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27.12.2014 Berlin-Marzahn: Doch keine Weihnachtspause der Nazis!

Wieder ruft eine neonazistische Gruppe zu einer Demo gegen „Asylmissbrauch und linke Gewalt“ durch Berlin-Marzahn auf. Diesmal allerdings nicht die selbsternannte „Bürgerbewegung Marzahn“, sondern Nazis und Hools aus deren Umfeld. Unter dem Namen „Ber.Ge.As“ (Berlin gegen Asylmissbrauch) bewirbt die Gruppe auf Facebook für den 27. Dezember eine Demo.Auf der öffentlich einzusehenden Teilnehmer_innenliste haben sich viele Anhänger_innen von HoGeSa und anderen „Nein zum Heim“-Seiten angekündigt.

Auch dieser Demonstration werden wir mit antifaschistischen Gegenprotesten begegnen. Dazu gibt es einen Treffpunkt um 17:30 Uhr am Eastgate (S-Bahnhof Marzahn). Der Vortreffpunkt für solidarische Leute aus der Innenstadt befindet sich 16:30 Uhr am S-Bahnhof Ostkreuz (Ausgang Sonntagstraße).

Bildet Gruppen zur Anreise und vor Ort, passt aufeinander auf und lasst uns gemeinsam ein Zeichen gegen Nazis und Rassist_innen in Marzahn setzen!

Achtet auf weitere Infos unter:
akmh.blogsport.eu
twitter.com/ai_b_bbg

Aktueller Stand zu den Gegenprotesten am 16.12. in Hohenschönhausen

Bis Frühling 2015 plant der Berliner Senat in 5 Stadtteilen Container-Unterkünfte für Menschen zu eröffnen, die fliehen mussten.
Auch in Falkenberg, welches zu Hohenschönhausen gehört, soll eine dieser Unterkünfte entstehen. An anderen geplanten Standorten gibt es wöchentlich rassistische Aufmärsche mit bis zu eintausend Beteiligten. Nun soll am 16.12.2014 auch ein Nazi-Aufmarsch in Falkenberg stattfinden.

Doch diesem Vorhaben gilt es einen Riegel vorzuschieben. Wir wollen den Nazi-Aufmarsch am Dienstag geschlossen blockieren. Wir werden den Nazis zeigen, dass wir keinen Bock auf ihre rassistische Hetze haben – weder in Falkenberg noch anderswo. Gerade in Falkenberg ist es wichtig, den Nazis keinen Erfolg zu verschaffen. Wenn wir den Nazi-Aufmarsch konsequent verhindern, verliert dieser seine Anziehungskraft und kann sich somit nicht als weiterer wöchentlicher Konzentrationspunkt neben Marzahn, Buch und Köpenick einreihen. Deshalb rufen wir als Vernetzung verschiedener antifaschistischer und antirassistischer Strukturen aus Hohenschönhausen dazu auf, an diesem Tag zahlreich zu erscheinen.

Treffpunkt für die gemeinsame Anreise aus der Innenstadt: 17.45 Uhr // Weltzeituhr, Alexanderplatz
Start der Gegenproteste in Hohenschönhausen: Dienstag, 16.12.2014 // 18 Uhr

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Rassistische Aufmärsche in Köpenick – Was war, ist und kommt

Der folgende Text fasst die Ereignisse in Köpenick zusammen und soll einen Überblick zu den rassistischen Demonstrantionen bieten, wird aber auch über die aktuelle Situation und die Zukunft informieren. Dabei werden nicht alle Bereiche der rassistischen Mobilisierung Berücksichtigung finden. Wenn ihr also wichtige Anmerkungen habt, ergänzt diese bitte.

15. November 2014 – erste rassistische Demonstration

Am 15. November 2014 fand die erste rassistische Demo im Allende-Viertel statt. Zu deren Mobilisierung wurden die beiden Facebookseiten „Nein zum Heim in Köpenick“ und „Nein-zum-Containerdorf-am-Standort-Allende-II“, sowie Flyer genutzt. Es kamen ca. 400 Nazis und Rassist*innen zusammen. Obwohl die Anmelder*innen davon sprachen keine Nazis auf ihrer Demo zu dulden, beteiligten sich ca. 100 Nazis von Die Rechte, NPD und Nationalem Widerstand. Diese stellten unter anderem den Ordner*innen-Dienst. Auch konnten Udo Voigt (Europaabgeordneter) und Sebastian Schmidtke (Landeschef) von der NPD ihre Hetzreden über das offene Mikrofon halten. Dabei brüllte Voigt, „Köpenick muss wieder Deutsch werden.“ und erhielt dafür den Beifall der Anwesenden. Diese Zusammensetzung wurde bereits auf der Anreise deutlich, als eine Gruppe von ca. 50 Nazis um Sebastian Schmidtke Antifaschist*innen bedrohten.

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15.12.2014 Berlin-Marzahn: Rassist*innen blockieren!

Seit mittlerweile sechs Wochen ziehen nun Nazis zusammen mit rassistischen Anwohner*innen jeden Montag durch Marzahn. Dankbar nahmen sie ein geplantes Containerlager für Geflüchtete zum Anlass, ihre Hetze gemeinsam auf die Straße zu tragen. Als wäre es nicht schon schlimm genug, dass von staatlicher Seite Geflüchteten statt Wohnungen und selbstorganisierten Häusern nur noch eine menschenunwürdige Unterbringung in Containerlagern zugestanden wird, zieht nun auch noch ein rassistischer Mob durch die Straßen. Für uns sind solche Zustände unerträglich! Lasst uns deshalb gemeinsam an den Erfolg vom 22. November anknüpfen und den Aufmarsch der Rassist*innen endlich auch an einem Montag blockieren.

Seit bekannt wurde, dass in Marzahn eine neue Unterkunft für Geflüchtete eröffnet werden soll, mobilisieren Berliner Nazis und rassistische Anwohner*innen jeden Montag in dem Ortsteil zu Demonstrationen. Von Angang  an gab es aber auch antifaschistischen Protest. Er ist in den letzten beiden Wochen immer stärker geworden. Wir haben die Nazis am 22.11. schon ein Mal mit Tausenden blockiert und ihren Aufmarsch so verhindert. Erst letzte Woche sind wir mit 800 Menschen durch Marzahn gezogen und haben nebenbei die Rassist*innen zu einer Änderung ihrer Route gezwungen. Doch so lange sie weiterhin zu Hunderten durch die Straßen ziehen können, ist ein solidarisches Zusammenleben in Marzahn undenkbar. Wir werden daher nicht nachlassen, bis die rassistischen Aufmärsche aufhören.

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5.12.2014 Linie 1/Berlin: ReggaeXplosion

December 5th: Carib Crew + Simon Czech
Simon Czech ist zum ersten, aber bestimmt nicht zum letzten Mal bei der ReggaeXplosion dabei. Er hat sich schon in ganz Deutschland und gelegentlich im Ausland mit der “Boss Bunch” einen Namen gemacht und ist einer der hyperaktiven Sammler, die unentwegt an ihrer Sammlung feilen.

Early Reggae, Rock Steady, Jamaican Ska
“Die beste Musik zu dieser Zeit in dieser Stadt!”

05.12.2014 Tommyhaus/Linie 1, Wilhelmstr. 9, Berlin-Kreuzberg
Admission free – open end – no nazis, no dogs – adults only!

Kurzauswertung zum Naziaufmarsch am 22. November 2014

Am Samstag, den 22. November 2014 konnte nach drei Montagen in Folge endlich ein klares Zeichen gegen Rassismus und Faschismus in Berlin-Marzahn gesetzt werden. Mehrere tausend Antifaschist*innen konnten schon bei Zeiten die wichtigsten Kreuzungen rund um’s Aufmarschgebiet blockieren.

Bereits vor Beginn der Nazidemonstration waren hunderte Antifaschist*innen auf den Kreuzungen rund um den Auftaktort der Rechten gelangt und konnten diese besetzten. So mussten sich immer wieder Grüppchen von Nazis unter dem Schutz der Polizei durch die Reihen der Gegenproteste drängen, wobei es zu zahlreichen Angriffen und Drohungen gegen Gegendemonstrant*innen und Presse kam. Vom großen Aufmarsch mit über 1.000 erwarteten Teilnehmer*innen blieben die Nazis mit maximal 600 Leuten weit entfernt. Ein großer Teil der Demo reiste nach unserem Kenntnisstand über Schöneweide an, ein altbekannter Treffpunkt für Neonazis aus Brandenburg und den Süden Berlins. Die Anreise der Nazis zog sich über Stunden hin, so dass immer wieder Grüppchen von Nazis an Blockadepunkten auffielen, die ratlos ein Durchkommen zu ihrer Nazidemo suchten.
Die ca. 1.700 eingesetzzten Cops aus Berlin, Ba-Wü, Schlesig-Holstein und Brandenburg konnten nur unter Einsatz von Pfefferspray und Knüppeln Gegendemonstrant*innen von der Route fern halten. Einigen Antifaschist*innen gelang es aber dann doch zum Auftaktort der Nazis zu gelangen und diese somit einzukesseln, was sich über mehrere Stunden hinzog. Nach stundenlangem Warten konnte der Rest der rechten Demo erst gegen 17 Uhr nach langem Hin und Her losziehen. Durch das lange Warten im Kalten und die schlechte Versorgung mit Bier verzog sich ein großer Teil der rassistischen Demo. Die Polizei leitete diesen Rest nach einen kurzen Demoversuch von wenigen Metern auf dem schnellsten Weg zurück zur S-Bahnstation Raoul-Wallenberg-Straße. So kurz die Route auch war, für die Nazis entwickelte sich das Ende denkbar unschön, so fanden sie sich in einem Wanderkessel wieder, umstellt von Polizist*innen und hunderten Gegendemonstrant*innen. Dabei kam es zu Flaschen- und Steinwürfen aus der Nazidemo, die Teilnehmer*innen des Gegenprotestes verletzten. Direkt nach der Ankunft der Nazis am S-Bahnhof wurde die Versammlung für beendet erklärt und sie in den S-Bahn verfrachtet. Nach Ende der Demo waren aber immer noch Gruppen von Nazis im Kiez unterwegs, teilweise ohne Polizeibegleitung, die offensichtlich auf der Suche nach gewalttätigen Auseinandersetzungen waren.

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24.11.2014 Berlin: Erneute Nazi-Demo in Marzahn

Tauschende blockierten diesen Samstag die Nazidemo in Marzahn. Nach stundenlangem Warten und wenigen Metern Strecke mussten die Nazis umkehren. Nichts desto trotz wollen sie am Montag erneut durch Marzahn demonstrieren. Wie die letzten Montage haben sie eine Demonstration ab 19 Uhr an der Ecke Landsberger Allee / Blumenberger Damm angemeldet. Einen Überblick über die bisherigen drei „Montagsdemos“ in Marzahn gibt es hier.

Die Bucher Nazis verzichten nach den Gegenprotesten der letzten Wochen diesen Montag auf eine eigene Demonstration. Stattdessen wollen sie ab 17.45 Uhr antirassistische Proteste in Buch stören. Das Netzwerk Flüchtlinge willkommen in Buch und Karow (link is external) veranstaltet ab 17 Uhr einen Infostand und ab 18 Uhr eine Kundgebung in der Bucher Einkaufsmeile. Unter dem Motto „Unser Bezirk – unsere Regeln – unsere Entscheidungen!“ rufen die Nazis ab 17.45 zu einer Kundgebung an der Walter-Friedrich-Straße / Wiltbergstraße dagegen auf. Letzten Montag waren 250 Nazis unter Protesten von 120 GegendemonstrantInnen durch Buch gezogen (link is external). Vorletzten Donnerstag hatten 60 AntifaschistInnen die „Lichterkette“ der Bucher Nazis gestört.

Da die Nazis wie gesagt sehr angefressen nach Samstag sind und auch im Internet zu Rache aufrufen, wäre es sinnvoll sich nur in Gruppen zu bewegen. Treffpunkt hierfür wäre 18.00 Uhr Ostkreuz – Sonntagstraße. Oder ihr organisiert euch selbst in euren Bezugsgruppen.
Ticker | Weitere Infos | Karte

Quelle: http://www.antifa-berlin.info/news/706-erneute-nazi-demo-in-marzahn-am-montag

Berlin-Marzahn im November 2014 – Eine kurze Zusammenfassung

Einleitung

Ab April 2015 sollen in einem Containerlager in der Schönagelstraße in Berlin-Marzahn Geflüchtete untergebracht werden. AktivistInnen aus dem NW Berlin, ‚altgediente‘ KameradschafterInnen aus den 90ern sowie VertreterInnen der Parteien NPD und ‚Die Rechte‘ konnten in den vergangenen drei Wochen mehrere hundert lokale Hooligans und rassistische AnwohnerInnen auf die Straße bringen. Nach drei sehr erfolgreichen Montagsdemos wird für morgen, den 22. November, zu einem überregionalen Aufmarsch gegen ‚Asylmissbrauch‘ aufgerufen. Ein breites Bündnis ruft zu Gegenprotesten und Blockaden auf, damit die Nazis keinen einzigen Meter mehr ungestört durch Marzahn laufen. An dieser Stelle erfolgt deshalb eine kurze und zusammenfassende Darstellung der letzten drei Wochen in Marzahn.

 Vorgeschichte

Seit Juli 2013 ist der Bezirk Marzahn-Hellersdorf eines der Hauptbetätigungsfelder für die organisierten Nazistrukturen Berlins. Erste Plakate einer ‚Bürgerinitiative Marzahn-Hellersdorf‘ (BMH), mit einschlägigen Parolen gegen das neu entstehende „Heim“ in der Carola-Neher-Straße / Maxie-Wander-Straße, tauchten direkt nach Bekanntgabe in der Bezirksverordnetetenversammlung in verschiedenen Kiezen des Bezirks auf. Mit einer entsprechenden Inszenierung auf Facebook gelang den Nazis schließlich die Etablierung einer vermeintlichen ‚Informationsplattform‘ für BürgerInnen in direkter Nachbarschaft und im gesamten Bezirk. In den Tagen vor der Informationsveranstaltung sammelten sie kontinuierlich UnterstützerInnen, die den 9. Juli 2013 schließlich zum ‚Braunen Dienstag‘ machten. In den darauffolgenden Wochen und Monaten bemühten sich NPD und BMH, gleichermaßen in Kampagnenform, um die Deutungs- und Meinungshoheit im Kiez. Diese dicht aufeinanderfolgenden Aktionen, deutlich ausgerichtet auf verschiedene soziale Gruppen im Bezirk, zogen sich noch bis zum Einzug der Geflüchteten am 19. August 2013 hin.

Eine ebenso empfehlenswerte wie umfangreiche Darstellung und Bewertung der Ereignisse wurde im August 2014 von der Gruppe DOST erarbeitet.[Fußnote 1]

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22.11.2014 Berlin: Geflüchtete bleiben,‭ Rassist*innen ‬vertreiben‭! Nazi-Aufmarsch in Marzahn blockieren!

In Marzahn soll Anfang 2015 ein Containerlager zur Unterbringung von Geflüchteten eröffnet werden. Einem Netzwerk aus NW Berlin, NPD und Die Rechte ist es in diesem Kontext gelungen, lokale BFC-Hooligans, ‘ganz normale’ und offen rassistische Anwohner*innen gegen dieses Vorhaben zu mobilisieren. Neben der nächsten Montagsdemo am 17.11. planen die Nazis für Samstag, den 22.11., auch einen überregionalen Aufmarsch. Wir rufen deshalb dazu auf, diesen zu stören, sich an Blockaden zu beteiligen oder die Proteste kreativ zu unterstützen.

Marzahn-Hellersdorf steht seit fast anderthalb Jahren kontinuierlich im Fokus von organisierten Nazis. Es ist dabei kaum zu übersehen, dass diese nach ihren Erfolgen in den letzten beiden Wochen, selbstbewusster in die weiteren Auseinandersetzungen gehen. Erst ziehen sie fast ungestört durch Buch, nun bereits zum zweiten Mal und mit mehreren hundert Rassist*innen durch Marzahn. Leider ist nicht zu leugnen, dass ihre Positionen hier in weiten Teilen der Bevölkerung sehr anschlussfähig waren und weiterhin sind. Doch die Etablierung einer regelmäßigen “Montags-Demo” gegen das Containerlager, vermeintlich von und für Bürger*innen, reicht den Nazis nicht aus. Mit der für den 22.11. geplanten Demo bemühen sie sich um die Einbettung der Proteste in einen berlinweiten Kontext. Anstelle des Standortes in der Schönagelstraße geht es nun pauschal “gegen Asylmissbrauch”. Dahinter steckt nach unseren Einschätzungen der Versuch, ein Szene-Event zu initiieren, das auch der Rekrutierung neu erschlossener Umfelder wie auch der Aktivierung alter Netzwerke dienen soll. Der Zeitpunkt dazu scheint passend gewählt. Nachdem der Berliner Senat in den letzten Jahren einen Unterbringungsnotstand für Geflüchtete herbeigeführt hat, wurden die Refugee-Proteste über viele Monate hinweg politisch und medial aufs Heftigste attackiert. In diesem Rahmen sind die Positionen der Nazis zunehmend anschlussfähiger und sie inszenieren sich unter dem Label der verschiedenen Bürgerbewegungen als Gegenbewegung gegen den Kampf der Geflüchteten. So wird das Klima in den Kiezen mithilfe von Facebook derzeit massiv mit Rassismus und Sozialneid aufgeladen. Geflüchteten und vermeintlichen Migrant*innen werden pauschal Kriminalität, Gewaltaffinität und Betrugsabsichten gegenüber den ‘aufrechten deutschen Steuerzahler*innen’ unterstellt.

Wir solidarisieren uns ausdrücklich mit dem Refugee-Protest gegen rassistische Asylgesetze, wie Residenzpflicht und Lagerunterbringung. Anstelle der gegenwärtigen bundesweiten Praxis, die einer rassistischen Politik der Isolation folgt, fordern wir ein Bleiberecht und Bewegungsfreiheit für alle Menschen. Dass die Nazis ihre überregionale Demo bewusst am Tag der Silvio-Meier-Demo planen, ist in Anbetracht ihres Erfolges im Jahr 2013 im Berliner Süd-Osten wenig überraschend. Sie haben schlicht gelernt, dass sie ausgerechnet an diesem Tag mit weniger Gegenwehr zu rechnen haben. Es bleibt jedoch dabei, dass Nazis und Rassist*innen dort bekämpft werden müssen, wo sie offensiv agieren und das wird an diesem Tag die Blockade ihres Aufmarsches im eher unbeliebten Randbezirk Marzahn-Hellersdorf sein. Zu den weiteren in Planung befindlichen Gegenaktivitäten wird es zeitnah weitere Infos geben. Achtet auf aktuelle Ankündigungen und bildet Banden!

* * *Weitere Infos unter:* http://akmh.blogsport.eu (link is external) https://twitter.com/ai_b_bbg (link is external)

Aufruf: NS Verherrlichung stoppen! Nazis in Remagen am 22.November 2014 entgegentreten!

„NS Ver­herr­li­chung stop­pen! Nazis in Re­ma­gen ent­ge­gen­tre­ten“ – Gegen den Na­zi­auf­marsch am 22. No­vem­ber 2014

Am 22. No­vem­ber wol­len zum mitt­ler­wei­le sechs­ten Mal in Folge Neo­na­zis aus ganz Deutsch­land in Re­ma­gen auf­mar­schie­ren. Das an­ti­fa­schis­ti­sche Bünd­nis „NS-​Ver­herr­li­chung Stop­pen!“ ruft zu einer über­re­gio­na­len, an­ti­fa­schis­ti­schen De­mons­tra­ti­on auf: Na­zi­auf­mär­sche und NS-​Ver­herr­li­chung stop­pen!

NS-​Ver­herr­li­chung und deut­sche Op­fer­my­then

Re­ma­gen, eine klei­ne Stadt am Rhein zwi­schen Ko­blenz und Bonn, ist be­kannt für die erste al­li­ier­te Rhein­über­que­rung im Be­frei­ungs­kampf gegen Hit­ler­deutsch­land. Die Nazis kom­men al­ler­dings nicht wegen der „Brü­cke von Re­ma­gen“, son­dern wegen dem „Rhein­wie­sen­la­ger“, einer pro­vi­so­ri­schen Sam­mel­stel­le für deut­sche Kriegs­ge­fan­ge­ne, in dem unter kriegs­be­ding­ten Um­stän­den ca. 1200 Ge­fan­ge­ne star­ben. Die Nazis er­lü­gen sich Op­fer­zah­len von über einer Mil­lio­nen Toten und spre­chen von einem an­geb­li­chen Völ­ker­mord. Das Ziel ist klar: Die deut­schen Ver­bre­chen sol­len re­la­ti­viert und deut­sche Täter*innen zu Op­fern ver­klärt wer­den.

Dass die Neo­na­zis für ihre Ge­schichts­ver­dre­hung Re­ma­gen als Bühne wäh­len, ist al­ler­dings kein Zu­fall. In Re­ma­gen gibt es die so ge­nann­te Frie­den­s­ka­pel­le, die an das al­li­ier­te Ge­fan­ge­nen­la­ger er­in­nert. Auf einer im Boden ein­ge­las­sen Ge­denk­plat­te wird hier den „Land­sern“, die in die­sem „Schre­ckens­la­ger“ un­ter­ge­bracht waren, ge­dacht. Worte zu deut­schen Un­ta­ten und der deut­schen Schuld fin­den sich nicht. In der Ka­pel­le wird eine Kopie der Skulp­tur „Schwar­ze Ma­don­na“ aus­ge­stellt, das Werk eines ehe­ma­li­gen In­sas­sen des Rhein­wie­sen­la­gers und spä­te­ren Bür­ger­meis­ters von Re­ma­gen. Die­ses ge­schichts­re­vi­sio­nis­ti­sche Denk­mal und des­sen Ak­zep­tanz, ste­hen für uns für die tiefe Ver­an­ker­ung deut­scher Opermy­then.

Aufruf: NS Verherrlichung stoppen! Nazis in Remagen am 22.November 2014 entgegentreten! weiterlesen