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22.9.2012 Berlin: Wir bleiben Alle – Demo

Wir bleiben Alle!!! Mitten drin statt Aussen vor! Aufruf zur Demonstration am 22.9.2012

Im Jahr 1992 gingen jeweils 20.000 Menschen in Berlin auf zwei Demonstrationen mit dem Motto WIR BLEIBEN ALLE, um gegen steigende Mieten und Verdrängung zu kämpfen! 20 Jahre später wollen WIR, ein breites Bündnis aus verschiedenen Zusammenhängen dieser Stadt, gemeinsam daran anknüpfen und rufen alle in dieser Stadt lebenden Menschen dazu auf, sich zu beteiligen.

WIR BRAUCHEN ALLE !!! um den Regierenden und Reichen dieser Stadt zu zeigen, dass wir nicht länger bereit sind, dem Ausverkauf unserer Stadt und unseres Lebens tatenlos zu zusehen. Viele Menschen sind schon aus ihren Kiezen verdrängt worden und Freiräume existieren nur noch wenige und doch haben wir in diesem Jahr schon etwas Entscheidendes erreicht: WIR haben dank unserer Aktionen und Demonstrationen den Schokoladen Mitte gerettet. Derzeit sind aber noch viele andere Projekte und Hausgemeinschaften bedroht unter anderem der Seniorentreff Stille Strasse, die K.v.U., die Linie 206, der Wagenburg Rummelplatz und viele weitere. Lasst uns Krach schlagen – Radau machen – also bringt Trillerpfeifen, Töpfe und alles was Krach macht mit ! WIR wollen uns in Blöcken formieren. Also wenn ihr als Zusammenhang einer Gruppe oder Initiative kommt denkt euch was aus und bringt viele Transpis mit !

in diesem Sinne ob Nuriye ob Kalle WIR BLEIBEN ALLE !!!

Gemeinsam gegen Sozialabbau, Verdrängung und den Ausverkauf der Stadt! Für selbstbestimmte, selbstverwaltete, solidarische und unkommerzielle Räume !!!

Ort: U-Bahnhof Eberswalder Strasse

Zeit: 16 Uhr

2.6.2012 Berlin: “Schweigen und Verschweigen: NSU, Rassismus und die Stille im Land“

Unter dem Motto “Schweigen und Verschweigen: NSU, Rassismus und die Stille im Land“ organisiert ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis ein öffentliches Hearing mit Betroffenen der NSU-Anschlagsserie, Rassismus- und RechtsextremismusexpertInnen und JuristInnen. Die Veranstaltung findet am 2. Juni 2012 von 11:00 – 17:00 Uhr in der Akademie der Künste, Pariser Platz 4 (S+U Brandenburger Tor) in Berlin-Mitte statt.

Programm:

Begrüßung, Einleitender Beitrag und Panel (11:00 – 13:30):
„Eine Frage des Respekts: Zum Umgang staatlicher Institutionen, Medien und Gesellschaft mit den NSU-Mordopfern, den Hinterbliebenen und den Verletzten.“
Kutlu Yurtseven, Bewohner der Keupstraße in Köln zum Zeitpunkt des NSU-Bombenanschlags in 2001 und Sänger von „Microphone Mafia“; Rechtsanwältin Edith Lunnebach und Publizist Imran Ayata.

Panel II (14:00 – 15:20):
„Bewaffneter Rechtsextremismus: Kontinuitäten, Milieus und staatliches Versagen.“
Die RechtsextremismusexpertInnen David Begrich (Miteinander e.V.); Ulli Jentsch (Antifaschistisches Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin e.V.) und Kati Lang (RAA Opferberatung Sachsen).

Panel III (15:40 – 17:00):
„Grenzen und Chancen parlamentarischer und außerparlamentarischer Aufklärungsinstrumente: Erfahrungen aus Deutschland und Großbritannien.“
Dr. Richard Stone aus London (ehemals Mitglied der Stephen Lawrence Untersuchungs-kommission) und Wolfgang Kaleck (European Center for Constitutional and Human Rights).
Das Bündnis will mit dem Hearing den Anliegen und Forderungen von Betroffenen des rassistischen und rechtsextremen Terrors Gehör verschaffen und das Ausmaß neonazistischer Gewalt und Organisierung in den Fokus rücken. Darüber hinaus sollen anhand der Erfahrungen aus der Untersuchungskommission zum Tod des schwarzen britischen Teenagers Stephen Lawrence Möglichkeiten und Grenzen parlamentarischer Untersuchungskommissionen und –ausschüsse aufgezeigt werden. m Zentrum steht dabei die Diskussion über Strategien zur Herstellung notwendiger Transparenz für die Öffentlichkeit und Druck auf die verantwortlichen Stellen, sowie die Forderung nach zentralen, auch institutionellen, Konsequenzen.

Mit dieser Veranstaltung soll die rassistische Normalität sichtbar gemacht werden, die die Grundlage der NSU-Mordserie darstellt. In dem Hearing werden antifaschistische und zivilgesellschaftliche Initiativen und Akteure von ihren Erfahrungen im Kampf gegen Rechts, der Aufklärung rassistischer Straftaten und ihrer Auseinandersetzung mit dem Verfassungsschutz berichten. Das Hearing am 02. Juni 2012 in Berlin will den Finger in die Wunde legen und eine öffentliche Diskussion über die Ursachen, Hintergründe und Konsequenzen der NSU-Anschlagsserie führen. Alle Beiträge werden simultan ins Englische und Türkische übersetzt.

Weitere Informationen, Anmeldung und Kontakt:
www.buendnis-gegen-das-schweigen.de
Telefon             +49 (0)179 5845589      
mail@buendnis-gegen-das-schweigen.de
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