Schlagwort-Archiv: stellen

4.12.2014 Café Cralle/Berlin: Historische Mieter*innenkämpfe und Perspektiven des Widerstandes

Zum monatlichen Tresen diesmal eine Veranstaltung mit Simon Lengemann und Peter Nowak:

Seit einiger Zeit wehren sich auch in Berlin Mieter_innen gegen Zwangsräumungen. Protestbündnisse rufen zu Kundgebungen und Blockaden auf. Der Journalist Peter Nowak hat in der Edition Assemblage das Buch “Zwangsräumungen verhindern” herausgegeben. Er wird auf der Veranstaltung diesen Widerstand in den Kontext einer Politik der Selbstermächtigung stellen, die sich nicht mehr darauf beschränkt, an Regierungen und Kapital Forderungen für eine sozialere Politik zu stellen. Er stellt ebenfalls die Frage, welche Perspektive dieser Widerstand hat und ob es ihm gelingen kann, eine Gegenmacht zu entwickeln. Dazu ist es auch notwendig, in die Geschichte zu blicken.

So existierte von 1930 bis Januar 1933 eine Berliner Mieter_innenbewegung, die unter dem Motto “Erst das Essen, dann die Miete” ein politischer Faktor war. Der Historiker Simon Lengemann hat diese Berliner Mieter_innenbewegung vor dem Hintergrund der Wohnungspolitik jener Zeit untersucht und wird seine Forschungsergebnisse auf der Veranstaltung vortragen. Wenn Lengemann zu dem Schluss kommt, dass die Sozialpolitik einkommensschwache Mieter_innen vor die Alternative Hunger oder Zwangsräumung stellte, so klingt das sehr aktuell. Daher wollen wir am Ende gemeinsam Gemeinsamkeiten aber auch Unterschiede der Mieter_inenbewegung vor über 90 Jahren und heute diskutieren.

04.12. | 20 Uhr | Café Cralle | Hochstädter Str. 10a | U9/U6/247

http://haendewegvomwedding.blogsport.eu

NPD-Kundgebungen am 8.10.2014 in Buch

18.00 – 20.30 Uhr | Berlin-Buch

Die NPD-Pankow hat für Mittwoch den 8. Oktober vier Kundgebungen mit Infostand in Berlin-Buch angemeldet. Bei der Veranstaltung am Mittwoch wird den Charakter eines Wanderumzuges haben.

Konkret richtet sich die NPD-Hetze gegen Flüchtlinge aus Afghanistan, Tschetschenen, Dagestan, und dem Iran, die seit einigen Monaten im Pankower Stadtteil Buch in Einzelwohnungen leben. „In Buch gibt es keine Flüchtlingsunterkunft, die den Pankower Nazis als Projektionsfläche für ihre Anti-Asyl-Kampagne dienen könne. Nun sollen die wenigen Flüchtlinge die in Buch für die NPD-Hetze herhalten.“ So Martin Sonnenburg von der Gruppe North East Antifa aus Pankow.

Angemeldet hat die NPD fünf Personen, jedoch kann mit bis zu 15 Teilnehmer*innen gerechnet werden. Da Buch den Rückzugsraum der Pankower NPD-Aktiven darstellt, ist mit der Beteiligung nicht organisierter Rechter zu rechnen.

Alle Nazi-Gegner*innen sind darum dazu aufgefordert sich den Nazis in Buch in den Weg zu stellen!

Folgende Tourdaten wurden angemeldet:
– 18.00 Uhr: S-Bahnhof Buch (Wahrscheinlich)
– 18.30 Uhr: Wildbergstraße/Walter-Friedrich-Straße (Wahrscheinlich)
– 19 Uhr Norma-Supermarkt | Bruno-Appelt-Straße
– 19.30 Uhr: Getränke Hoffmann | Karower Chaussee

Info: Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es keine Gegenanmeldungen. Dies sollte trotzdem nicht davon Abhalten nach buch zu fahren. (Stand 16.00 Uhr)

2.10.2014 Dortu65/Potsdam: SoulPunkParty

KULTURSCHOCK …es ist wieder soweit!! SoulPunk will mit Euch den Keller der 65 ROCKEN, auf den Kopp stellen & Euch und uns mal anders „schockig“ ausflippen sehen! Wir hoffen, Ihr seid bereit, fremde & durchaus suspekte Momente mit uns zum Leben zu erwecken!

19.8.2014 Potsdam: Nazis Blockieren? Na klar! Solikundgebung vor Gericht

Bußgeldprozesse in Potsdam wegen Antinaziblockade in Frankfurt am Main // Kundgebung am 20. August 12 Uhr vor dem Amtsgericht Potsdam, anschließend gemeinsamer Prozessbesuch

Am 20. August 2014 beginnen in Potsdam die Verhandlungen gegen über hundert frankfurter Antifaschist*innen. Zusammen mit tausenden Anderen blockierten wir die Anreise der Nazis am ersten Mai 2013, so dass diese ihre Demonstration in Frankfurt absagen mussten. Dabei haben wir neben anderen Zufahrtswegen, auch ganz bewusst und über Stunden den Bahnanreiseweg der Nazis blockiert. Die anschließende Räumung der Gleise durch die Bullen sorgte für einige Verletzte und Strafanzeigen, außerdem wurden von allen einzeln die Personalien festgestellt. Gegen alle 1000 Blockierer*innen auf den Gleißen verhängte die Bundespolizei Verwarn und Bußgelder Am. Doch über hundert verweigern sich dem!

Wir sind nicht bereit Nazis und ihrer menschenverachtende Ideologie zu akzeptieren und werden uns ihnen immer entgegenstellen. Genausowenig sind wir bereit dem Staat der die Nazis beschützt und ihnen den Weg ebnet noch Geld für unsere Blockaden zu zahlen. Deshalb beginnen am 20. August die Prozesse gegen uns am Sitz der Bundespolizei in Potsdam. Des weiteren beginnen am 13. August Verhandlungen gegen Jugendliche Gleisblockierer*innen aufgrund des Wohnortprinzips in Frankfurt/M und Mainz. Wir sind mit den geladenen Leuten solidarisch und rufen dazu auf, die Verhandlungen gemeinsam zu besuchen. Denn die Betroffenen stehen nicht wegen 35 Euro Verwarnungsgeld vor der BußgeldrichterIn, sondern aufgrund einer legitimen antifaschistischen Aktion, die eine Nazikundgebung in Frankfurt verhindert hat und von vielen Menschen und Gruppen getragen, unterstützt und befürwortet wurde. Was immer auch am Ende der Verhandlungen herauskommt: Es bleibt richtig, sich den Nazis, wo immer sie auch auftauchen, offensiv in den Weg zu stellen. Und es ist konsequent, die dafür verhängten staatlichen Sanktionen nicht einfach zu akzeptieren. Wir freuen uns über eure Solidarität, kommt vorbei! Antinaziblockaden bleiben legitim!

Genauere Infos zu den Verfahren gibt es bei der Roten Hilfe Frankfurt (Main).

Anreise Tips aus Berlin und dem Umland

Das Amtsgericht Potsdam befindet sich in der Hegelallee 8, 14467 Potsdam. Mit Bus oder Tram bis zur Bus- und Straßenbahnhaltestelle „Nauener Tor“. Ab Potsdam Hauptbahnhof könnt ihr die Buslinien 638, 639, 604, 609 und 695 oder die Straßenbahnen 92 und 96 nehmen.

26.4.2014 Memmingen: In Gedenken an Peter Siebert – Gegen Nazis und ihre Umtriebe!

Im April 2014 jährt sich zum 6. Mal der Todestag von Peter Siebert, der in seiner Wohnung in Memmingen von seinem Nachbarn dem Neonazi Alexander B. niedergestochen wurde. Am Samstag den 26. April 2014 wollen wir im Rahmen einer Demonstration in Memmingen (Allgäu) Peter Siebert und allen anderen Opfern, die durch rechte Gewalt sterben mussten, gedenken. Gleichzeitig wollen wir die örtliche Bevölkerung und die Verantwortlichen der Stadt Memmingen wachrütteln und den Nazis vor Ort zeigen, was wir von ihnen und ihren Sympatisant_Innen halten.

 In der Nacht zum 26. April 2008 wurde der 40-jährige Peter Siebert von seinem 22-jährigen Nachbarn, dem Neonazi Alexander B. in Memmingen erstochen. Zuvor hatte sich das Opfer (nicht zum ersten Mal) über den lauten Rechtsrock seines Nachbarn beschwert und diesem seine braune Gesinnung vorgeworfen. Im Laufe des Streits verfolgte Alexander B. seinen Nachbarn bis in dessen Wohnung und stach ihn dort mit einem Bajonett nieder.

Im Dezember 2008 wurde der Täter nach nur einem Prozesstag vom Landgericht Memmingen wegen Totschlags (!) zu acht Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Eine rechts motivierte Tat wurde von den Behörden damals nicht in Betracht gezogen, obwohl Alexander B. vor dem Prozess zugegeben hatte, er habe mit Siebert gestritten, „weil ich rechts bin“. Erst zwei Jahre nach der Verurteilung räumte Manfred Mürbe, Vizepräsident des Landgerichts Memmingen, ein, dass ein rechtsextremer Hintergrund „wahrscheinlich“ sei. Trotzdem taucht der Fall Peter Siebert bis heute nicht in der offiziellen Statistik der Todesopfer rechter Gewalt auf.

746 weitere Tötungsdelikte, die bundesweit zwischen 1990 und 2011 insgesamt 849 Todesopfer gefordert haben, sollen erneut auf rechte Motive „geprüft“ werden, nachdem diese Fälle in einer oberflächlichen Überprüfung „Anfangsverdachtsmomente für ein rechtsextremes Tatmotiv“ her gaben. Darunter auch 137 Fälle der „Opferlisten“ nicht-staatlicher Stellen, davon 40 in Bayern. (1.) Die Ereignisse um Peter Siebert sind einer davon. (2.)

Peter Siebert bleibt auch nicht das einzige Opfer neonazistischer Gewalt im Allgäu. Am 17. Juli 2013 wurde in Kaufbeuren ein 34-jähriger Spätaussiedler vom Neonazi Falk. H (Meiningen) mit nur einem Faustschlag so schwer am Kopf verletzt, dass er bewusstlos zu Boden ging und am Folgetag starb. (3.) Der Prozess gegen Falk H. beginnt am 30. April 2014 in Kempten (Allgäu). (4.)

Damals erregte die Gewalttat in Kaufbeuren sowie der grausame Tod von Peter Siebert in und um Memmingen kein besonders großes Interesse bei der Bevölkerung, obwohl in der „idyllischen Kleinstadt“ schon seit Jahren ein sehr ernst zu nehmendes Naziproblem fest zu stellen ist, das die Stadt aber nach eigenen Angaben angeblich „im Griff“ hat. Mit diesem „Argument“ lehnte der Memminger Stadtrat auch eine vom Bündnis „Memmingen gemeinsam gegen rechts“ beantragte „Fachstelle gegen Rechtsextremismus“ ab. (5.)

Weiter

13.2.2014 Schreina47/Berlin: BrandenburgAbend mit Dresden-Ticker

Während viele in Dresden sein werden um den Neonazis auch noch den letzten Spaß am Trauern zu nehmen öffnen wir wieder unsere Tore zum Treff und Austausch zwischen Menschen aus Berlin, Brandenburg und Menschen die sich für Brandenburg interessieren.
Dieses Mal verzichten wir auf einne Brandenburgspezifischen Input – geplant ist ein Ticker über Dresden anzubieten. Auch versuchen wir die letzten Informationen über den kommenden Neonaziaufmarsch in Cottbus (15.02.2014, 12 Uhr) einzuholen und euch zur Verfügung zu stellen.

Für das leibliche Wohl ist wie immer gesorgt. Jeden 2. Donnerstag im Monat.

30.11.2013 Tik Nord/Berlin: DubPub Allstar Band & Moonbass Lo-Fi

Nach Jahren im Sattel und zahllosen Nächten in den Weiten der Steppe sind sie nun zurück in dem Saloon in dem sie das Licht der Welt erblickten: THE DUBPUB ALLSTAR BAND teilt wieder aus!
Staubiger Schweiß legt sich auf die Stirn der ZuhörerInnen, den dieser Tanz könnte der letzte sein.
Die MusikerInnen der Band sind erfolgreich unter falschen Namen in zahlreichen Reggae & Dub Projekten unterwegs, doch es half nichts, ohne Stiefel und unbewaffnet müssen sie sich an diesem Abend für eine Handvoll Dollar dem zähneknirschenden Publikum des DUBPUB stellen!

Rückendeckung kommt von MOONBASS Lo-Fi und CHRIS ORIGINAL die in locker sitzenden Jeans und Pfeifen im Mund weder Freund noch Feind kennen wenn sie tief in ihre Satteltaschen greifen um uns mit Raritäten und B-Seiten die Knie weich werden zu lassen.
ROCKSTEADY-DUB-VINTAGE REGGAE & ROOTS bis die aufgehende Sonne hoffentlich wieder für Ordnung sorgen wird.

(DubPub auf Facebook)

TiK Nord, Rigaer Str. 77, 10247 Berlin-Friedrichshain

2.&16.11.2013: Demos zu NSU und VS in BaWü

Im November 2013 jährt sich das Auffliegen der faschistischen Terrorzelle „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) zum zweiten Mal. Die aus rechten Strukturen stammenden Mörder sind jahrelang durch die BRD gezogen und haben zum Teil unter den Augen staatlicher Geheimdienste neun Menschen getötet und mit mindestens zwei Bombenanschlägen viele weitere verletzt. Das Motiv der Täter war ein tiefsitzender rassistischer Hass auf Migrant*innen.
Zahlreiche Hintergründe sind jedoch weiterhin ungeklärt. Wie tief waren staatliche Stellen mit dem NSU und deren Umfeld verstrickt. In diesem Zusammenhang spielt die Neonaziszene in Südwestdeutschland eine wichtige Rolle, zahlreiche Spuren des NSU führen in die Region. Im November 2013 finden Demonstrationen in Heilbronn (2.11.) und Schwäbisch Hall (16.11.) statt. Infos zu Veranstaltungen | Antifa Heilbronn

2./16.11. – Rassismus bekämpfen! Verfassungsschutz auflösen!
• Heilbronn: 2. November | 13 Uhr | Theresienwiese 
• Schwäbisch Hall: 16. November| 11 Uhr | Nähe Bonhoefferplatz
Weiter Lesen

Ultrash 2013 – Selbstgemacht und informativ!

In zwei Tagen ist Ultrash. Und es wird groß, größer, großartig! Garantiert! An zwei Tagen gibt es Gehirnjogging und Party – und zwar bereits zum siebten Mal. Wir möchten an dieser Stelle auf zwei Sachen gesondert aufmerksam machen.

Zum einen ist dies die grandiose Ultrash Unfug Ausgabe zum Festival. Hier die Ankündigung und ein paar Hinweise auf den Inhalt.

Es ist wieder soweit – die wilden 8 Tage im Mai haben begonnen und werden am folgenden Wochenende mit dem noch wilderen Ultrash ihren Höhepunkt finden. Auch in diesem Jahr organisieren aktive Red & Anarchist Skinheads, Ultras aus Babelsberg und befreundete engagierte Fans zwei Tage voll mit Veranstaltungen, Film und ganz viel Musik. Wie jedes Jahr gibt es auch diesmal eine Sonderausgabe des Norkurvenzine Ultra Unfug als Begleitlektüre zum Festival. Im neuen Ultrash Unfug geht es um Fußball jenseits von Kommerzialisierungs- und Verwertungsdruck. D.I.Y. ist das Stichwort.

Im Heft ist als Einführung ein Text über den Hintergrund von D.I.Y. im Allgemeinen und selbstorganisierten Fußball von Gabriel Kuhn zu finden. Dieser Text ist auf english, damit auch unsere Gäste nicht zu kurz kommen. Nach der diskursiven Einleitung folgt nun aber die Praxis. Aktive stellen uns ihre Verein vor. Zunächst ist der FC United of Manchester dran. Es folgt ein ausführliches Interview über die Gründung, das Selbstverständnis und die Entwicklung der BSG Chemie Leipzig. Der Rote Stern Leipzig und die symphatischen Roter Stern Kickers Ahrensburg stellen sich und ihren Vereine vor. Ebenfalls sehr ausführlich ist das Interview zur Organisation der Freundschafts- und Solidaritätstour von Partizan Minsk im März diesen Jahres, das durch einen Bericht über die Podiumsdiskussion unter dem Motto “Another Football is possible” in Berlin ergänzt wird. Den Abschluß bildet ein Kommentar über Fanstrukturen und Selbstorganisierung beim SV Babelsberg 03. Also, es ist für jede und jeden etwas dabei!

Weiter