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9.11.2014 U24/Potsdam: Berlinska Dróha + Ludzi Na Ba?ocie

Am 9.11. (wegen Sonntag pünktlich um 18.00 Uhr) tritt im Kulturschuppen U-24 in der Babelsberger Uhlandstraße 24 (Nähe S-Bahnhof Babelsberg, Tramhaltestelle Plantagenstraße) die Grodnoer Folk-Combo „????? ?? ??????“ (Menschen im Sumpf) auf und eröffnet einen Blick auf Kultur, Geschichte und Politik Weißrusslands. Die MusikerInnen, die zum Teil auch in der Band „Dziecuki“ spielen, die schon im Frühjahr bei uns die Hütte rockte, gehören zur antiautoritären, alternativen Szene in Belarus, die sich kritisch mit der politischen Situation in Belarus und der realsozialistischen Geschichte des Landes auseinandersetzen.

Als Akkustik-Projekt der Band „Shisha“ begannen die Sumpfmenschen im Frühjahr 2011 Musik zu machen. Sie spielten Konzerte in Polen, Litauen und Belarus und veröffentlichten im Sommer 2011 ihr erstes Album „Menschen im Sumpf“, gewidmet dem Sluzker Bauernaufstand gegen die Zwangssowjetisierung von 1920. Das musikalische Schaffen der Band ist geprägt von der Vertonung der Poesie weißrussischer AutorInnen wie z.B. Danuta Bichel, Andrej Pjatkewitsch und Maria Basyljuk-Sasnjuk.

Begleitet werden sie von „Berlinska Droha“, die sorbischen Straßen-Punk-Folk aus Berlin spielen.

Eintritt: Spende (3-5 Euro)

LUDZI NA BA?OCIE (GRODNO – AKUSTIK FOLK-ROCK)

http://www.youtube.com/watch?v=TXVUMmtfdpI

Berlinska Dróha (POST PUNK / FOLK – Duo aus BERLIN)

http://www.youtube.com/watch?v=VBKHxW7XBiQ

Einlasz 17 Uhr Beginn 18 Uhr pünktlich

Der tiefe braune Sumpf

Es war das Festival, das bei den deutschen Neonazis seit 2003 das alljährliche Highlight war: „Rock für Deutschland“. Veranstalter war die NPD. Veranstaltungsort Gera.

Mehr als 5000 Rechtsextremisten kamen 2009 in die thüringische Stadt und hörten auf der Spielwiese im Park die Band „Sleipnir“ singen: „Jetzt sind wir da und schlagen ein wie eine Bombe. Die Jugend stolz. Die Fahnen hoch. Man hört uns schon marschieren. Der Sieg wird unser sein. Es wird schon bald passieren.“ Diese Veranstaltung fand keineswegs heimlich auf einem Hinterhof statt. Die Polizei war zugegen. Sah und hörte zu. Schritt nicht ein. Und es war keineswegs der ehemalige NPD-Chef Udo Voigt, der die 5000 zu Jubelstürmen hinriss, es war unter anderem die braune Gruppe „Sleipnir“, die das schaffte. Ein Beispiel aus dem braunen Sumpf Thüringens, aus dem Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos stammen, die, wie ihre vielen Gesinnungsgenossen, in Deutschland keine Demokratie, keine Ausländer und keine Juden wollen.

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