Schlagwort-Archiv: subkultur

★ 9. Oktober BAIZ ★ Nulldrei in Berlin ★

Es ist wieder soweit. In zwei Wochen finden sich die 03nuller★innen wieder zum monatlichen Plausch in die*der*das BAIZ ein. Diesmal treffen wir uns nicht am ersten Donnerstag sondern am zweiten. Denn am ersten beginnt das lange Wochenende mit ganz viel Subkultur in Potsdam. So laden zum Beispiel die Red & Anarchist Skinheads zum Destroy Preußisch Disneyland ins Potsdamer Archiv. Mit dabei sind am Freitag die lokalen Größen Bier Iki Ütsch und Dachlawine. Am Samstag geht’s mit Film über die Nordirische Punkbewegung der 70er und noch mehr Konzerten weiter. Das ist nächste Woche. Und eine Woche drauf sehen wir uns ALLE im Prenzlauer Berg, zum Klatsch & Tratsch über Nulldrei und Subkultur, über Engagement für Flüchtlinge sowie vielleicht ein bißchen über Repression. Wir sehen uns!

http://03nullerinnen.noblogs.org/flyer-treffen-09-10-2014/

13.9.2014: Antifaschistischer Aktionstag in Neuruppin

13.9.2014: MittenDrinn/Neuruppin (http://jwp-mittendrin.de/blog/): Antifaschistischer Aktionstag mit Infoveranstaltung und anschließendem Konzert von Hannez übern Zaun (http://uebernzaun.bandcamp.com/) und den Zeckenrappern*innen Refpolk (https://de-de.facebook.com/Refpolk), Daisy Chain (https://el-gr.facebook.com/daisy.chain.731572) & Miss Zebra 

Vortrag: 19:30 Uhr Konzert: 21:30 Uhr

Es gibt einen gemeinsamen Zugtreffpunkt für alle Berliner Antifaschist*innen, die uns auch am 13.9. hoffentlich zahlreich unterstützen werden. Arsch hoch und die antifaschistischen Strukturen in Strausberg unterstützen! Antifa bedeutet mehr als in relativ gesicherten Berliner Kiezen rumzuhängen!

…für eine starke antifaschistische Subkultur!!!

Zugtreffpunkt für Berlin: 18.00 Uhr am Gesundbrunnen Gleis 3 – Unser Zug (S25 Richtung Hennigsdor) fährt dann um 18:22 los!

Die Veranstaltung ist Teil der RASH Brandenburg Tour 2014 von RASH BB, welche unter anderem unterstützt wird von RASH Südbrandenburg, RASH Leipzig, dem Utopia e.V., der Horte, dem JWP Mittendrin Neuruppin, dem Ultrash-Festival & der Autonomen Antifa Frankfurt (Oder).

Für Unterstützung (finanzieller Art) bedanken wir uns außerdem bei der RLS und dem Asta Potsdam.

Hier der Link zur Kampagne:

http://red-skins.de/konzert/r-a-s-h-brandenburg-tour-2014-fuer-eine-starke-antifaschistische-subkultur.html

Falls Ihr den Aufruf auch unterstützen wollt, schickt einfach eine Mail an kontakt(at)red-skins.de.

12.9.2014: Antifaschistischer Aktionstag in Strausberg

12.9.2014: Horte/Strausberg (http://www.horte-srb.de/): Antifaschistischer Aktionstag mit Infoveranstaltung und anschließendem Konzert von den Suburban Scumbags (Punk/Kiel) http://suburbanscumbags.bandcamp.com, Pyro One (Zeckenrap) und Vodka Revolte Punkrock aus Rostock) http://vodkarevolte.blogsport.de.

Vortrag: 19:30 Uhr Konzert: 21:30 Uhr

Es gibt einen gemeinsamen Zugtreffpunkt für alle Berliner Antifaschist*innen, die uns am 12.9. hoffentlich zahlreich unterstützen werden. Arsch hoch und die antifaschistischen Strukturen in Strausberg unterstützen! Antifa bedeutet mehr als in relativ gesicherten Berliner Kiezen rumzuhängen!

 …für eine starke antifaschistische Subkultur!!!

Zugtreffpunkt für Berlin: 18.15 Uhr am Alexanderplatz Gleis 3 – Unser Zug fährt dann um 18:32 Uhr los!

Die Veranstaltung ist Teil der RASH Brandenburg Tour 2014 von RASH BB, welche unter anderem unterstützt wird von RASH Südbrandenburg, RASH Leipzig, dem Utopia e.V., der Horte, dem JWP Mittendrin Neuruppin, dem Ultrash-Festival & der Autonomen Antifa Frankfurt (Oder).

Für Unterstützung (finanzieller Art) bedanken wir uns außerdem bei der RLS und dem Asta Potsdam.

Hier der Link zur Kampagne:

http://red-skins.de/konzert/r-a-s-h-brandenburg-tour-2014-fuer-eine-starke-antifaschistische-subkultur.html

Falls Ihr den Aufruf auch unterstützen wollt, schickt einfach eine Mail an kontakt(at)red-skins.de.

11.9..2014: Antifaschistischer Aktionstag in Cottbus

Infostand, Vortrag & Konzert Beginn des Vortrags ist um 19.00 Uhr im QuasiMono. Ab 20.00 Uhr dann Konzert mit dem   Accoustic Punkliedermacher Hannez übern Zaun (http://uebernzaun.bandcamp.com/)!

Der Vortrag wird von Bernd Langer (ehemals „Autonome Antifa M“ aus Göttingen von Kunst und Kampf: http://www.kunst-und-kampf.de/) über die Geschichte der Autonomen Antifa unter dem Motto „“Offensiv, autonom, militant – wie die Antifa entstand.“ Gehalten.

Aus dem Kurztext:

„Offensiv, autonom, militant – wie die Antifa entstand

„Schwerste Krawalle in Frankfurt“ titelten die Medien nach dem 17. Juni 1978. Militante hatte aus einer Antifa-Demonstration heraus Polizeiabsperrungen vor dem Rathaus angegriffen, um das NPD-„Deutschlandtreffen“ zu verhindern. 1979 und 1980 folgten die „Rock gegen Rechts“-Konzerte mit mehr als 40 000 Menschen. Die NPD gab ihr Treffen danach auf.

Überall in der BRD entstand zu dieser Zeit eine neue antifaschistische Bewegung. Eine führende Rolle spielten bald Autonome, von denen einige versuchten, den Widerstand zu koordinieren. Sie propagierten einen Antifaschismus, den sie als Kampf gegen das „imperialistische System“ verstanden.

Legendäre Straßenschlachten wie am 1.10.1983 in Fallingbostel oder die Unruhen nach dem Tod von Günter Sare am 28.9.1985 in Frankfurt am Main, Kommando-Militanz und Bündnisaktionen gehörten zu den Konzepten, die schließlich in der heutigen Antifa-Bewegung mündeten.

Der Vortrag von Bernd Langer beschreibt und analysiert der Entwicklung der Antifa von ihren Anfängen im Hinblick auf die aktuelle Situation.“

 …für eine starke antifaschistische Subkultur!!!

Die Veranstaltung ist Teil der RASH Brandenburg Tour 2014 von RASH BB, welche unter anderem unterstützt wird von RASH Südbrandenburg, RASH Leipzig, dem Utopia e.V., der Horte, dem JWP Mittendrin Neuruppin, dem Ultrash-Festival & der Autonomen Antifa Frankfurt (Oder).

Für Unterstützung (finanzieller Art) bedanken wir uns außerdem bei der RLS und dem Asta Potsdam.

Hier der Link zur Kampagne:

http://red-skins.de/konzert/r-a-s-h-brandenburg-tour-2014-fuer-eine-starke-antifaschistische-subkultur.html

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23.8.2014: Antifaschistischer Aktionstag in Frankfurt (Oder)

Infostand, Vortrag & Konzert mit Les Soif (Punk/Berlin), den Toylettes (Punk/ Berlin-Potsdam) und den P.I.T.S. (Vorschul-HC/ Las Vegas-Potsdam)

Beginn des Vortrags zur aktuellen Nazisituation in FFO und Umgebung ist um 19.00 Uhr in der Garage. Ab 20.00 Uhr dann Konzert!

Es gibt einen gemeinsamen Zugtreffpunkt für alle Berliner Antifaschist*innen, die uns am 23.8. hoffentlich zahlreich unterstützen werden. Arsch hoch und die antifaschistischen Strukturen in FFO und die akut von Schliessung bedrohte Garage unterstützen! Antifa bedeutet mehr als in relativ gesicherten Berliner Kiezen rumzuhängen!

…für eine starke antifaschistische Subkultur!!!

Zugtreffpunkt für Berlin: 16.45 Uhr am Alexanderplatz Gleis 1 – Unser Zug fährt dann um 16:58 Uhr los!

Die Veranstaltung ist Teil der RASH Brandenburg Tour 2014 von RASH BB, welche unter anderem unterstützt wird von RASH Südbrandenburg, RASH Leipzig, dem Utopia e.V., der Horte, dem JWP Mittendrin Neuruppin, dem Ultrash-Festival & der Autonomen Antifa Frankfurt (Oder).

Für Unterstützung (finanzieller Art) bedanken wir uns außerdem bei der RLS.

Hier der Link zur Kampagne: http://red-skins.de/konzert/r-a-s-h-brandenburg-tour-2014-fuer-eine-starke-antifaschistische-subkultur.html

Falls Ihr den Aufruf auch unterstützen wollt, schickt einfach eine Mail an kontakt(at)red-skins.de.

14.8.2014 K-Fetisch/Berlin: Libertärer Aktivismus, Antifaschismus, Subkultur in Moskau

Veranstaltung: Libertärer Aktivismus, Antifaschismus, Subkultur in Moskau
Do. 14.08.2014 | 20.00 Uhr | K-Fetisch (Wildenbruchstr. 86) | Neukölln

Überblick und Film. Was geschieht aktuell in Russlands Metropolen? Wie organisieren sich zivilgesellschaftliche Initiativen, libertäre und antifaschistische Gruppen? Und wie reagieren emanzipatorische Bewegungen und Linke auf die aktuellen regressiven politischen Entwicklungen, sei es die staatliche Hetze gegen Homosexualität, die Kriminalisierung von LGBT-Aktivisten_innen oder die mehrheitsgesellschaftliche Pogromstimmung gegenüber (vermeintlichen) Migranten_innen? Die Veranstaltung gibt einen aktuellen Überblick über linken politischen Aktivismus mit Fokus auf Moskau.
Abgerundet wird der Abend durch den Film “Ivan. In Memory of our Friend”, (Moskau 2013, OmU) über den 2009 von Nazis ermordeten Antifaschisten Ivan Chutorskoj und die Entstehung antifaschistischer Schutzstrukturen in Moskaus Punk-/Hardcore-Subkultur.

 

R.A.S.H. Brandenburg Tour 2014 für eine starke antifaschistische Subkultur

Aber warum überhaupt, warum jetzt und warum dort?

Die meisten von uns wohnen in Berlin oder Potsdam in Vierteln, in denen durch oft Jahrzehnte lange Kämpfe Nazis aus dem Stadtbild gedrängt wurden. Wir können uns aussuchen, ob wir die Konfrontation mit Nazis suchen oder ob wir uns emanzipatorischen Projekten widmen wollen, ohne dass wir uns dabei Sorgen vor Naziübergriffen machen müssen. Einige von uns kennen aus ihrer Jugend aber ein Welt, in der es solche Schutzräume nicht gibt, sie erst aufgebaut oder ständig gegen militante Nazis und die konservative Lokalpolitik verteidigt werden müssen. Gebiete in denen „normal“ feiern heißt, mit Nazikadern sich den Bierwagen teilen zu müssen. Wo alle, die nicht „deutsch genug“ aussehen, auf die Fresse bekommen. Wo allzu oft Nazis und ihre Ideologie ignoriert und Probleme auf der Ebene von „rivalisierenden Jugendbanden“ entpolitisiert werden. Wo Subkultur nicht nur ein Chick ist, den man sich kauft und nach Belieben an- und wieder abgelegen kann. Mit dieser Tour wollen wir einen Teil zu einer starken antifaschistischen Subkultur in ganz Brandenburg beitragen, die für Viele die einzige Alternative zur bürgerlichen Einöde oder der vermeintlich „unpolitischen“ Rebellion ist.

Von „unpolitischen“ Rebellen, alten und neuen Nazis

Diese „unpolitischen“ Rebellen kauen gerne die staatliche Ideologie der zwei Extreme wieder, nach der Nazis und Antifas doch das gleiche seien. Sie ignorieren dabei die menschenverachtenden Einstellungen der Faschos. Mit dieser Ignoranz kann dann auch ganz „unpolitisch“ gemeinsam Skrewdriver und Landser gehört werden. Nur wegen der Musik – versteht sich – und vielleicht auch noch, weil die mit den zu vielen „Asylanten“ ja doch recht haben. Wir sind der Meinung, dass das, was man hört, auch mit einem etwas macht. Diese „Erlebniswelt“ Rechtsrock muss man sich in Brandenburg aber nicht nur aus der Konserve geben. Zwar ist das Blood & Honor Netzwerk im Jahr 2000 offiziell verboten worden, doch in Brandenburg gibt es weiterhin rund zwei Dutzend gut vernetzte Nazibands. Auftreten können diese regelmäßig auf dem Privatgelände des Die Rechte Landesvorsitzenden Klaus Mann in Finowfurt. Mittlerweile wird aber selbst den staatlichen Institutionen das Treiben dort zu bunt und es kam immer wieder zu Konzertabbrüchen, nachdem indizierte Lieder gespielt wurden. Im Umfeld der Cottbuser Band Frontalkraft gibt es mit Rebel Records und The Devils Right Hand Store auch eine Geschäftsstruktur, die rechtes Gedankengut mit schlechtem Geschmack verbindet: Vom Nach Frankreichen fahren wir nur auf Ketten T-Shirt von der Nazimarke Ansgar Aryan, Thorshammer mit Skrewdriver Gravur über Ku-Klux-Klan-Button bis zur Reichskriegsfahne.

In Finowfurt konnte die NPD in der Vergangenheit auch ihre Preußentage veranstalten, 2012 kamen dorthin rund 600 Nazis. Manns Partei Die Rechte ist mit der NPD gemeinsam zur Kommunalwahl im Mai 2014 angetreten. Zur Landtagswahl am 14. September 2014 gibt die NPD sich bürgernah und greift das virulente Thema der Polizeireform auf und fordert mehr Polizeiwachen. Bei der Schaffung ihrer „national befreiten Zonen“ ist es ihnen jedoch eigentlich lieber, nicht von den Bullen gestört zu werden. Das alte Märchen von den „Ausländern“, die den „Deutschen“ die Arbeitsplätze wegnehmen, wird auch mal wieder aufgewärmt. Verkannt wird dabei wie immer, dass es z.B. nicht die „heimtückischen“ Saisonarbeiter_innen sind, die unbedingt für unter 3 € die Stunde arbeiten wollen. Es ist der grenzenübergreifende Kapitalismus, der die beschissene Situation dieser Leute ausnutzt und sie knechtet, damit „wir“ billig unsere Deutschen Erdbeeren in den Supermärkten bekommen. In der parlamentarischen Landschaft mischt nun ein weiterer Koch mit, der die alte NPD-Suppe Zurück zur D-Mark wieder aufwärmt. Nur können sich die gutbürgerlichen mehr oder weniger Neupolitiker der selbsternannten Alternative für Deutschland(AfD) schickere Anzüge leisten. Auch ihre Ausdrucksweise ist gehobener als die der Holocaustleugner von der NPD. Die AfD mit ihren alten und neuen Rechten, verschiebt das von der „bürgerlichen Mitte“ noch sagbare nach rechts. Im Gegensatz zum einstiegen CSU Patriarchen Strauß, ebnet die CDU in Brandenburg den Weg für eine Partei rechts von der CDU indem sie im Elbe-Elster Kreistag eine gemeinsame Fraktion gebildet haben und auch der Spitzenkandidat im CDU Lantagswahlkampf Michael Schierack die Möglichkeit zur Koalition mit der AfD offen hält. Bei der AfD Klientel handelt es sich nicht um militante Nazis, inhaltlich schließen sie aber direkt an diese an. Ihre Panik vor einer „Einwanderung in deutsche Sozialsysteme“ geht davon aus, dass jeder „Kulturkreis“ seinen Platz auf der Welt hat und die Leute ihr Probleme dort doch selber lösen sollen. Wenn irgendwo auf der Welt Krieg herrscht, dann sind da bestimmt keine deutschen Waffen im Spiel und bestimmt auch keine wirtschaftlichen Interessen deutscher Unternehmen. Die Welt ist auch nicht durch Kolonialismus, Imperialismus und Kriege in ein ungleiches Gefüge verschoben worden. Außerdem ist Deutschlands Vormachtstellung in der EU natürlich nur dadurch begründet, dass hier alle so hart arbeiten und anderswo eben nicht.

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R.A.S.H. Brandenburg Tour 2014 für eine starke antifaschistische Subkultur (2)

Aber warum überhaupt, warum jetzt und warum dort?

Die meisten von uns wohnen in Berlin oder Potsdam in Vierteln, in denen durch oft Jahrzehnte lange Kämpfe Nazis aus dem Stadtbild gedrängt wurden. Wir können uns aussuchen, ob wir die Konfrontation mit Nazis suchen oder ob wir uns emanzipatorischen Projekten widmen wollen, ohne dass wir uns dabei Sorgen vor Naziübergriffen machen müssen. Einige von uns kennen aus ihrer Jugend aber ein Welt, in der es solche Schutzräume nicht gibt, sie erst aufgebaut oder ständig gegen militante Nazis und die konservative Lokalpolitik verteidigt werden müssen. Gebiete in denen „normal“ feiern heißt, mit Nazikadern sich den Bierwagen teilen zu müssen. Wo alle, die nicht „deutsch genug“ aussehen, auf die Fresse bekommen. Wo allzu oft Nazis und ihre Ideologie ignoriert und Probleme auf der Ebene von „rivalisierenden Jugendbanden“ entpolitisiert werden. Wo Subkultur nicht nur ein Chick ist, den man sich kauft und nach Belieben an- und wieder abgelegen kann. Mit dieser Tour wollen wir einen Teil zu einer starken antifaschistischen Subkultur in ganz Brandenburg beitragen, die für Viele die einzige Alternative zur bürgerlichen Einöde oder der vermeintlich „unpolitischen“ Rebellion ist.

Von „unpolitischen“ Rebellen, alten und neuen Nazis

Diese „unpolitischen“ Rebellen kauen gerne die staatliche Ideologie der zwei Extreme wieder, nach der Nazis und Antifas doch das gleiche seien. Sie ignorieren dabei die menschenverachtenden Einstellungen der Faschos. Mit dieser Ignoranz kann dann auch ganz „unpolitisch“ gemeinsam Skrewdriver und Landser gehört werden. Nur wegen der Musik – versteht sich – und vielleicht auch noch, weil die mit den zu vielen „Asylanten“ ja doch recht haben. Wir sind der Meinung, dass das, was man hört, auch mit einem etwas macht. Diese „Erlebniswelt“ Rechtsrock muss man sich in Brandenburg aber nicht nur aus der Konserve geben. Zwar ist das Blood & Honor Netzwerk im Jahr 2000 offiziell verboten worden, doch in Brandenburg gibt es weiterhin rund zwei Dutzend gut vernetzte Nazibands. Auftreten können diese regelmäßig auf dem Privatgelände des Die Rechte Landesvorsitzenden Klaus Mann in Finowfurt. Mittlerweile wird aber selbst den staatlichen Institutionen das Treiben dort zu bunt und es kam immer wieder zu Konzertabbrüchen, nachdem indizierte Lieder gespielt wurden. Im Umfeld der Cottbuser Band Frontalkraft gibt es mit Rebel Records und The Devils Right Hand Store auch eine Geschäftsstruktur, die rechtes Gedankengut mit schlechtem Geschmack verbindet: Vom Nach Frankreichen fahren wir nur auf Ketten T-Shirt von der Nazimarke Ansgar Aryan, Thorshammer mit Skrewdriver Gravur über Ku-Klux-Klan-Button bis zur Reichskriegsfahne.

In Finowfurt konnte die NPD in der Vergangenheit auch ihre Preußentage veranstalten, 2012 kamen dorthin rund 600 Nazis. Manns Partei Die Rechte ist mit der NPD gemeinsam zur Kommunalwahl im Mai 2014 angetreten. Zur Landtagswahl am 14. September 2014 gibt die NPD sich bürgernah und greift das virulente Thema der Polizeireform auf und fordert mehr Polizeiwachen. Bei der Schaffung ihrer „national befreiten Zonen“ ist es ihnen jedoch eigentlich lieber, nicht von den Bullen gestört zu werden. Das alte Märchen von den „Ausländern“, die den „Deutschen“ die Arbeitsplätze wegnehmen, wird auch mal wieder aufgewärmt. Verkannt wird dabei wie immer, dass es z.B. nicht die „heimtückischen“ Saisonarbeiter_innen sind, die unbedingt für unter 3 € die Stunde arbeiten wollen. Es ist der grenzenübergreifende Kapitalismus, der die beschissene Situation dieser Leute ausnutzt und sie knechtet, damit „wir“ billig unsere Deutschen Erdbeeren in den Supermärkten bekommen. In der parlamentarischen Landschaft mischt nun ein weiterer Koch mit, der die alte NPD-Suppe Zurück zur D-Mark wieder aufwärmt. Nur können sich die gutbürgerlichen mehr oder weniger Neupolitiker der selbsternannten Alternative für Deutschland(AfD) schickere Anzüge leisten. Auch ihre Ausdrucksweise ist gehobener als die der Holocaustleugner von der NPD. Die AfD mit ihren alten und neuen Rechten, verschiebt das von der „bürgerlichen Mitte“ noch sagbare nach rechts. Im Gegensatz zum einstiegen CSU Patriarchen Strauß, ebnet die CDU in Brandenburg den Weg für eine Partei rechts von der CDU indem sie im Elbe-Elster Kreistag eine gemeinsame Fraktion gebildet haben und auch der Spitzenkandidat im CDU Lantagswahlkampf Michael Schierack die Möglichkeit zur Koalition mit der AfD offen hält. Bei der AfD Klientel handelt es sich nicht um militante Nazis, inhaltlich schließen sie aber direkt an diese an. Ihre Panik vor einer „Einwanderung in deutsche Sozialsysteme“ geht davon aus, dass jeder „Kulturkreis“ seinen Platz auf der Welt hat und die Leute ihr Probleme dort doch selber lösen sollen. Wenn irgendwo auf der Welt Krieg herrscht, dann sind da bestimmt keine deutschen Waffen im Spiel und bestimmt auch keine wirtschaftlichen Interessen deutscher Unternehmen. Die Welt ist auch nicht durch Kolonialismus, Imperialismus und Kriege in ein ungleiches Gefüge verschoben worden. Außerdem ist Deutschlands Vormachtstellung in der EU natürlich nur dadurch begründet, dass hier alle so hart arbeiten und anderswo eben nicht.

R.A.S.H. Brandenburg Tour 2014 für eine starke antifaschistische Subkultur (2) weiterlesen

29.7.2014 Baiz/Berlin: Another Football is Possible! Vortrag & Liedermacherabend

29. Juli 2014 | 19 Uhr | Baiz 
ANOTHER FOOTBALL IS POSSIBLE
★ selbstorganisation ★ subkultur ★

Ein Abend über selbstorganisierten Fußball und Subkultur in Osteuropa mit akustischem Punkrock zum Nachtisch. Von und mit Tovarisch Arkadij von der russischen Band Brigadir aus Sankt Petersburg. Organsiert von Brigata Amaranto, R.A.S.H. Berlin / Brandenburg, 03nuller★innen.

6.12.2012 Scherer 8/Berlin: „Sexismus in der Subkultur“

Scherer8: Vortrag + Vokü
„Sexismus in der Subkultur“. Das Geschlecht ist noch immer eines der dominanten Strukturmerkmale moderner Gesellschaften und damit in spezifischer Weise Bestandteil relevanter sozialer und gesamtgesellschaftlicher Diskurse. So erzeugen geschlechtsbezogene Denk- und Handlungsmuster z.B. die Marginalisierung bestimmter sozialer Gruppen oder legitime sowie illegitime Formen von Geschlecht. Dabei stellt sich die Frage, inwiefern sich die in einer Gesellschaft lebenden Individuen solchen dominanten Deutungen entziehen können. Wie also werden Diskurse über Geschlecht in z.T. politisierten subkulturellen Kontexten verhandelt? Inwiefern werden gesamtgesellschaftliche Diskurse in solchen Gruppen reproduziert, verstärkt oder abgeschwächt? Die Veranstaltung versucht diesen Fragen nach zu gehen. Dazu sollen Perspektiven auf Geschlecht und Geschlechtlichkeit im Hip Hop, Punk Rock sowie im links-alternativen Milieu vorgestellt und diskutiert werden. Am Ende wird zudem auf antisexistische Strategien eingegangen werden.
 
Beginn: 19.00 Uhr