Vernichtung als politisches Programm

Angesichts der geballten Verwunderung, mit der behördlich und medial auf die Nazi-Mörder aus Thüringen reagiert wird, muss man die Frage stellen, was genau daran eigentlich verwunderlich sein soll? Wenn man den Nazis eines nämlich beim besten Willen nicht vorwerfen kann, dann ist es, dass sie einen Hehl daraus machen würden, ihre politischen Ziele mit Gewalt durchsetzen zu wollen. Ganz im Gegenteil.

Der Postillon“ brachte es kürzlich auf den Punkt: „Mordserie schürt Zweifel an sonst eigentlich sympathischen Nazis“ titelte das Satiremagazin und brachte damit etwas zum Ausdruck, dass tatsächlich weite Teile des aktuellen Diskurses über die Nazi-Terrorzelle kennzeichnet: nämlich die allgemeine Verwunderung, dass Nazis zu solchen Taten fähig sein sollen. Als politisch werden die Morde daher auch nur bedingt wahrgenommen: So sinniert der große alte Mann des investigativen Journalismus, Hans Leyendecker, stellvertretend für viele andere seiner Kollegen in der „Süddeutschen Zeitung“ über „Reliquien des Irrsinns“.

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Presseschau (17.11.2011): 

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