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[B] Homo-/transphober Übergriff in Neukölln

Am 5. Mai 2012 versuchte eine männlich* sozialisierte Person ihre Vorstellungen von Geschlechternormen mit Gewalt durchzusetzen. Betroffen von diesem homo-, bzw. transphoben Übergriff war eine männlich* sozialisierte Person, die an diesem Tag eine Strumpfhose und einen kurzen Rock trug.

 Gegen 14:30 Uhr fuhr der Betroffene mit dem Fahrrad auf dem Kottbusser Damm in Richtung Kreuzberg. Die übergriffige Person – im folgenden auch ›Täter‹ genannt – trug ein langes weißes Gewand, war ca. 1,80 m groß_klein und hatte einen rothaarigen Vollbart. Der Täter fuhr mit einem metallic-roten VW Golf mit Berliner Kennzeichen hinter dem Betroffenen. Nachdem er kurz hupte, fuhr er neben dem Betroffenen und sagte durch das offene Fenster: »Du siehst aus wie ein Püppchen«, worauf der Betroffene erwiderte, er solle den Mund halten. Das wiederum beantwortete der Täter mit den Worten »Ich steig‘ gleich aus.« Diese Drohung machte er kurz darauf wahr, hielt auf der rechten Spur an, stieg aus – wobei er ein Kind auf der Rückbank alleine im Auto ließ – und ging auf den Betroffenen zu, in der Absicht, ihn körperlich anzugreifen. Der Betroffene fuhr aber mit dem Fahrrad in eine Seitenstraße, um einer Eskalation der Situation aus dem Weg zu gehen.

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Doitsche Männer: Vier gegen Einen

Schwedt – Die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) hat bestätigt, dass es ein Ermittlungsverfahren gegen vier rechtsgerichtete Männer gibt, die am 28. Oktober 2011 in Schwedt über einen Punk hergefallen sein sollen. Die Männer sollen zur Schwedter Nazigruppe „Oderfront“ gehören.

Das Landeskriminalamt hatte Ende vergangenen Jahres noch von fünf Tatverdächtigen gespochen. In einer Meldung hieß es: „Ein Deutscher wurde aufgrund seines gesellschaftlichen Status Opfer einer gefährlichen Körperverletzung. Es konnten fünf Tatverdächtige ermittelt werden.“

Der Vorfall soll sich in der Nacht zum 29.10 vor dem Irisch Pub in der Handelsstraße in Schwedt ereignet haben. Zuvor soll der Punk im Pub beim Billardspielen von einem der Rechten, der ein Oderfront T-Shirt trug, mit Worten wie „Du bist dreckig“, „Du Stück Scheiße“, „Du Scheiß-Punk“ angepöbelt worden sein.

Vor dem Lokal sollen dann die Oderfrontler zu viert auf den Punk eingeschlagen haben. Ermittelt wird wegen gefährlicher Körperverletzung. Über die Verletzungen des Punks wurde nichts bekannt.

Quelle

Hoyerswerda: Angriff gegen Betroffene von ’91

Am gestrigen Samstag, den 10. September, waren drei Betroffene des rassistischen Pogroms von 1991 als Besucher erneut in Hoyerswerda – und wurden vor dem ehemaligen VertragsarbeiterInnenheim in der Schweitzer-Straße, einem der Schauplätze des Pogroms, erneut von RassistInnen beleidigt und bedroht.

Die Drei wollten mit einem Kamerateam das Haus in der Schweitzer Straße besuchen, in dem einer von ihnen 1991 wohnte. Vor dem Gebäude angekommen, wurde sie von einer Gruppe von Nazis bepöbelt, die Männer und Frauen standen mit ihren Kindern vor dem Wohnblock. Über mehr als 20 Minuten imitierten die Nazis Affenlaute und beschimpften die Männer aus Mosambik und Ghana mit Worten wie „Bimbo“ und „Neger“. Auch einige Senioren schlossen sich der Hetze an, andere BewohnerInnen des Hauses beobachteten die Szene untätig

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