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Kundgebung am 04.12.: Unionbusting-Seminar Stoppen!

Hier lernen die Chef*innen, wie sie ihre Angestellten fertig machen

„So flexibilisieren sie ihre Arbeitsbedingungen“ – „So weisen sie den Betriebsrat in die Schranken“

Damit bewirbt die Anwaltskanzlei Schreiner & Partner bundesweit ihre Schulungsseminare für Arbeitgeber*innen, Personaler*innen und leitende Angestellte. Dort bringen ihnen die Jurist*innen bei, wie sie gegen Betriebsrät*innen und Gewerkschafter*innen vorgehen und die Rechte ihrer Beschäftigten aushebeln können.

Am Donnerstag, dem 4. Dezember 2014 veranstaltet Schreiner & Partner wieder einmal ein solches Praxisseminar im Adrema Hotel in Berlin. Hier soll ein ganzes Repertoire an Methoden vermittelt werden, um die Arbeit von Betriebsrät*innen anzugreifen und zu sabotieren – wie einige Beispiele aus dem Seminarplan zeigen: „So gestalten sie kreative Kündigungsgründe“ , „Die richtige Reaktion auf Arbeitnehmersünden“ oder „Die Kündigung „störender“ Arbeitnehmer“.

Die Masche ist klar: Arbeitsrecht biegen, Arbeiter*innen bespitzeln, gezielt mobben, Solidarität unter den Beschäftigten bekämpfen. Es gibt zahlreiche Fälle, in denen Unternehmen gezielt Psychoterror gegen Angestellte und Betriebsrät*innen ausübten. Dabei ist ein Betriebsrat gesetzlich verankert und demokratisch gewählt, um die Angestellten im Betrieb gegenüber den Arbeitgeber*innen zu vertreten. Es ist das Recht aller Lohnabhängigen, sich in Gewerkschaften für ihre Interessen zu organisieren. Was Schreiner & Partner schult, ist der gezielte Angriff auf die Rechte von Beschäftigten! Hier lernen Chef*innen, wie sie Angestellte fertig machen. Auf der Abschussliste stehen Arbeitnehmer*innen auch, wenn sie zu wenig Leistung bringen können („Low Performer“). Wenn ein Angestellter schwer erkrankt, ist das im Jargon von Schreiner & Partner „störendes Arbeitnehmerverhalten“. Dagegen empfiehlt die Kanzlei „kreative Kündigungsgründe“, den Einsatz von Privatdetektiven, Videoüberwachung und Datenschnüffelei, um Beschäftigte kostengünstig loszuwerden.

Gerade in Zeiten massiven Sozialabbaus, zunehmend unsicherer Arbeitsplätze (befristete Verträge, Zeitarbeit usw.) Lohndumping und Entlassungen wird es immer wichtiger sich gewerkschaftlich zu organisieren. Nur gemeinsam sind wir stark und können die Verschlechterungen unserer Arbeits- und Lebensbedingungen abschmettern.

Daher: fristlose Kündigung für Schreiner & Partner und ihre Methoden!

Kundgebung gegen das Praxisseminar von Schreiner & Partner
04.12.14 | 12 Uhr | vor dem Adrema Hotel | Gotzkowskystraße 20/21 | 10555 Berlin

http://klassenkampfblock.blogsport.de

Aktionstage gegen Botschaftskollaboration bei Abschiebungen 9.-11. Mai in Berlin

Unterstützt unseren Protest und Aktionen gegen Botschaften aus verschiedenen Ländern und deren enge Zusammenarbeit mit deutschen Abschiebebehörden. Wir wollen ein Zeichen setzen gegen den deutsch-europäischen Krieg gegen Migration und seine repressiven Elemente. Die Botschaften vieler Länder kollaborieren, um Menschen für die Abschiebung zu identifizieren. Korrupte Methoden, die nur den Zweck haben, Papiere bereitzustellen, um die Abschiebung von Migranten und Flüchtlingen überhaupt erst zu ermöglichen oder zu erleichtern.  

Radiointerview mit Mbolo Yufanyi, Rex Osa und Salomon Wantchoucou über die Aktionstage vom 9.-11. Mai in Berlin gegen die Botschaftskollaboration bei Abschiebungen: 

http://soundcloud.com/rebootfm/2012-04-27-the-voices-mp3

Die nigerianische Botschaft als ein Beispiel unter vielen, reist monatlich von Bundesland zu Bundesland um in mobilen Botschaft Hearings, Abschiebe-Dokumente auszustellen. 

The VOICE Refugee Forum organisiert mit der Unterstützung von der Karawane – Für die Rechte der Flüchtlinge und Migranten und verschiedensten migrantischen und antirassistischen Gruppen, Initiativen und Aktivisten drei Aktionstage in Berlin, um die Methoden und Praktiken dieser neo-kolonialen Elemente eines deutsch-europäischen Krieges gegen Migration bloßzustellen und anzugreifen.


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12.3.2012 BAIZ/Berlin: Infoveranstaltung: „Simon Brenner – Verdeckte Ermittler und staatliche Repression“

Am 12. Dezember 2010 wurde in Heidelberg ein in die linke Szene eingeschleuster Spitzel des Landeskriminalamts Baden-Württemberg enttarnt. Über mehrere Monate hinweg hatte er zuvor unter dem Decknamen „Simon Brenner“ versucht, die komplette linke Szene Heidelbergs auszuhorchen. Das Vorgehen von Staat und Heidelberger Polizeidirektion, die noch weitere, bisher unbekannte Verdeckte Ermittler_Innen in Heidelberg eingesetzt hatten, ist Teil zunehmender Repression – vor allem gegen die außerparlamentarische Antifa-Szene, das eigentliche Einsatzziel der Spitzel. Ein Vertreter des Arbeitskreises Spitzelklage wird über den Fall berichten, ebenso wie über die angestrengte Fortsetzungsfeststellungsklage gegen den mit geheimdienstlichen Methoden widerrechtlich durchgeführten Einsatz und wie Spitzel in den eigenen Reihen enttarnt werden können.

Organisiert von:
North-East Antifascists [NEA] und der AK Spitzelklage

12.03.2012 | 19:00 Uhr | BAIZ (Christinenstraße 1)

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