Gegen Nazikriegsverbrecher in Berlin

Kein Vergeben – den Nazi-Verbrechen in Italien!
Kein Vergessen – dem antifaschistischen Widerstand!

Antifaschistische Demonstration Im Gedenken an die Opfer der Wehrmachts-Massaker in Italien.

20.04.2012 | 16:00 Uhr | Storchenhof | Hohenschönhausen
(M5, 27: Hauptstraße / Rhinstraße)

Die Mörder sind noch „unter uns“.

Im Juli 2011verhandelte das Militärgericht von Verona die Beteiligung deutscher Wehrmachtsangehöriger an Massakern in 21 Ortschaften in der Grenzregion zwischen der Emillia Romagna und der Toskana. Die Angeklagten sind ehemalige Mitglieder der Fallschirm-Panzer-Division „Hermann Göring“. Ihnen wurden Massaker im Zeitraum von März bis Mai 1943 an über 400 Zivilisten zur Last gelegt. Trotz Verurteilung liefert Deutschland die Täter nicht aus. Wir finden diesen Zustand unerträglich und werden darum am 20. April 2012 ein ehemaliges Mitglied eben jener Wehrmachtseinheit, mit den Taten, der „Hermann Göring“-Division konfrontieren.

Rückzug der deutschen Wehrmacht 1943

Im Sommer 1943 zogen sich die deutschen und italienisch-faschistischen Truppen auf Grund der absehbaren Niederlage, aus Afrika nach Sizilien, zurück. Ihre Wut über die erlittene Niederlage ließen die deutschen Besatzungstruppen, auf ihrem Rückzug vor den alliierten Streitkräften, vor allem an der Zivilbevölkerung aus.

Auf ihrem Weg über das italienische Festland hinterließen sie eine blutige Spur des Mordens. Bereits im August 1943 verüben die italienischen und deutschen Truppen, hier noch als Bündnispartner, die ersten Massaker auf Sizilien.(01) Unter ihnen die Panzer-Aufklärungs-Abteilung „Hermann Göring“. Im späteren Kriegsverlauf wurde jene Truppe, die sich vor allem durch ihr brutales Vorgehen hervortat, in Fallschirm-Panzer-Division “Hermann Göring” umbenannt.

Unter dem Vorwand der „Partisanenbekämpfung“ machte die Einheit ganze Dörfer dem Erdboden gleich. Die italienisch-faschistischen Milizen der „Republikanischen Nationalgarde“ (GNR), RSI-Soldaten (Bersaglieri) und Abteilungen der Carabinieri unterstützten sie in ihrer Mordlust. Sie geleiteten die Soldaten der Fallschirm-Panzer-Division “Hermann Göring” in die meist abgelegenen Dörfer, wo sie dann ungestört wüteten. Da die in den Dörfern lebenden Männer, zwischen 16 und 60, sich in der Regel im Wald versteckt hielten um der Verschleppung als Zwangsarbeiter zu entgehen, traf die Gewalt der deutschen Soldaten vor allem die Zurückgebliebenen: Kinder, Alte, Kranke und Frauen. Die Männer, die noch nicht geflüchtet waren, wurden auf öffentliche Plätze geführt und erschossen. Das Vieh wurde getötet, die Häuser niedergebrannt, Frauen vergewaltigt und anschließend hingerichtet.

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