Schlagwort-Archiv: migrant_innen

25.2.2014 Berlin: Kundgebungen in Berlin: „Schluss mit Mord und Verfolgung an den Toren der Festung Europa!“

Am 6. Februar 2014 versuchten 400 Migrant_innen in einer kollektiven Aktion die hochgerüstete Grenze der spanischen Enklave Ceuta (eine der zwei direkten Außengrenzen der EU auf afrikanischem Boden) vom Meer aus zu überwinden. Beantwortet wurde der Versuch, auf EU-Territorium zu gelangen, mit Gummigeschossen und einer mörderischen Menschenjagd durch die spanische und marokkanische Grenzpolizei. Mindestens 15 Menschen verloren an diesem Tag ihr Leben, Dutzende wurden verletzt und illegal nach Marokko zurück geschoben.

Bereits 2005 gingen Berichte vom Sturm auf die Zäune von Ceuta und Melilla durch hunderte Migrant_innen um die Welt – damals sind 16 Menschen ums Leben gekommen, einige auch durch Schüsse. Es gab viele weitere Vorfälle, bei denen Menschen an der Grenzbefestigung getötet wurden oder unter den Augen der spanischen Guarda Civil in der Meerenge zwischen Spanien und Marokko ertranken. In Marokko sind rassistische Verfolgung und Gewalt gegen meist aus Subsahara-Afrika kommende Migrant_innen seit Jahren alltäglich. Immer wieder überfallen Polizist_innen die Lager der Migrant_innen in den Wäldern nahe Ceuta und Melilla, brennen Zelte und Hütten nieder und verprügeln und foltern diejenigen, die sie erwischen. Hinzu kommt, dass es regelmäßig in den marokkanischen Städten Razzien in den Wohnquartieren von Migrant_innen gibt, bei denen schon mehrere Menschen den Tod fanden. Schließlich: Nirgends ist dokumentiert, wie viele der Migrant_innen ihr Leben verloren haben, nachdem sie durch die marokkanische Polizei in die Wüste gebracht und ausgesetzt wurden – was ebenfalls zum Alltag in Marokko gehört.

Weiter

»Antifa-Criminals United« – Berliner Aufruf zur Antifa-Demo in Burg am 02.11.

»Antifa-Criminals United« – Berliner Aufruf zu Antifa-Demo am 02. November in Burg

Gemeinsam gegen Naziterror und Repressionen!

“In die Offensive!” – Demo in Burg (2.11.2013). Gezielte Angriffe organisierter Nazis und Nazi-Hools sowie Einschüchterungsversuche in Form von Bedrohungen und Sachbeschädigungen; dazu Gerichtsverfahren, Haftstrafen, willkürliche Personenkontrollen, Observationen und Hausdurchsuchungen: Dem sind Antifaschist_innen in den letzten Monaten in Burg (Sachsen-Anhalt) ausgesetzt, einer Stadt mit gerade einmal 23.000 EinwohnerInnen. Diese Mischung aus Naziterror auf der einen und die staatliche Repression auf der anderen Seite macht es antifaschistischen Strukturen vor Ort nicht nur schwer, weiterhin ihre Arbeit durchzuführen, sondern ist, wie man es in diesem Jahr schon oft sehen konnte, sehr gefährlich. Um nicht wie beispielsweise Delitzsch (Sachsen) oder viele andere Kleinstädte zu enden, in denen Nazis ungestört handeln können und die einen Angstraum darstellen für Antifaschist_innen, Migrant_innen und alle anderen Menschen, die nicht in das Weltbild der Nazis passen, ist es an der Zeit, in die Offensive zu gehen und Schluss mit Naziterror und Repression zu machen.
Im Vorfeld der Demonstration wird es in Berlin zwei Infoveranstaltung mit Referent_innen aus Burg geben. Diese werden mit den Veranstaltungen kurz auf die Nazistrukturen und deren Aktivitäten eingehen. Schwerpunkt wird allerdings die derzeitige staatliche Repression gegen antifaschistische Strukturen sein.

Berliner Aufruf zur Antifa-Demo in Burg

13.-16.6.2013: Berlin: Internationales Flüchtlingstribunal

Vom 13-16 Juni findet in Berlin am Mariannenplatz das „Internationale Flüchtlingstribunal“ statt. Es ist eine äusserst wichtige politische und kulturelle Veranstaltung der Flüchtlingsproteste. Der Regierung wird zur Last gelegt, mitverantwortlich zu sein für die tägliche Generierung von Fluchtursachen, für das Morden an den europäischen Außengrenzen und für das psychische und physische Leid, das Flüchtlinge und Migrant_Innen hier in Deutschland tagtäglich erleben.
Es werden ungefähr 700-1000 Leute erwartet, die meisten davon Flüchtlinge, die aus ihren Lagern anreisen und dabei mutig die Residenzpflicht brechen.
Wir versuchen alles aber die Zeit ist sehr kurz und wenn wir es nicht schaffen mehr zu mobilisieren haben wir nicht genügend Schlafplätze.

Weiter

27.04.2013 Hamburg: Überregionale Demo „Für die soziale Revolte!“

„Für die soziale Revolte! Solidarität mit den selbstorganisierten Kämpfen in Griechenland und weltweit! Für eine herrschaftsfreie Perspektive!“

Woran denken wir, wenn wir nach Griechenland blicken?
Denken wir dabei an Zahlen, die ständig in den Medien kursieren, wie z.B. 49 Millionen Euro, den aktuellen Kredit, der von EU-Kommission, IWF und EZB vergeben wurde, an Schlaglichter wie Schuldenrückkauf, Steuerreform oder Spardiktat? Oder lassen wir uns von diesen Zahlenspielen und den alleinigen Fokus auf die wirtschaftliche Situation den Blick vernebelt?

Werfen wir einen Blick auf die Situation in Griechenland:

Seit Anfang 2010, also dem Beginn des Spardiktats der Troika, sind die realen Löhne innerhalb eines Jahres um 31 % gesunken, die Arbeitslosenrate stieg bis März 2012 auf ca. 23 %. Zugang zu ausreichender medizinischer Versorgung haben nur zwei Drittel der Bevölkerung.

Gänzlich ausgeschlossen von der Gesundheitsversorgung sind Menschen ohne Papiere. Die Situation der ca. eine Millionen in Griechenland lebender Geflüchteter und Migrant_innen verschlimmert sich zunehmend. Es gibt bereits um die 6000 Abschiebezentren und weitere sollen folgen. Die Errichtung der “geschlossenen Gastfreundschaftszentren” wird von der EU mit 250 Millionen Euro gefördert. Um Illegalisierte besser auszuspüren, festzunehmen und abzuschieben, finden seit Sommer 2012 unter dem Namen “Operation Xenios Zeus” (“Operation gastfreundlicher Zeus”) landesweit Razzien statt. Wenig verwunderlich ist da, dass die Betroffenen nicht selten Opfer von Polizeigewalt werden. Illegalisierte, Geflüchtete und Migrant_innen sind allerdings nicht nur rassistisch motivierter Polizeigwalt, sondern auch Angriffen der paramilitärisch agierenden neo-faschistischen Partei Chrysi Avgi ausgesetzt, deren Übergriffe nicht verfolgt werden, da sie oftmals mit der Polizei zusammenarbeiten und gute Beziehungen zu Polizeibeamten pflegen. Die Chrysi Avgi, die im guten Kontakt mit der NPD steht, ist ein großer Anteil der Erstarkung des Neo-faschismus zuzuschreiben. So führt die Krisensituation im Zusammenspiel mit der aktiven Unterstützung der Chrysi Avgi durch den Staat zu einem enormen Rechtsruck. Auch Deutschland trägt seinen Teil mit Fortbildun- gen und materieller Unterstützung der griechischen Polizei zur steigenden Kontrolle und Repression bei. Die dadurch immer stärker werdenden Repressalien treffen vor allem auch die Widerstandsbewegung. Neben Menschen ohne Papiere rückt besonders die anarchistische, anti-autoritäre Bewegung immer mehr in den staatlichen Fokus.

Weiter

1.12.2012: Rostock: „Deutsche Innenminister sind kaltherzige Schweine“*

Die Innenministerkonferenz (IMK) ist das Gipfeltreffen der ranghöchsten deutschen Repressionsfanatiker. Die Innenminister von Bund und Ländern sowie Polizisten, Geheimdienstler und andere Unsympaten kommen zweimal im Jahr zusammen, um „sicherheitsrelevante“ Themen geheim zu diskutieren und dann ihre Beschlüsse in populistischer Verpackung öffentlich zu präsentieren. Vom 5. bis zum 7. Dezember findet das nächste Treffen in Rostock-Warnemünde statt.

 Warum Innenminister „kaltherzige Schweine“ sind

Als Entscheidungsträger sind die Innenminister maßgeblich verantwortlich für Beschlüsse zur Sicherheit des deutschen Staats. Ihrer und einer breiten gesellschaftlichen Paranoia entsprechend gehört dazu vornehmlich auch die Migrationspolitik.
Wie schon der Name sagt, geht es dabei nicht darum, Menschen in Not zu Helfen oder Neuankömmlinge herzlich zu empfangen. Politik bedeutet auch hier abzuwägen, ob Migrant_innen dem Staat dienlich sind oder nicht. Wenn es darum geht, einen „kühlen Kopf“ zu behalten und für so genannte „schweigende Mehrheiten“ zu sprechen, meint die Politik bei diesem Thema, kaltherzig Menschen nach wirtschaftlichen Kriterien beurteilen zu können. Dieses Beurteilen bedeutet für viele Migrant_innen Diskriminierung; für Flüchtlinge heißt das oft Verurteilung: zu Haft, Folter und Tod. Weil Deutschland, dass auf der ganzen Welt mit Gewalt seine politischen und wirtschaftlichen Interessen durchsetzt, angeblich „keinen Platz“ und „kein Geld“ für Einwanderer hat, werden diese – so sie denn den Weg hierher überhaupt überlebt haben – zurück in die Zustände geschickt, denen sie zu entkommen suchten. Grundlage für Menschenverschickungen, Menschenjagd, Internierung und institutionellen Rassismus sind die Gesetze der Innenminister. Und wir können uns alle nur zu gut vorstellen, wie sie scherzend bei Kaffe und Kuchen den Tod zehntausender beschließen.

Weiter

COTTBUS – Mehr als 500 auf Nacht & Tanz & Demo

Bereits zum zweiten Mal fand in Cottbus initiiert durch das Bündnis „Cottbus Nazifrei“ eine „Nacht & Tanz & Demo“ statt. Mehr als 500 Menschen haben am 30. Oktober 2012 quer durch die Innenstadt für ein grenzenloses Leben demonstriert und eine positive Alternative gegen rassistische Zustände und rechte Gewalt vorgelebt.

Mehr Fotos unter: http://www.flickr.com/photos/63402479@N08/sets/72157631989648912/

 

Auch wie im letzten Jahr liegt Cottbus immernoch im Blickfeld neonazistischer Organisationen und Gruppierungen. So finden jährlich Neonazi-Aufmärsche am 15. Februar oder zu anderen rechten Kampagnen statt, fast monatlich organisiert der regionale NPD-Kreisverband Kundgebungen und Infostände. Immer regelmäßiger werden Enthüllungen um die vielzähligen verflochtenen neonazistischen Zusammenhänge bekannt. Cottbus, auch heute bekannt als eine „No-Go-Area“ für Migrant_Innen und alternative Menschen, die immer wieder für Schlagzeilen sorgte, befindet sich auf der Liste rechter Gewalt konstant oben.

Erneut nahm das breite Bündnis „Cottbus Nazifrei“ von Kultur-Vereinen, Studierendenvertretung bis hinzu Antifa-Strukturen dies zum Anlass sich nicht nur auf weitere Gegenaktionen zu konzentrieren, sondern auch eigene Inhalte und die Solidarität mit allen Betroffenen rechter Gewalt auf die Straße zu tragen.

weiter

Griechenland: Aufruf zur Solidarität

Die Ereignisse überschlagen sich in diesen Tagen in Griechenland. Während die Übergriffe auf Migrant_innen, deren Wohnhäuser und Läden durch Faschisten weiter gehen, zeigte sich die letzten Wochen und Monate immer wieder antifaschistischer Widerstand in Form von Demonstrationen, Flugblattaktionen und direkten Antworten.Vergangene Woche zeigte die Staatsmacht wieder einmal, auf wessen Seite sie steht.

Nachdem in Volos ein Abgeordneter der faschistischen Partei Chrysi Avgi während einer Kundgebung am Wochenende vor den Augen der Polizei eine Waffe gegenüber protestierenden Antifaschist_innen zog, wollte man auf der Wache „aus Zeitgründen“ die Anzeige von Augenzeugen nicht aufnehmen. Am selben Wochenende fand in Athen eine antifaschistische Motorraddemo statt, um die Öffentlichkeit über die andauernden Übergriffe und die unerträglichen Zustände für Migrant_innen, verschärft durch die staatliche Aktion „Xenios Zeus“, zu informieren, und um Präsenz in den Straßen Athens zu zeigen.

Griechenland: Aufruf zur Solidarität weiterlesen

6.9. | Tresen: “Hände weg vom Wedding”

Knapp ein Jahr nach den großen sozialen Protesten in England, sind auch im Wedding, Neukölln, Kreuzberg und anderen “Problembezirken” rassistische “Stop and Search”-Maßnahmen auf Bahnhöfen oder öffentlichen Plätzen zu registrieren. Grundsätzliche Rechte werden durch die Polizei in vermeintlichen “Gefahrenbereichen” wie dem Leopoldplatz oder Hermannplatz suspendiert- die Anzahl der rassistisch und klassistisch motivierten Kontrollen steigt rapide an. Jan Spieler (Kingz of Kiez) gibt einen Einblick in diese Maßnahmen, welche Migrant_innen noch weiter dämonisieren. Gemeinsam wollen wir mit einer Referent_in von Reach Out (angefragt) erarbeiten, inwieweit Interventionen gegen diese rassistische Praxis möglich sind.

06.09.2012 | 20:00 Uhr | Scherer8 (Schererstraße 8. )
danach jeden ersten Donnerstag im Monat

die noch etwas provisorische Seite könnt ihr hier abrufen:

haendewegvomwedding.blogsport.de

6.8.2012 Kadterschmiede/Berlin: Infoveranstaltung zur Situation auf den Straßen Griechenlands

Infoabend zur Situation auf den Straßen Griechenlands in Hinblick auf die zunehmende Gewalt gegen Migrant_innen. Immer wieder hören wir von Provokationen, Überfällen und Pogromen gegen Migrant_innen, besonders in Athen. Die Gewalt und die Brutalität, mit der jene ausgeübt wird, ist nichts Neues, doch vermehrt sie sich. Warum „Chrysi Avgi“, die Neonazi-Partei, die seit Juni mit 18 Sitzen im Parlament sitzt, so viele Stimmen erzielen konnte, und welche Rolle sie in den Auseinandersetzungen auf den Straßen spielt, soll durch Eindrücke und Erfahrungen dargelegt und diskutiert werden. Wie sich die lokalen Antifaschist_innen gegen diesen Rechtsruck organisieren und welche Faktoren den Alltag von den Kämpfenden in Griechenland sonst noch enormst prägen, soll ebenfalls Thema des Abends sein. Den Antifaschismus als Teil einer revolutionären, anti-staatlichen Perspektive entfalten! Unterstützt von Siempre Antifascista – Soli geht an die Knastkasse in Griechenland.

Beginn: 21.00 Uhr – Eintritt frei!

6.8.2012 Kadterschmiede/Berlin: Infoabend zur Situation auf den Straßen Griechenlands in Hinblick auf die zunehmende Gewalt gegen Migrant_innen

Kadterschmiede: Infoveranstaltung
Infoabend zur Situation auf den Straßen Griechenlands in Hinblick auf die zunehmende Gewalt gegen Migrant_innen. Immer wieder hören wir von Provokationen, Überfällen und Pogromen gegen Migrant_innen, besonders in Athen. Die Gewalt und die Brutalität, mit der jene ausgeübt wird, ist nichts Neues, doch vermehrt sie sich. Warum „Chrysi Avgi“, die Neonazi-Partei, die seit Juni mit 18 Sitzen im Parlament sitzt, so viele Stimmen erzielen konnte, und welche Rolle sie in den Auseinandersetzungen auf den Straßen spielt, soll durch Eindrücke und Erfahrungen dargelegt und diskutiert werden. Wie sich die lokalen Antifaschist_innen gegen diesen Rechtsruck organisieren und welche Faktoren den Alltag von den Kämpfenden in Griechenland sonst noch enormst prägen, soll ebenfalls Thema des Abends sein. Den Antifaschismus als Teil einer revolutionären, anti-staatlichen Perspektive entfalten! Unterstützt von Siempre Antifascista – Soli geht an die Knastkasse in Griechenland.

Beginn: 21.00 Uhr