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7.7.2014 Laidak/Berlin: „Der gescheiterte Anti-Faschismus der SED – Rassismus in der DDR“

Laidak (Boddinstr. 42/43): Vortrag
„Der gescheiterte Anti-Faschismus der SED – Rassismus in der DDR“. Für die DDR sind über 8.600 neo-nazistische, rassistische und antisemitische Propaganda- und Gewalttaten (aus Archivmaterialien der SED bzw. vom Ministerium für Staatssicherheit) belegt, bei denen es tausende Verletzte und mindestens 10 Tote gegeben hat. Darunter befanden sich etwa 900 antisemitische Angriffe, von denen etwa 145 Schändungen jüdischer Friedhöfe und Gräber waren. Außerdem gehören dazu mindestens 725 rassistische Angriffe auf AusländerInnen. Rassistische Angriffe auf Wohnheime für Ausländer gab es in der DDR von 1975 an und sie sind dort ein Ausdruck einer besonderen Form des gewalttätigen Rassismus. […]
Da der Anti-Faschismus der SED keine effiziente Abwehr dieser gefährlichen politischen Strömungen hervorbringen konnte, wird er als gescheitert eingestuft. Die historischen Tatsachen zum Rassismus in der DDR und zum Scheitern des kommunistischen Anti-Faschismus rufen zu einer kritischen Reflexion der Geschichte und der Theorie des Anti-Faschismus der radikalen Linken auf.
Eintritt: Spende. Beginn: 19.30 Uhr

Antiautoritärer Block auf der LL-Demo: Mobilisierungsveranstaltungen mit Bernd Langer

14-01-06 Antiautoritärer BlockDie Liebknecht-Luxemburg-Demonstration geht auf eine Gedenkveranstaltung von USPD und KPD für Gefallene des Januaraufstandes 1919 in Berlin zurück. 32 Tote wurden am 25.1.1919 auf dem Friedhof Friedrichsfelde beerdigt.
Darunter auch Karl Liebknecht und – bis zur Auffindung ihrer Leiche zunächst symbolisch – Rosa Luxemburg.1926 ließ die KPD an diesem Ort ein Revolutionsdenkmal errichten, um damit ihren Alleinvertretungsanspruch auf die revolutionäre Bewegung
zu manifestieren. Von den Nazis abgerissen, wurde das Denkmal nicht wieder aufgebaut. Stattdessen entstand die heutige Anlage, die als „Nationalfriedhof der DDR“ bezeichnet werden kann.

Auch heute noch pilgern alljährlich im Januar tausende Linke aller Strömungen zu den Gräbern, obwohl die Widersprüchlichkeiten untereinander immer deutlicher zutage treten.

Ein Vortrag über den „Friedhof der Sozialisten“, die traditionelle Totenehrung und das Wesen der revolutionären Bewegung.

6.1.2014 | 20.00 Uhr |Zielona Gora|Grünberger Str.73

9.1.2014 | 20.00 Uhr |Bunte Kuh|Bernkasteler Str.78

17.11.2011 Bandito Rosso/Berlin: RASH-/NEA-Tresen

Der russische Nationalismus ist in den letzten Jahren vor allem durch seine gewalttätige Form in die europäischen Schlagzeilen geraten – durch brutale Angriffe und Morde an vermeintlichen Migrant_innen, „politischen Feinden“ und antifaschistisch Aktiven.

Während verdeckt agierende terroristische Gruppierungen weiterhin zu gefährlicher und mörderischer Gewalt greifen, versuchen organisierte Nationalist_innen gleichzeitig zunehmend, sich einen seriösen Anstrich zu geben, mit dem Ziel, eine feste politische Größe zu werden. Bisher ist es nationalistischen Organisationen zwar noch nicht gelungen, sich politisch in zu etablieren. Mit ihren Positionen können sie jedoch auf gesellschaftlich weit verbreiteten xenophoben und nationalistischen Einstellungen der Mehrheitsbevölkerung aufbauen, welche bereits auch von der offiziellen Politik getragen und instrumentalisiert werden. 

Die Veranstaltung gibt einen Überblick über das Phänomen des russischen Nationalismus und Neofaschismus seit den 1990ern und stellt seine Strömungen sowie aktuelle Erscheinungsformen anhand einiger Beispiele dar. Außerdem wird das Phänomen des gesellschaftlichen Nationalismus im multiethnischen Russland von der Perestroika bis Heute nachgezeichnet, der eine große Herausforderung für zivilgesellschaftliche und antifaschistische Aktivist_innen darstellt.

Donnerstag, 17.11.2011, 20h RASH & NEA-Tressen (Bandito Rosso) 
Montag, 17.12.2011, 19.30h UJZ Karlshorst

Eine Veranstaltung des Siempre-Antifascista!-Bündnisses Berlin 
www.siempreantifa.tk