18.9.: Berlin von unten – Ak­ti­ons­tag zum Wahl­tag

Demo: 14 Uhr Kottbusser Tor

Es muss nicht viel ge­sagt wer­den zum Thema Gen­tri­fi­ca­ti­on in Ber­lin, da an allen Ecken und Enden dar­über be­rich­tet wird. Immer mehr Men­schen müs­sen In­nen­stadt­be­rei­che ver­las­sen und wer­den auf­grund stei­gen­der Mie­ten in die Rand­be­zir­ke ver­drängt. Die an­ti-​so­zia­le Ent­wick­lung hat ihre Ur­sa­che im Zu­sam­men­spiel von Po­li­tik und Wirt­schaft. Durch groß­flä­chi­ge Pri­va­ti­sie­run­gen von öf­fent­li­chem Be­sitz und teils gan­zen Woh­nungs­bau­ge­sell­schaf­ten, wie der GSW, wer­den de­mo­kra­ti­sche Spiel­räu­me ab­ge­baut. Der Staat zieht sich aus der so­zia­len Ver­ant­wor­tung, übrig blei­ben hohe Was­ser­prei­se, hohe Mie­ten und ein re­pres­si­ver Po­li­zei­ap­pa­rat. Ab und an gibt es Wah­len, wenn aber die Men­schen tat­säch­lich mal etwas ent­schei­den wol­len, wird dar­über hin­weg­ge­bü­gelt, z. B. nach dem Bür­ger_in­nen-​Ent­scheid zu Me­di­as­pree im Som­mer 2008, der mit 90% der Stim­men ge­won­nen wurde.

Vor­stell­bar ist, dass rund um die­sen Tag Häu­ser und Plät­ze be­setzt, ba­sis­de­mo­kra­ti­sche Voll­ver­samm­lun­gen ab­ge­hal­ten wer­den, öf­fent­li­che Räume um­ge­stal­tet und kom­mer­zi­el­le Räume ent­kom­mer­zia­li­siert wer­den. Wir den­ken, die Ak­ti­ons­form der Be­set­zung von Räu­men oder Orten soll­te im stadt­po­li­ti­schen Zu­sam­men­hang das sein, was „Cas­tor Schot­tern“ in der An­ti-​AKW-​Be­we­gung ma­ni­fes­tiert, was die Sitz­blo­cka­de gegen Nazis aus­drückt oder was Block-​G8 gegen einen Gip­fel ver­sinn­bild­licht.

berlinvonunten.blogsport.de

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *