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Mannheim: Aufruf – Anti-Repressionsdemo am 14.12.2013

Am 14.12. wird es in Mannheim eine Antirepressionsdemo geben. Anlass sind die Angriffe des bürgerlichen Staates in jüngster Vergangenheit auf antifaschistische Strukturen in Mannheim aber auch in gesammt Baden Württenberg. Zu der Demonstration ruft der Solikreis Mannheim auf, ein Zusammenschluss von Menschen welche es sich zum Ziel gesetzt haben praktische Solidarität zu organisieren. Mit dem Aufruf zur Demonstration Treten wir nun zum ersten mal an die Öffentlichkeit.

Die Demonstration am 14.12. wird sich nicht nur mit der Repression gegen Antifaschist_innen befassen, sondern vor allem auch mit der Repression gegen Flüchtlinge. Die aktuelle rassistische Welle die wir erleben darf nicht unbeantwortet bleiben. Wir werden nicht warten bis wieder Flüchtlingsheime brennen. Das fast täglich Menschen an der europäischen Ausengrenze sterben aufgrund eines immer weiter durchmilitarisierten Grenzregimes, ist für uns ein unerträglicher Zustand. Wir wollen hier nicht weiter tatenlos zusehen! Es gilt für uns praktische Solidarität zu schaffen! Ein Staat der sich immer weiter abschottet, Menschen nach ihrer ökonomischen verwertbarkeit sortiert und abschiebt, dabei gleichzeitig Nazibanden unterstützt und deren erbittertste Gegner_innen verfolgt und mit Repression überzieht, gehört für uns zum Problem und nicht zur Lösung!

Kommt alle am 14.12.2013 nach Mannheim!  

Unsere Solidarität gegen ihre Repression!
Polizeiliche Unterdrückung und rassistische Ausgrenzung bekämpfen!

Link:Solikreis-Mannheim

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Das Sichere ist nicht sicher. Schluss mit Kapitalismus. Weltweit.

Das Unrecht geht heute einher mit sicherem Schritt.
Frühjahr 2012 – das Klima an den Rändern Europas ist wieder einmal rauer geworden: In den nordafrikanischen Ländern sind große Teile der Bevölkerung aufgestanden gegen Jahrzehnte währende Unterdrückung und Elend und finden sich nun in einem Prozess des Machtpokers zwischen neuen und alten Eliten wieder. Im arabischen Raum sterben tagtäglich Menschen, die gegen mörderische Regime Widerstand leisten. An den Grenzen Griechenlands werden Flüchtlinge in Internierungscamps eingepfercht, die denen in Kriegsgebieten gleichen, während den BewohnerInnen des Landes das letzte Bisschen zum Leben geraubt wird. Diese Entwicklung wird auch vor den reichen Industrienationen nicht halt machen. So gilt in den USA bereits jede/r sechste EinwohnerIn als arm. In England werden die Rentenbeiträge erhöht, bei gleichzeitiger Verlängerung der Lebensarbeitszeit. In Frankreich werden die Sozialausgaben drastisch reduziert und zugleich die Privatisierung staatlicher Unternehmen weiter vorangetrieben. Und in Deutschland sinkt das Lohnniveau immer weiter, während die Lebenshaltungskosten rapide steigen. Kein Grund also, es sich zu Hause gemütlich zu machen und zu denken, dass dies alles mit uns nichts zu tun hat…

Keine Stimme ertönt außer der Stimme der Herrschenden.
Wenn wir über das Elend der Welt sprechen, können wir vom Kapitalismus nicht schweigen –verdeutlichen wir uns noch einmal den Sinn und Zweck einer kapitalistischen Wirtschaftsordnung: sie besteht in der Abschöpfung des Mehrwertes und der Profitmaximierung. Mit anderen Worten heißt dies, dass Produktion im Kapitalismus nicht auf die Befriedigung menschlicher Bedürfnisse ausgerichtet ist, sondern auf die Generierung von Mehrwert. Die allermeisten Menschen sind in diesem Prozess nur Mittel zum Zweck. Weltweit hungern mehr als eine Milliarde Menschen, während gleichzeitig jedes Jahr Millionen Tonnen Lebensmittel vernichtet werden, um die Preise stabil zu halten. Das ist die Logik des Kapitalismus, dem nach und nach alle Lebensbereiche untergeordnet werden. Nach dieser Logik müssen Viele arbeiten, damit Wenige den Wert abschöpfen und sich bereichern können.

Ein großer Teil der Bevölkerung bleibt daher weitestgehend vom gesellschaftlich produzierten Reichtum ausgeschlossen. Damit die Profite möglichst hoch sind, muss der Lebensstandard der breiten Bevölkerung möglichst gering sein. Armut, Hunger und Elend sind und bleiben fundamentale Wesenszüge dieses Systems. Über die jeweiligen Abstufungen des Elends bestimmt die momentane Verfasstheit des Kapitalismus.

Das Prinzip des Kapitalismus ist in sich barbarisch, es ist gewalttätig und tötet. Die Barbarei wütet allerdings mit unterschiedlicher Ausprägung: In den privilegierten Zentren geschieht dies beispielsweise in der Form von Terror auf dem Amt, Polizeiknüppeln auf Demonstrationen oder Altersarmut, wie wir es in der Geschichte des Athener Rentners, der sich aufgrund seiner aussichtslosen finanziellen Situation auf offener Straße das Leben genommen hat, ablesen können. An den Grenzen der Zonen des abgesicherten Reichtums wird jedoch direkt getötet: Alljährlich sterben Tausende im Versuch, die EU-Außengrenzen zu überwinden oder über den Hochsicherheitszaun zwischen Mexiko und den USA zu gelangen. Im sog. Trikont zeigt sich die Gewalttätigkeit des Kapitalismus dagegen flächendeckend: in Form von Hungertod und (Bürger)kriegen, brutaler Unterdrückung und Massakern, wenn die Menschen die Teilhabe am gesellschaftlichen Reichtum fordern, wie während der Revolten in den nordafrikanischen Ländern.

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