Schlagwort-Archiv: sozialismus

17.8.2013 Berlin: 150 Jahre SPD – Ein Grund zum Feiern.

Jubel-Demo und Mega-Party am Brandenburger Tor.

Krieg, Abschiebung, Sozialabbau – Ein stärkeres Deutschland kommt nicht von allein.
Die Geburtstunde der deutschen Sozialdemokratie jährt sich in diesem Jahr zum 150 Mal.
Gegründet in einer Leipziger Kneipe, entwickelte sich die SPD von einer Splitterpartei zur regierungsfähigen Volkspartei. Wir waren immer die Stimme der arbeitenden deutschen Bevölkerung. So wie sie sich veränderte, veränderten wir uns auch. 150 Jahre SPD, das sind 150 Jahre ungebrochene Erfolgsgeschichte – Von der Kneipe ins Parlament, vom Bordstein zur Skyline! Es war ein langer Weg vom Sozialismus zur Sozialen Marktwirtschaft neoliberaler Prägung, doch wir haben ihn erfolgreich gemeistert.

150 Jahre SPD

Jubel-Demonstration:
17.08.2013 | 14:00 Uhr | Mauerpark (Prenzlauer Berg)

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Die Attraktivität der Kleinstadt

Die rechtsextreme Szene bedient sich auch neuer Aktionsformen. Sie setzt auf Flashmobs, Fackelzüge und ländliche Kleinstädte.

»Ich dachte, jetzt werden die gleich alles anzünden«, sagt der ältere Herr, der aus Angst seinen Namen nicht nennen möchte. Er wohnt in Stolpen, einer Kleinstadt in der Sächsischen Schweiz. Sichtlich schockiert berichtet er von einem Aufmarsch, der Ende September unmittelbar vor seiner Haustür stattgefunden hat. An Bilder des Ku-Klux-Klan habe ihn die Szenerie erinnert, nur »viel näher und realer«. Durch Sprechchöre wie »Nationaler Sozialismus – jetzt!« sei ihm klar geworden, dass es sich um Nazis handelte, die mit Fackeln durch die Stadt zogen. Mit dem Nachbarn habe es danach allerdings ein wenig Streit gegeben, denn der habe vermutet, es seien Linke gewesen. Schließlich »waren alle schwarz angezogen, haben Radau gemacht und mitten in der Nacht ein Feuerwerk angezündet«. So etwas machen die Rechten nicht, meinen einige im Ort.

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NPD-Stadtverordneter verurteilt

ORANIENBURG – Der Oranienburger NPD-Stadtverordnete Reimar Leibner ist gestern vor dem Amtsgericht Oranienburg zu einer Geldstrafe von 200 Euro verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Leibner am 24. August 2010 die Oranienburgerin Michaela H. angepöbelt und beleidigt hatte. Verteidiger Volker Hellriegel behielt sich vor, Einspruch dagegen einzulegen.

„Euch rote Brut kriegen wir auch noch. Ihr Arschlöcher“, hatte Leibner der Frau zufolge gerufen. Dass Leibner, der zuletzt durch das Tragen eines T-Shirts mit der unmissverständlichen Botschaft „Nationalen Sozialismus durchsetzen! Kämpfen oder aussterben!“, aufgefallen war, dies leugnete, wertete Richter Andreas Steiner als Schutzbehauptung. Die Aussagen der Zeugin hielt er dagegen für glaubwürdig – auch wegen der Vorgeschichte.

 

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28.10. – Berlin: Alkohol und Sozialismus

Das Thema „Drogen und Politik“ wurde nicht erst von den 1968ern diskutiert, sondern schon in den 1890er Jahren gab es eine heftige Debatte dazu. Im Mittelpunkt stand der Alkoholkonsum der Arbeiterklasse und damit verbunden die Frage: Vertragen sich Sozialismus und Alkohol? Oder ist absolute Nüchternheit die Voraussetzung für politische Kämpfe?

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Lateinamerikanische Skinheads mit rotem Stern, unterwegs im Auftrag von Karl Marx

Wenn man das Wort Skinheads hört, denken da nicht die meisten gleich an faschistische und rassistische Schlägertrupps, die mit Glatze und schweren Stiefeln grölend durch die Strassen jagen?

In Deutschland ist das sicherlich der Fall! In Lateinamerika sieht es etwas anders aus. Wer hier über dieses Jugendsubkultur spricht, kommt am linken Gedankengut nicht vorbei! Die Skinheadbewegung besinnt sich hier nicht nur auf ihre kulturellen Wurzeln der Musik und Mode, nein sie besinnt sich vor allem politisch auf ihren Ursprung in der Arbeiterklasse. Das Proletariat oder la clase de obreros , befindet sich gerade in der lateinamerikanischen Gesellschaft auf der untersten Stufe. Hier gibt es sie noch, die klar definierten Klassen, und somit auch noch den immer wieder proklamierten Klassenkampf. Eine geringe Schulbildung, auf Grund des wenigen Einkommens, schlechte medizinische Versorgung und Perspektivlosigkeit der Jugend ist keine Seltenheit. Dagegen treten unter anderem vermehrt Skinheads auf.

Viele davon sind Red und Anarchist Skinheads (RASH). Sie haben sich unter anderem den Kampf gegen Faschismus, Kapitalismus und Rassismus auf die Fahne geschrieben. Als Symbol tragen sie die drei parallelen schräg nach unten links zeigenden Pfeile, als Ausdruck des Widerstandes. Da man viele Jugendliche mit der Musik erreicht, wurde am 23. Juni 2005 die „Internationale des Proletarier-Rock“ von den Gruppen Núcleo Terco, Komintern43 und M.A.D. gegründet. Es ist ein Zusammenschluss von Musikgruppen aus Spanien und Lateinamerika(Chile, Peru, Kolumbien, Venezuela, Mexiko und Brasilien), die das marxistische Gedankengut durch ihre Lieder auf das Publikum, das zumeist aus Skinheads besteht, im Stil des gitarrenlastigen Oi! transferieren möchten.
Gemeinsam tauschen sich die Bands untereinander aus und planen politische Veranstaltungen oder Konzerte. Einer dieser Band ist die chilenische militant linke Combo GUARDIA BERMELLÓN, die im Jahre 2006 gegründet wurde. In der Skinheadszene Santiago de Chile fehlte etwas, und zwar politisch eindeutige Musik. Als Jungs de Proletariates und überzeugte Marxisten / Leninisten griffen fünf Jungs zu den Instrumenten und kotzen den Unmut über die soziale Ungerechtigkeit, die sie Tag für Tag am eigenen Leib und der unmittelbaren Umgebung spüren, heraus. Für Saufen, Sex und Schlägereien lassen ihre Texte keinen Platz. Dafür gibt es genügend andere Bands. Sie sehen sich als politisches Werkzeug für den Klassenkampf und der Manifestation zum Sozialismus und Kommunismus.