Kategorie-Archiv: Infoveranstaltung

3.3.2012 Berlin/K9: VOSIFA: Doppelfilmabend & Soli-Party

Es gibt wenige Themen, die in den Medien so regelmäßig wieder und wieder auftreten, wie Aufstände und Revolten. Hintergrundinformationen werden dort jedoch kaum geliefert. Weltweit nimmt die Zahl der Auseinandersetzungen zu. Mal versuchen die Menschen eine Diktatur zu stürzen, ein anderes Mal wird versucht menschenverachtende Politik in vermeintlich demokratischen Staaten zu bekämpfen.

Um die Gemeinsamkeiten und Unterschiede des Aufruhrs rund um den Globus geht es in der 50 minütigen arte-Dokumentation „Für eine andere Welt“.

Häufig kommt es auch im Kontext von Wahlen zu Konflikten zwischen Regierungen und der Bevölkerung eines Staates. So zum Beispiel im Iran 2009. Mit den Ereignissen rund um die, durch Wahlbetrug erzwungene, Wiederwahl Ahmadineschads beschäftigt sich der Film „The Green Wave“. Als viele glaubten, die Menschen im Iran könnten an der Wahlurne eine Veränderung erreichen, reagierte der iranische Staat mit exzessiver Gewalttätigkeit.
Am 2. März 2012 werden im Iran erneut Wahlen stattfinden. Wir dürfen gespannt sein, ob sich die Opposition organisieren kann und es nach dem arabischen Frühling von 2011 dieses Jahr auch im Iran erneut Massenproteste geben wird, denn ohne den Druck der Straße wird es wohl keine politischen und sozialen Veränderungen geben.

Filmstart ist um 19 Uhr, anschließend wird es noch Zeit zum Diskutieren geben.

Direkt im Anschluss:
Trash ’n‘ Smash-Soli-Party ab 22:00 Uhr mit:
TurnTableTölpels (Kobold #1 Feat. Homer S.) & Moskows Rache für Rambo (Sin Gimi Dirupo)

Flyer

03.03.2012 | 19:00 Uhr | K9 (Kinzigstraße 9)

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1.3.2012 Tante Horst/Berlin: „Kein 10. Opfer!? – ‚Nationalsozialistischer Untergrund‘, Rechtsterror und die Rolle des Staates“

Tante Horst: Infoveranstaltung

„Kein 10. Opfer!? – ‚Nationalsozialistischer Untergrund‘, Rechtsterror und die Rolle des Staates“. Jahrelang haben die staatlichen Behörden die Existenz der Neonazigruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) nicht aufgedeckt, sie teilweise sogar gedeckt. Die politischen Ziele der Neonazis sind in ihrem Kern immer verbunden mit Gewalt, Terror und Vernichtung. Die Konzepte, der geistige und aktionistische Erfahrungsraum der 1990er Jahre sind der Hintergrund, vor dem die drei Mitglieder des „NSU“ in den bewaffneten Untergrund gingen. Ein Vortrag über die vorhandenen Fakten zum Komplex „NSU“, den historischen und den aktuellen politischen Kontext des „Rechtsterrorismus“, die Rolle der Geheimdienste und der Medien, mit Referent_innen vom apabiz.

Beginn: 19.30 Uhr Eintritt frei!

1.3.2012 Berlin: Keine Hilfe unter Freunden – Der Euro in der europäischen Peripherie

Der diesjährige Auftakt zu den antikapitalistischen Protesten gegen die verschärfte Krisenpolitik findet am 31. März in mehreren europäischen Städten statt. Denn während Krise und der Kapitalismus schon längst global sind, muss es „die wirkliche Bewegung, welche den jetzigen Zustand aufhebt“ noch werden. Im Vorfeld des kommenden Protestfrühjahrs wollen wir diskutieren, wie die aktuellen Krisenstrategien in Europa aussehen, welche innereuropäischen Interessenskonflikte es gibt und wo antikapitalistische Kräfte einsetzen könn(t)en. Während in Griechenland die Polizei mittlerweile die Vertreter der Troika verhaften lassen will, fordert man in Deutschland von den angeblichen „Pleitegriechen“ weiterhin drakonische Sparmaßnahmen. Muss Griechenland aus der Eurozone ausgeschlossen werden um die Stabilität des Euros nicht zu gefährden, oder versucht Deutschland seinen Absatzmarkt zu retten, der dann doch wieder nur niederkonkurriert wird?

Diese und weitere Fragen über den Charakter der gegenwärtigen Krise und geplante Interventionen diskutieren Michael Heinrich (Berlin), John Milios (Athen) und TOP B3rlin .

1.3.2012. 19 Uhr. Münzenbergsaal (Franz-Mehring-Platz 1).
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiftung.

24.2.1012 Sputnik/Potsdam: ::: Infoabend: Nazis in Potsdam :::

Nazis in Potsdam: Ideologie und aktuelle Entwicklungen

Infoabend | 24. Februar 2012 | 19 Uhr | Sputnik
Nazis in Potsdam: Ideologie und aktuelle Entwicklungen

Innerhalb kurzer Zeit sind in Potsdam schon wieder Neonazis mit Fackeln durch die Waldstadt gezogen.

Spreelichter, Volkstod-Kampagne, „Werde unsterblich“ heißen die Schlagworte unter denen ihre menschenverachtenden Kampagnen laufen. Neue Aktions- und Organisationsformen von Neonazis, die modern-subkulturellen Lebensstil und nationalsozialistische Ideologie miteinander verbinden geraten auch in Potsdam zusehend in das Blickfeld der Öffentlichkeit.

Doch wenn über diese neuartigen Erscheinungen der Neonaziszene diskutiert wird, wird der Schwerpunkt fast immer auf organisatorische Strukturen, auf individuelle Akteure, subkulturelle Codes, bevorzugte Klamottenmarken und Musik gelegt.

Wir wollen uns damit beschäftigen auf welcher Ideologie diese Aktivitäten basieren, wie hat sie sich entwickelt, wie steht sie im Verhältnis zum historischen Nationalsozialismus und zu anderen Formen des deutschen Neofaschismus?

Eine Veranstaltung des VVN-BdA Potsdam
Referent_innen: Antifaschistisches Pressearchiv  Potsdam

24.2.2012 Schreina 47/Berlin: 20 Jahre Antifa in Irland – Rückblick und aktuelle Situation

„Babelsberg Volunteers CSC“ proudly presents:

Fr. 24. Feb. 2012, 19.00 Uhr, Schreina 47, U-Bhf. Samariter Straße)

Seit über 20 Jahren gibt es in Irland eine kleine, aber aktive antifaschistische Bewegung, vor allem in der Hauptstadt Dublin. Ein
Genosse von dort ist dieses Wochenende bei uns zu Gast und wird uns einen interessanten Einblick über die letzten 20 Jahre antifaschistischen Widerstand in Irland geben, über die aktuelle Naziaktivitäten berichten und uns das derzeitige Buchprojekt der „AFA IRELAND“ vorstellen.
Im Anschluss an die Veranstaltung findet ein Soliabend statt.

19:00 Uhr Infoveranstaltung der „AFA IRELAND“ (Sprachen: englisch und deutsch)

Ab 21:00 Uhr Soliabend mit Musik

Mail: babelsbergvolunteers@gmx.de

Facebook: https://www.facebook.com/pages/Babelsberg-Volunteers/131082613663928

Den rassistischen Konsens brechen, Dessauer Verhältnisse angreifen!

Antira-Demo am 25. Februar 2012 in Dessau. Infoabend zum Thema am 23. Februar 2012 in Neukölln.

Eigentlich stellt sich die Situation in Dessau dar, wie sie in einer mittelgroßen, ostdeutschen Stadt zu erwarten ist: Tief in der Bevölkerung verankerter Rassismus und Nationalismus, eine zwar kleine und intellektuell bemitleidenswerte, aber organisierte Neonaziszene mit fließendem Übergang zu rechtslastiger Jugendkultur, homophobem Mackergehabe, Stammtischnazis und einem rechtsdominierten Fußballverein, ein NPD-Stadtrat, überforderte Behörden, rassistische Polizeibeamte, einige gutwillige „Zivilgesellschafter“, viele „Extremismus“-Bekämpfer, ein paar Student_innen, ein „Ausländer“-Anteil von knapp 2 %, eine kommerzialisierte, „alternative“ Kulturszene und eine marginalisierte, radikale Linke. So weit, so schlecht. Und zweifelsfrei genug Grund für eine Demo

Infos unter www.antifa-neukoelln.net

10.2.2012 Berlin/Mehringhof: Infoveranstaltung „Über Leistung, Muße und Faulheit“.

Mehringhof: Infoveranstaltung
„Über Leistung, Muße und Faulheit“.

Vortrag von Wolfgang Ratzel: „Muße statt Faulheit! Plädoyer für eine muße-orientierte Arbeitsgesellschaft“. Das spätmoderne Leistungssubjekt ist zur Muße unfähig. Denn es funktioniert gemäß verinnerlichtem Leistungszwang. Es hat sich dazu verdammt und verdammen lassen, überall seine geistigen, mentalen und körperlichen Ressourcen zu optimieren, um in der Konkurrenz zu anderen Leistungssubjekten überlegen zu bleiben.

Vortrag von Robert Ulmer: Wie gerecht ist das Leistungsprinzip? Wäre das Leistungsprinzip im Grunde gerecht, wenn es denn konsequent angewendet würde? Wenn all die unbezahlte Arbeit (die Mehrheit der Arbeitsstunden werden unbezahlt getan) adäquat anerkannt würde? Wenn die Erwerbsarbeit nicht mehr entweder viel zu schlecht oder absurd hoch, sondern, nun ja, eben „gerecht“ bezahlt würde?

Beginn: 19.00 Uhr

Eintritt frei!

9.2.2012 Festsaal Kreuzberg/Berlin: Infoveranstaltung „Dresden und kein Ende: §129“

Festsaal Kreuzberg (Skalitzer Str. 130): Infoveranstaltung

„Dresden und kein Ende: §129“. Knapp ein Jahr ist vergangen, seit der Stürmung des Roten Baums und des Hauses der Begegnung am 19.2.2011 in Dresden. Im Zuge der damit verbundenen Maßnahmen wurde bekannt, dass ein Ermittlungsverfahren nach §129 StGB (Bildung einer kriminellen Vereinigung) im Raume steht. Nach einigen weiteren Überfällen von Sondereinsatzkommandos der Polizei und diversene Akteneinsichten, ist nun klar, dass die Dresdner Behörden schon seit fast 2 Jahren nach einer angeblichen kriminellen Vereinigung in Dresden suchen. Neben zwei im Verfahren beteiligten Anwälten und dem von Ermittlungen betroffenen Jenaer Parrer Lothar König, wird das Komitee für Menschenrechte aktuelle Einblicke und Einschätzungen zum Stand der Dinge liefern.

Die zentrale Frage der Veranstaltung ist, wie ein solches Verfahren aufgebaut ist und was das für Betroffene sowie deren Grund- und Menschenrechte bedeutet. Kann so eine Suche nach einer kriminellen Vereinigung jede und jeden treffen? Sind wir alle potientiell nach §129 verdächtig? Was muss ich tun damit ich mich (nicht) verdächtig mache? Was ist eigentlich aus dem §129a (terroristische Vereinigung) geworden und wie passt der §129 dazu?

Nach der Podiumsveranstaltung wird es noch einen Infoblock zum letzten Stand der Vorbereitungen in Dresden rund um den 13. und 18. Februar geben.
Ko-Kreis Berlin.

Beginn 19.00 Uhr

Eintritt frei!

1.2.2012 BAIZ/Berlin: Zur Kritik des Feindstrafrechts

Der Kampf gegen den herbeihalluzinierten System- und Staatsfeind, erlebte nach den Anschlägen vom 11.September 2001, sein fulminantes politisches Comeback. Mit neuen sozialen Kontrolltechniken wurden in fast allen westlichen Staaten, die Bürgerrechte beschnitten. Ein strafrechtliches Mittel, dieser sozialen Kontrolltechniken stellt das sognannte Feindstrafrecht dar, welches von dem Rechtswissenschaftler Günther Jakobs entwickelt wurde. Ideologisch lehnt sich das Feindstrafrecht an die von Carl Joachim Friedrich und Zbigniew Brzezinski entwickelte Totalitarismus-Theorie aus der Phase des kalten Krieges an. Diese wird durch das zeitgemäße Elaborat der kruden Extremismus-Theorie in diesem Rahmen ausgebaut. Allerdings hat das Feindstrafrecht einige ideengeschichtliche Vorläufer, wie z.B. das römische Iustitium (den Belagerungs- bzw. den Ausnahmezustand), die innerhalb eines geltenden Rechtssystems bestimmte Teile dieses System suspendierten. Der von Jakobs geprägte Begriff des Feindstrafrechtes, bezeichnet ein Strafrecht, das bestimmten Gruppen von Menschen die Bürgerrechte abspricht, da sie Feinde der Gesellschaft oder des Staates sind und deshalb außerhalb des für die Gesellschaft geltenden Rechts stehen. Wir wollen im Rahmen der Veranstaltung versuchen, die verschiedenen Facetten und partiellen Umsetzung des Feindstrafrechtes, zu beleuchten.

01.02.2012 | 19:00 Uhr | BAIZ (Christinenstraße 1)

Flyer

Organisator_innen: LAG-Antifa, Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde (GBM), North-East Antifascists [NEA]

Eine Veranstaltung im Rahmen des Berliner Koordinationskreises „Dresden Nazifrei“