdon!“ Solikonzert zur Finanzierung der diesjährigen Siempre Antifa Kampagne. Es spielen: Kobito & Kai Kani (Hip Hop), Albino (Hip Hop), danach Party mit Djane NobigbutL (Hip Hop), DJ Moskaus Rache fuer Rambo und weitere Gast DJ(ane)s. Ausserdem mixt Euch die Siempre-Crew leckere Cocktails.

Beginn: 21.00 Uhr

Subversiv
Brunnenstr. 7 HH, 10119 Berlin
(U-Bhf. Rosenthaler Platz)

Siempre Antifascista 2008-2011

Ein Mensch ist erst tot, wenn niemand mehr an ihn denkt. Unter dem Motto „Siempre Antifascista – erinnern heißt kämpfen“ finden in Berlin seit 2008 verschiedene Aktionen statt. Themen sind rechte Grauzonen in Punk- und Skinhead-Szene, progressive Gedenkpolitik sowie Vernetzung und Austausch antifaschistischer Zusammenhänge auf internationaler Ebene. Als Reaktion auf die tödliche Gewalt von Neonazis in ganz Europa entstand der jährliche Gedenk- und Aktionstag am 11. November, konkret im Gedenken an Carlos Palomino. Der 16-jährige Antifaschist wurde am 11. November 2007 in Madrid von einen Neonazi ermordet. Unter dem Aufruf der Kampagne gab es in den vergangenen Jahren verschiedenste Solidaritätsaktionen von Moxtoles (Madrid) bis Moskau. Mit der Verwendung eines gleichbleibenden Symbols, dem „Siempre-Stern“, kann vielen einzelnen Aktionen und Gesichtern eine größere Öffentlichkeit geschaffen und ein Stück weit Solidarität gelebt werden zwischen Menschen, die sich gegen Neonazis, reaktionäres Gedankengut und die herrschenden Verhältnisse zur Wehr setzen.

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Weiterer Hauptact für das Siempre Antifascista 2011 gesucht!

Achtung! Aufgrund einer erneuten Absage – dieses Mal von Liberator – suchen wir für das diesjährige Siempre Antifascista-Festival noch dringend einen weiteren Headliner für Samstag den 5.11.2011. Falls Ihr selber eine Band habt, Labelbetreiber, Konzertveranstalter oder ähnliches seid, würden wir uns über eure Angebote sehr freuen! Bitte schreibt uns eine Mail an: kontakt@red-skins.de

 

15.9.2011 Bandito Rosso/Berlin: RASH-/NEA-Tresen

RASH in Action

Auf unserem heutigen RASH-und NEA-Tresen präsentieren wir euch einen Vortrag zu folgendem Thema:

Zwischen Verantwortung und Anpassung: der „Sündenfall“ der katholischen Kirche und christliche Widerstandskultur. Die Kollaboration des Vatikans mit dem Nationalsozialismus ist kein skandalöser Vorfall, kein spezifisches Phänomen des deutschen Nationalsozialismus. Der Bund zwischen einem aggressiv expandierenden Tyrannen und einem korrumpierten Klerus wurzelt nicht nur in der Verschmelzung von Staat und Kirche während des 4. Jahrhunderts durch Kaiser Konstantin, er markiert auch die Entstehungsstunde der Großkirche. Die Geschichte der katholischen Kirche ist die Geschichte der radikalen Preisgabe einer streng pazifistischen Religiösität zugunsten einer Transformation zur Kriegsideologie, heute von Theologen als „Sündenfall“ euphemisiert. Gab es Zielsetzungen der Kirchenideologie, die sich mit denen der staatlichen Gewalt überschnitten? Wo sind die moralischen Verstrickungen zwischen kirchlicher und staatlicher Macht zu suchen?

In dem Vortrag werden die ideologischen Weichenstellungen des Christentums vom Alten Testament bis zur Spätantike analysiert, der Bund mit der weltlichen Obrigkeit, das wechselseitige Nutzverhältnis und die historisch-politischen Konsequenzen daraus untersucht. Referent_in: von der Antifa Initiative Schöneberg (AIS). Die Veranstaltung ist Teil der Anti-Papst-Inforeihe des „Not Welcome!“-Bündnisses….

Im Anschluss daran gibt’s Mucke (von Streetpunk bis Skinheadreggae) vom Band. Außerdem gibt es vegane Verköstigung, Longdrinks und Kicker for free!

15.09.2011 | 20:00 Uhr | Bandito Rosso (Lottumstraße 10a)

Antifas in Haft in England

In England sitzen sechs Antifas im Knast, nachdem sie im Juli diesen Jahres unter dem Vorwurf einer „antifaschistischen Verschwörung“ verurteilt wurden.

Am 28. März 2009 fuhren einige Menschen nach London, um gegen ein geplantes Konzert des faschistischen Netzwerks „Blood and Honor“ zu protestieren. Der Konzert fand im Südosten der Stadt in den Räumlichkeiten einer Kneipe „Duchess of Edinburgh“ im Südosten der Stadt stattfinden. In der Bahnstation Welling kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen aktiven AntifaschistInnen und eine paar deutschen Faschisten, die dem Weg zum Konzert waren. Die Polizei nutze diese Möglichkeit, um im ganzen Land Hausdurchsuchungen durchzuführen, sie verhafteten 23 AntifaschistInnen, gegen 22 von ihnen wurden Ermittlungen wegen „Verschwörung zur Begehung von Straftaten“ eingeleitet. Keiner der Faschisten wurde verhaftet.
Diesen Sommer fand der erste Prozess statt: sechs Antifas wurden zur Knaststrafen von zwischen 15 und 21 Monaten verurteilt, einer bekam eine Bewährungsstrafe und vier weitere wurden freigesprochen. Im September gibt es den nächsten Prozess gegen die nächsten.

 

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Ecuador: Antifa in Freiheit!

Im Mai 2010 wurde der Antifaschist Alvaro Paredes in Ecuador von zehn Faschisten der ANC überfallen und schwer verletzt. Bei der Auseinandersetzung starb einer der Angreifer durch einen Messerstich seines eigenen Messers. Daraufhin wurde Alvaro wegen übertriebener Notwehr mit Todesfolge zu 2 Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe verurteilt. Die Antifaschistische Linke Fürth (ALF) startete im Mai eine Soli-Kampagne um den Genossen finanziell zu unterstützen. Im Juli wurde Alvaro aus dem Gefängnis entlassen

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Generalstreik in Italien

Hunderttausende Menschen haben sich am Dienstag in ganz Italien an einem achtstündigen Generalstreik gegen die milliardenschweren Kürzungspläne der Regierung von Ministerpräsident Silvio Berlusconi beteiligt. »Wir zahlen nicht für diese Krise«, lautete der Slogan der Demonstranten, die sich von Mailand bis Messina an Protestkundgebungen beteiligten. Das Land kam weitgehend zum Erliegen. In der Industrie, im öffentlichen Dienst und im Nahverkehr wurde gestreikt. Auch die Ärzte legten die Arbeit nieder und sicherten lediglich Notdienste. Betroffen waren zudem der Bahn- und Flugverkehr. Allein auf den römischen Flughäfen Fiumicino und Ciampino fielen Dutzende Flüge aus. Der Billigflieger Ryanair mußte etwa 200 Flüge streichen. Nach Angaben des stärksten italienischen Gewerkschaftsverbands CGIL, der zum Streik aufgerufen hatte, beteiligten sich landesweit 58 Prozent der Beschäftigten an dem Generalstreik.

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Russische Nazi-Organisation DPNI endgültig verboten

Am gestrigen 9. August wurde das Verbot der xenophoben Organisation und Sammlungsbewegung Dvizhenie Protiv nelegal’noi Immigrazii (DPNI) durch das Moskauer Landgerichts aus dem April diesen Jahres [1] vom Obersten Gericht der Russischen Föderation endgültig bestätigt. Nach dem Verbot der militanten Naziorganisation Slavjanskij Sojuz [2] mit dem Großmaul Dmitrij Demushkin an der Spitze, die als Slavjanskaja Sila neugegründet wurde, wurde mit der DPNI die größte und aktivste nationalistische Organisation und Sammlungsbewegung als „extremistisch“ verboten, die das gesamte nationalistische Spektrum von Monarchist_innen über klerikale Fundamentalist_innen bis zu militanten Nazis integrieren konnte. Somit tritt das Verbot in Kraft und verbietet jede Betätigung der Mitglieder_innen der DPNI und ihrer Symphatisant_innen innerhalb der Organisationsstrukturen.

 

 

Nach der Entscheidung des Obersten Gerichts erklärte laut Interfax [3] Vladimir Ermolaev, einer der Führer der Organisation, das Ende der DPNI. Außerdem rief er dazu auf, daß „neue Kräfte, neue Ideen neue Projekte und Organisationen“ initiiert werden sollen. Auf der Seite der Organisation werden die Pläne konkretisiert. In einem Artikel wird eine „innernationale Konsolidierung“ gefordert. Aus diesem Grund sollen „regionale Gruppen, Klubs und Organisationen“ gegründet werden. Außerdem wird empfohlen sich vermehrt finanziell und kulturell in der russischen Zivilgesellschaft zu engagieren. Das Ziel wird wie folgt umrissen:

„Unsere Aufgabe ist es eine reale Macht auf der Straße zu werden, unmittelbarer am Russischen Volk zu sein. Unsere Aufgabe ist Einigkeit zu zeigen und eine Alternative anzubieten! Die russische Alternative!“

Trotz der Anwesenheit von Unterstützer_innen der DPNI, die zu einer Soli-Kundgebung vor das Gericht gekommen waren, und der Beteiligung anderer nationalistischer Organisationen äußerten sich offizielle DPNI Füher_innen nicht öffentlich zu neuen Plänen. Von einem vereinigten Bündnis der nationalen Kräfte war bis auf Erklärungen von Demushkin nicht die Rede. So scheiterte das Bemühen des neugegründeten Bündnis „Russkie“ (Russen) [4] des ehemaligen DPNI-Führer Aleksandr Belov (Potkin) und Demushkin für eine nationale Einheitsbewegung erneut.

Aleksandr Baranovskij von der Nazi-Gefangenenorganisation „Russkij Verdikt“ (RV), der bei fast allen Prozessen unter Beteiligung von Nazis anwesend ist, brachte die Entscheidung laut Interfax in einer Pressekonferenz mit den fremdenfeindlichen Pogromen im Dezember 2010 auf dem Moskauer Manegeplatz und in anderen russischen Städten sowie der Verurteilungen im Mordprozess um die Tötung von Stanislav Markelov und Anastasja Baburova [5] in Zusammenhang. Die Beschuldigten Nikita Tichonov, ein militanter Nazi, langjähriger Redakteur des nationalistischen Magazins „Ruskij Obraz“, Gründungsmitglied der gleichnamigen Organisation und in den russischen Blood & Honour Strukturen vernetzt, sowie die vermeintliche „Menschenrechtlerin“ Evegenija Chasis wurden trotz einer massiven und aufwendigen Kampagne von RV zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Außerdem führten die Ereignisse auf dem Manegeplatz nicht zu einer differenzierten Auseinandersetzung mit xenophoben Tendenzen in der russischen Gesellschaft, sondern zu einer verstärkten Propagierung eines staatsbürgerlichen Nationalismus durch die regierenden politischen Akteure, der an eine „nationale Einheit“ jenseits ethnischer Ausgrenzungen appelliert, wobei Menschen aus den Kaukasischen Regionen weiter als „unrussisch“ und „nichtslawisch“ ausgeschlossen werden.

Mit dem Verbot ist das spektrenübergreifendes Projekt DPNI endgültig gestorben. Es ist allerdings zu befürchten, daß die Protagonist_innen und Strukturen regional weiter existieren werden. Die Gefahr, die von nationalistischen und (neo-) nationalsozialistischen Gruppen ausgeht, ist durch das Verbot nicht geschmälert worden. Militante Nazis prügeln und töten weiter. Terroristische Zellen agieren unabhängig von legalen Strukturen, sind aber zumindest finanziell von Symphatisant_innen auch in der DPNI abhängig und deshalb womöglich trotzdem eingeschränkt. Nicht vergessen werden darf aber, daß schon nach dem Verbot der größten Nazi-Organisation Russkoje Nazional’noe Edinstvo (RNE) mit paramilitarischen und zum Teil terroristischen Gruppen zwar die Bewegung zerplitterte sich jedoch in neuen Organisationen wie dem Slavjanskij Sojuz von Demushkin und der DPNI schnell wieder sammeln konnte.

Die DPNI darf mit dieser Entscheidung nicht mehr öffentlich auftreten. Offizielle Anmeldungen von Kundgebungen und Demonstrationen sind nicht mehr möglich. Damit könnte die Durchführung des sogenannten landesweiten „Russischen Marsches“, an dessen Organisation die DPNI und der Slavjanskij Sojuz maßgeblich beteiligt sind und waren, am 4. November massiv gefährdet sein und womöglich erstmals seit 2005 nicht stattfinden. Oder die Bewegung „Russkij Obraz“ und ihre Verbindungen sowohl zu Autonomen Nationalist_innen, Freien Nazis, klerikalen Nationalist_innen und zu kremlnahen Organisationen übernimmt die Organisation. Sehr viel wahrscheinlicher ist aber, daß die staatsloyalen Jugendorganisationen nun konkurrenzlos staatlich geförderte „Russische Märsche“ veranstalten können.

 

 

[1Anker] siehe http://linksunten.indymedia.org/de/node/37501

[2Anker] siehe http://linksunten.indymedia.org/de/node/33955

[3Anker] siehe http://www.interfax.ru/politics/txt.asp?id=202828

[4Anker] siehe http://linksunten.indymedia.org/de/node/38002

[5Anker] zum Mord an Markelov und den Täter_innen siehe http://aka.blogsport.de/2009/11/27/die-moerder-von-markelov-und-baburova

Quelle: http://linksunten.indymedia.org/de/node/44942