Berlin: NPD vor der FDP – und dennoch verloren

Die rechtsextreme NPD hat ihre Wahlziele in Berlin verpasst. Sie holte bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus gut zwei Prozent der Stimmen. Im Westteil der Stadt schnitt die Neonazi-Partei schwächer ab als im Osten. Insgesamt lag die NPD aber noch vor der FDP. Die Neonazi-Partei hatte angekündigt, sie wolle ins Berliner Abgeordnetenhaus einziehen. Allerdings konnte die NPD erneut Sitze in den Bezirksverordnetenversammlungen (BVV) holen.

Neben der NPD waren die rechtsradikalen Parteien Die Freiheit und Pro Deutschland angetreten, die beide keine nennenswerten Erfolge erzielen konnten. Die Freiheit lag laut Hochrechnungen bei etwa einem Prozent, Pro Deutschland etwas darüber.

In einigen Stadtteilen im Osten, beispielsweise in Lichtenberg, holte die NPD vier bis fünf Prozent der Stimmen, verlor aber auch hier rund zwei Prozentpunkte. Im Westen scheiterte die Partei oft an der Ein-Prozent-Hürde, beispielsweise in Wilmersdorf, wo eine Null vor dem Komma prangt. In Kreuzberg spielte die NPD sowieso keine Rolle. In Wahlkreisen in Spandau und Neukölln konnte die Neonazi-Partei hingegen leicht zulegen.

Weiter

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *