Kategorie-Archiv: Infoveranstaltung

25.5.2017 Menschenzoo/Hamburg: Diskussionsabend mit Michael Weiß: Grauzone!

Kaum ein Thema kommt bei uns so oft auf den Tisch, wie „Grauzone“. Warum spielt diese oder jene Band nicht bei euch, warum komme ich mit diesem T-Shirt nicht rein usw.
Wir versuchen dann jedesmal unseren Standpunkt so nachvollziehbar wie möglich darzulegen, hören uns aber auch Eure Seite an. Dabei kommt häufig die gleiche Argumentation: „Das sind doch keine Nazis“ oder „Man kann es auch übertreiben“.
Wir denken: In Zeiten, in denen die Rechten so einen Zulauf erhalten, ist es wichtig sich noch klarer definiert zu positionieren.
Wir denken aber auch: Da muss man mal drüber reden und informieren!
Aus diesem Grund haben wir Michael Weiss vom Antifaschistischen Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin (apabiz) eingeladen.

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18.5.2017 JWP Mittendrin/Neuruppin: Kunst & Kampf – Das Buch – Bernd Langer

Im Rahmen der Emil Wendland Kampagne wird Bernd Langer sein neues Buch „Kunst & Kampf“ vorstellen – hier ein paar Erläuterungen dazu

In den 1980er Jahren wird Kunst und Kampf (KuK) mit der Gestaltung von Plakaten in der autonomen Bewegung bekannt. Das Projekt verfolgt einen kollektiven Ansatz, der jedoch immer auch individuelle Züge trägt.
Hunderte Plakate entstanden, daneben Gemälde und Agit-Prop-Aktionen. Bernd Langer, Protagonist dieser Idee, legt nun eine Gesamtbetrachtung von fast 40 Jahren antifaschistischer Kunst in der Bundesrepublik vor.
Das Buch streift dabei die Geschichte der Jugendzentrumsbewegung, erzählt von den Autonomen und der Antifa, von Hausbesetzungen, umgestürzten Denkmälern, spektakulären Demonstrationen, der Herstellung von illegalen Plakaten und Zeitungen und warum die Doppelfahnen der Antifaschistischen Aktion heute von links gegen rechts wehen.

FB-Event

17.-21.5.2017 Köln: Tribunal ‘NSU-Komplex auflösen‘

Bis heute sind wir weit von der versprochenen „lückenlosen Aufklärung“ im NSU-Komplex entfernt. Initiativen und Einzelpersonen, die mit den Betroffenen der NSU-Mord- und Anschlagserie solidarisch verbunden sind, entwickelten die Idee eines Tribunals, das diese Leerstelle besetzt. Der NSU-Komplex wird dabei gedacht als ein Kristallisationspunkt strukturellen Rassismus. Das Tribunal ist damit ein Ort der gesellschaftlichen Anklage von Rassismus. Die Berichte der Betroffenen und Angehörigen stehen im Mittelpunkt. Ihre Geschichte gilt es zu hören und zu verstehen.

5 Tage im Schauspiel Köln, in direkter Nachbarschaft zur Keupstraße, wo 2004 eine Nagelbombe des NSU 22 Menschen zum Teil schwer verletzten.

5 Tage für Lernprozesse, Vernetzung und Empowerment.

Das Tribunal ist partizipativ angelegt: Klage, Forderungen und ein Manifest der Zukunft entstehen gemeinsam mit den Teilnehmenden. Das Hauptprogramm im Depot wird ergänzt durch Workshops, Theateraufführungen, Filmvorführungen, Hörstücke, Audio- und Videoinstallationen, performative Stadtführungen, Wandbilder, Musik und Tanz in der ganzen Stadt.

WIR KLAGEN AN!
* Angeklagt werden die Akteur*innen des NSU-Komplex mitsamt ihrer institutionellen Einbettung.
* Beklagt werden die Opfer rassistischer Gewalt und das entstandene Leid.
* Eingeklagt wird das Prinzip einer offenen, durch Migration entstandenen Gesellschaft der Vielen.

VORLÄUFIGES PROGRAMM: http://nsu-tribunal.de/programm
TICKETS: Ab Anfang April
SPENDEN: Wir haben noch ein großes Finanzloch. Ermögliche mit deiner Spende die Durchführung des Tribunals http://nsu-tribunal.de/spenden/

Es wird Zeit, dass die Perspektive der Migration eine Perspektive der gesamten Gesellschaft wird!

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19.5.2017 Meuterei/Berlin: Antifa-Tresen | Cocktails für den Aufstand im Nord-Osten!

Cocktails für den Aufstand im Nord-Osten! Antifa-Tresen: Fr, 19.05.2017 | 21:00 Uhr | Meuterei (Reichenberger Straße 58 / Kreuzberg)

Da die North-East Antifascists [NEA] aufgrund ihrer mannigfaltigen politischen Aktivitäten chronisch Pleite sind und sich neue Finanzierungskonzepte wie der Antifa e.V. als finanzielle Sackgasse erwiesen haben, veranstaltet wir am 19.05.2017 einen Soli-Tresen in der Meuterei. Mit leckeren Cocktails, netten Menschen und zuweilen non-konformen politischen Ansichten. Gegen die neue Melange aus Volk, Nation, Rassismus und Antifeminismus – gibt’s für uns eins: Weg mit AfD und anderen protofaschistischen Organisationen! Cocktails schlürfen für die Regellosigkeit!

Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA] Banner: [F-Book ] [Twitter]

18.5.2017 SO36/Berlin: Wer sind „Die Identitären“ und was kann gegen sie getan werden?

Die „Identitäre Bewegung“ (IB), obwohl ein recht junges Phänomen der extremen Rechten, hat es bereits zu einiger Aufmerksamkeit gebracht. Ob Boulevardpresse („Der Nazi-Skandal: Vollpfosten schänden das Brandenburger Tor“, Berliner Kurier), die meist gesehene deutsche Nachrichtensendung Die Tagesschau oder die verschiedenen linken Zeitungen: Alle haben schon über die „Identitäre Bewegung“ berichtet. Dabei ist fraglich, ob bei einer Handvoll Aktivisten, auch wenn diese sich immer wieder spektakulär in Szene setzen können, überhaupt von einer „Bewegung“ gesprochen werden kann. Fest steht nur, dass die „Identitären“ in Deutschland von einem sich selbstbespielenden Internetphänomen zu einer aktionistischen Vorfeldorganisation der AfD und zum Steigbügelhalter für ihre Öffentlichkeitsarbeit wurden.
Die „IB“ wird auch weiterhin die Öffentlichkeit suchen und rassistische Hetze und rechtsradikales Denken verbreiten. Hierbei dürfen wir nicht ihrer Selbstinszenierung und Propaganda auf den Leim gehen. Deshalb versuchen wir, uns den Identitären in einem Podiumsgespräch aus verschiedenen Perspektiven zu nähern und hinter ihre heroische Fassade zu blicken. Zugleich wollen wir besprechen, was gegen diesen „Haufen stramm rechter Vollpfosten“ (Berliner Kurier) unternommen werden kann.
Hierfür haben wir eingeladen:

Prof. Micha Brumlik, er wird über die historischen Bezugspunkte und Symboliken der Identitären vortragen.
Stefanie Lohaus ist Herausgeberin des feministischen Missy Magazin. Im November wurde ein Podiumgespräch mit ihr zu „Frauen und Geschlechterbilder bei AfD und Pegida“ von Identitären gestört.
Michael Trube von der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin wird uns über die Strukturen und das Personal der Identitären aufklären.
Und mit Christine Schneider von der Interventionistischen Linken Berlin wollen wir über eine mögliche Praxis gegen die Identitären sprechen
Moderation: Dr. Gerd Wiegel

Einlass: 19:30; Beginn 20:00 Uhr
Kosten: 2,00 Euro / ermäßigt 1,00 Euro

[B] [NEA]-Tresen: #NoTddZ in Karlsruhe

#NoTddZ in Karlsruhe
#NoTddZ in Karlsruhe
Antifa-Tresen und Info- & Mobi-Veranstaltung:
Do, 18.05.2017 | 20:00 Uhr | Bandito Rosso (Lottumstraße 10A / Prenzlauer Berg)

Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA]
Mehr Infos zur Gegenmobi: notddz.suedwest.mobi

In diesem Monat gibt es bei unserem Tresen ein Info-Veranstaltung zum Naziaufmarsch “Tag der deutschen Zukunft”, der dieses Jahr in Karlsruhe stattfindet und dem Gegenprotest dazu. Im Juni 2017 steht Karlsruhe mit dem sogenannten “Tag der deutschen Zukunft“ (TddZ) eine der größten Nazidemonstrationen bevor, zu der Neonazis aus der gesamten Bundesrepublik sowie dem europäischen Ausland erwartet werden. Hinter diesem Aufmarsch steckt eine Initiative, die seit nunmehr 9 Jahren zum TddZ aufruft. Unter dem Motto AB IN DEN SÜDEN! wird von Berlin aus zu #NoTddZ mobilisiert. Seid dabei und sichert euch eines der begehrten Tickets zur gemeinsamen Anreise. Im Anschluss wird es wie immer die Möglichkeit geben, ins Gespräch zu kommen und Fragen/ Wünsche zu klären.

16.5.2017 Café HausZwei/Freiland in Potsdam: Demokratiebewegung und Antifa in Brandenburg

vor 1989 und danach
Bücherpräsentation mit anschließender Diskussion

Im Verlauf der 1980er Jahre entstanden vor allem in den ostdeutschen Städten vielfältige zivilgesellschaftliche und oppositionelle Gruppierungen, deren Wirken maßgeblich zum Sturz des SED-Regimes beitrug. Eine davon war die alternative Antifa-Bewegung, die sich zu einem eigenständigen Faktor innerhalb der DDR-Oppositionsbewegung entwickelte. Das Engagement der vorwiegend subkulturell geprägten Jugendlichen und jungen Erwachsenen besaß dabei eine doppelte Zielrichtung: zum einen gegen den realsozialistischen Ordnungsstaat, zum anderen gegen die neonazistische Ideologie und Gewalt der extremen Rechten. Nach 1989 veränderten sich vor dem Hintergrund der Transformation und der spezifisch ostdeutschen Politik die Themen, Strukturen und Rahmenbedingungen der Zivilgesellschaft. In diesem Zusammenhang bildeten auch die Antifa-Gruppen im Osten der Republik ein eigenes Profil heraus, das sie bis heute von ihren Pendants in den alten Bundesländern unterscheidet.

Die AutorInnen und HerausgeberInnen zeichnen die Entwicklung der Demokratie- und Antifa-Bewegung am Beispiel Brandenburgs und Potsdams nach und diskutieren Besonderheiten dieser politischen Bewegungen.

AutorInnen und HerausgeberInnen:
Jutta Braun (Historikerin, ZZF Potsdam), Christin Jänicke (Erziehungs- und Sozial-wissenschaftlerin, Universität Potsdam), Benjamin Paul-Siewert (Soziologe und Erziehungs-wissenschaftler) und Peter Ulrich Weiß (Historiker, ZZF Potsdam)

Veranstalterin und Moderatorin:
Isabelle Vandré (MdL Fraktion DIE LINKE Brandenburg)

Peter Ulrich Weiß/Jutta Braun: Im Riss zweier Epochen. Potsdam in den 1980er und frühen 1990er Jahren, ca. 540 Seiten, be.bra Wissenschaft Verlag Berlin, ISBN: 978-3-95410-080-4.

Christin Jänicke/Benjamin Paul-Siewert (Hrsg.): 30 Jahre Antifa in Ostdeutschland. Perspektiven auf eine eigenständige Bewegung, ca. 200 Seiten, Westfälisches Dampfboot Münster, ISBN: 978-3-89691-102-5.

Beginn: 19.00 Uhr

12.5.2017 Café hausZwei freiLand/Potsdam: Schwule Fotzen!?

Sexismus, Homophobie und Selbstermächtigung im Fußball.

Organisiert von der ultrash Crew

Obwohl Gleichberechtigung heute kein Fremdwort mehr ist, viele Frauen und Queers ihren Platz im Stadion scheinbar gefunden haben, zeigt sich oft genug ein anderes Bild: Der Vortrag wird sich anhand verschiedener Beispiele mit der Problematik von Sexismus und Homophobie im Fußball- und Stadionkontext beschäftigen. Es wird den Fragen nachgegangen, in welcher Form Frauen an unterschiedlichsten Standpunkten mit Vorurteilen und Abwertungen begegnet wird, wie und warum aber auch gegnerischen Fans, Teams oder Schiris gerne sexistische und homophobe Sprüche an den Kopf geknallt werden. Was das alles mit gesellschaftlichen Bildern von Geschlecht zu tun hat und welche Möglichkeiten Fans bereits gefunden haben, um Beleidigungen, Abwertungen und einem unangenehmen Klima entgegenzuwirken, wird an diesem Abend herausgearbeitet.

Vortrag und Diskussion mit einer Vertreterin vom F_in Netzwerk

Beginn: 19.00 Uhr

Podiumsdiskussion: Prozesse der Aufarbeitung – ein erstes Fazit zum Ende des NSU-Verfahrens

Podiumsdiskussion und Broschüren-Release
PROZESSE DER AUFARBEITUNG – EIN ERSTES FAZIT ZUM ENDE DES NSU-VERFAHRENS

Auf dem Podium: Charlie Kaufhold, Juliane Lang, Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş, Forschungsgruppe RechtRaumNSU, Massimo Perinelli (Tribunal ‚NSU-Komplex auflösen‘)
Wann: 10.05.2017 (Mittwoch), 19 Uhr
Wo: aquarium (Skalitzer Str. 6, neben Südblock) U-Kottbusser Tor
Die Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt. Das aquarium ist rollstuhlgerecht.

Demnächst endet der Prozess am Münchener Oberlandesgericht gegen Beate Zschäpe, das verbleibende Mitglied der Kerngruppe des NSU-Netzwerks und vier Unterstützer. Die versprochene lückenlose Aufklärung der Morde des NSU sowie die Untersuchung der Verstrickungen der Behörden in diese rassistische Verbrechensserie sind ausgeblieben. Um ein erstes Fazit zum baldigen Ende des Verfahrens zu versuchen, haben wir in unserer Broschüre „Prozesse der Aufarbeitung – Ein erstes Fazit zum Ende des NSU-Verfahrens“ die Beiträge und Perspektiven unterschiedlicher Autor*innen versammelt.

Anlässlich der Veröffentlichung der Broschüre veranstalten wir eine Podiumsdiskussion mit einigen der Autor*innen. Zusammen wollen wir über den Stand der Auseinandersetzung mit dem NSU-Komplex und die Leerstellen darin diskutieren, sowie die notwendigen Konsequenzen benennen.

Auf dem Podium: Charlie Kaufhold, Juliane Lang, Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş, Forschungsgruppe RechtRaumNSU, Massimo Perinelli (Tribunal ‚NSU-Komplex auflösen‘)

Wann: 10.05.2017 (Mittwoch), 19 Uhr

Wo: aquarium (Skalitzer Str. 6, neben Südblock) U-Kottbusser Tor

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