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Magdeburg 2015 | Entschlossener Antifaschismus

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Zum vierten Mal in Folge wollen wir – antifaschistische und revolutionäre Gruppen aus Sachsen-Anhalt – den Jahrestag der Bombardierung Magdeburgs im Zweiten Weltkrieg nutzen, um mit einer Demonstration gegen den jährlichen Nazigroßaufmarsch, aber auch staatliche Repression, auf die Straße zu gehen. Zwar konnten wir in den Vorjahren durch unsere Mobilisierung mehr Menschen nach Magdeburg bewegen, was sich auch an den entschlossenen Aktionen gegen die Faschisten widerspiegelte, doch gelang es bisher nicht, den Aufmarsch komplett zu verhindern.

Darüber hinaus kam es zu einer ganzen Reihe von Repressionsmaßnahmen gegen Nazigegner, die sich in Ermittlungsverfahren, Hausdurchsuchungen und Haftstrafen, hauptsächlich gegen Menschen sowie Strukturen in Burg und Magdeburg, äußerte. Wir wollen deshalb am Freitag, den 16. Januar 2015 mit einer antifaschistischen Demonstration in Magdeburg deutlich machen, dass ein entschlossener Antifaschismus gerade in Sachsen-Anhalt legitim und notwendig ist und wir uns nicht von den staatlichen Repressionsorganen kriminalisieren lassen.

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Siehe auch hier.

20.11.2014 Bandito Rosso/Berlin: RASH-NEA-Tresen: Vortrag: Was tun gegen HoGeSa?!

Was tun gegen HoGeSa?!
Vortrag, Diskussion
Do, 20.11.2014 | 20:00 Uhr | Bandito Rosso (Lottumstraße 10A / Prenzlauer Berg)

Referent*innen:
BAFF – Bündnis aktiver Fussballfans
Agentur für soziale Perspektiven e.v. (asp)
North East Antifa (Berlin)

Im Oktober und November marschierten Tausende unter dem Label „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) in Köln und Hannover. Beide Aufmärsche mündeten in gewalttätigen Auseinandersetzungen.

Die Medienberichterstattungen über HoGeSa zeigen sich nicht selten überrascht über die „Plötzlichkeit“ und zahlenmäßige Stärke jener Bewegung. Die Anzeichen für eine Organisierung des rechten Fußball-Milieus deutete sich jedoch bereist seit vergangenem Jahr an. In der facebook-Gruppe „Weil Deutsche sich’s noch trau’n!“ [1], dem Vorläufer von HoGeSa, sammelten sich bereits zahlreiche Anhänger männerbündischer Strukturen. Als Vorbild fungierte auch zu jenem Zeitpunkt schon die English Denfence League (EDL) [2]. Mit ihrem Minimalkonsens „Anti-Islamisierung“, der engen Anbindung an eine gewaltbereite Fußball-Klientel und die Arbeit über Social Media erlebte die EDL vor einige Jahren einen ähnlichen Auftrieb wie die HoGeSa. Beide treten öffentlich gegen religiösen Fundamentalismus auf – vor allem geht es ihnen jedoch darum, dass eigene Land zu schützen. Das Leid, welches die Menschen in Syrien durch den sogenannten „Islamischen Staates“ erfahren, rückt vollkommen in den Hintergrund. Die PEGIDA-Aufmärsche gegen Islamisierung in Dresden (2.500 Teilnehmer*innen) [3], die Allianzen zwischen Bürgern und Nazis Flüchtlingsunterkünfte [4] und die Wahlergebnisse der AFD zeugen davon, dass Rassismus und reaktionären Denkmustern zunehmend als legitime Einstellungen anerkannt sind.

Im Vortrag wird über Strukturen, ideologisches Selbstverständnis so wie die EDL als Vorbild des HoGeSa-Netzwerkes informiert. Gemeinsam wollen wir darüber diskutieren wie wir der aktuellen Entwicklung entgegenwirken können.

Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA] & Red & Anarchist Skinheads (RASH)

[1] https://www.antifainfoblatt.de/artikel/%E2%80%9Epatriotisches-menschenmaterial%E2%80%9C
[2] http://de.wikipedia.org/wiki/English_Defence_League
[3] https://www.addn.me/nazis/rassistische-mobilisierungen-weiterhin-mit-zulauf/
[4] http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2014/11/15/mimikry-strategie-laesst-berliner-neonazis-proteste-gegen-asylunterkuenfte-dominieren_17663

Wir bleiben dran! – Antifaschistische Demo am 11. Oktober 2014 in Göppingen

14-10-11 GöppingenSeit mehreren Jahren ist die Region Göppingen Schwerpunkt faschistischer Aktivitäten. Rund um eine Gruppe insbesondere junger Neonazis, die sich selbst als „Autonome Nationalisten (AN)“ bezeichnen, hatte sich eine der aktionistischsten und umtriebigsten Nazigruppierungen in Baden-Württemberg herausgebildet. Rechte Propaganda, öffentliche Auftritte und Übergriffe auf Andersdenkende und MigratInnen sorgten für eine unübersehbare faschistische Präsenz in und um Göppingen. Die offensichtlichsten Augenblicke für die wachsenden rechten Strukturen im Landkreis waren die faschistischen Aufmärsche im Oktober 2012 und 2013 mit jeweils etwa 150 Nazis.

Seit dem Aufkeimen neuer rechter Strukturen 2010 wurde die Region Göppingen zum Schwerpunkt antifaschistischer Aktivitäten, gerade weil das Wegschauen der örtlichen Stadtverwaltung und Polizei die Nazis in ihrem Tun sprichwörtlich bestärkte. Es waren antifaschistische Gruppen und Bündnisse die mit ihrer alltäglichen Präsenz und den Großmobilisierungen gegen die Oktoberaufmärsche für wahrnehmbaren Gegenwind sorgten. Annähernd 1500 Menschen beteiligten sich in beiden Jahren an den Mobilisierungen zur Verhinderung der rechten Demonstrationen und sahen sich dabei mit einem massiven Polizeiaufgebot konfrontiert. Polizeilichen Angriffen mit vielen Verletzten und den Ingewahrsamnahmen mehrerer hundert AntifaschistInnen folgten im Nachgang unzählige Verfahren, Verurteilungen und horrende Geldstrafen.

 Zwar sorgten die Durchsuchungen des Landeskriminalamtes gegen die „Autonomen Nationalisten“ wegen der „Bildung einer kriminellen Vereinigung“ nach §129 im Frühjahr 2014 für die Abmeldung ihres für den 11. Oktober 2014 geplanten Aufmarsches in Göppingen. Das Naziproblem in der Region ist damit dennoch keinesfalls gelöst, allenfalls verschoben – das zeigen nicht zuletzt die faschistischen Aktivitäten der vergangenen Monate im benachbarten Landkreis Esslingen. Grund genug für die antifaschistischen Kräfte am Thema dran zu bleiben!

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Russland: Antifaschist zur Haft im Straflager verurteilt

Repressionen gegen oppositionelle Aktivisten: der Antifaschist und Anarchist Aleksej Sutuga wurde in der vergangenen Woche zu 3 Jahren und einem Monat Straflager verurteilt. Das Gericht befand Sutuga der Körperverletzung sowie des Hooliganismus für schuldig. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft hat er gemeinsam mit weiteren, unbekannten Personen eine Gruppe bewaffneter Neonazis im Café „Sbarro“ in der Nähe der U-Bahnstation „Oktjabr’skaja“ überfallen.

Sutuga beteuert seine Unschuld. Er betont, dass er sich lediglich deeskalierend eingemischt habe, um die Auseinandersetzung zu beenden. Diese Version wird auch von Menschenrechtler sowie von Journalisten oppositioneller Medien unterstützt. Der Anwalt Belov glaubt ebenfalls, dass Sutuga die Neonazis nicht verprügelt hat und verlangte deshalb, den Vorwurf nach Paragraph 116 des russischen Strafgesetzbuches (Körperverletzung) fallen zu lassen. Darüber hinaus, erklärt die Verteidigung, ist die Verurteilung politisch motiviert, da sich Sutuga in oppositionellen Strukturen engagierte.

Im Urteil heißt es: „Nicht ermittelte Beteiligte, die Tabletts, Küchengeräte und Geschirr als Waffen benutzten, bewarfen die Geschädigten Mirza und Parkhomenko, was bei Mirza Schmerzen an der Schulter und am Rücken sowie bei Parkhomenko körperliche Verletzungen in Form von subkutanen Hämatomen verursachte.“ Dies bedeutet nichts anderes, als dass die Körperverletzungen von Unbekannten begangen wurden, die Verantwortung dafür aber eine unschuldige Person tragen soll.

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Fürstenwalde: “British Corner ist kein normales Modegeschäft!”

· Antifa-Demo nimmt Thor Steinar Laden in Fürstenwaldes Innenstadt in den Fokus

Fürstenwalde: “British Corner ist kein normales Modegeschäft!”

Quelle: Inforiot

Info­riot – Knapp 80 Anti­fas gin­gen am heu­ti­gen Sams­tag gegen den Thor Stei­nar Laden “Bri­tish Cor­ner” in Fürs­ten­walde auf die Straße. The­ma­ti­siert wur­den auch die loka­len NPD-Strukturen, sowie die jüngs­ten Überg­riffe auf linke Jugend­li­che und Ein­schüch­te­run­gen gegen Geflüchtete.

Zum Pro­test auf­ge­ru­fen hatte die erst jüngst gegrün­dete Anti­fa­schis­ti­sche Aktion Fürs­ten­walde. Die Demons­tra­tion zog durch das Zen­trum der Stadt und die For­de­rung war klar: “Die Betreiber*Innen des Bri­tish Cor­ner sol­len ihren Laden schlie­ßen und sich aus der Stadt ver­pis­sen!”. Dane­ben wurde auf die jüngs­ten Überg­riffe durch Neo­na­zis auf­merk­sam gemacht. Zuletzt am 5. Sep­tem­ber, als der Ber­li­ner NPD-Chef Sebas­tian Schmidtke und lokale Neo­na­zis am Rande einer Kund­ge­bung in Fürs­ten­walde Antifaschist*Innen angrif­fen. Die Neo­na­zi­par­tei baut im Wahl­kampf wei­ter­hin auf die Anti-Asylthematik: so ste­hen auch die bei­den loka­len Flücht­lings­la­ger seit Mona­ten im Fokus loka­ler NPD-Strukturen. Neben dem Lan­des­chef Klaus Beier kom­men auch Manuel Kokott und wei­tere NPD’ler aus der Region Storkow-Fürstenwalde und haben sowohl auf Lan­des­ebene, wie auch im Kreis­ver­band Oder­land wich­tige Funk­tio­nen inne.

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18.9.2014 Bandito Rosso/Berlin: RASH-NEA-Tresen: Es lebe die Freiheit! Friedensprozess und Aufbau basisdemokratischer Strukturen in Nord-Kurdistan

Info-Veranstaltungsreihe im September 2014:
Es lebe die Freiheit!

Friedensprozess und Aufbau basisdemokratischer Strukturen in Nord-Kurdistan

Zu Zeiten staatlicher Repression und dem Versuch eines Friedensprozesses zwischen den Guerillas der PKK und dem türkischen Staat beginnt der Aufbau eines Rätesystems. Frauen-, Jugendräte und weitere Formen der Selbstorganisation von unten sowie kommunale Selbstverwaltung werden aufgebaut. Sie sind jenseits von Staat, Macht und Kapital die Antwort auf kapitalistische Ausbeutung sowie militärische und biopolitische Unterdrückung. Ein Modell für die radikale Linke (nicht nur) hierzulande?

Im März 2014 waren die Referent*innen Teil einer internationalistischen Delegation, welche mit YXK, dem kurdischen Studierendenverband, den türkischen Teil Kurdistans bereiste.

Termine:

27.08.2014 | 19:00 Uhr | WB13 (Am Berl 13 / Hohenschönhausen)
04.09.2014 | 20.00 Uhr  | Café CralleHWVW-Tresen (Hochstädter Str. 10A / Wedding)
16.09.2014 | 20:00 Uhr  | M29 | VOSIFA-Tresen (Malmöer Straße 29 / Prenzlauer Berg)
18.09.2014 | 20:00 Uhr | Bandito Rosso | [NEA] / (RASH)-Tresen (Lottumstr. 10A / Prenzlauer Berg)
20.09.2014 | 20:00 Uhr  | Lunte | (ASJ)-Tresen (Weisestr. 53 / Neukölln)
25.09.2014 | 20:00 Uhr  | Bunte Kuh | [AINO]-Tresen (Bernkasteler Str. 78 / Weißensee)
26.09.2014 | 18:00 Uhr | La Casa (Wurzener Str. 6 / Hellersdorf)

Flyer: [Front] | [Back]

Veranstaler*innen:
North East Antifascists [NEA] | www.antifa-nordost.org
Hände weg vom Wedding | haendewegvomwedding.blogsport.eu
YXK – Verband der Studierenden aus Kurdistan | www.yxkonline.com
Kurdistan-Solidaritätskomitee Berlin | kurdistan.blogsport.de

Schon mal vormerken:
Zweiter Teil der Reihe, diesmal dann auch bundesweit, im Oktober 2014. Achtet auf Ankündigungen auf den oben genannten Seiten.

28.6.2014: No Love For Haters – Demonstration gegen Paderborner Nazistrukturen

No Love For Haters
Es ist wieder so weit: Am 28.06.2014 findet in Paderborn eine Demo gegen rechten Hass statt. Denn viel zu lange ist nichts mehr passiert! Viel zu lange haben wir alle akzeptiert und weg geschaut, als sich Nazistrukturen in Paderborn gebildet haben, ausgebaut wurden und die Anzahl der rechten Straftaten hier im letztes Jahr zugenommen hat.Auch lokale Medien, wie zum Beispiel die Neue Westfälische und Radio Hochstift habendas Problem erkannt und selbst der Staatsschutz hat sich zu der bedenklichen Situation bezüglich der rechten Strukturen in Paderborn geäußert.
 
Doch was haben wir seitdem dagegen getan? Wir haben uns empört und gesagt, dass es so nicht weitergehen kann.Aber sonst?
Haben wir etwas gegen die rechten Sticker auf unseren Laternenpfählen getan? Haben wir versucht die rechten Parolen von den Wänden der Paderborner Innenstadt zu entfernen? Haben wir versucht die rechten Strukturen öffentlich anzuprangern und zu zerschlagen? Haben wir uns überhaupt mit den Problemen Rassismus, Faschismus, rechter Gewalt und rechten Hooligans in Paderborn auseinander gesetzt?
Viel zu viele Fragen, auf die man nicht eindeutig mit “Ja!” anworten kann. Daher wird es wieder Zeit, aktiv zu werden!

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Berlin: Aktuelles zu den Nazidemos am 26. April und 1. Mai

Am 26. April und am 1. Mai wollen die Nazis in Kreuzberg bzw. Neukölln aufmarschieren. Wir möchten euch mit diesem Artikel einen Überblick zu den Planungen der Nazis und der Gegenproteste geben.

Zu dem Naziaufmarsch am 26. April ruft mittlerweile neben der Berliner NPD auch der Berliner Landesverband von Die Rechte auf. Die Rechte ist bundesweit ein Sammelbecken militanter Neonazis, deren Organisationen verboten wurden und die jetzt versuchen sich unter dem Schutz des Parteiengesetzes neu zu organisieren. In Berlin setzt sich Die Rechte maßgeblich aus ehemaligen Mitgliedern der 2009 verbotenen Kameradschaft Frontbann 24 zusammen.Bisher mobilisieren die Nazis nicht öffentlich für ihre Anmeldung am 1. Mai.

Antifaschistische Strukturen gehen davon aus, dass die Nazis beide Demonstrationen durchführen wollen. Für den 26. April wird mit mehr Nazis gerechnet, da die Provokation Kreuzberg auch in ihren Strukturen gut mobilisierungsfähig ist. Außerdem gibt es am 26. April – im Gegensatz zum 1. Mai – keine anderen Nazi-Veranstaltungen im Bundesgebiet.
Die Nazis fokussieren sich in ihrer Mobilisierung für den 26. April ausschließlich auf das Thema Kreuzberg. Es ist daher unwahrschienlich, dass sie einer Verlegung in die Außenbezirke (Lichtenberg, Schöneweide, Rudow o.ä.) zustimmen. Sie werden wohl nur einer Verlegung zustimmen, wenn zumindest ein Teil der Route durch Kreuzberg führt. Von Bullen und Senat gibt es bisher keine Andeutungen ihnen bereits den Moritzplatz als Sammelpunkt zu verbieten.

Mittlerweile mobilisiert ein breites Bündnis Berlin Nazifrei von Antifa-Gruppen, Parteien und Gewerkschaften unter dem Motto „Racist not welcome anywhere!“ zu Massenblockaden gegen beide Naziaufmärsche. Sie haben sich dazu auf den bekannten Aktionskostens geeinigt:“Unsere Massenblockaden sind Menschenblockaden. Wir leisten zivilen Ungehorsam gegen den Naziaufmarsch, dabei geht von uns keine Eskalation aus.“ Selbstverständlich gilt dieser Aktionskonsens nur für Aktionen, die von dem Berlin Nazifrei-Bündnis organisiert sind. Sie erklären sich explizit mit allen anderen solidarisch, „die mit uns das Ziel teilen, den Naziaufmarsch zu verhindern“, dabei aber auf andere Aktionsformen setzen.
Für den 1. Mai ruft zusätzlich das Bündnis Neukölln,ein Netzwerk antifaschistischer Gruppen, Parteien, Gewerkschaften und Vereinen aus dem Bezirk, zu Kundgebungen entlang der Route auf.

Auch auf der Straße läuft die Mobilisierung an. Etlichen Läden in Kreuzberg 36 haben Plakate gegen den Naziaufmarsch in ihre Schaufenster und Räume gehängt. Auch im restlichen Stadtbild hängen immer mehr Plakate der Antifa-Mobilisierung und von Berlin Nazifrei.

Sammelpunkte für die Gegenproteste am 26. April und 1. Mai will Berln Nazifrei in den nächsten Tagen veröffentlichen. Selbstverständlich halten wir euch auch auf antifa-berlin.info auf dem Laufenden.

http://www.antifa-berlin.info

Und: Eine Einschätzung zur Nazidemo am 26.4. in Kreuzberg

Weddinger Nächte am 11./12.04.2014

Die Weddinger Nächte stehen vor der Tür! Wie im letzten Jahr laden verschiedene Initiativen, Kollektive sowie selbstorganisierte Strukturen ein zu einer besonderen Veranstaltungsreihe im Kiez.

Themen wie Nachbarschaftliche Basisorganisation, sozialer Widerstand, ein Blick in die politische Historie des Bezirks, Film und Diskussion zur Kolonialgeschichte sowie weitere Infos zur Antikapitalistischen Walpurgisnacht am 30.04.2014 gibt’s am zweiten Aprilwochenende.

Bisher sind fünf kostenfreie Veranstaltungsangebote an verschiedenen Orten im Wedding geplant, kurzfristige, zusätzliche Termine werden hier bekannt gegeben.

Programm:

Community Organizing – Chancen und Gefahren
Den sozialen Widerstand organisieren! Was sind die Gefahren, was die Chancen und wie tauglich ist das Konzept für die linke soziale Bewegungen in der BRD?
Referent: Robert Maruschke
11.04.2014 | 19:00 Uhr | Café Cralle (Hochstädter Straße 10A)

Film- und Diskussionsabend
Gezeigt werden drei Filme aus seiner Reihe „Müller Ecke Afrika” über das Afrikanische Viertel im Wedding vom Regisseur Martin Helmbrecht.
11.04.2014 | 19:00 Uhr | Groni50 (Groninger Straße 50)

Den sozialen Widerstand organisieren!
BASTA! Die Erwerbsloseninitiative stellt sich vor! Was ist sozialer Widerstand, wo verbleiben wir mit unserem Tun im Bereich solidarisch Haltung zeigen und individuelle Rechtsdurchsetzung?
12.04.2014 | 17:00 Uhr | Scherer8 (Schererstraße 8)

Der Weddinger Blutmai 1929
Vortrag über Hintergründe, Verlauf und Folgen des Berliner Blutmais 1929 von Dr. Nick Brauns (Historiker und Journalist).
12.04.2014 | 19:00 Uhr | Café Cralle (Hochstädter Straße 10A)

Soli-Abend für die Antikapitalistische Walpurgisnacht 2014
Finest Tunes from oldschool Hip-Hop, Soul, Reggae, Rocksteady and Dub
Live Djs: Angry Hammond, Soulix [Beat Kollektiv], Lucky Loop [Beat Kollektiv], North Korean Rude Boys.
Auch hier gilt: Eintritt frei!
12.04.2014 | 21:00 Uhr | Alter Schwede (Schwedenstraße 11A)

Alle Einnahmen unterstützten den Kampf selbstorganisierter Strukturen gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung im Berliner Bezirk Wedding/Mitte.

Veranstalter_innen: „Hände weg vom Wedding“

7.3.2014 Berlin: Nazikader Christian Schmidt – Halt’s Maul

Keine Basis für rechte Hetze (r)! Kundgebung: 07. März 2014 | 16.30 Uhr | REWE-Markt | Ostseestraße 23 | Prenzlauer BergAm Freitag, den 28. Februar, rufen wir in Pankow zum Protest gegen die NPD auf. Anfang Februar veranstaltete die Berliner NPD eine Kundgebung gegen das neue Flüchtlingsheim in der Pankower Mühlenstraße. Hiermit knüpfte sie an den vergangenen Wahlkampf an, den sie vor allem rassistisch ausgetragen hatte.

In Pankow versuchen auch die lokalen NPD-Strukturen die Unterkunft für ihre “Anti-Asyl”-Propaganda zu nutzen, um die eigenen Strukturen zu stärken. Immer wieder taucht im Umfeld des Asylbewerber_innenheims Propaganda auf, die sich gegen die Geflüchteten richtet.

Der Anstieg organisierter Naziaktivitäten in Pankow lässt sich zum Großteil auf den Berliner Nazi-Aktivisten Christian S. und dessen Umfeld zurück führen. Erstmals fiel S. in den Jahren 2009/2010 auf. Damals war er noch bei den “Freien Nationalisten Berlin Mitte” (FNBM) organsiert, denen zahlreiche rechte Schmierereien in Weißensee zugerechnet werden konnten.

Nachdem 2010 erfolgreich gegen deren Nazistrukturen und Kader in Weißensee mobil gemacht wurde, sah S. sich gezwungen, ein neues Betätigungs- und Umfeld zu suchen. Dieses fand er beim “Nationalen Widerstand Berlin” (NW), der in den Jahren 2009-2011 für mehere Brandanschläge gegen alternative Hausprojekte und Läden im Berliner Stadtgebiet verantwortlich war. Auch Christian S. selbst musste sich in der Vergangenheit im Zusammenhang mit Übergriffen auf Andersdenkende vor Gericht verantwoten.

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