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15.5.2014 Schreiner47/Berlin: Kommunal- und Landtagswahlen in Brandenburg – ein zweites Sachsen?

Seit Jahren versucht die NPD die Lücke zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen auf Landesebene zu schließen.
In Sachsen baute die NPD flächendeckend ihre Kommunalmandate aus, ehe sie in das Landesparlament einzog. Eine solche Aktivität aus den Kreisen und Gemeinden heraus plant die NPD auch in Brandenburg. Zur letzten Landtagswahl ist dies gescheitert, dennoch wackelt in der NPD Brandenburg kein Stuhl. Grund sind die Erfolgsaussichten zur Kommunalwahl am 25.05.2014. Die NPD hat angekündigt mit 115 Kandidaten landesweit ins Rennen zu gehen und rechnet mit 50 % Einzug. Kerngebiete sind dabei Südbrandenburg, wo sie aus dem Stand den Fraktionsstatus erringen kann.

In der Infoveranstaltung wollen wir euch zeigen wo die Gefahr der NPD droht und welche Interventionen es in Brandenburg gibt.

Adieu „Widerstandsbewegung Südbrandenburg“ & „Oseberg“

Vor zwei Wochen, am Dienstag den 19. Juni, wurde das Neonazi-Netzwerk „Widerstandsbewegung Südbrandenburg“ durch das Brandenburgische Innenministerium verboten. In diesem Zusammenhang folgte eine groß angelegte Razzia. Bei 25 Neonazis aus den mittlerweile verbotenen Strukturen kam es zu Hausdurchsuchungen. Zeitgleich räumten Neonazis in Cottbus die Räumlichkeiten des Thor-Steinar-Ladens „Oseberg“ leer. [1] [2] [3] [4] [5]

Seit ungefähr zwei Jahren verfestigte sich in Südbrandenburg ein neues Spektrum von organisierten Neonazis. Der selbsternannte „außenparlamentarische Widerstand“, entstanden aus Strukturen der Freien Kräften und Kameradschaften, versuchte bundesweit eine Avantgarde-Stellung innerhalb der mehr werdenden parteiabgeneigter Neonazis zu erreichen. Mit neuaufgesetzter rassistischer und NS-verherrlichender Hetze versuchten sie, fokussiert auf innovative Aktions- und Propagandaformen, Akzente zu setzen. Besonders intensiv war die Rekrutierungsarbeit innerhalb der Kreise kampfsportfaszinierter Jugendlicher und gewaltbereiter Anhänger des FC Energie Cottbus.

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