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Angriffe auf die Ausstellung „Tatort Stadion 2: Fußball und Diskriminierung“ am 30.06. und 01.07.2012 im New Yorck‏

Stellungnahme des Bündnisses „Siempre Antifascista“ Berlin, Organisator_in der Berliner Ausstellung Über die Ausstellung: Selbstdarstellung auf http://tatortstadion.blogsport.de/ueber … stadion-2/

2001 wurde die Ausstellung Tatort Stadion vom Bündnis Aktiver Fußballfans (BAFF) entwickelt und seitdem an fast zweihundert Orten gezeigt. Die Ausstellung leistete Pionierarbeit, indem sie Diskriminierung beim Fußball thematisierte. Seitdem hat sich viel getan. Diskriminierung wird von vielen Vereinen und Fans mittlerweile als Problem wahrgenommen und angegangen. Dennoch werden in deutschen Stadien nach wie vor allwöchentlich AusländerInnen beschimpft, antisemitische und antiziganistische Gesänge angestimmt oder Homosexuelle verunglimpft. Frauen haben es im Männersport Fußball weiterhin schwer, akzeptiert zu werden. Die von BAFF komplett überarbeitete Ausstellung Tatort Stadion 2 will informieren – sowohl über alltägliche Diskriminierung und Aktivitäten von Neonazis als auch darüber, was Fans dagegen tun. Wie die Tafeln der Ausstellung aussehen, lässt sich hier betrachten. Neben solchen Schautafeln umfasst die Ausstellung – je nach den organisatorischen Bedingungen vor Ort – verschiedene Medien und Exponate.

Stellungnahme

Am Samstag und Sonntag dieses ersten Wochenendes der Ausstellung „Tatort Stadion 2“ in Berlin waren zwei Einzelpersonen des Berliner Bündnisses „Siempre Antifascista“ sowie die Exponate der Veranstaltung von verbalen und tätlichen Angriffen von Menschen, die der Gruppe No Border zugeordnet wurden, betroffen. Beide Angriffe ereigneten sich jeweils zu Beginn der Ausstellung, welche wir als dokumentarische Ausstellung vom Bündnis Aktiver Fuaßballfans (BAFF) ausgeliehen haben, um damit diskriminierende  Inhalte aufzuzeigen und die Besuchenden diesen gegenüberzustellen. Hierzu ist es unerlässlich, eben unter anderem diskriminierende Aussprüche, Accessoires wie Aufnäher, aber auch Fotos von in Stadien gezeigten Transparenten zu dokumentieren, wie es übliche Praxis in antirassistischem und antifaschistischem Aufklärungsmaterial wie beispielsweise in Anti-Thor-Steinar-Broschüren ist.

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Köln: Antiknastdemo Sylvester 2011

Knast ist ein zentrales Mittel von Herrschaftssicherung. Dabei denken wir jetzt gar nicht mal in erster Linie an die Spezialverfahren gegen uns als radikale Linke. Die wichtigste Funktion des Knasts ist die Erzeugung von Angst. Nicht nur die Gefangenen sind Opfer des Knasts. Unsere Angst vor dem Knast ist viel wichtiger für das System.

Obwohl wir für die kostenlose Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel sind, kaufen wir manchmal doch Fahrkarten. Wenn wir denn schwarzfahren, zahlen wir die 40 Euro. Bevor es zum Verfahren kommt.

Oder wir lassen uns auf Sozialstunden ein. Alles in dem Bewusstsein, dass Mensch als Schwarzfahrer*in in den Knast kommen kann. Als Hartz 4-Bezieher*in nehmen wir es hin, dass wir mit Almosen abgespeist und schikaniert werden. Manche gehen betteln, sind froh, wenn über Suppenküchen und Tafeln einige Krümel vom kapitalistischen Kuchen abfallen.

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