18.4.2012 FAU-Lokal/Berlin: Motiv „Penner klatschen“ – ein Vortrag über Obdachlosen-Feindlichkeit

Obdachlose sind die vergessenen Opfer der Gesellschaft. Sie werden von Staat und Gesellschaft ausgegrenzt und auf der Straße angegriffen. Rechte TäterInnen praktizieren gegen obdachlose Menschen einen Sozialdarwinismus der Tat, der durch einen Sozialdarwinismus des Wortes vorbereitet wird.

Die MörderInnen eines Obdachlosen 2000 in Ahlbeck waren der Meinung, dass „Asoziale und Landstreicher hätten im schönen Ahlbeck nichts zu suchen“. Die Mörderinnen eines Obdachlosen in Greifswald gaben an, ihre Opfer angegriffen zu haben, weil „so einer […] dem deutschen Steuerzahler auf der Tasche liegt“. Offenbar steht die Gewalt gegen Obdachlose und sozial Schwache im unmittelbaren Zusammenhang mit gesellschaftlichen Klima und der kapitalistischen Maxime von der Verwertbarkeit der Menschen.

Das brutale Ergebnis sind nach unterschiedlichen Statistiken von 33 bis zu über 100 ermordete Obdachlose seit 1990.

Der Vortrag soll versuchen diese Gewalt in ihrer unterschiedlichen Form darzustellen, zu analysieren und die Ursachen zu benennen.

Veranstaltung im Rahmen des Gedenkens an Dieter Eich.

Veranstalter_innen:
Anarchosyndikalistische Jugend Berlin (ASJ), North-East Antifascists [NEA], „Niemand ist Vergessen!“-Bündnis

18.04.2012 | 18:00 Uhr | FAU-Lokal (Lottumstraße 11)

mehr…

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *