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Magdeburg 2015 | Entschlossener Antifaschismus

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Zum vierten Mal in Folge wollen wir – antifaschistische und revolutionäre Gruppen aus Sachsen-Anhalt – den Jahrestag der Bombardierung Magdeburgs im Zweiten Weltkrieg nutzen, um mit einer Demonstration gegen den jährlichen Nazigroßaufmarsch, aber auch staatliche Repression, auf die Straße zu gehen. Zwar konnten wir in den Vorjahren durch unsere Mobilisierung mehr Menschen nach Magdeburg bewegen, was sich auch an den entschlossenen Aktionen gegen die Faschisten widerspiegelte, doch gelang es bisher nicht, den Aufmarsch komplett zu verhindern.

Darüber hinaus kam es zu einer ganzen Reihe von Repressionsmaßnahmen gegen Nazigegner, die sich in Ermittlungsverfahren, Hausdurchsuchungen und Haftstrafen, hauptsächlich gegen Menschen sowie Strukturen in Burg und Magdeburg, äußerte. Wir wollen deshalb am Freitag, den 16. Januar 2015 mit einer antifaschistischen Demonstration in Magdeburg deutlich machen, dass ein entschlossener Antifaschismus gerade in Sachsen-Anhalt legitim und notwendig ist und wir uns nicht von den staatlichen Repressionsorganen kriminalisieren lassen.

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Siehe auch hier.

11.12.2014 Schreina47/Berlin: BrandenburgAbend featuring RASH BB

BrandenburgAbend mit Infoveranstaltung: 

Alle Jahre wieder… Am 16. Januar jährt sich die Bombardierung Magdeburgs zum 70. Mal, aus diesem Anlass wollen Neonazis wieder marschieren. Neben Magdeburg Nazifrei und BLOCKmd mobilisiert auch das Antifa-Bündnis „by all means necessary“ zu Gegenprotesten. Was geht in Magdeburg am 16.01.2015? Mit dieser Frage wollen wir uns beim BrandenburgAbend beschäftigen. Hierzu referieren Genoss*innen aus dem Bündnis „by all means necessary“.

Wie jeden 2. Donnerstag beste Versorgung für Leib und Wohl beim BrandenburgAbend. Plus glühende Weihnachtsspecials.

4.12.2014 Black Fleck/Potsdam: Punkrocklesung mit Jan Off und Anne Hahn

RASH Berlin-Brandenburg präsentieren:

JAN OFF
distanzlos und so von oben herab und wie laut der immer redet…

ANNE HAHN
autorin des pflichtbuchs für alle schleimkeim-follower

Zu den Autor*innen:

Anne Hahn, geboren 1966 in Magdeburg, studierte Kunstgeschichte und Germanistik an der Humboldt-Universität Berlin. 1989 wurde sie bei einem Fluchtversuch an der aserbaidschanisch/ iranischen Grenze verhaftet und war sechs Monate politische Gefangene in der DDR.

Sir Jan Off, geboren im Jahr des HERRN 1967 in Craiova, Bulgarien; Studium der Mikrochirurgie und der Strahlenphysik; danach Holzfällerlehre und dreijähriger Aufenthalt in einem Lungensanatorium an der Schwarzmeerküste. 1991 Umzug nach Deutschland. 1994 als “Volksschädling” zu drei Jahren verschärfter Zwangsarbeit in den Kaliminen Südostniedersachsens verurteilt. 1996 vorzeitige Entlassung. Zur zeit Importeur abgehalfterter amerikanischer Semiprominenter; nebenbei als Leprakranker bei Hochzeiten und Familienfeiern tätig. Mitglied der kulturbolschewistischen Internationale. Mitglied des Vereinsvorstandes von TRAKTOR TSCHELJABINSK.

Zum Inhalt:
Beide Autor*innen verbindet die Erfahrung mit Punk in den 80er Jahren an den Enden der Magdeburger Börde: Anne im Osten (Magdeburg) und Jan im Westen (Braunschweig).
Anne Hahn schildert in “Gegenüber von China” nicht nur ihre missglückte Flucht über die UDSSR in den Westen, sondern eben auch ihr Herkommen aus der Magdeburger Punkszene, die ein Teil der Widerstandskultur gegen den DDR-Staat war.
Jan Off hingegen schildert in der nun wirklich allerletzten Neuauflage von „Vorkriegsjugend“ (Ventil-Verlag) und in neueren, noch nicht offiziell erschienenen Texten, das Rebellische der westdeutschen Punkbewegung, die, im Gegensatz zum DDR-Punk, keinerlei Koalitionen mit Christen und Hippies eingegangen ist.

Der vielstimmige Charakter der Werkshow beider findet sich zum einen im gemeinsam Sinnstiftenden von Musik und der Haltung der Punk-Bewegung zu politischen und sozialen Bewegungen, aber eben auch im Trennenden, der dazu Hüben wie Drüben einen unterschiedlich hohen Einsatz an Leib und Leben erforderte.
Überraschen werden uns beide mit Texten zu aktuell brisanten weltpolitischen Themen.

Black Fleck – Potsdam

www.blackfleck.de/

Beginn: 20.00 Uhr

26.9.2014 K9/Berlin: Infoveranstaltung und Soliparty für die Revisionskosten des Bernburg-Prozesses

Infoveranstaltung und Soliparty für die Revisionskosten des Bernburg-Prozesses.

Infoveranstaltung ab 20.00 Uhr, anschließend ab 22.00 Uhr Soliparty mit mxb ((Post)Punk, Wave, Pop), K.atze (Alltimes, Trash), No Pop – No Style (Alltimes, Trash und Schenkelklopfer), The Hapoels (Alltimes).

Nach einem brutalen rassistischen Angriff auf den Imbissbetreiber Abdurrahman E., seine Lebensgefährtin und einen indischen Geflüchteten am Bernburger Bahnhof in Sachsen-Anhalt im September 2013 eröffnete das Landgericht Magdeburg Anfang des Jahres den Prozess gegen neun tatverdächtige Neonazis. Die Neonazis aus dem Umfeld der Schönebecker Kameradschaftsszene waren u.a. wegen versuchten Totschlags angeklagt.

Der Hauptbetroffene Abdurrahman E. hat die Attacke nur knapp überlebt – mit schweren Kopfverletzungen musste der damals 34-Jährige notoperiert werden und lag danach zwei Wochen im Koma.

Ein knappes Dreivierteljahr nach dem Angriff und nach 15 Verhandlungstagen sprach das Landgericht Magdeburg sein Urteil. Rassismus sei, so die Richter_innen, nicht der wesentliche Grund für den Angriff. Vielmehr wollte das Gericht die Möglichkeit nicht ausschließen, dass sich der Hauptbetroffene nach den ersten rassistischen Beleidigungen gegen ihn und seine Freundin bewaffnet habe, was dann gegebenenfalls das tragende Motiv gewesen sei. […]

Abdurrahman E. möchte das schockierende Urteil anfechten. Zur Finanzierung der Revisionskosten laden wir zur Infoveranstaltung und Soliparty ein.

Über „Pleiten“ der Ermittlungsbehörden, Rassismus sowie der Umkehrung von Täter- und Opferrolle durch die Magdeburger Justiz berichtet der Berliner Rechtsanwalt Sebastian Scharmer, Nebenklagevertreter des Hauptbetroffenen. Er vertritt derzeit auch eine Hinterbliebene eines Opfers des NSU in München. Über die Situation der Betroffenen und rechte Gewalt in Sachsen-Anhalt erzählt eine Mitarbeiterin der Mobilen Beratung für Opfer rechter Gewalt. Zusätzlich angefragt ist ein Referent über die rechte Szene in Sachsen-Anhalt.

★ 27. August ★ Magdeburg vs. Nulldrei ★

Das Heimspiel ist gerade mal ein paar Tage her und schon geht es wieder auf die Reise. Diesmal zieht der Mob nach Magdeburg. Da Team will Punkte klauen und kann unsere Unterstützung vertragen. Und wie heißt es so schön: Ob Auswärts oder zu Hause! Halten wir zu Dir… Und genau so sieht es nämlich aus. Scheiß egal, ob Wochentags oder an den Wochenende – wir sind dabei! Deshalb macht euch auf den Weg. Entweder mit dem Zug oder mit dem Bus. Letzterer fährt um 16 Uhr am Lutherplatz in Babelsberg los und kostet lediglich 14 Euro. Die Nordkurve fährt mit Zug. Der Treffpunkt in Berlin ist:

27. AUGUST | 15 UHR | BHF ALEXANDERPLATZ

Auf geht’s Nordkurve! Kommt alle! Unterstützt das Team. Und tanzt diesmal im Gästeblock des neugebauten Metallkastens an der Stelle des ehemaligen Ernst-Grube-Stadions. Allez!

https://www.facebook.com/03nullerinnen

http://03nullerinnen.noblogs.org/

16.5.2014 Fanladen/Potsdam: Nicht nur für DDR-Nostalgiker: Fußball und Punkrock in der DDR

1990 verschwand ein deutscher Staat, dessen Arbeiter- und Bauernsöhne, behütet vom „antiimperialistischen Schutzwall“ nach Frieden und Fortschritt strebten. Tadellos gescheitelte Jünglinge, Mädchen in blauer Bluse, Vorstreiter und Visionäre einer glückseligen Weltjugend. So der Plan, aber die Realität sei irgendwie anderes aus: Die Söhne wurden flügge: Jeans, Tramper, Parka, lange Loden. Später Zotteln ab und Stahlkappengedröhne. Auf „Aufbaue“ keinen Bock, sangen sie nonchalant: „Zwei Apfelsinen im Jahr, zum Parteitag Bananen, alle brüllen hurra, der Kommunismus ist da!“. Beim Fußball bekam die Kuh so richtig vor´n Kop – und der Rest auf die Fresse. In Berlin, in Dresden, in Halle, Jena, Magdeburg, Rostock…Hinter der Mauer raste der Mob.

Wer mehr über den Fußball, seine Fans und Punkrock in der DDR erfahren möchte ist herzlichst am 16. Mai 2014 zu 19 Uhr in den Fanladen Babelsberg eingeladen. Dort wird dann der in Berlin lebende Autor, Herausgeber und Kolumnist Frank Willmann aus seinen aktuellen Fußballbüchern Stadionpartisanen nachgeladen & Der Fluch der Wahrheit sowie aus seinem Buch über die Punkband Schleimkeim lesen.

★ 11. Mai ★ Magdeburg vs. Nulldrei ★

Was war das für ein turbulentes Spiel am vergangenen Freitag. Nach zwei Gegentreffern aus Standards gab es endlich mal wieder ein Tor im KarLi zu bejubeln. Und es kam noch ein zweites hinzu. Nulldrei erkämpfte sich so zwar nicht den Sieg, aber einen der berühmten Big Points. Erfreulich war außerdem, daß sich das Team und die Kurve nie aufgaben und immer weiter kämpften beziehungsweise sangen. Und dieses Engagement auf dem Rasen und auf den Rängen wird auch in den nächsten Spielen sehr wichtig sein. Das Team braucht uns! ALLE nach Magdeburg!

11. MAI | 9:30 UHR | BHF ALEXANDERPLATZ

Los jetzt hier! Kommt mit! Macht mit! Klatsch! Singt! Trommelt! Feiert! Damit Nulldrei endlich mal wieder mit drei Punkten nach Hause fährt.

http://03nullerinnen.noblogs.org/flyer-magdeburg-svb-11-05-2014/

Magdeburg 15.02.: Kein Freispruch für Nazis und Justiz!

Kein Freispruch für Nazis und Justiz – Rassismus und Faschismus bekämpfen, auf allen Ebenen, mit allen Mitteln!

Am 21.9.2013 griffen neun Neonazis einen Menschen in Bernburg aus rassistischen Motiven an. Der Mann wurde beim abschließen seiner Gaststätte rassistisch beschimpft, danach mit Bierflaschen zu Boden geprügelt. Er erlitt lebensbedrohliche Schädelbrüche und lag lange Zeit auf der Intensivstation im künstlichen Koma. Die Verletzungen sind so stark, dass der Betroffene, nach Auskunft der Ärzte, bleibende Schäden davon getragen hat. Am 20. Februar 2014 wird der Prozess gegen die Täter eröffnet. Die Staatsanwaltschaft Magdeburg tut sich wie so oft schwer damit ein rassistisches Tatmotiv zu erkennen – zum Nachteil des Betroffenen und im Sinne der Täter.

Die Täter, einschlägige Nazis

Die Angreifer sind bekannte Nazis aus der Schönebecker Kameradschaftsszene, die seit Jahren mit brutalen Übergriffen in der Region auf sich aufmerksam machen. Francesco L., eine zentrale Figur dieser Gruppe, hat dabei eine einschlägige Vorgeschichte.

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18.01.2014 | ZUGTREFFPUNKT – Antifa in der Zone: Damit auch der Naziaufmarsch in Magdeburg verhindert wird!

Während Europas ehemals größter Naziaufmarsch in Dresden zunehmend an Bedeutung und Ausstrahlungskraft verliert, nimmt die Teilnehmer_innenzahl bei Nazi-Demonstrationen in der ostzonalen Umgebung stetig zu. Die Demonstrationen in Magdeburg, Cottbus, Dessau und Chemnitz dienen im Frühjahr jedes Jahres inzwischen als Alternativoptionen, um gegen „Schuldkult“ und „Bombenholocaust“ durch die Straßen ziehen zu können. Dabei hat sich der Naziaufmarsch in Magdeburg zu einem der größten Aufmärsche in Deutschland entwickelt. Damit auch in Städten wie Magdeburg Revanchismus, Holocaust-Relativierung und deutsche Opfermythen zukünftig keinen Meter auf die Straßen getragen werden können, bedarf es einer antifaschistischen und solidarischen Praxis strukturstärkerer Regionen.

Am 18. Januar 2014 werden schätzungsweise tausend Nazis in Magdeburg marschieren, um die Bombardierung der Stadt für ihre Zwecke umzudeuten. Seit einigen Tagen gibt es nun auch massive Provokationen und Einschüchterungsversuche durch die Nazis. Dies äußert sich u.a. darin, dass eine Liste mit zahlreichen Namen und Adressen von scheinbar Aktiven des antifaschistischen Spektrums veröffentlicht wurde, die Aktivist*innen unter Druck setzen soll. Nicht nur die Nazis haben in den letzten Jahren Druck ausgeübt – linke Strukturen haben derzeit in Sachsen-Anhalt mit anhaltenden staat­li­chen Re­pres­si­onen zu kämpfen, was sich deutlich an der Bullenstrategie der Gegenproteste zum Aufmarsch im letzten Jahr, den Durchsuchungen zum RAZ-Verfahren oder auch im November in Burg gezeigt hat.

Lasst uns deshalb gemeinsam nach Magdeburg fahren und den Naziaufmarsch blockieren – damit die Zone lebt.

Wir treffen uns diesen Samstag, den 18.01.2014, um 7:45 Uhr am Alexanderplatz, Gleis 2. Abfahrt ist 8:03 Uhr.
Es wird eine gemeinsame An- und Abreise aus Berlin geben.

Antifa-Criminals United!

Weitere Infos zu den Gegenprotesten findet ihr hier: http://magdeburg-nazifrei.com/

16.1.2014 Bandito Rosso/Berlin: NEA-RASH Tresen-Podiumsveranstaltung Antifa in der Zone: Damit auch der letzte Naziaufmarsch verhindert wird!

Während Europas ehemals größter Naziaufmarsch in Dresden zunehmend an Bedeutung und Ausstrahlungskraft verliert, nimmt die Teilnehmer_innenzahl bei Nazi-Demonstrationen in der ostzonalen Umgebung stetig zu. Die Demonstrationen in Magdeburg, Cottbus und Chemnitz dienen im Frühjahr jedes Jahres inzwischen als
Alternativoptionen, um gegen “Schuldkult” und “Bombenholocaust” demonstrieren zu können. Damit auch in diesen Städten Revanchismus, Holocaust-Relativierung und deutsche Opfermythen zukünftig keinen Meter auf die Straßen getragen werden können, bedarf es einer antifaschistischen und solidarischen Praxis
strukturstärkerer Regionen. Wir haben daher Antifaschist_innen aus Cottbus (Cottbus Nazifrei), Chemnitz (angefragt) und Magdeburg (Magdeburg Nazifrei) eingeladen, um ins Gespräch zu kommen:
Wie stellt sich die aktuelle Lage um die beiden größten regionalen Nazi-Aufmärsche dar? Mit welcher Repression versuchen Nazis und Staat antifaschistische Interventionen zu verhindern?
Wie können lokale Strukturen unterstützt werden?

Lasst uns gemeinsam beide Naziaufmärsche blockieren!
Fahrt mit uns nach Magdeburg und Cottbus – damit die Zone lebt.

16.1.2014 | 20.00 Uhr |Bandito Rosso |Lottumstr. 10a, 10119 Berlin