Schlagwort-Archiv: teilnehmer_innen

Blockiert in Rudow, Gewaltphantasien in Lichtenberg

Berliner Neonaziszene versuchte erfolglos, das antifaschistische Gedenken an Silvio Meier zu erschweren / Berliner Polizei duldete ihre Gewaltparolen.

Bei einer Kundgebung Berliner Neonazis im Lichtenberger Weitlingkiez hatten die Behörden es offensichtlich versäumt, Auflagen zu erteilen. So hatten die Nazis bei ihren Parolen freie Hand und konnten all das skandieren, was ihnen bei anderen Veranstaltungen verwehrt ist. Anmelder gab die Richtung vor: „Linkes Gezeter – neun Millimeter“, „Wir kriegen Euch alle“ wurde gerufen und der1992 von Rechten ermordete Hausbesetzer Silvio Meier verunglimpft: „Einer muss der erste sein – fuck Silvio Meier“.

Aufmarsch floppt in Rudow

Die jährlich stattfindende antifaschistische Silvio-Meier-Demonstration hatte die Berliner zum Anlass genommen, am 24. November zwei Versammlungen in der Stadt abzuhalten. Passend zu ihrer „Asylkampagne“ mobilisierte die Partei zunächst zu einer Demonstration in Berlin-Rudow, wo die Einrichtung eines Flüchtlingswohnheims geplant ist. Nur 70 Neonazis konnten die Veranstalter um den Berliner -Landeschef Sebastian Schmidtke auf die Straße bringen. Die Teilnehmer_innen kamen aus dem Berliner Kameradschaftsspektrum um den , auch aus Brandenburg waren einige Neonazis angereist.

In den Straßen rund um den Demoauftaktort an der Rudower Spinne hatten sich am frühen Nachmittag mehrere hundert Gegendemonstrant_innen versammelt. In einer Rede zum Beginn der Versammlung versuchte Maria Fank, Vorsitzende des Berliner „“ (RNF, NPD-Frauenorganisation) zu provozieren: „Silvio ist für euch nur ein Mittel zum Zweck, er wird von euch nur benutzt“.

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Naziaufmarsch in Koblenz am 18.08.2012

Naziaufmarsch in Koblenz am 18.08.2012. Nazis starten um 12.00 Uhr und wollen zum Landgericht. CSD Parade startet um 14.30 Uhr in der Stresemannstraße. Am Samstag den 18.8. wollen Neonazis in Koblenz aufmarschieren. Anlass für den Aufmarsch sind die beginnenden Prozesse gegen 26 Mitglieder und Unterstützer_innen des “AB-Mittelrhein” am 20.08.2012 vor dem Landgericht Koblenz.

Anmelder des Aufmarsches ist der bundesweit bekannte Neonazikader Christian Worch aus Mecklenburg-Vorpommern. Der Aufmarsch ist für 200-500 Teilnehmer_innen angemeldet und soll um 12.00 Uhr am Hauptbahnhof Koblenz beginnen. Ziel der Nazis ist das Landgericht. Voraussichtlich werden die Neonazis, ähnlich wie bei ihrem letzten Aufmarsch am 19.3.2011 vom Bahnhofsvorplatz über den Markenbildchenweg, die Mainzer Straße Richtung Neustadt entlang zum Landgericht in die Karmeliterstraße und zurück laufen.
 
same procedure as last year?

Damit würden die Neonazis wie bereits 2011 an historischen Orten und Stolpersteinen, die an die Deportation und Vernichtung von Menschen im Nationalsozialismus erinnern, vorbeiziehen. Besonders beschämend ist dabei das Verhalten des Ordnungsamts der Stadt Koblenz. Bereits 2011 wurden die Neonazis durch Koblenz hofiert und damals wie heute sieht die Stadt keinen Anlass für ein zumindest symbolisches Verbot des Aufmarschs. Stattdessen wurden zunächst die Veranstalter_innen des Christopher Street Days vom Ordnungsamt gedrängt, ihre Parade, die dieses Jahr zum ersten Mal in Koblenz und in unmittelbarer Nähe zur geplanten Neonaziroute stattfinden soll, zu verlegen oder um einen Tag zu verschieben. Was passiert, wenn militante Neonazis solche Rückendeckung der Stadt bekommen, wurde in den Wochen nach dem Aufmarsch im März 2011 deutlich. Am Hauptbahnhof versuchte eine Neonaziclique über Tage hinweg den öffentlichen Raum zu erkämpfen, machte Jagd auf Punks und alternative Menschen. Die Clique zog nachts von vermeinticher Stärke, berauscht mit einer Kiste Bier, vom Hauptbahnhof durch die Hohenzollernstraße, gröhlte NS-Parolen und warf in der Stegemannstraße ein Schaufenster von einem Geschäft mit “nicht-deutschem” Hintergrund ein. Weiterhin findet der Aufmarsch am 18.8. eine Woche vor der geplanten Gedenkdemonstration des Bündnisses “Kein Vergessen Koblenz” statt, welche an den Neonazimord am Zentralplatz vor 20 Jahren erinnert. Der Mord fand damals zeitgleich zu den Pogromen in Rostock-Lichtenhagen statt, wo ein Mob tagelang ein von Asylbewerber_innen und Vertragsarbeiter_innen bewohntes Haus unter Beifall der Bevölkerung angriff. Bei einer Kundgebung der Initiative “Kein Vergessen Koblenz” am Rathausplatz am 24.8.2011 provozierten Neonazis des “AB-Mittelrhein” die Teilnehmer_innen und filmten diese gezielt ab. Vor diesen Hintergründen kann der Aufmarsch am 18.8. nur als gezielte Provokation gelten!

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Über 300 bei Antifa-Demo in Schöneweide

+++ Mehr als 300 Menschen trotzten miesem Wetter und gingen gegen Nazitreffpunkte in Schöneweide auf die Straße +++ Neonazis filmen und fotografieren vermummt aus ihren Wohnungen +++ Polizei provoziert mit Festnahmen +++ Pfefferspray-Attacke durch NPD-Landeschef Sebastian Schmidtke im Nachgang

Prägendes Accessesoire am gestrigen Samstagnachmittag bei einer Antifa-Demo in Berlin waren Regenschirme und Kapuzen: Die mehr als 300 Teilnehmer_innen wollten trotz des starken Regenschauers ein Zeichen gegen rechte Treffpunkte in Schöneweide, wie die bekannten Kneipe „Zum Henker“ und den Waffenladen „Hexogen“, dessen einjähriges Bestehen auch der Anlass war, setzen.

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[Pdm] „Platzverweis aus der Innenstadt“ Pressemitteilung zur Demonstration am 28.12.2011 in Potsdam

Um gegen die Räumung des vor zwei Tagen besetzten Hauses in der Stiftstraße 5 und gegen die ausgrenzende Wohnungssituation in Potsdam zu protestieren, versammelten sich am Abend des 28.12.2011 ca. 120 Menschen auf dem Luisenplatz in Potsdam.

Mit Transparenten, mitgebrachten Kochutensilien, Flyern und lauten Parolen wurden die Menschen in Potsdam über Räumung und Wohnungsknappheit informiert.
Schon kurz nach Beginn der Demonstration, über die Brandenburger Straße setzte sich ein Polizeifahrzeug an die Spitze der Versammlung und begleitet diese. Kurz darauf wurden ohne Grund und Warnung die Demonstrationsteilnehmer_innen von der Polizei angegriffen. Dabei wurden mehrere Personen verletzt.

Die Demonstration, die von der Polizei NICHT aufgelöst wurde, ging danach weiter und wurde erneut angegriffen und schließlich ohne Angaben von Gründen in der Dortustraße gekesselt. Von vielen mutmaßlich Teilnehmer_innen des Protestzuges wurden die Personalien aufgenommen. Anschließend wurden sie mit einer Kamera abgefilmt. Ebenso wurden umstehende Personen gewaltsam in den Kessel geschoben.

Ein Einsatzleiter gab sich während des gesamten Zeitraumes den fragenden Gefangenen und Beobachter_innen nicht zu erkennen. Während der Personalienaufnahme wurden Menschen von der Polizei sexistisch beleidigt und bedrängt sowie begrabscht. Noch immer wurde den betroffenen Personen nicht mitgeteilt weswegen sie festgehalten wurden.

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Faszyzm nie przejdzie

Solidarität mit den inhaftierten Antifaschist_innen in Warschau!

Am gestrigen Nachmittag trafen sich rund 70 Antifaschist_innen in Berlin-Grunewald,
um gemeinsam zur polnischen Botschaft zu gehen. Hintergrund sind die massiven Menschenrechtsverletzungen in den polnischen Polizeistationen und Gefangensammelstellen gegenüber mehr als 100 festgenommen Antifaschist_innen, u.a. aus Polen und Deutschland am 11.11.2011. Mehr als 150 Antifaschist_innen hatten sich auf dem Weg gemacht, die Blockaden gegen Polen’s größtem Neonaziaufmarsch mit 8000-10.000 Teilnehmer_innen zu unterstützen.

Zwei Vertreter_innen der von Polizeigewalt und massiver Medienhetze in Polen betroffenen Antifaschist_innen, übergaben gestern einem Vertreter der polnischen Botschaft eine Petition, in der eine lückenlose und gründliche Aufklärung sowie Stellungnahme seitens der polnischen Behörden eingefordert wird. Diese Petition kann nachfolgend heruntergeladen werden- macht Aktionen vor den polnischen Botschaften, Konsulaten und anderen Vertretungen. Antifaschismus ist kein Verbrechen- für eine starke und solidarische Antifabewegung- über alle Grenzen hinweg!

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[B] 800 gegen „Thor Steinar“ in Weißensee

Bereits anlässlich der Eröffnung des Neonaziladens „Tønsberg“ in der Berliner Allee 11 “ am 28. Oktober versammelten sich etwa 100 Anwohner_innen, um den Neonazis einen gebührenden Empfang zu bereiten. Wie versprochen, kamen sie wieder. Mit etwa 500 Teilnehmer_innen startete heute Abend gegen 18.00Uhr die Demonstration unter dem Motto: „Kein Kiez für Nazis – Weg mit dem Neonaziladen ‚Tønsberg‘ in Weissensee“

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