RASH and Disorderly Konzertbericht

RASH and Disorderly Konzertbericht

 

Um gegen das alljährliche Grauzonen Festival „Punk and Disorderly“ ein Zeichen zu setzen,indem wir uns gegen die stetige Kommerzialisierung und Vereinnahmung von Rechtsoffenen wehren, entschlossen wir uns, als RASH Berlin/Brandenburg, RASH Stuttgart und Einzelpersonen, ein Festival zu organisieren, welches unseren konsequenten, antifaschistischen Anspruch zum Ausdruck bringt. Das „RASH and Disorderly“ war geboren!

Auf Grund verschiedenster Interventionen Seitens MAD Tourbooking, dem Veranstalter des „Punk and Disorderly“, wurde uns die Suche nach einer geeigneten Location massiv erschwert. Veranstaltungsorte, die eine eindeutige antifaschistische Ausrichtung haben, sehen sich im Würgegriff von MAD Tourbooking, begründet durch die Abhängigkeit von kommerziellen Veranstaltungen, um Ihre Locations finazieren zu können. Für uns ein ganz klares Zeichen, dass etwas passieren muss.

Da autonome Zentren, zumindest nicht vollständig, den kapitalistischen Zwängen unterlegen sind, erschien uns die „Köpi“ in Berlin als potenzieller Veranstaltungsort. Zudem unterstützen sie uns vollinhaltlich in unserer antifaschistischen und antikapitalistischen Ausrichtung. Wir konnten also ein Festival nach dem traditionellen DIY-Prinziep organisieren! Als Schwerpunkt und Hauptaugenmerk stand die Solidarität mit unseren Genossen „Smily“ und „N.“, die durch ihr antifaschitisches Engagement massiven, staatlichen Repressionen unterworfen sind.

Die Nachfrage nach dem „RASH and Disorderly“ war enorm, und somit war es kein Zufall, dass die „Köpi“ komplett ausverkauft war. Ein Line-Up mit Bands, für die Subkultur mehr bedeutet als Saufen und Party machen, und die Solidarität mit unseren von Repression betroffenen Genossen, aber auch die Solidarität mit uns als Konzertveranstalter, waren mehr als Gründe dafür. Danke an alle die anwesend waren und uns unterstützten. – Unity is the way we win –

Als erste Band des Abends trat die Schwäbisch Gmünder Polit/HC Combo „Wasted Youth“ auf die Bühne. Wie immer mit fetten, vorantreibenden Sound, mit klarer Antifa Attitude! Jeder Song verkörpert eine Message und so wie es sein muss, bekommt die sogenannte „Grauzone“ mit dem Smash-Hit „Fight the Scum“ auch ihr Fett weg. Mit ihrem Song „Remembering means Fighting“ drücken sie zusätzlich ihre grenzenlose Solidarität mit allen Opfern rassistischer und faschistischer Gewalt aus und unterstützen somit auch das Bündnis „Siempre Antifascista“ aus Berlin.

Weiter im Text geht’s mit den „Produzenten der Froide“ aus Stuttgart, die mit Ersatzbasser und ihrem „Assi-Rock“ in altbekannter Manier überzeugten. Mittlerweile gelten sie im bundesweiten Grauzonenspektrum als meistgehasste Band, weil sie erkannt haben, welche Probleme es mit sich trägt, wenn nicht bzw. zu wenig auf die erzwingliche Konzertpolitik geachtet wird . Sie entschieden sich diesem Scum den Rücken zu kehren und distanzierten sich selbstständig aus diesen Kreisen.Als Zeichen gegen die „Grauzone“, aber sicherlich auch als Stellungname zu ihrer Vergangenheit, bretterten sie den Song „Ich scheiß auf euren Oi!“ von der Bühne. Das Publikum war davon so angetan, dass sie es sogar ein zweites mal spielen mussten.

Der Hauptact und Headliner des Abends waren aber „Non Servium“ aus Madrid, die es mit ihrer „Antifa Combat Tour“ und mit dem Angebot für uns und unter unserem Motto auftreten zu können, aufs „RASH and Disorderly“ zog. Ca. 1,5 Stunden gab es ihren „Brutal Oi-Core“ auf die Ohren. „Non Servium“ ist eine der bekanntesten spanischen Oi!-Bands. Textlich legen sie sehr viel Gewicht auf ihre klaren politischen Aussagen.“Espiritu del Oi!“, eine ihrer Hymnen, spricht sich klar gegen sogenannte „Unpolitische“ aus, und verkörpert den wirklichen Spirit des Oi!.
Die Band ist zudem aktiv in der „BAF – Brigada Antifascista“, eine in Madrid aktive Struktur für den aktiven Kampf gegen Nazis.

Für die inhaltliche Ausrichtung unseres Konzertes wurde der RASH BB Infotisch aufgebaut, wo es sämtlichen Stuff von Literatur und Theorie bis hin zu Fanzines und Aufkleber gab. Zusätzlich haben die Bands ihr Merchandise unter die Leute gebracht.

Anwesend waren ausschließlich korrekte Konzertbesucher_innen was zum Großteil aus Punks, Skinheads, Hardcorekids und Antifas bestand. Diese bunte Mischung hat uns erneut gezeigt wie wichtig unsere (Sub)Kulturarbeit ist, und dass unsere Szene noch nicht komplett zur Popkultur verkommen ist.

Letzteres noch vielen Dank an „MAD – Tourbooking“! Wir haben uns köstlich über die Ansage von „Non Servium“ life on Stage amüsiert. „Non Servium“ haben ausschließlich betont, dass sie nie auf dem „Punk and Disorderly“ auftreten werden, und dass sie sich in Zukunft weiter konsequent gegen Nazis und Symphatisanten zu Wehr setzen. Schön das es immer noch Bands gibt die sich nicht dem Kommerz verkaufen, sondern ihren Idealen treu bleiben. Da hilft selbst so ein großzügiges Angebot von MAD – Tourbooking nichts :)!

Wir, als RASH Berlin/Brandenburg, vermuten ganz stark, dass das „RASH and Disorderly“ neben dem „Ultrash“ und dem „Siempre Antifascista“ ebenfalls zur Jahresaufgabe wird!

The Spirit alives!

Keep on Keeping on!

Eure RASH Berlin/Brandenburg Crew!

(///)

 

 

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