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Razzien in drei Städten wegen „RAZ“

Am 22. Mai 2013 fanden in Magdeburg, Stuttgart und Berlin Razzien gegen radikale Linke statt. Wohnungen, ein Antiquariat in Berlin sowie ein Infoladen in Magdeburg wurden durchsucht. Betroffen ist auch eine Person, die bereits wegen Anschlägen der militanten gruppe verurteilt worden war. Festnahmen gab es nicht. Das Bundeskriminalamt führt Ermittlungen gegen die Gruppierung „Revolutionäre Aktionszellen“ (RAZ), die für mehrere Anschläge auf ein Gericht, ein Jobcenter und Wirtschaftsgebäude verantwortlich sein soll.
Infos: Erklärung der Betroffenen | Rote Hilfe Stuttgart | Interview | jW, taz | „militante gruppe“ auf antifa.de |

Solidaritäts-Demonstrationen am Freitag, 24. Mai 2013
Berlin: 20 Uhr | Kottbusser Tor (U-Bahnlinie 1/8) [Info]
Magdeburg: 18 Uhr | Soziales Zentrum, Alexander-Puschkin-Str. 20 [Info]
Berlin: Di. 28.5.: Knastkundgebung „Freiheit für Olli“: 19 Uhr | JVA Tegel

DD: Haft für Blockade-Aktivisten

Pünkt­lich einen Monat vor den an­ti­fa­schis­ti­schen Blo­cka­de-​Ak­tio­nen zum 13. Fe­bru­ar in Dres­den ver­sucht die säch­si­sche Jus­tiz Ak­ti­vis­t_in­nen ein­zu­schüch­tern und den Wi­der­stand gegen Na­zi­auf­mär­sche zu kri­mi­na­li­sie­ren. Rich­ter Hlav­ka ver­ur­teil­te den An­ti­fa­schis­ten Tim wegen ver­meint­li­cher „Rä­dels­füh­rer­schaft bei be­son­ders schwe­rem Land­frie­dens­bruch“ ohne kon­kre­te Be­wei­se zu 22 Mo­na­ten Haft- ohne Be­wäh­rung. In dem po­li­tisch mo­ti­vier­te Ur­teil wird dem Ak­ti­vis­ten le­dig­lich vor­ge­wor­fen Me­ga­fon­durch­sa­gen ge­macht zu haben.
In den Jahren 2010 (AIB-Artikel, 2010) und 2011 verhinderten in Dresden zehntausende Antifaschisten durch Massenblockaden und zivilen Ungehorsam Neonaziaufmärsche.

Presse: jW | taz | ND | Publikative | SPON | fr
Erklärungen: VVN-BdA | IL | DIE LINKE. | Dresden Nazifrei

Solidarität ist unsere Waffe! Nazis am 13.2.2013 in Dresden blockieren!

Am 13.2.2013 mit dem Bus von Berlin nach Dresden: Tickets (10 Euro) bei Red Stuff (Waldemarstr. 101, Kreuzberg), Infos: www.dresden-nazifrei.com

Infos: ALB zur Repression (2011) | Dresden Nazifrei auf antifa.de

Berlin: Schokoladen Räumungsbedroht

Räumung für den 22.2. in Berlin angesetzt: Seit 2005 versucht Markus Friedrich, “Eigentümer” der Ackerstraße 169/170, die Nutzer_innen und Bewohner_innen des Hauses vor die Tür zu setzen – bisher allerdings vergebens. Jedoch scheiterten die letzten Berufungsverfahren gegen Friedrichs Räumungsklagen im Dezember und Januar. Nun will es Friedrich wissen und kündigt für Mittwoch, den 22. Februar die Räumung an. Akut betroffen sind der Schokoladen und weitere Kultur-Projekte im Erdgeschoss. Der Schokoladen bietet seit 22 Jahren kostengünstige Kultur- und Konzertangebote, Raum für Soli-Partys und die Möglichkeit vom grauen Alltag abzuschalten. Die Räumung würde das Ende eines der ältesten alternativen Kultur-Projekte in Berlin-Mitte bedeuten. Kulturschaffende, so wie Freiraum-Aktive und Antifas aus Mitte/P-Berg und dem Nordosten Berlins rufen jetzt zu einer Aktionswoche vom 18. bis 25. Februar auf.

Kommende Aktionen:
18.02. : Demo zum Haus des Schokoladen-„Besitzers“ | 21.02.: Vorabend-Demo | 22.02. Räumung verhindern |

Aktiv werden: Protest-Mails schreiben | Flyer für Aktionswoche verbreiten |

Hintergrundinfos: Aufruf zur Aktionswoche (Projekte in P-Berg/Mitte, Schokoladen-Situation) | Adressen des Familienunternehmens Friedrich |

Soli-Aktionen: Babelsberg | Liegenschaftsfonds | Berlinale: Trauerveranstaltung für Schokoladen

Interviews: 06.02.2012 | 12.02.2012 |

Videos: 28.01.: RBB | 09.02. TV.B |

Fotos: 14.02. Protestaktion auf der Berlinale |

Presse: 28.01.: TAZ, | 09.02.: TAZ, BZ, Mopo | 10.02.: ND, Tagesspiegel, Tagesspiegel 2 | 14.02.: PM von Stadt Neudenken, Morgenpost

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Die ewige Partymusik

Dass Ska sich mit Punk verträgt, ist nicht neu. Aber Ska und russische Folklore, Comedy-Ska, christlicher Ska? Die Szene ist lebendig wie selten. VON THOMAS WINKLER

Niemand weiß, wers als Erster getan hat. Auf ewig ungeklärt wird auch bleiben, ob eine musikalische Eingebung verantwortlich ist, ein einfacher Missgriff oder die Folge ausgiebigen Drogenkonsums. Sicher immerhin ist: In den späten Fünfzigerjahren vollzog sich in einem Aufnahmestudio in Kingston ein Paradigmenwechsel. Aus amerikanischem Rhythm n Blues wurde durch eine simple, aber folgenreiche Akzentverschiebung im Rhythmus ein neuer Musikstil geboren: Ska.

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