Schlagwort-Archiv: versammelten

Nazidemo in Potsdam wurde verhindert

Potsdam – NPD-Aufmarsch scheitert kläglich an Blockaden von mehreren tausend Menschen

INFORIOT Am Samstag (15. September) wollte die NPD in Potsdam aufmarschieren. Mobilisiert hatte der Kreisverband Havel-Nuthe. Die Demonstration unter dem Motto „Wir arbeiten – Brüssel kassiert. Raus aus dem Euro“ sollte den Höhepunkt der „Aktion Kleeblatt“, einem bisher mit mäßigem Erfolg verlaufenden Demonstrationsmarathons der märkischen Neonazipartei, bilden. Nur rund 80 NPD-Anhänger, davon etwa die Hälfte aus Berlin, versammelten sich am Potsdamer Hauptbahnhof. Damit blieb die Partei weit hinter den eigenen Ankündigungen zurück. 200 Teilnehmer waren bei der Versammlungsbehörde angemeldet gewesen.

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Tausende Menschen bei Schweigemarsch in Paris

Frankreichs Präsident Sarkozy und andere Politiker sprechen mittlerweile offen von einem antisemitischen Anschlag auf eine jüdische Schule in Toulouse. Dort hatte ein unbekannter Attentäter am Montagmorgen vier Menschen erschossen, darunter drei Kinder. In Paris versammelten sich Tausende Menschen und zogen durch die Hauptstadt, um der Toten zu gedenken – und um gegen den Anschlag zu demonstrieren. Ein beeindruckendes Zeichen, welches es in Deutschland nach dem Bekannt werden des NSU-Terrors so leider nicht gegeben hatte.

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Mehr zu dem Anschlag: Kein Po und Busen, dafür tote Juden

Rostock: 120 auf Gedenkkundgebung für NSU-Opfer

Abseits von den offiziellen Trauerbekundungen, die am Donnerstag deutschlandweit stattfanden, versammelten sich heute über 120 Antifaschistinnen und Antifaschisten in Rostock-Toitenwinkel. Dort gedachten sie Mehmet Turgut, der am 25. Februar 2004 hier von den Neonazis des NSU ermordet wurde. Auf der Gedenkkundgebung wurden verschiedene Redebeiträge verlesen. Während einer Schweigeminute wurden an einer provisorischen Gedenktafel Blumen und Kerzen abgelegt. Kurz nachdem die letzten Klänge der Trompete verstummt waren und die Veranstaltung für beendet erklärt wurde, machte sich für kurze Zeit Unruhe breit. In mehreren hundert Metern Entfernung hatte sich etwas mehr als ein Dutzend Neonazis formiert. Straßenumbenennung gefordert

Gegen 12 Uhr hatten sich etwas mehr als 120 Antifaschist_innen, Bürger_innen und einige Lokalpolitiker im Neudierkower Weg eingefunden. Vor acht Jahren ist an diesem Ort Mehmet Turgut von den Neonazis des Nationalsozialistischen Untergrunds ermordet worden. Heute erinnert hier nichts mehr an die Tat. Der Weg endet in einer Sackgasse, rings um den tristen Platz befinden sich Plattenbauten. So leer dieser Ort ist, so wenig präsent ist die Erinnerung an den Ermordeten in der Rostocker Bevölkerung. Das Schweigen und Vergessen zu durchbrechen – das war das Ziel der heute Versammelten.

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Dresden: Siamo tutti antifascisti!

Ein großer Tag für den in Sachsen so ungern gesehenen Antifaschismus. Mehrere tausend Menschen zogen heute vom Hauptbahnhof durch die gesamte Dresdner Innenstadt bis hin zum „Haus der Begegnung“ im Stadtteil Pieschen. Anlass für die Demonstration war ein geplanter Aufmarsch von mehreren tausend Nazis, die erst im vergangenen Jahr am Widerstand von mehr als 20.000 Menschen im Süden der Stadt gescheitert waren. Daraufhin hatten sächsische Ermittler damit begonnen, mehr als eine Million Handydaten auszuwerten und die Praxis der Blockaden zu kriminalisieren. Zu einer der größten Antifademonstrationen in der deutschen Nachkriegsgeschichte versammelten sich heute in Dresden mehr als 10.000 Menschen, die Polizei sprach von etwa 6.500 Menschen (Fotos 1 | 2 | 3). Die Demonstration war nötig geworden, nachdem in Sachsen die Ermittlungsbehörden schon seit Monaten die Jagd auf mutmaßliche Antifaschistinnen und Antifaschisten eröffnet hatten. Am Block der „antisächsischen Extrem_ist_innen“ beteiligten sich fast 3.000 Menschen, um damit ihren Unmut „Gegen das sächsische Demokratieverständnis und die Kriminalisierung von Antifaschismus“ auf die Straße zu tragen. Auch das Aktionsbündnis „Dresden Nazifrei“ und mehrere Antifagruppen hatten sich einem gemeinsamen Aufruf „…für einen antifaschistischen Konsens!“ eingesetzt und zur Großdemonstration mobilisiert.

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[S] Silvesterdemo und Knastspaziergang

Am Silvesterabend versammelten sich um 17 Uhr etwa 350 Personen aus verschiedenen linken Spektren auf dem Marienplatz in Stuttgart-Heslach. Von dort aus zog die Demonstration unter dem Motto „No Justice – No Peace! Kampf der Klassenjustiz!  Für ein revolutionäres 2012!“ Richtung Stuttgarter Innenstadt. Zu der Demonstration hatten mehrere revolutionäre und antifaschistische Gruppen aufgerufen. Am späten Abend ging es mit dem traditionellen Spaziergang direkt am Stammheimer Knast weiter.

Am Silvesterabend versammelten sich um 17 Uhr etwa 350 Personen aus verschiedenen linken Spektren auf dem Marienplatz in Stuttgart-Heslach. Von dort aus zog die Demonstration unter dem Motto „No Justice – No Peace! Kampf der Klassenjustiz!  Für ein revolutionäres 2012!“ Richtung Stuttgarter Innenstadt. Zu der Demonstration hatten mehrere revolutionäre und antifaschistische Gruppen aufgerufen.

Im Aufruf wurde auf die Repression gegen Linke, AntifaschistInnen und Revolutionäre in den vergangenen Monaten eingegangen. Diese Repression zeigt sich in vielen Facetten: durch direkte Polizeigewalt, Festnahmen und Anzeigen, Telefon-und Videoüberwachung, Schikanen und Einschüchterungsversuche durch Staatsschutzbesuche, den Einsatz von Zivibullen und Spitzeln, all dies begleitet durch Lügen in der Presse und die bürgerliche Hetze mittels der Gleichsetzung von „linkem und rechtem Extremismus“. Als Antwort wurde die Solidarität mit den Opfern staatlicher und faschistischer Angriffe, sowie eine konsequente und kontinuierliche Praxis und Organisierung zur Überwindung der bestehenden Verhältnisse thematisiert.

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