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15.7.2014 Berlin-Wedding: Zwangsräumung verhindern

14-07-15 Zwangsräumung verhindernDie Gerichtsvollzieherin hat sich für 8.00 Uhr angekündigt. Kommt also früher, am besten um 7.30 Uhr. Je früher ihr kommt desto besser!

Am Dienstag, den 15.07.2014, soll Tina um 8.00 Uhr aus ihrer Wohnung in der Buttmannstraße 18 zwangsgeräumt werden. Wir wollen das verhindern. Tina ist kein Einzelfall. Immer mehr Menschen sind von hohen Mieten,Verdrängung und Zwangsräumung betroffen. In ganz Berlin und auch hier im Wedding. Dagegen wehren wir uns gemeinsam!

Tina sollte bereits im Juni geräumt werden. Aber 40 Leute haben den Eingang zum Haus blockiert. Daraufhin sind die Gerichtsvollzieherin, die Polizei, die Hausverwaltung und die Möbelpacker wieder abgezogen. Sie sollen auch am 15.07.2014 wieder gehen!

Tina lebt seit fast 40 Jahren in der Wohnung. Mehrmals wechselten die Hauseigentümer. Das Jobcenter überwies die Miete zu spät. Aber die Mietschulden sind alle gezahlt. Seit 3 Jahren wird die Miete immer pünktlich überwiesen. Trotzdem soll Tina geräumt werden. Vor Gericht bekam der Eigentümer Recht. Bei einer Neuvermietung kann er viel mehr Miete verlangen.

Verdrängung betrifft viele und hat viele Gesichter: Modernisierung, hohe Mieten, Mieterhöhung nach Mietspiegel, Jobcenter zahlt die Miete nicht, Umwandlung in Eigentumswohnungen. Zwangsräumung ist nur die gewalttätigste Art der Verdrängung.

Das alles ist legal und politisch gewollt, und in einer Gesellschaft mit kapitalistischem Wohnungsmarkt völlig normal. Aber das alles ist kein Naturgesetz, sondern wird von Menschen gemacht. Und kann deshalb auch von uns Menschen geändert werden – wenn wir zusammenhalten. Gemeinsam haben wir schon Zwangsräumungen verhindert. Gemeinsam können wir uns erfolgreich wehren gegen hohen Mieten,Verdrängung und Zwangsräumung.

Gemeinsam Zwangsräumung von Tina verhindern!

Bündnis Zwangsräumung verhindern
Hände weg vom Wedding
Basta! Erwerbsloseninitiative Berlin
Runder Tisch gegen Gentrifizierung in Moabit

25.6.2014 Wedding/Berlin: Light Graffiti + Rap

Light Graffiti und Rap gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung. Das Jobcenter ist eine üble Kreatur: Es kürzt Leuten die Bezüge, weil die Kreatur meint, sie würden sich nicht in das Idealbild der kapitalistischen Maschinerie mieser Arbeitsverhältnisse und dreister Entlohnung einbringen Es zwingt Leute zum Umzug (Stichwort „Zwangsumzüge), da die Miete angeblich zu hoch sei, jedoch: wo sollen sie dann noch wohnen können? Im Außenbezirk? Allein und entfremdet von ihrem bisherigen Wohnumfeld? Darüber hinaus werden Leute gezwungen, Arbeiten zu verrichten, die sie nicht wollen und Auflagen zu erfüllen, die sie krank machen.
Wir sehen: eine wirklich üble Kreatur! Darum – auf zum Jobcenter Mitte. Protestieren wir gegen Jobcenter-Terror und steigende Mieten im Bezirk. Schreibt mit Light-Graffiti eure Statements an die Wand des Jobcenters.
Dazu: Live Hip-Hop mit Yansn (Rap aus Berlin)

18.06.2014 | 20:00 Uhr | Jobcenter Mitte (Müllerstraße 16, Wedding)

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9.9.2013 Monarch/Berlin: Warum in Berlin die Mieten steigen – und was man dagegen tun kann.

Hipsteralarm!

09.09.2013 19:00 – 22:00

Monarch, Skalitzer Str. 134

Hipster, Touris, Schwaben – gäbe es einen Haß-Contest für UrberlinerInnen und solche die es werden wollen, könnten diese drei Figuren sich das Siegertreppchen teilen. Zugezogene allesamt, überfallen sie mit ihren Rollkoffern „unsere“ Kieze, verwandeln gemütliche Eckkneipen in teure Szenebars und treiben als Gentrifizierungs-Pioniere die Mieten durch die Decke. „Berlin bleibt dreckig!“ oder „Wir verhandeln nicht mit Touristen“ sind Kampfparolen gegen die vermeintliche Invasion der Barbaren. Doch kassiert der Hipster unsere Miete? Ist die Stuttgarter Studentin, die selbst keine Wohnung mehr findet, schuld an der Wohnungsnot? Gibt es einen statistischen Zusammenhang zwischen Nerdbrille und Mietspiegel? Wir bezweifeln das und wollen diskutieren: Wo sitzen die politisch Verantwortlichen für die Mietenkrise in Berlin und anderswo? Wie sind ihre Strategien, was sind unsere Antworten – kurzum: Wie kommen wir vom Gemecker zum Widerstand? Denn uns geht es nicht um Klischees und Schuldzuweisungen, sondern um Gegenwehr. Deshalb haben wir Aktive aus verschiedenen Bündnissen und Projekten in Berlin eingeladen, die Kämpfe in und um die Stadt führen. Unsere Frage in die Runde: wie holen wir uns Berlin zurück? Wir diskutieren mit: Andrej Holm, Stadtsoziologe, Humboldt Universität Berlin ein Aktivist vom Protestbündnis „Kotti und Co“ einer Aktivistin vom Bündnis „Zwangsräumungen verhindern“ einer Vertreterin vom „Sender Freies Neukölln“

-Eine Veranstaltung von Avanti / IL Berlin- Nach der Diskussion ist vor der Demo: Großdemo „Keine Profite mit der Miete“ am 28. September 2013, 14 Uhr Lausitzer Platz, Kreuzberg www.keineprofitemitdermiete.org

Berlin: Demo am 13.7. – Spreeufer für alle!

Vor fünf Jahren stimmte eine überwältigende Mehrheit der Menschen in Kreuzberg-Friedrichshain – 87 Prozent – bei einem Bürgerentscheid gegen die Bebauung des Spreeufers im Bezirk. Doch bereits kurze Zeit später wurde deutlich, dass den Regierenden solche demokratischen Experimente ein Dorm im Auge sind. Im Bezirk haben die Grünen eine satte Mehrheit, den damaligen Berliner Senat stellten SPD und LINKE. Die bürgerlichen Parteien CDU und FDP waren ohnehin für die Bebauung des Spreeufers.
Immer neue Bürotürme entstehen, während die Mieten im Kiez kaum noch zu bezahlen sind. Doch damit nicht genug: auch der Weiterbau der Stadtautobahn A100 ist in vollem Gange.
Deshalb findet am Samstag, 13. Juli 2013 eine Demo im Kiez statt. Start ist um 13 Uhr am Stralauer Platz / Ostbahnhof [Demoroute]

Mediaspree Versenken | Gentrification-Blog | Mediaspree auf antifa.de

[B]: Über 1000 Menschen gegen hohe Mieten

Über 1000 Menschen demonstrierten heute trotz strömenden Regens in Berlin gegen hohe Mieten und Verdrängung. Gleichzeitig gingen in Hamburg 4000 Menschen auf die Straße und in Freiburg 500. In Hamburg wurde sogar ein Haus besetzt. Die Demonstration in Berlin drückte ihre Unterstützung des Kampfes von Kotti und Co aus. Kotti und Co veranstaltet am 13. November zusammen mit anderen Initiativen eine Konferenz zum Sozialen Wohnungsbau. Die Demonstration verband diesen partikularen Kampf mit anderen Kämpfen gegen die kapitalistische Verwertung der Stadt. So berichtete Ali Gülbol von der erfolgreichen Blockade der Zwangsräumung seiner Familie.

Regen am Kottbuser Tor

Kurz vor dem Beginn der Demonstration setzte langanhaltender Regen ein. Trotzdem ließen es sich über 1000 Berlinerinnen und Berlin nicht nehmen ihrer Wut über steigende Mieten und ihre Solidarität mit Kotti und Co auszudrücken. Viele verschiedenen Initiative und bedrohte Projekte waren auf der Demonstration präsent. Die Mieter*innen der Palisadenstraße berichteten von ihrem erfolgreich abgeschlossenen Kampf gegen enorme Mieterhöhungen, das Yaam und die Kirche von unten machten auf ihre akut räumungsbedrohte Situation aufmerksam. An der Lausitzer Straße versammelten sich Unterstützer*innen der Familie Gülbol und riefen der Demonstration „Hohe Mieten, Zwangsumzug; davon haben wir genug“ entgegen. Mit einem zweiten Räumungstermin bei der Familie ist zu rechnen und dann ist massive Solidarität notwendig.

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Berlin: Mieten-Demo am 10.11.2012

Seit Jahren explodieren die Mieten in Berlin mit dramatischen Folgen für viele. Jetzt wurde selbst in einer Studie der Investitionsbank Berlin hervorgehoben, dass die Situation mehr als dramatisch ist: Ein berlinweiter Mietenanstieg bei Neuvermietung von 7,4 Prozent wird vermeldet.
Bezahlbarer Wohnraum: Fehlanzeige. Seit der Wiedervereinigung wird ein konsequenter Ausverkauf unserer Stadt Berlin betrieben. Unter der Regierung von SPD/Linke wurden Sparen und Privatisierung zu zentralen politischen Handlungsprinzipien. Auf nachhaltige Stadtentwicklung wurde zugunsten eines „Arm aber sexy“-Stadtmarketing verzichtet. Heute ist diese verfehlte Politik allerorts in Form von steigenden Mieten und Verdrängung sichtbar.

Keine Rendite mit der Miete, kein Profit mit unserer Stadt! [Info]
Demo am Samstag, 10. November 2012 | 16 Uhr | Kottbusser Tor

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[B]: Große Kotti-Demonstration

Am 10. November werden in Hamburg, Freiburg und Berlin Menschen gegen hohe Mieten und Verdrängung auf die Straße gehen. In den letzten Jahren stiegen die Mieten in vielen Städten rasant an. Dagegen formiert sich immer mehr Widerstand. Das Camp am Kottbuser Tor ist einer der wichtigsten Kristallationspunkte der Mietenproteste in Berlin in diesem Jahr. Die Mieter*innengemeinschaft „Kotti und Co“ hat mit dem Gecekondu einen poitischen Ort geschaffen, an denen sich Familien, Freund*innen, Mieter*innen und oder Aktivist*innen wirkungsvoll gegen steigende Mieten und Verdrängung organisieren. Die Demonstration will diesen Kampf unterstützen und mit anderen Kämpfen verbinden. Einen Ausweg aus dem Teufelskreis von steigender Armut und steigenden Mieten bietet nur der Ausbruch aus der kapitalistischen Stadt.

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Spanische Verhältnisse in Berlin

Ca. 200 Nach­bar*innen, Freund*innen der Fa­mi­lie und Mietak­ti­vist*innen verhinderte am 22.10 die Zwangsräumung einer Familie in Berlin-Kreuzberg. Durch Blockaden vor dem Haus und im Haus wurde es der Ge­richts­voll­zie­he­rin unmöglich gemacht die Zwangsräumung zu vollstrecken. Kurz darauf besuchten 40 Aktivist*innen den Vermieter André Franell in seinem Büro.

Der Fall
In einem Interview schildert Ali Gülbol den Fall seiner Familie. Der Vermieter André Franell hatte das Haus nach einer Zwangsversteigerung erworben und erhöhte sofort massiv die Mieten. Viele Menschen wurden aus dem Haus verdrängt, einige begannen sich zu wehren. Die Familie Gülbol klagte gegen die Mieterhöhung, aber unterlag vor den Gerichten, welche das geltende Recht auf Eigentum und Profit verteidigten. Mit einem Trick gelang es André Franell daraufhin sogar die Kündigung der Wohnung durchzusetzen, weil die Familie zwei Monate die erhöhte Miete nicht gezahlt hatte. Es bedarf in diesem Fall keiner Mahnung, bevor die Kündigung ausgesprochen werden kann. Juristisch war der Fall klar, politisch für viele Menschen in Berlin auch: die Mieten steigen und der herrschende Rechts-und Gewaltapparat ist dafür da, die Verdrängung der Menschen zu organisieren.

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BLN: 600 protestieren gegen steigende Mieten

Über 600 Menschen beteiligten sich am Samstag in Berlin an der 4ten „Lärmdemo“ gegen steigende Mieten, Verdrängung, Rassismus und die Wohnungspolitik des Berliner Senats.

Aufgerufen hatte die Kreuzberger Mietergemeinschaft Kotti & Co, die mit einem Protestcamp an der Südseite des Kottbusser Tor´s seit über einem Monat versucht Widerstand gegen die soziale Verdrängung in Kreuzberg zu organisieren. Dort begann die Demonstration mit einer Auftaktkundgebung auf der verschiedene Betroffene Mieter_innen sprachen. Vom Dach des Gebäudekomplexes des „Südblocks“ entrollten Aktivist_innen der ARAB ein Transparent mit der Aufschrift „Fick dich Miete – Kira Koc Yüksek! – Gegen Miethaie – Love 36 – ARAB.ANTIFA.DE“ und zündeten diverse Pyrotechnik. Zahlreiche Demonstrant_innen hatten Kochtöpfe oder andere Utensilien mitgebracht um Lärm zu machen. So zogen sie vom Kottbusser Tor über die Admiralstrasse, die Kohlfurter Strasse, die Skalitzer Strasse, die Prinzenstrasse über den Moritzplatz durch die Oranienstrasse und zurück zum Kottbusser Tor. Die Demonstration verlief friedlich und ohne jegliche Zwischenfälle, im Gegensatz zu der Lärm-Demo 2 Wochen zuvor die von Einheiten der Berliner Polizei brutal angegriffen wurde, die sich später deswegen selbst anzeigten.

Mehr Infos: kottiundco.wordpress.com/

18.6.2012 Berlin: Keine Rendite mit der Miete!

18.6.: Demo 16.00 Uhr Mehringplatz (U Hallesches Tor)

Am 18. Juni findet im Hotel RitzCarlton am Potsdamer Platz die Jahrestagung der Immobilienwirtschaft statt. Dort treffen sich Vertreter_innen der Immobilienwirtschaft um über die neuesten Trends und Marktchancen für ihre Unternehmen zu reden. Die Rendite der Wohnungswirtschaft bedeuten steigende Mieten für die Mieter_innen. Deswegen werden wir die Veranstaltung stören und belagern.

Ein breites Bündnis von Kiezinitiativen und politischen Gruppen mobilisiert zu einer Demonstration vom Halleschen Tor zum Potsdamer Platz. Dort werden wir den Tagungsteilnehmer_innen hoffentlich einen unangenehmen Berlin-Aufenthalt bereiten.

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