Kategorie-Archiv: Infoveranstaltung

Ta­gung „30 Jahre An­tifa in Ost­deutsch­land“

Vor nun­mehr drei Jahr­zehn­ten grün­de­ten sich die ers­ten un­ab­hän­gi­gen An­tifa-Grup­pen in der DDR. Nach dem An­griff von Neo­na­zis auf ein Punk-Kon­zert in der Ber­li­ner Zi­ons­kir­che und an­ge­sichts ei­nes zu­neh­men­den Ras­sis­mus war ihr er­klär­tes Ziel, die Ge­sell­schaft wach­zu­rüt­teln und Selbst­ver­tei­di­gung zu or­ga­ni­sie­ren. So­mit ent­stand in der aus­ge­hen­den DDR eine ei­gen­stän­dige an­ti­fa­schis­ti­sche Be­we­gung, de­ren spe­zi­fi­sches Pro­fil al­ler­dings nach 1989/90 schritt­weise ver­blasste. Die per­sön­li­chen Er­fah­run­gen so­wie po­li­ti­schen Denk- und Hand­lungs­wei­sen der da­ma­li­gen Aktivist*innen ge­rie­ten an­ge­sichts von Ge­ne­ra­ti­ons­brü­chen und wech­seln­den Strö­mun­gen in­ner­halb der Be­we­gung in Ver­ges­sen­heit. Da­mit ver­bun­den war und ist ei­ner­seits eine ste­tige Ent­wick­lungs­schleife der Her­aus­bil­dung und Auf­lö­sung an­ti­fa­schis­ti­scher Zu­sam­men­hänge in Ost­deutsch­land.

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13./14.10. Zionskirche/Berlin: Remember 1987

Remember 1987

Eine Veranstaltung zur Erinnerung an den Neonaziüberfall auf das Punkkonzert in der Zionskirche vor 30 Jahren

Am 17. Oktober 1987 fand in der, damals weitgehend ungenutzten, Zionskirche ein Punkkonzert mit der Ostberliner Band „Die Firma“ und der Westberliner Band „Element of Crime“ statt.Organisiert wurde es von einigen Leuten aus dem Kreis der Umweltbibliothek (ansässig im alten Gemeindehaus der Zionskirche) und der KvU (Kirche von Unten – damals noch obdachlos, später Villa Elisabeth).
Überregionale Bekanntheit erlangte es allerdings durch einen Überfall von Neonazis auf die Besucher gegen Ende des Konzertes. Da es damals schon gute Kontakte nach Westberlin gab, wurde in den dortigen Medien darüber berichtet und die DDR konnte das Ereignis nicht mehr stillschweigend übergehen. Zum ersten Mal musste die DDR zugeben eine neonazistische Subkultur zu haben.

Zur Erinnerung an dieses Ereignis und zur Bewusstmachung, dass das Problem Neonazis (wieder) sehr aktuell ist, haben sich die KvU und der Schokoladen Mitte in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Zionskirche entschlossen, diese Veranstaltung zu organisieren. An 2 Tagen (13./14.10.) werden Dokumentationen, Diskussionen und musikalische Beiträge das Thema aufgreifen.

Am Freitag,13.10., öffnet die Zionskirche ihre Türen um 18 Uhr. Ab 18.30 Uhr die Dokumentation „Nazis in der DDR: Der Fall Zionskirche“ gezeigt. Um 20 Uhr beginnt dann eine Gesprächsrunde mit den damaligen Organisatoren des Konzertes und Vertretern der Zionskirchgemeinde. Zum Abschluss des Abends wird „Geigerzähler“ ein unplugged Konzert geben. Der Eintritt ist frei, um eine Kollekte wird gebeten.

Samstag:

PUNKKONZERT: THE MOVEMENT, HANS AM FELSEN, MAX.ANTIKRIST

Eine Veranstaltung zur Erinnerung an den Neonaziüberfall auf das Punkkonzert in der Zionskirche vor 30 Jahren

Punkkonzert mit den Bands „THE MOVEMENT“, „HANS AM FELSEN“ und „MAX.ANTIKRIST“

Einlass ist ab 18 Uhr | Beginn 19 Uhr.

Eintritt: 10 €. VVK

Tickets bei VOPO Rec., KoKa36, sowie in der KvU, dem Schokoladen Mitte, der BAIZ und im Gemeindebüro der Zionskirche

28.9.2017 RASH Zürich präsentieren: Action Sédition & Rektalrausch

Am 28. September spielen Action Sédition (AFA Oi!) aus Montreal in Zürich, als Vorband tretten Rektalrausch (Punkrock) auf.

Ausserdem wird es vor dem Konzert noch eine vegane VoKü und eine Diskussionsrunde mit Aktivistinnen von Montreal Sisterhood geben.

VoKü: 18.00

Diskussion über Sexismus in der linken Szene: 19.00

Konzertbeginn um 20.30

Eintritt: 5.- (gilt nur fürs Konzert!)

27.9.2017 Baiz/Berlin: They call it ‚Soccer‘ – Fußball und Fankultur in den USA.

Wer an die beim Publikum favorisierten Sportarten in den USA denkt, wird für gewöhnlich bei American Football, Baseball, Basketball und Eishockey landen. Erst im letzten Jahrzehnt hat der Fußballsport einen deutlichen Popularitätsschub nach vorn gemacht. Wir möchten wissen, wo sich der „Soccer“ heute in diesem Konkurrenzkampf befindet. Und handelt es sich überhaupt um Konkurrenzkampf, d. h. verdrängt der Fußball und seine Fans, andere Sportarten von ihren Plätzen? Wie sieht die amerikanische Ausprägung von Fußballfankultur konkret aus? Gibt es organisierte Unterstützung, werden Auswärtsfahrten geplant, sind subkulturelle Einflüsse erkennbar? Für uns aber auch von Interesse, ob bzw. wie gesellschaftspolitische Beurteilungen aus den Fankurven heraus, artikuliert werden. Wie wird sich zu Eventisierung/Kommerzialisierung positioniert, welche Selbstorganisierungsgrade gibt es? Wie sehen die südamerikanischen und europäischen Einflüsse auf die Fankultur aus? Welche Rolle spielt möglicherweise Gewalt?
Diese und noch viele weitere Fragen wollen wir mit unseren beiden Experten besprechen.

Markus Gerke: Markus Sportsoziologe an der Universität Gießen und Doktorand an der State University of New York in Stony Brook. Dort schreibt er an einer Doktorarbeit über (Fan-)Politiken in organisierten Fußball-Fanszenen in New York, für die er mehrere Fangruppen über zwei Jahre in der Kurve, auf Auswärtsfahrten und zu Gruppentreffen begleitet hat.

Dave Braneck: Kommt aus New Jersey, und ist seit 2006 Mitglied der ‚Empire Supporters Club‘, einer Fan-Gruppe eines ,Major League Soccer‘-Fußball-Klubs in New York. Vor drei Jahren ist er nach Berlin gekommen, um mehr Fußball zu schauen (und weiterzustudieren). Er schreibt zu Fußball (auf Englisch) und nennt es ,soccer‘.

Moderiert wird die multimediale Veranstaltung von Rico Noack (Gesellschaftsspiele).

An diesem Abend werden Spenden für das Flutlichtfestival in Jena gesammelt. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist wie immer frei, freiwillige Spenden werden nicht abgelehnt.

21.9.2017 Bandito Rosso/Berlin: Linkes Kneipen-Quiz: Nazis, Wahlen und anderer Blödsinn

Do, 21.09. 2017 | 20.00 Uhr | Bandito Rosso | Lottumstraße 10A (P-Berg)
In welcher Straße hielten Berliner Nazis ein Haus besetzt? Für welche Modefirma wirbt Christian Lindner? Wie heißt die Katze der Simpsons? Testet euer Wissen rund um die Berliner Naziszene, die Wahlen, sowie euer Allgemeinwissen. Kommt vorbei und bildet Teams.

14.9.2017 Schreina47/Berlin: BrandenburgAbend mit InfoVA zur IB in Berlin/Brandenburg

Der allseits beliebte BrandenburgAbend meldet sich aus der Sommerpause. Weiter geht es mit einer Info-Veranstaltung und Diskussion zur „Identitären Bewegung“ in Berlin/Brandenburg.

Identitäre Landeier.

Thesen zur Identitären Bewegung (IB) im Land Brandenburg. Dank politischer Werbekniffe hat es die IB in die Schlagzeilen und
Feuilletons geschafft. Frisch, frech, pfiffig – so verkündet es die IB
selbst. So ist es aber auch in den Zeitungen zu lesen, manchmal mit dem warnenden Zusatz, dass die IB auch „radikal“ oder „gefährlich“ sein könnte. Was ist von der IB zu erwarten? Was treibt die Gruppe in Brandenburg? Wie ist sie einzuordnen, worauf müssen wir uns als antifaschistisch Engagierte einstellen, womit auseinandersetzen?

FB-Event

3.9.2017 Berlin: Tour: Prekäres Berlin. Zur Geschichte von Armut und Solidarität

Prekäres Berlin: Zur Geschichte von Armut und Solidarität

Wie funktionierte ein Mieterstreik? Wo lag die Schrippenkirche? Und was ist ein Lausoleum? Auf dem Stadtspaziergang erkunden wir die Geschichte der Armut im Wedding, erforschen die stetig wiederkehrende Wohnungsfrage und besuchen ein ehemaliges Obdachlosenasyl. Formen des Protestes und Eigeninitiativen stehen im Mittelpunkt der Tour.

Die Stadtwanderungen „Uns gehört die Stadt!“:
In diesem Jahr veranstalten wir eine Reihe „kritischer Stadtspaziergänge“ – immer Sonntag nachmittags – im Rahmen derer wir uns mit Berliner Alltagswelten und -kämpfen beschäftigen wollen.

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Kritische Stadtwanderungen

werden von sachkundigen Interpret*innen der Stadt organisiert. Die Teilnahme ist für Mitglieder der NATURFREUNDE kostenlos. Bei allen übrigen Teilnehmer*innen wird ein Beitrag in Höhe von 3 Euro erhoben. Die ca. 2-stündigen Touren beenden wir mit einem gemeinsamen Cafébesuch, der die Möglichkeit zu weiteren Diskussionen bietet.

Da leider in der Stadt nicht alle Wege barrierefrei sind, sagt doch bitte vorher Bescheid, wenn Ihr bestimmte Anforderungen an Barrierefreiheit habt, im Rolli oder mit einem Kinderwagen kommt, damit wir Euch unterstützen können. Kinder sind herzlich willkommen. Wir unterstützen bei der Betreuung. Schreibt uns vorher eine Mail.

FB-Event

1.9.2017 La Casa/Hellersdorf: Lesung „Die AfD und die soziale Frage“ mit Stefan Dietl

Der Autor Stefan Dietl liest aus seinem neu erschienenen Buch „Die AfD und die soziale Frage – Zwischen Marktradikalismus und ›völkischem Antikapitalismus‹“.

Anhand des im Mai 2016 verabschiedeten Grundsatzprogramms der AfD untersucht Dietl Zusammenhang und Widerspruch zwischen neoliberalen Vorstellungen und antikapitalistischer Rhetorik. Dem Autor gelingt hier eine anschauliche Darstellung der aktuellen sozial- und wirtschaftspolitischen Programmatik der AfD vor dem Hintergrund des Kräftezerrens zwischen Marktradikalen und völkischen Nationalisten.

Stefan Dietl analysiert die Entstehungsgeschichte der Alternative für Deutschland, wirft einen genaueren Blick darauf, welche Forderungen die AfD in der Wirtschafts- und Sozialpolitik eigentlich vertritt.

Nach der Lesung gibt es selbstverständlich Raum für Nachfragen, Kritik und Diskussionen.

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23.8.2017 About Blank/Berlin: Zum 90. Todestag von Sacco und Vanzetti

Ein Abend über Anarchismus, die Anfänge der amerikanischen Arbeiterbewegung und Rassismus in den USA

Am 23. August 1927 wurden die beiden italienischen Anarchisten Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti im US-Gefängnis Charlestown im Bundesstaat Massachusetts auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet. Sie waren in einem Prozess für zwei bewaffnete Raubüberfälle zum Tode verurteilt worden. Der Prozess war geprägt durch die „Red Scare“ (die Angst vor dem „Bolschewismus“) sowie den Rassismus, der Italiener im Einwanderungsland USA entgegen schlug. Sie hatten keine Chance auf ein vorurteilsloses Gerichtsverfahren, da sie Italiener und Anarchisten zugleich waren. Begleitet wurden die verschiedenen Gerichtsverfahren von einer internationalen Solidaritätsbewegung. Im Jahr 1977 wurden beide postum durch den Gouverneur von Massachusetts rehabilitiert.

Wir wollen an diesem Freiluft-Junge-Panke-Abend nicht nur die Geschichte des Justizmords an Sacco & Vanzetti rekapitulieren, sondern uns auch die Geschichte der radikalen Arbeiterbewegung und des Anarchismus in den USA anschauen.

Für diese Bildungsveranstaltung im Garten des //:about blank haben wir als Referenten Gerhard Hanloser gewinnen können. Er vertreibt sich seit Jahren die Zeit im Privatstudium mit dissidenten Strömungen der Arbeiterbewegung. Den Abend wird Dr. Sina Arnold moderieren. Sie ist Kennerin der Geschichte der US-Linken.

Im Anschluss an das Gespräch zeigen wir einen Filmklassiker über Sacco und Vanzetti.

Kosten: 2,00 Euro / ermäßigt 1,00 Euro

Einlass in den Garten des About Blank ist ab 19:30