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30.1.2014: Café Größenwahn/Berlin: Von der Arbeiterbewegung zur Kritischen Theorie Zur Urgeschichte des „Marxismus ohne Klassen“

Von der Arbeiterbewegung zur Kritischen Theorie
 
Zur Urgeschichte des „Marxismus ohne Klassen“
 
Marxsche Kategorien wie Verdinglichung und Warenfetisch erfahren bei Adorno und dem frühen Lukàcs eine einschneidende Umdeutung, die von der romantischen Kultur- und Zivilisationskritik ihrer Zeit inspiriert ist. Während sie bei Marx auf das ideologische Verkennen des Klassenverhältnisses bezogen sind, das den bürgerlichen Akteuren als ein äußeres Verhältnis von Sachen erscheint, werden sie hier, anstelle von Armut und Ausbeutung, zum eigentlichen Skandalon. Dass diese Autoren soziale Ungleichheit in die Peripherie des Marxschen Denkens abdrängen, erweist sich dabei nicht nur als grundlegendes Missverständnis, sondern auch als einer der Hauptgründe für die wiedergewonnene Attraktivität der Kritischen Theorie in den neoliberal geprägten 90ern.
 
Referent: Georg Klauda (freier Autor, Berlin)
30.1. 2014 |  19 Uhr |  Café Größenwahn |  Kinzigstr. 9 | 10247 Berlin