Schlagwort-Archiv: system

[B] Marzahn, Buch, Köpenick – Analyse und Strategien

Rassistische Mobilisierung hat eine in Berlin lange nicht gekannte Stärke erreicht – und steht einer hilflosen und überforderten Zivilgesellschaft gegenüber. Wir wollen strategische Schwächen und Stärken als Debattenbeitrag einbringen, die auf Macht von Aktion, Militanz und Sprache eingeht, die Mobilisierung betrachtet und Antifastrukturen analysiert. Um letzten Endes die wichtige Frage zu stellen: können wir Geflüchtete in Marzahn leben lassen? Ein Pamphlet in 3250 Wörtern.

In den letzten Wochen standen wir einer massiven Mobilisierung von Rassist_innen und Neonazis gegenüber. Auslöser sind die Vorhaben des Sozialsenators Mario Czaja (CDU), den steigenden Zahlen von Geflüchteten, die aufgrund der geopolitischen Lage insbesondere im „Nahen Osten“ und in Süd- / Osteuropa, mit Container- und Traglufthallenunterbringung zu begegnen. Zuständig für die planerische Koordination ist Franz Allert, der skandalgeschüttelte Präsident des Landesamtes für Gesundheit und Soziales. Ihm werden unlautere Vergabepraxen nachgesagt: das „privat“ in private Betreiber_innen-Firmen bedeutet für Allert anscheinend nicht privatrechtliche Organisationsform, sondern private Beziehungen, so zum Patensohn, der Geschäftsführer der Gierso-Unternehmungsgruppe ist, ein mafiöses System aus verschieden Firmen, unter Beteiligung des schon im Bauskandal der 90er in Berlin beteiligten Helmut Penz – der Eigentümer der „PeWoBe“, ein weiteres Skandalunternehmen, das Flüchtlingsunterkünfte betreibt. Hinzu kommt der lobenswerte Abbau der Massenunterkünfte in den Legislaturperioden von Rot-Rot, die aber schon deswegen ins Leere ging, weil keine entsprechende Wohnungspolitik mit dieser Entwicklung korresponierte. Zudem ist der Linkspartei vorzuwerfen, das System aus privaten Betreiber_innen-Firmen überhaupt erst installiert zu haben. Wenn sie sich an unsere Seite im Kampf um Rechte für Geflüchtete und deren Unterbringung stellt, sollte sie dringend ihre eigenen Verfehlungen in ihrer Regierungszeit aufarbeiten.

Zusammengefasst stehen wir also vor einer strukturell fehlgeleiteten Politik der Unterbringung von Geflüchteten, die unter dem Management eines krisengebeutelten LaGeSo unter einem inkompetenten Sozialsenator auf einen außergewöhnlichen gestiegenen Bedarf an Wohnraum für Geflüchtete reagieren muss. What could possibly go wrong?

Im Folgenden wollen wir auf einige strategische Punkte und Analyseperspektiven eingehen:

  • Ausdifferenzierung der Rassist_innen
  • Begriffsnutzung im Diskurs
  • Mobilisierungskritik
  • Antifastrukturen und Militanz
  • Pressearbeit und Presseschutz
  • Ehrliches Zugeständnis: Geflüchtete in Marzahn?

Zur Übersicht die weiteren Debattenbeiträge:

 Weiterlesen

London International Ska Festival 2014

BANDS:

DERRICK MORGAN
JUNIOR MURVIN sings Police & Thieves
FREDDIE NOTES
KEN PARKER *
KEITH & TEX *
PAMA INTERNATIONAL
RODDY RADIATION & THE SKABILLY REBELS (from The Specials)
PHOENIX CITY ALL-STARS
THE DELEGATORS
MR.T BONE (Italy) *
THE LIPTONES (Sweden) *
THE MEOW MEOWS
THE BIONIC RATS (Ireland)
THE INDECISION

DJs:

DAVID KATZ – exclusive Upsetter set
TIGHTEN UP CREW
SOUNDS & PRESSURE SOUND SYSTEM
w/ PHIL BUSH
AXIS SOUND SYSTEM
CHRIS TOFU
LITTLE DIANE (Ace Cafe)

* exclusive UK appearances

many more tba

12.10.2013 Schweiz: Skankin’ Society Sound System

Skankin’ Society Sound System Helvetic Tour 2013 – Rock Steady, Soul, Reggae, Ska
This Sound Crew is bringing along their very own Sound System all the way from Geneva!

Supported by:
Dynamic Witschi (Rude Attack)
Brick Top (Rude Attack)

Saturday, 12.10.2013, 21:00
Sedel – The Club, Luzern

More Info

2.10.2013 Celle79/Cottbus: RASH-Solinighter

Am 02.10. wollen wir zusammen mit euch eine Soli-Party feiern. Los geht es um 21:00 Uhr in der Zelle 79. Tolle Musik, leckere Getränke und eine angenehme Atmosphäre werden euch an diesem Abend erwarten. Ska, Rocksteady, Soul, Trash und Oldschool Hip Hop werden uns von den Plattentellern um die Ohren gehauen. Ein Cocktail-Stand lädt zum gemütlichen Miteinander ein und auch Info-Material, um sich über unsere Arbeit zu informieren, wird für euch bereit liegen.
Staatliche Repression in Form von willkürlichen Polizeikontrollen, über fadenscheinige Prozesse bis hin zu Knastaufenthalten ist leider immer noch Realität in antifaschistischer Arbeit. Um die Betroffenen nicht alleine zu lassen, wollen wir alle zusammen feiern. Dem System von Unterdrückung und Isolation des Staates setzen wir somit ganz praktisch das Prinzip der Solidarität entgegen. Da dafür leider auch Geld benötigt wird, gehen die Einnahmen dieser Party direkt an die Unterstützung von Betroffenen staatlicher Repression, um Prozesskosten decken zu können.

–RASH SB und Rote Hilfe Cottbus–

Wir werden unsere DNA nicht freiwillig abgeben

Radikal gegen den ÜberwachungsstaatIm Folgenden wollen wir die Erklärung der nicht inhaftierten Beschuldigten des laufenden § 129 Verfahrens (RAZ/RL/radikal) dokumentieren und auf eine Informationsveranstaltung zu den Hintergründen am Freitag, den 23.08 um 18 Uhr in Berlin, jungen Welt Ladengalerie, Torstr. 6 (U-Bhf Rosa-Luxemburg-Platz) hinweisen. Wir werden unsere DNA nicht freiwillig abgeben!

Anfang Juni beantragte der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof die Entnahme der DNA mehrerer Beschuldigter des aktuellen, offensichtlich schon längere Zeit laufenden Ermittlungsverfahrens nach § 129.

Uns sind diese Ermittlungen seit den bundesweiten Razzien gegen insgesamt 9 GenossInnen am 22. Mai 2013 bekannt. Es wurde den bisher zur DNA Abgabe Aufgeforderten bis zum 19.6.13 Zeit zur Stellungnahme bzw. freiwilligen Abgabe der DNA eingeräumt.

Wir gehen davon aus, dass diese DNA Entnahme, ebenso wie eine aktuell schon laufende umfangreiche versuchte Ausforschung prinzipiell alle Beschuldigten und darüber hinaus weite Teile der linken Bewegung treffen kann und auch soll.

Ziel der kapitalistischen Repressionsmaschinerie ist es offensichtlich überall, wie es momentan weltweit anhand des aktuellen Falles der Überwachung des Internets durch das NSA Projekt “Prism” deutlich wird auch hier, im kleineren Maßstab, eine möglichst große Flut an Daten zu erheben, um Strukturen weiträumig zu durchleuchten, Ängste in diesen zu schüren und politische Arbeit, welche dieses System grundsätzlich infrage stellt, zu behindern.

Momentan davon betroffen sind Einzelne – doch wir lassen uns nicht spalten und lehnen diese „freiwillige“ DNA – Abgabe ebenso wie jedes weitere Eingehen auf Angebote und Einschüchterungsversuche der Repressionsorgane kollektiv ab. Wir gehen davon aus, das sie daraus folgend die DNA-Abgabe unter Zwang versuchen werden durchzusetzen.

Wir weigern uns mit diesem Staat und seinen Handlangern zu kooperieren!

Diese Repression, welche uns seit den Razzien am 22.5. 13 als Angriff ihrer Klassenjustiz entgegen schlägt, soll uns isolieren und einschüchtern. Doch dieses Ziel wird sie nicht erreichen, da wir uns in jedem Falle offensiv und kollektiv damit auseinandersetzen werden.

Linke Politik verteidigen!
Fünf Finger sind ‘ne Faust!

Weiter

14.4.2012 Nexus/Braunschweig: Keine Eintracht mit Nazis: Supershirt + Feine Sahne Fischfilet

KEINE EINTRACHT MIT NAZIS: Supershirt + Feine Sahne Fischfilet

Im Anschluss an die Konzerte legen auf:
Si.Kurd // Krisentrauma
Ahoi – Boi // ULTRNX // Audiolith
Endi //EGOTRONIC // Audiolith

KEINE EINTRACHT MIT NAZIS!
Schonmal gehört? Die rechte Hooligan -Band Kategorie C singt in einem
der bekanntesten ihrer Lieder „Fußball bleibt Fußball und Politik
bleibt Politik“. Dieser Slogan trifft in Braunschweig und den meisten
anderen Fanszenen auf große Akzeptanz.
Dieser Versuch den gesellschaftlichen Raum des Stadions als unpolitisch
zu verkaufen, führt in der Realität eher dazu, dass sich Nazis an diesem
Ort relativ ungestört bewegen und agieren können.
Doch überall wo Nazis mit ihren diskriminierenden und menschenverachtenden Inhalten auftreten, muss ihnen klar gemacht werden dass sie nicht willkommen sind.

Deshalb stehen wir offen für eine Fankultur mit einem antifaschistischen
Grundkonsens ein, denn unserer Meinung nach darf es keine Freiräume für
Nazis und alle anderen Diskriminierungsformen geben — nirgendwo!

Die Initiative gegen (rechte) Hooligan – Strukturen veranstaltet am
14.4.12 tagsüber ein antifaschistisches Fußballturnier mit Info-Ständen und Vorträgen. Im Anschluss startet dann die „Keine Eintracht mit Nazis“ – Party im Nexus!

Mit cooler Musik, feinen Beats und lockerem Fußball gegen
nationalistische, sexistische und rassistische Kackscheiße – gegen
rechte Hooligans im Eintracht-Stadion und anderswo!

http://www.dasnexus.de/
http://feinesahnefischfilet.blogsport.de/
http://www.audiolith.net/
http://nonazisbs.blogsport.de/
http://teitmaschine.de/

14.4.2012 Nexus/Braunschweig: Keine Eintracht mit Nazis: Supershirt + Feine Sahne Fischfilet weiterlesen

RASH Eifel gegründet

Wir sind linke Skinheads und verstehen uns als Teil von Red and Anarchist Skinheads, einem international weltweiten aktiven Netzwerk.

Wir sehen uns in der Tradition des Skinheadkultes, der seit mehr als 35 Jahren besteht und dessen grundlegender Bestandteil „schwarze“ Musik, wie Ska und Soul ist, und der somit eindeutig antirassistisch orientiert ist. Wir wollen nicht nur gegen die landläufige Auffassung der rechten Schläger vorgehen, sondern uns aktiv gegen Rassismus im Allgemeinen wehren. Wir verstehen darunter jedoch nicht nur den offen geäußerten Rassismus, sondern auch und gerade den verdeckten „Alltagsrassismus“. Die Wurzeln dieser Formen des Rassismus, die tief in die Gesellschaft reichen, sehen wir in der kapitalistischen Werteordnung und im Nationalstaatenprinzip. Ein System, dass hierauf aufbaut, lehnen wir ab.

Täglich werden völlig gesetzmäßig und ganz offen Menschen in Hunger, Bürgerkrieg und staatliche Verfolgung abgeschoben. Homophobie und die daraus resultierende Diskriminierung ist immer noch weit verbreitet. Frauen sind zwar auf dem Papier dem Mann gleichgestellt, in der Realität sind sexistische Positionen jedoch weit gestreut. Im kapitalistischen System ist der Mensch nur noch reines Produktionsgut. Um die wahren Ursachen der Verschlechterung der Lebensverhältnisse zu verschleiern, werden Randgruppen als Sündenböcke herangezogen. Menschliche und soziale Werte sind nicht vorgesehen. Sie sind nicht von Nutzen im Kapitalismus, es zählt nur Profit. Wir begreifen uns – auf Grundlage der internationalen weltweiten Solidarität – als einen Teil der Bewegung im globalen Kampf gegen den Kapitalismus. Wir sind der Meinung, dass nur so die rapide Verschlechterung der sozialen Umstände aufgehalten und in eine Verbesserung der Zustände weltweit umgekehrt werden kann.

Da wir aber nicht nur Red & Anarchist, sondern auch und gerade Skinheads sind, sehen wir eine weitere unserer Hauptaufgaben darin, uns für bessere Umgangsformen zwischen Skinheads einzusetzen. Wir stehen klar gegen sexistische und homophobe Verhaltensweisen, da diese unserem Verständnis eines respektvollen Miteinanders widersprechen. Darüber hinaus wollen wir Veranstaltungen, Konzerte und ähnliche Veranstaltungen organisieren, um die Zahl „korrekter“ Veranstaltungen, auf denen bedenkenlos gefeiert werden kann, zu erhöhen. Essentiell hierbei ist die konsequente Fernhaltung von Rechtsoffenen und Nazis von diesen Veranstaltungen. Wir unterstützen vollinhaltlich die antifaschistische und antirassistische Kulturarbeit von verschiedenen Initiativen und Gruppen. Wir verstehen uns als Teil dieses Netzwerkes, stehen aber auch anderen fortschrittlichen linken Strömungen offen gegenüber.

Jeder, der sich der Skinheadszene verbunden oder zugehörig fühlt und sich mit diesem Grundverständnis identifizieren kann, ist herzlich dazu eingeladen, sich bei uns zu melden und sich bei uns einzubringen!

/// R.A.S.H. E.I.F.E.L. ///
/// Fight against rascist, antisemitic, xenophobie & rightwing ideologies ///


http://rasheifel.blogsport.de
rasheifel@riseup.net

1.2.2012 BAIZ/Berlin: Zur Kritik des Feindstrafrechts

Der Kampf gegen den herbeihalluzinierten System- und Staatsfeind, erlebte nach den Anschlägen vom 11.September 2001, sein fulminantes politisches Comeback. Mit neuen sozialen Kontrolltechniken wurden in fast allen westlichen Staaten, die Bürgerrechte beschnitten. Ein strafrechtliches Mittel, dieser sozialen Kontrolltechniken stellt das sognannte Feindstrafrecht dar, welches von dem Rechtswissenschaftler Günther Jakobs entwickelt wurde. Ideologisch lehnt sich das Feindstrafrecht an die von Carl Joachim Friedrich und Zbigniew Brzezinski entwickelte Totalitarismus-Theorie aus der Phase des kalten Krieges an. Diese wird durch das zeitgemäße Elaborat der kruden Extremismus-Theorie in diesem Rahmen ausgebaut. Allerdings hat das Feindstrafrecht einige ideengeschichtliche Vorläufer, wie z.B. das römische Iustitium (den Belagerungs- bzw. den Ausnahmezustand), die innerhalb eines geltenden Rechtssystems bestimmte Teile dieses System suspendierten. Der von Jakobs geprägte Begriff des Feindstrafrechtes, bezeichnet ein Strafrecht, das bestimmten Gruppen von Menschen die Bürgerrechte abspricht, da sie Feinde der Gesellschaft oder des Staates sind und deshalb außerhalb des für die Gesellschaft geltenden Rechts stehen. Wir wollen im Rahmen der Veranstaltung versuchen, die verschiedenen Facetten und partiellen Umsetzung des Feindstrafrechtes, zu beleuchten.

01.02.2012 | 19:00 Uhr | BAIZ (Christinenstraße 1)

Flyer

Organisator_innen: LAG-Antifa, Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde (GBM), North-East Antifascists [NEA]

Eine Veranstaltung im Rahmen des Berliner Koordinationskreises „Dresden Nazifrei“

10.12.2011 Berlin: Demo gegen Abschiebehaft auf dem BBI und in Grünau

Demo zum Abschiebeknast Grünau 15 Uhr S-Bhf Spindlersfeld

Seit 1993 ist das Recht auf Asyl in Deutschland praktisch abgeschafft. Um 10.000 Abschiebungen pro Jahr sicherzustellen, wird massenhaft „polizeiliche Abschiebehaft“ angeordnet. Neben dem Abschiebeknast Berlin-Grünau, der 1994 eingerichtet wurde, soll nun im Transitbereich des neuen Flughafens Berlin-Brandenburg-International (BBI) in Schönefeld eine weitere Haftanstalt gebaut werden. Unsere Demonstration am 10. Dezember richtet sich gegen das System der Abschiebehaft und gegen den Neubau auf dem BBI. Wir wollen uns mit einer großen Kundgebung vor dem Abschiebegefängnis Grünau mit den Inhaftierten solidarisieren.

10.12.2011 Berlin: Demo gegen Abschiebehaft auf dem BBI und in Grünau weiterlesen

[Bonn] 2.10: Organisiert den Vaterlandsverrat

+++ ca. 600 Menschen auf antinationaler Demonstration in Bonn +++ Viele inhaltliche Inputs auf der Auftaktkundgebung +++ Kämpferische und kraftvolle Stimmung trotz Drangsalierungen seitens der Polizei +++

Erste Infos mit Bildern über die antinationale Demonstration „The only PIIG’s the System! Organisiert den Vaterlandsverrat!“

weiter