Schlagwort-Archiv: subkultureller

„NW-Do“ verboten – „NW-B“: „Wir bitte auch!“

Was ist der Unterschied zwischen dem „Nationalen Widerstand Dortmund“ und dem „Nationalen Widerstand Berlin“? Richtig, lediglich die Stadt am Ende des Namens. Sowohl inhaltlich als auch organisatorisch passt sonst kein Blatt zwischen die beiden Organisationen.

Die Verbindungen

Seit fast zehn Jahren bestehen inzwischen enge Verknüpfungen zwischen der Dortmunder und der Berliner Struktur. Die Dortmunder Neonazis um Dennis Giemsch und die Berliner „Kameradschaft Tor“ um Björn Wild und Daniel Meinel diskutierten schon zu Anfang des neuen Jahrtausends im Internetforum „Freier Widerstand“ neue Formen der neonazistischen Organisierung. Es entstand das Konzept der „Autonomen Nationalisten“, verbunden mit einer Übernahme subkultureller Codes aus der Hardcore- und Hiphop-Szene und Aktions- und Ausdrucksformen der autonomen Antifa.
Während die Dortmunder Neonazis vor allem durch die Verwendung von Graffiti und Sprühschablonen auffielen, machten sich Berliner Neonazis Bekleidungscodes wie „Che Guevara“-Shirts, Palästinenser-Tücher und das Antifa-Symbol zu eigen. Die subkulturelle Öffnung der Neonazi-Szene, weg vom Bild des stumpfen Skinheads, wirkte attraktiv auf meist jüngere Neonazis und sorgte für eine Übernahme des Dortmunder/Berliner Konzepts in etlichen weiteren Städten und Regionen.

Weiter