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28.6.2012 Bunte Kuh/Berlin: Ganz entspannt in Schwarz-Rot-Gold?

AINO-Tresen mit Infoveranstaltung | 28.06.12 | 20.00 Uhr | Bunte Kuh (Bernkastellerstr.78)
Referentin: Dagmar Schediwy

Seit der Fußball-WM 2006 hat sich in Deutschland das exzessive Zur-Schau-Stellen von Nationalgefühl bei internationalen Fußballevents als Massenphänomen durchgesetzt. Schwarz-rot-goldene Fahnenmeere, Autokorsos und ekstatisch feiernde Fans gehören bei den im Zweijahresrhythmus stattfindenden Großereignissen des Männerfußballs inzwischen zur Normalität. Was steckt hinter der patriotischen Aufwallung während der Spiele? Sind sie wirklich nur ein Ereignis der Eventkultur, das keinerlei politische Bedeutung hat? Dazu hat die Referentin während der Männer-Fußball-WM 2006, der EM 2008 und der WM 2010 Deutschlandfans auf Fanmeilen befragt.

Eine Veranstaltung im Rahmen der “You’ll never walk alone…”-Reihe von Siempre Antifa und der Antifaschistischen Initiative Nord Ost [AINO]

18.6.2012 Berlin: Fang den Bus – Immobilientagung

Am 18. Juni findet im Berliner Nobelhotel Ritz-Carlton die vom Handelsblatt ausgerichtete Jahrestagung der deutschen Immobilienwirtschaft statt. Heißt im Klartext: Vertreter_innen der großen Immobilienkonzerne, Investmentbanken, Beratungsgesellschaften und Parteien (Die Piraten und Bündnis 90/Die Grünen) sowie Bundesbauminister Peter Ramsauer takeln untereinander ab, wie, wann und in welcher Immobiliensparte am besten die Preise nach oben getrieben werden können.

Die „Keyplayer der Immobilienszene“ werden besprechen, wie den Eigentümer_innen bzw. Anleger_innen beispielsweise durch Mieterhöhungen, vom Staat subventionierte energetische Sanierungen, Privatisierung von öffentlichen Wohnungsbestände und Grundstücken etc. die sicherste und höchste Rendite garantiert werden kann. Für Mieter_innen in Berlin und anderswo heißt das: Höhere Mieten, weniger Geld zum Leben, Verdrängung, Schikanen, Wohnungsnot.

Angesichts von mittlerweile 8% jährlicher Mietsteigerungen bei gleichzeitigen Lohneinbußen und Sozialkürzungen sind Mieterinnen und Mieter in Berlin aber so langsam richtig wütend.
Deshalb gibt es für den 18.6. ein volles Tages- und Abendprogramm zur kritisch- bis krawalligen Begleitung des Immobilienevents. Tagsüber wird vom Bündnis „Keine Rendite mit der Miete“ zum Ritz-Carlton hindemonstriert und das Hotel belagert. Abends wird die Fahrt der Immobilienprofis vom Hotel zum Luxusdinner in der Kulturbrauerei unter dem Motto „Fang den Bus“ gestört. Für den Tag soll vor allem die Öffentlichkeit über den stattfindenden organisierten Ausverkauf der Stadt informiert und in Stellung gebracht werden, beim Abendprogramm geht es darum, die Immobilienheinis spüren zu lassen, dass sie unerwünscht sind und sie schonmal ein Gefühl dafür geben, dass sie sich in Berlin verspekulieren. Denn: HIER KAUFT MAN ÄRGER!!!

Hier die Dates für den 18.6.:
16:00 Uhr: Auftaktkundgebung am Mehringplatz
17:30 Uhr: Potsdamer Platz (vor dem Ritz Carlton Hotel)
ab 18 Uhr: Kundgebungen vor den Eingängen der Kulturbrauerei
ab 18 Uhr: DIY-Aktionen im Prenzlauer Berg, um die Busse der Immobilienchef_innen auf ihrem Weg in die Kulturbrauerei zu stören

Aufrufe und weitere Infos/Hinweise für Aktionen auf den Seiten
keinerenditemitdermiete.blogsport.de
fangdenbus.noblogs.org

Berlin: 900 gegen Neuköllner Neonazistrukturen

Es war ein deutliches Zeichen gegen Neonazis und rassistische Gewalt, dass etwa 900 Antifaschist_innen am Freitagabend im als Schwerpunkt der Neonaziszene geltenden Süden Neuköllns setzten. Die Demonstration, die vom U-Bahnhof Lipschitzallee zum U-Bahnhof Rudow zog, stand unter dem Motto „Zeit zu Handeln! Keine „ Homezone“ für Nazis und Rassist_innen!“. Die Teilnehmer_innen ließen sich dabei von einer zeitgleich stattfindenden Neonazidemo nicht aus dem Takt bringen und setzten eigene Akzente. Knapp fünfzig Nazis mussten mit ihrer Demonstration in den Tempelhofer Ortsteil Marienfelde ausweichen. Auch dort wurden sie von massiven Protesten begleitet und konnten ihren Aufmarsch am Ende nicht wie geplant durchführen. Unterdessen sind weitere antifaschistische Aktionen in Südneukölln bereits in Planung.

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