Kultur der Barbarei

Interview mit Werner Seppmann über die Zunahme von Gewalt und Irrationalismus in der Gesellschaft. Teil 1
Brutalisierung des Alltagslebens, Gewalt in den Medien, Drogenkonsum, Hooliganismus, Amokläufertum, Esoterik, die Renaissance politischer Mythen, Fremdenhass und neo-nazistischer Terror sind nach Meinung des Sozialwissenschaftlers Werner Seppmann Formen, in denen Menschen versuchen, auf zivilisatorische Krisenerscheinungen zu reagieren.

Die Menschen stehen den Unsicherheiten der ökonomischen Prozesse, die sie zu Variablen des Wirtschaftswachstums degradieren, ohnmächtig gegenüber – und kompensieren dies oft durch die Annahme schlichter Erklärungsmuster und unterkomplexer Weltanschauungen, was sich auch in höherer Gewaltbereitschaft oder selbstzerstörerischen Taten niederschlägt.

Ausgerechnet die übelste Form des Irrationalismus in Gestalt von faschistischen Mörderbanden scheint zudem von gewissen Segmenten des Staates aktiv unterstützt zu werden. Telepolis sprach mit Werner Seppmann.

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Zweiter Teil: „Schleichende Pathologisierung der Gesellschaft“

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