6.5.2017 Schreina47/Berlin: When they kick at your front door – Solilesung bei d. Antifabrik

Stress mit Bullen und Nazis – Alltag im antifaschistischen Struggle. Gerade im Umfeld von rechten Aufmärschen ist eine Eskalation oft unausweichlich, teilweise wird sie auch gesucht. Nicht immer geht es günstig aus. Als vom LKA lizensierter „Szene-Journalist“ ist Sören Kohlhuber regelmäßige Anfeindungen von Neonazis und Behinderungen durch die Repressions-organe gewohnt.

Anlässlich eines aktuellen Verfahrens gegen Antifaschisten aus Berlin wird er im Rahmen einer Solidaritäts-Lesung zum Teil noch unveröffentlichte Begebenheiten aus seinem kommenden, aber auch bekannte Anekdoten aus seinen bereits veröffentlichten Büchern zum Besten geben. Erzählt werden die üblichen Geschichten: von Antifaschist*innen, die in der ostdeutschen Provinz mit bewaffneten Neonazis konfrontiert wurden oder wie einheimische Polizeieinheiten seine journalistische Arbeit bei rechten Aufmärschen einschränken, während sie mit sichtlicher Häme gewaltsam gegen Nazigegner*innen vorgehen und über strafrechtlich Relevantes bei den Neonazis großzügig hinwegsehen.

Beinahe alltägliche Geschichten aus einem demokratisch-geläuterten Deutschland. Geschichten, die ihren Weg dennoch kaum in eine breitere Öffentlichkeit finden. Dazu gibt es sein Buch „Retrofieber – Neonaziaufmärsche in Ostdeutschland 2015“ mit einem Special-Soli-Cover. Die limitierte Edition: „Kohlhubers Nazi-Märchen“ ist an diesem Abend auf 25 Exemplare beschränkt. Einnahmen aus dem Buchverkauf gehen an einen Genossen, dessen Tür von den Bullen zerstört wurde.

Samstag | 6. Mai 2017 | 20 Uhr | Schreinerstraße 47, 10247 Berlin