Schlagwort-Archiv: paris

12.6.2014 Black Fleck/Potsdam: GRRZZZ & Lunar Farmers

GRRZZZ
industrial punk, paris

http://grrzzz.org/

LUNAR FARMERS
moondesertrock, dresden

http://lunarfarmers.wordpress.com/

Und der blackfleck-newsletter sagt dazu:

mal wieder: GRRZZZ (und kommt, eins kriegen´se noch: Z). aus paris!!!!! und
wenn ihr bedenkt, dass die zu zweit sind, machen die ganz schön attacke!
industriell triffts. aus dresden kommen LUNAR FARMERS. keine schublade geht
auf: als hätten sie black sabbath mit dem bass von joy division…na ja, manche
hören och black sabbath aus allet raus…oder doch eher so ein drogeninduziertes
geschleiche, so kyuss-mäßig.
und GRRZZZ haben och noch ein ein-mann-orchester dabei: FEROMIL. da sagen sie
mal beser selber was dazu: „our friend feromil will be with us on the road. it
happens that, more than a having a „friend status“, he plays a metal detector
on a gtr amp making amazing music with weird beautiful sounds…“ und och noch:
„…he does it alone. he just need an electrical outlet somewhere. he can play
anywhere in the place – on or out of the stage – where he can get some
electricity. he can for instance play during the backline change between 2
bands, he can play at 1st, at the end… and he can play 20 mn.“

8.6.2014 Baiz/Berlin: Militanter und getarnter Faschismus Frankreich, ein Jahr nach dem Mord an Clément Méric und zwei Wochen nach den Europaparlamentswahlen

Vor einem Jahr, am 05. Juni 2013, starb der junge französische Antifaschist Clément Meric unter den Schlägen einer Gruppe von Boneheads und militanten Neofaschisten. Die Täter gehörten der Gruppe ,Troisième Voie‘ („Dritter Weg“) unter Serge Ayoub, einem früheren Anführer einer Bonehead -Formation im Raum Paris, sowie ihrem Umfeld an.

Mehrere Tatbeteiligte sitzen seitdem in Untersuchungshaft. Im Juni und Juli 2013 wurde daraufhin ein halbes Dutzend neofaschistischer Aktivisten*innengruppen in Frankreich verboten. Dies schreckte jedoch andere Kräfte nicht ab, sich erst recht positiv auf das politische Umfeld der Mörder zu beziehen. Der französische Antisemit Dieudonné M’bala M’bala publizierte am 30. Juli 2013 ein so genanntes Interview mit Serge Ayoub im Internet, das mehrere Hunderttausend Mal angeklickt wurde und in dem der neofaschistische Anführer für seine „Ideen“ werben konnte. Und im September 2013 gründete sich in Heidelberg eine neue deutsche Neonazipartei – unter dem Namen „Der Dritte Weg“. Die Nähe zur französischen Organisationsbezeichnung dürfte eher nicht zufällig sein. Rechtsradikale Parteien oder „Bewegungen“ mit breiterem Einfluss, insbesondere durch erfolgreiche Teilnahme an Wahlen, versuchen unterdessen den Verdacht einer Nähe zu solchen Gruppen abzustreifen. Marine Le Pen, die Chefin des französischen Front National (FN), wies einen solchen Verdacht weit von sich. Allerdings wurden daraufhin schnell Kontakte publik, die sie in der Vergangenheit zu Serge Ayoub hatte. So nahm sie etwa 2008 in dem von Ayoub betriebenen Kneipen- und Veranstaltungsraum ,Le Local‘ in Paris an einer neofaschistischen Veranstaltung teil.
Unterdessen zeichnet sich ab, dass ihre Partei – der Front National – bei den Europaparlamentswahlen ein hohes Ergebnis erzielen wird. Vordergründig angeblich frei von Homophobie und offenem Antisemitismus, versuchen der FN und vergleichbare Parteien mit „Einwanderungskritik“ und Nörgeln an der EU bei den Wahlen zu punkten. In vielen Mitgliedsländern mit erheblichem Erfolg.

Referent: Bernard Schmid
Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA]

08.06.2014 | 15:00 Uhr | BAIZ (Schönhauser Allee 26A)

Wut und Trauer zu Widerstand – im Gedenken an Clément und all die anderen

Dieser Artikel will einige Hintergründe zum Mord an Clément aus der französischsprachigen Presse zusammenfassen und kommentieren, Links zu weiteren Artikeln gibt es am Ende. Letztendlich geht es um Clément, aber er steht auch als ein weiteres trauriges Beispiel für einen gesellschaftlichen Prozess, der in der ganzen Welt täglich Menschen das Leben nimmt.

Zu den Ereignissen am 5. Juni 2013

In Paris, nahe des Bahnhofs Saint Lazare, wurde am frühen Abend des 5. Juni der Antifaschist Clément Méric von mehreren Nazis angegriffen und umgebracht. Er verließ gerade in einer kleineren Gruppe ein Geschäft, als eine Gruppe rechter Skinheads sie gezielt attackierte. Mehrere Faustschläge, vermutlich verstärkt durch einen Schlagring, trafen Clément so heftig, dass er nach hinten kippte und mit dem Kopf auf einen Poller aufschlug. Einige Stunden später ist er im Krankenhaus an den Verletzungen durch die Schläge gestorben.

Am nächsten Tag gab die Action Antifasciste Paris-Banlieue (AAPB) eine Pressekonferenz, in der sie erklärt, dass die Täter mit der Bewegung „Troisième Voie“ zu tun haben und der Chef der JNR in Kontakt mit ihnen stehen würde.

Vier Angeklagte sind einen Tag nach der Tat, am 6.6. von der Polizei festgenommen und in Untersuchungshaft gebracht worden, darunter der vermeintliche Haupttäter. Der Vorwurf lautet Mord. Später am Tag wurden drei weitere Personen festgenommen. [25]

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Der Mord an Clément Méric

Am 5. Juni 2013 wurde der 18 jährige Antifaschist Clément Méric von einem Naziskin in Paris erschlagen. Die Tat ereignete sich an einem Nachmittag im 9. Arrondissement im Stadtteil Haussmann – Saint-Lazare. Mitten in der Stadt. Clément war für sein Studium der Politikwissenschaft an der Science-Po von Brest nach Paris gezogen und engagierte sich dort in verschiedenen linken Gruppierungen. Sein Mörder ist der 20 jährige Estaban Morillo, der aus der französischen Picardie nach Paris zog. Schon in seinem Heimatort agierte er als Nazi. Er gehört zum Umfeld der “Jeunesses Nationalistes Révolutionnaires” und des „Troisième Voie“ (Dritter Weg) unter Serge Ayoubs.

Ein Interview mit Fred Alpi aus Paris. Fred Alpi ist Bandmitglied der „The Angry Cats“ und vielen noch bekannt über die anarchistische Street-Punk Band „Brigada Flores Magon“. Er ist Mitglied der anarchosyndikalistischen CNT bei der auch Clement aktiv gewesen war.

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Azzoncao: Salut Fred, erzähl bitte was sich am letzten Mittwoch in Paris ereignete.

Fred: Clément war mit einigen Freunden in einem Kaufhaus einkaufen. Er hatte einen Gutschein für Ben Sherman Kleidung, was ja bei uns Skinhead eine traditionelle Marke ist. Clement war kein Skin, aber er stand auf den Stile. Sie sind dort einer Gruppe Nazis begegnet. Diese erkannten Clément von einer antifaschistischen Demonstration gegen die reaktionären homophoben Demonstrationen der letzten Wochen.

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12.6.2013 Berlin: Mord an Antifa in Paris – Kundgebung vor der französischen Botschaft

12.6.: Kundgebung, 15.00 Uhr, Brandenburger Tor, vor der französischen Botschaft.

„Wut und Trauer zu Widerstand – im Gedenken an Clément Méric und all die Anderen.“ In Paris, nahe des Bahnhofs Saint Lazare, wurde am frühen Abend des 5. Juni der Antifaschist Clément Méric von mehreren Nazis angegriffen und umgebracht. Er verließ gerade in einer kleineren Gruppe ein Geschäft, als eine Gruppe Nazi-Skins sie gezielt attackierte. Ein Faustschlag, vermutlich verstärkt durch einen Schlagring, traf Clément so heftig, dass er nach hinten kippte und mit dem Kopf auf einen Poller aufschlug. Einige Stunden später ist er im Krankenhaus an diesen Verletzungen gestorben. Fünf Angeklagte sind bisher von der Polizei gefasst worden, darunter der mutmaßliche Haupttäter. Der Vorwurf lautet Mord. Wir wollen heute unserer Trauer, unserer Wut und unserer Solidarität Ausdruck verleihen, indem wir uns am Brandenburger Tor vor der französischen Botschaft versammeln und Clément gedenken genauso wie allen weiteren Opfern rechter Gewalt! Wir vergessen nicht! Remembering means Fighting! Siempre Antifascista!

Antifa in Paris ermordet, Linker in Istanbul ermordet – 9. Juni 2013 – Demo in Berlin

Am 5. Juni 2013 wurde der 18 jährige Antifaschist und Gewerkschaftsanhänger Clément Méric von Faschisten ermordet. Der Mord hat in Frankreich landesweite Proteste ausgelöst. Die Tat wird vor von vielen Seiten als Resultat einer rechten Mobilmachung innerhalb der Gesellschaft gesehen.

Nur zwei Tage vor dem Mord in Frankreich töteten Zivilpolizisten Mehmet Ayvalıtaş. Er war Aktivisten der linken Gruppe Sosyalist Dayanışma Platformu  (SODAP) und war wie viele Tausende  in den vergangenen Tagen gegen die rechte und reaktionäre Politik auf die Straße gegangen, die die AKP mit Knüppeln und Tränengas gegen die Bevölkerung durch zu setzen versucht.

Wir wollen Clément und Mehmet gedenken, wir wollen ein gemeinsames, internationales Zeichen gegen Faschismus und Rechtsentwicklung in der Gesellschaft setzen. Darum rufen wir zu einem Antifa-Block auf der Solidaritäts-Demonstration für die Aufstände in der Türkei am 9. Juni in Berlin auf.

>> Paris

Am Mittwoch dem 6. Juni besuchte Clément zusammen mit Freunden am Nachmittag einen privaten Kleider-Basar für Designer- und Sportbekleidung , wie es sie in Paris häufiger gibt. In einer  Wohnung in der Rue Caumartin im 9. Arrondissement, trafen Clément Méric und seiner Freunde, auf eine Gruppe Neonazis. Eine Frau und zwei Männer, mit Hakenkreuz-Tatoos, „Blood and Honour“-Aufdrucken auf ihren Pullovern. Nach einem heftigeren Wortwechsel verließen die Rechten die Wohnung – und warteten draußen in der Rue Caumartin, einer belebten Fußgängerzone, auf ihre  Widersacher.
Die Gruppe, einer von ihnen mit einem Totschläger bewaffnet, schlugen auf den schmächtigen Clément ein. Dieser stützte zu Boden und zog sich eine tödliche Kopfverletzung zu. Er wurde ins Krankenhaus Salpetrière-Pitié eingeliefert, wo die Ärzte jedoch nur noch seinen Tod feststellen konnten.

In Frankreich wird der Mord vor dem Hintergrund eines gesellschaftlichen Klimas gesehen, welches geprägt ist von seit Monaten andauernden homophoben Mobilisierungen gegen die Ehegleichstellung. So konnten sich die FaschistInnen durch diese Formierung der Reaktion gestärkt fühlen und neues Selbstbewusstsein schöpfen. Federführend bei der Mobilisierung des rechtsradikalen gegen die „Ehe für Alle“ ist die Organisation Jeunesses Nationalistes Révolutionnaires (JNR). So wurden im Zuge der Proteste Abgeordnete der Nationalversammlung bei Veranstaltungen mehrfach am Reden gehindert, mehrere BefürworterInnen der Homo-Ehe mit dem Tod bedroht, einige sogar zusammen geschlagen.  Deutlich wurde dabei, dass die Riots während der rechts-konservativen Protestmärsche von Gruppen wie Jeunesses Nationalistes Révolutionnaires (JNR), Groupe Union-Défense (GUD), Renouveau Français (RF), Jeunesses Nationalistes (JN), dem Bloc Identitaire und anderen gezielt provoziert wurden. Frankreichs radikale Rechte feiert diesen Schulterschluss zwischen Nazis und Spießbürgern als rechtes „Paris 68“.

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Paris: Drei Nazis haben Clément totgeschlagen

Am gestrigen Mittwoch gegen 18 Uhr haben drei Naziskins von der „Jeune Nationaliste Révolutionnaire“ (JNR) unseren Genossen Clément im 9. Arrondissement in Paris am Bahnhof Haussmann – Saint-Lazare angegriffen. Die Täter trugen Bomberjacken und Springerstiefel. Nach Faustschlägen schlug er mit dem Kopf auf das Pflaster auf und verlor das Bewusstsein. Er wurde ins Salpêtrière-Krankenhaus eingeliefert und verstarb dort wenige Stunden später. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen und seinen FreundInnen.

Der Vorfall reiht sich ein in eine Anzahl von Nazi-Übergriffen, die zur Zeit mit der Welle der Proteste gegen die Ehe für alle mitschwimmt.

Schon länger geplant ist am Wochenende ein Soli-Festival für von staatlicher Repression betroffener Antifas. Dieses dürfte einen Anlaufpunkt für Protestaktivitäten am Wochenende bieten und zur Kontaktaufnahme mit lokalen Antifas dienen können.

Wenn Nazis zuschlagen, sorgt dafür, dass sie es nie wieder tun!

Solidarisiert euch mit den Pariser Antifas!

Französische Quellen:

 https://linksunten.indymedia.org/fr/node/88128

 https://linksunten.indymedia.org/fr/node/88126

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Tausende Menschen bei Schweigemarsch in Paris

Frankreichs Präsident Sarkozy und andere Politiker sprechen mittlerweile offen von einem antisemitischen Anschlag auf eine jüdische Schule in Toulouse. Dort hatte ein unbekannter Attentäter am Montagmorgen vier Menschen erschossen, darunter drei Kinder. In Paris versammelten sich Tausende Menschen und zogen durch die Hauptstadt, um der Toten zu gedenken – und um gegen den Anschlag zu demonstrieren. Ein beeindruckendes Zeichen, welches es in Deutschland nach dem Bekannt werden des NSU-Terrors so leider nicht gegeben hatte.

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Mehr zu dem Anschlag: Kein Po und Busen, dafür tote Juden

Interview mit RASH Paris

http://contre.propagande.org/images/sabonner-ju.gifRASH Paris Interview (Thanks RASH Poland)

The following interview was publicized in SKINHEAD REVOLT issue1 – zine R.A.S.H.- POLAND

1. What is red and anarchist skinheads ?

Nico: Red and Anarchist Skin Heads is an international antifascist and anticapitalist skinhead network. It was built in USA at the beginning of 90’s, but spread quickly in Canada, Europe and south America. We’ve got links in lots of countries.

Interview mit RASH Paris weiterlesen

Redskinoffensive

Im Oktober (2006) werden gleich zwei Redskinfestivals- bzw. Konzerte in Berlin und Göttingen stattfinden. Hier wird kurz beschrieben um was es geht…

Die (organisierte) Redskinszene kommt hierzulande immer mehr in Fahrt: der linke Teil der Skinheadszene hat erkannt, dass es so wie bisher nicht mehr weitergehen kann, was die bundesdeutsche Skinheadszene betrifft. Jahrelang wurde es stillschweigend mehr oder weniger toleriert, dass die Grenzen innerhalb der Szene zum rechten bzw. rechtsoffenen Teil relativ schwimmend verliefen. Damit muss endlich Schluss sein! Viel zu oft wurden Bands und Leute in der Szene toleriert, die eindeutig rechte Positionen vertreten bzw. heute mit Linken und morgen mit Rechten abhingen.

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