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14.9.2013 München: Schluss mit lustig!

Für die Mehrheitsgesellschaft ist Rassimus eine Randerscheinung und wird nur sogenannten „Rechtsextremist_innen“ zugeordnet. Doch neben dem völkischen Rassismus der neonazistischen Ideologie gibt es den oft ausgeblendeten Alltagsrassismus der Mitte. Er ist ein in allen gesellschaftlichen Schichten verankertes Menschenbild, welches auf der gezielten sozialen Ausgrenzung von Personengruppen aufgrund von Merkmalen wie Herkunft oder Hautfarbe basiert. So werden Schubladen konstruirt, in die ein Mensch passt oder eben nicht passt, je nachdem welchen rassistischen Stereotypen er entspricht.

Vom weit verbreiteten Alltagsrassimus profitieren vor allem rechte Gruppierungen, wie beispielsweise „Pro Deutschland“, „Die Freiheit“ oder die „Republikaner“. Sie geben sich als liberale und bürgernahe Alternative zu den großen Parteien aus.

Ihre populustischen Parolen bedienen bürgerlich-rassistische Ressentiments und stoßen dabei zunehmend auf Anerkennung der münchner Bürger_innen. Geschürt werden diese Vorurteile auch durch die boulevardeske Berichterstattung über die aktuelle Lage in den münchner Asylbewerberheimen und Pseudostatistiken über sogenannte „Ausländergewalt“. Dabei gibt sich die münchner Polizei größte Mühe bei jedem/jeder Tatverdächtigen im täglichen Polizeibericht zum Beispiel „südländisches Aussehen“ hervor zu heben. Diese rassistischen Formulierungen werden von den meisten münchner Medien 1:1 übernommen.

Hier in München sind zunehmend die Kleinparteien „Die Freiheit“ und „Pro Deutschland“ aktiv. „Die Freiheit“ hält seit nun mehr als einem Jahr rituell jede Woche stundenlange Kungebungen ab, in denen sie ihr antimuslimisches und patriotisches Weltbild propagieren. Dicht vernetzt ist „Die Freiheit“ mit dem rassistischen Internetportal „Politically Incorrect (PI)“, auf dem auch häufig Nazis aktiv sind. Dort werden regelmäßig Hasstiraden gegenüber Politiker_innen und Aktivist_innen veröffentlicht.

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Neonazis greifen Briten an

Hetzjagd durch Bahnhof nach Fußballspiel.

Nach einem Fußballspiel am Montag voriger Woche, haben Neonazis einen Briten durch den S-Bahnhof Gesundbrunnen gehetzt und angegriffen. Am vergangenen Wochenende erhielten die Tatverdächtigen dann Besuch von der Polizei – die hatte einen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnungen von sieben mutmaßlich rechtsmotivierten Tatverdächtigen erwirkt.

Die Männer im Alter von 15 bis 27 Jahren sollen am 26. März nach dem Fußballspiel BFC Dynamo gegen Union II im Ludwig-Jahn-Sportpark in Prenzlauer Berg gewalttätig geworden sein: Die Fußballfans, die laut Bundespolizei BFC-Anhänger sind, stehen in Verdacht, auf dem S-Bahnhof Gesundbrunnen in Wedding den dunkelhäutigen Briten als „Scheiß Neger“ beschimpft und angegriffen haben.

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