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4.12.2014 Black Fleck/Potsdam: Punkrocklesung mit Jan Off und Anne Hahn

RASH Berlin-Brandenburg präsentieren:

JAN OFF
distanzlos und so von oben herab und wie laut der immer redet…

ANNE HAHN
autorin des pflichtbuchs für alle schleimkeim-follower

Zu den Autor*innen:

Anne Hahn, geboren 1966 in Magdeburg, studierte Kunstgeschichte und Germanistik an der Humboldt-Universität Berlin. 1989 wurde sie bei einem Fluchtversuch an der aserbaidschanisch/ iranischen Grenze verhaftet und war sechs Monate politische Gefangene in der DDR.

Sir Jan Off, geboren im Jahr des HERRN 1967 in Craiova, Bulgarien; Studium der Mikrochirurgie und der Strahlenphysik; danach Holzfällerlehre und dreijähriger Aufenthalt in einem Lungensanatorium an der Schwarzmeerküste. 1991 Umzug nach Deutschland. 1994 als “Volksschädling” zu drei Jahren verschärfter Zwangsarbeit in den Kaliminen Südostniedersachsens verurteilt. 1996 vorzeitige Entlassung. Zur zeit Importeur abgehalfterter amerikanischer Semiprominenter; nebenbei als Leprakranker bei Hochzeiten und Familienfeiern tätig. Mitglied der kulturbolschewistischen Internationale. Mitglied des Vereinsvorstandes von TRAKTOR TSCHELJABINSK.

Zum Inhalt:
Beide Autor*innen verbindet die Erfahrung mit Punk in den 80er Jahren an den Enden der Magdeburger Börde: Anne im Osten (Magdeburg) und Jan im Westen (Braunschweig).
Anne Hahn schildert in “Gegenüber von China” nicht nur ihre missglückte Flucht über die UDSSR in den Westen, sondern eben auch ihr Herkommen aus der Magdeburger Punkszene, die ein Teil der Widerstandskultur gegen den DDR-Staat war.
Jan Off hingegen schildert in der nun wirklich allerletzten Neuauflage von „Vorkriegsjugend“ (Ventil-Verlag) und in neueren, noch nicht offiziell erschienenen Texten, das Rebellische der westdeutschen Punkbewegung, die, im Gegensatz zum DDR-Punk, keinerlei Koalitionen mit Christen und Hippies eingegangen ist.

Der vielstimmige Charakter der Werkshow beider findet sich zum einen im gemeinsam Sinnstiftenden von Musik und der Haltung der Punk-Bewegung zu politischen und sozialen Bewegungen, aber eben auch im Trennenden, der dazu Hüben wie Drüben einen unterschiedlich hohen Einsatz an Leib und Leben erforderte.
Überraschen werden uns beide mit Texten zu aktuell brisanten weltpolitischen Themen.

Black Fleck – Potsdam

www.blackfleck.de/

Beginn: 20.00 Uhr

17.10.2014 Sputnik/Potsdam: E. Mühsam: Das seid ihr Hunde wert! Lesung/Konzert

14-10-17 MühsamErich Mühsam: Das seid ihr Hunde wert!

Es ist nicht möglich, Leben und Werk Erich Mühsams zu trennen. Er war Bohemien, Dichter, Anarchist, Humorist, politischer Publizist, Dramatiker, bisexueller Erotomane, Revolutionär, selbst in größter Not unbeirrbarer Menschenfreund und schließlich eines der ersten prominenten Opfer der Nazis. 1933 wurde er noch in der Nacht des Reichstagsbrandes verhaftet und nach monatelanger Folter 1934 im KZ Oranienburg ermordet.

Aufgabe dieses Lesebuchs soll es sein, Mühsams lebenslangen Kampf »für Gerechtigkeit und Kultur« mit Texten aus seinem reichhaltigen Werk nachzuerzählen, die bis heute nichts an ihrer politischen Aktualität verloren haben. Neben einigen Mühsam-Klassikern enthält diese Sammlung auch bislang unveröffentlichte Gedichte, Auszüge aus längeren Werken, ausgewählte Briefe und die Beschreibung seiner letzten Tage aus der Feder seiner Frau Zenzl.
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Markus Liske und Manja Präkels leben als freischaffende AutorInnen in Berlin. Bereits 2001 riefen sie das Berliner Erich Mühsam Fest als Forum für emanzipatorische Kunst und Politik ins Leben und gründeten 2009 die Gedankenmanufaktur WORT & TON. 2011 erschien, unter Mitwirkung von Karsten Krampitz, die literarische Anthologie »Kaltland – Eine Sammlung« zu den Pogromen und Menschenjagden der Nachwendezeit.
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Die Berliner Band Der singende Tresen widmet Erich Mühsam ein neues Album: Ein Dutzend Neuvertonungen von Mühsam-Texten. Die CD »Mühsam Blues« erscheint im Juli 2014.
Weitere Infos unter: http://www.dersingendetresen.de und http://www.startnext.de/muehsamblues

Dokument A Berliner anarchistisches Jahrbuch 2011

Das Heft „Dokument A – Berliner anarchistisches Jahrbuch 2011“, welches einen libertären Rückblick auf das Jahr 2011 in Berlin bietet, ist erschienen. Auch die North-East Antifascists [NEA] ist mit 2 1/2 Texten vertreten, welche ihr hier nachlesen könnt:

Texte:
 – Not Welcome! Den Papstbesuch in Berlin zum Desaster machen
 – „Quo vadis, Benedikt? Abfahrt nach Rechts!“
 – Gruppenporträt: North East Antifascists

Download (PDF | 4,59 MB)

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Razzia in Berlin und Velten

Der Polizei ist am Mittwoch ein Schlag gegen die rechtsextreme Musikszene in Berlin und Brandenburg gelungen. Bei einer Razzia wurden die Wohnung des rechtsextremen Musikers Peter B. (43) und seiner Lebensgefährtin Daniela M. (38) in Berlin-Kreuzberg und zwei weitere Wohnungen, Keller- und Gewerberäume sowie ein CD-Depot in einer Garage im brandenburgischen Velten durchsucht. Das Paar und der 23-jährige Robert W. werden beschuldigt, strafrechtlich relevante Tonträger mit volksverhetzenden Texten produziert und kommerziell verbreitet zu haben. Rund 120 Beamte waren an der Durchsuchung beteiligt. Es wurden mehrere Tausend versandfertige CDs der Band „Deutsch Stolz Treue“, die sich in „XXX“ umbenannt hat, sichergestellt, ein Luftdruckgewehr ohne Zulassungszeichen, Computer und Datenträger.

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