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15.10.2014 Helle Panke/Berlin: Wie viel V-Mann war der NSU?

Rechter Terrorismus und Geheimdienste V-Mann „Tarif“, V-Mann „Corelli“, V-Mann „Otto“, V-Mann „Hagel“, V-Mann „Küche“, V-Mann „Piatto“ – dies sind nur einige der bekannt gewordenen V-Männer unterschiedlicher Geheimdienste im nahen und weiteren Umfeld des „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU). Der NSU war die neonazistische Terrorgruppe, welche hinter den Morden an neun Migranten und einer Polizistin, drei Bombenanschlägen sowie etlichen Raubüberfällen stecken soll. Die linke Innenpolitikexpertin im Bundestag, Martina Renner, vermutet, dass es noch weitere staatliche Spitzel im engsten Umfeld des NSU oder sogar unter den Terror-Unterstützern gab, die den Untersuchungsausschüssen vorenthalten wurden. Dirk Laabs ist neben Stefan Aust der Autor des Buchs „Heimatschutz“. Auf über 800 Seiten wird darin die Geschichte der NSU-Protagonisten sowie der verschiedenen V-Männer erzählt. Laabs und Renner werden an diesem Abend der Frage nachgehen, „Wie viel V-Mann war der NSU“?

Ort: Helle Panke, Kopenhagener Str. 9, 10437 Berlin

Neonazis ermorden Mann in Kaufbeuren!

Ein Neonazi aus Thüringen und seine Gruppe haben auf dem Tänzelfest in Kaufbeuren mehrere Menschen aus rassistischen Gründen brutal angegriffen. Einer der Attackierten ist nun verstorben (Stand der Informationen: Freitag, 19. Juli 2013, 19.00 Uhr).

Der erste Angriff von rechts

Am Mittwoch gegen Mitternacht auf dem Tänzelfest in Kaufbeuren: Im Festzelt hat hier gerade noch die „Harmonie Oberbeuren“ gespielt. Mindestens sieben zum Teil alkoholisierte Männer im Alter von 22 bis 53 Jahren versuchen nun zum Ende des Fests, auf der kleinen Straße hinter dem Zelt drei Spätaussiedler zu provozieren. Ein 36-jähriger Thüringer und andere aus der Gruppe beleidigen die drei jungen Männer zuerst mit rassistischen Beschimpfungen, schließlich greifen sie sie auch körperlich an. Die Angegriffenen setzen sich gegen die rassistischen Schläger erfolgreich zur Wehr, mehrere Personen erleiden allerdings leichte Verletzungen.

Die mindestens sieben aggressiven Männer arbeiten derzeit im Auftrag einer ostthüringischen Baufirma auf Baustellen in der Region. Der Name der Firma wird derzeit von den Behörden nicht bekannt gegeben. Ob sie mit der rechten Szene in Beziehung steht, kann zu diesem Zeitpunkt weder ausgeschlossen noch bestätigt werden Auch Neonazis aus Thüringen betreiben ein solches Gewerbe mit Einsätzen in Bayern, z. B. ist der mutmaßliche NSU-Unterstützer André K. nach Erkenntnissen der LINKEN-Landtagsabgeordneten Katharina König zusammen mit Neonazis aus Altenburg und Jena derzeit unter dem Namen „Chaosbau 24“ und in Zusammenhang mit der Webseite „Bausanierung24“ für überregionale Bau- oder Montageaufträge aktiv.

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28.6.2012 Bunte Kuh/Berlin: Ganz entspannt in Schwarz-Rot-Gold?

AINO-Tresen mit Infoveranstaltung | 28.06.12 | 20.00 Uhr | Bunte Kuh (Bernkastellerstr.78)
Referentin: Dagmar Schediwy

Seit der Fußball-WM 2006 hat sich in Deutschland das exzessive Zur-Schau-Stellen von Nationalgefühl bei internationalen Fußballevents als Massenphänomen durchgesetzt. Schwarz-rot-goldene Fahnenmeere, Autokorsos und ekstatisch feiernde Fans gehören bei den im Zweijahresrhythmus stattfindenden Großereignissen des Männerfußballs inzwischen zur Normalität. Was steckt hinter der patriotischen Aufwallung während der Spiele? Sind sie wirklich nur ein Ereignis der Eventkultur, das keinerlei politische Bedeutung hat? Dazu hat die Referentin während der Männer-Fußball-WM 2006, der EM 2008 und der WM 2010 Deutschlandfans auf Fanmeilen befragt.

Eine Veranstaltung im Rahmen der “You’ll never walk alone…”-Reihe von Siempre Antifa und der Antifaschistischen Initiative Nord Ost [AINO]

Gegen Nazikriegsverbrecher in Berlin

Kein Vergeben – den Nazi-Verbrechen in Italien!
Kein Vergessen – dem antifaschistischen Widerstand!

Antifaschistische Demonstration Im Gedenken an die Opfer der Wehrmachts-Massaker in Italien.

20.04.2012 | 16:00 Uhr | Storchenhof | Hohenschönhausen
(M5, 27: Hauptstraße / Rhinstraße)

Die Mörder sind noch „unter uns“.

Im Juli 2011verhandelte das Militärgericht von Verona die Beteiligung deutscher Wehrmachtsangehöriger an Massakern in 21 Ortschaften in der Grenzregion zwischen der Emillia Romagna und der Toskana. Die Angeklagten sind ehemalige Mitglieder der Fallschirm-Panzer-Division „Hermann Göring“. Ihnen wurden Massaker im Zeitraum von März bis Mai 1943 an über 400 Zivilisten zur Last gelegt. Trotz Verurteilung liefert Deutschland die Täter nicht aus. Wir finden diesen Zustand unerträglich und werden darum am 20. April 2012 ein ehemaliges Mitglied eben jener Wehrmachtseinheit, mit den Taten, der „Hermann Göring“-Division konfrontieren.

Rückzug der deutschen Wehrmacht 1943

Im Sommer 1943 zogen sich die deutschen und italienisch-faschistischen Truppen auf Grund der absehbaren Niederlage, aus Afrika nach Sizilien, zurück. Ihre Wut über die erlittene Niederlage ließen die deutschen Besatzungstruppen, auf ihrem Rückzug vor den alliierten Streitkräften, vor allem an der Zivilbevölkerung aus.

Auf ihrem Weg über das italienische Festland hinterließen sie eine blutige Spur des Mordens. Bereits im August 1943 verüben die italienischen und deutschen Truppen, hier noch als Bündnispartner, die ersten Massaker auf Sizilien.(01) Unter ihnen die Panzer-Aufklärungs-Abteilung „Hermann Göring“. Im späteren Kriegsverlauf wurde jene Truppe, die sich vor allem durch ihr brutales Vorgehen hervortat, in Fallschirm-Panzer-Division “Hermann Göring” umbenannt.

Unter dem Vorwand der „Partisanenbekämpfung“ machte die Einheit ganze Dörfer dem Erdboden gleich. Die italienisch-faschistischen Milizen der „Republikanischen Nationalgarde“ (GNR), RSI-Soldaten (Bersaglieri) und Abteilungen der Carabinieri unterstützten sie in ihrer Mordlust. Sie geleiteten die Soldaten der Fallschirm-Panzer-Division “Hermann Göring” in die meist abgelegenen Dörfer, wo sie dann ungestört wüteten. Da die in den Dörfern lebenden Männer, zwischen 16 und 60, sich in der Regel im Wald versteckt hielten um der Verschleppung als Zwangsarbeiter zu entgehen, traf die Gewalt der deutschen Soldaten vor allem die Zurückgebliebenen: Kinder, Alte, Kranke und Frauen. Die Männer, die noch nicht geflüchtet waren, wurden auf öffentliche Plätze geführt und erschossen. Das Vieh wurde getötet, die Häuser niedergebrannt, Frauen vergewaltigt und anschließend hingerichtet.

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Gewalt gegen Frauen und Punks

Templin (ipr) Vergangenen Freitag hatte der rechte Schläger Steven W. seine ersten großen Auftritte in Templin nach seiner Haftentlassung im November 2011.

Gegen 15:00 Uhr soll er in einer Gruppe von 15 Jugendlichen am Zentralen Busbahnhof in Templin den Hitlergruß gezeigt und dazu gerufen haben: „Sieg heil! Grüß den Führer!“ Danach soll er einem jugendlichen Punk erklärt haben, dass er ihm den Schädel eintreten werde, wenn er sich noch einmal in Templin blicken ließe. Der junge Punk verließ den Busbahnhof und erstattete später Anzeige.

Gegen 22:00 Uhr soll Steven W. gemeinsam mit Michael G. auf dem Templiner Marktplatz drei Frauen attackiert haben. Die beiden Männer sollen die Frauen sexuell belästigt und versucht haben, ihnen Zigaretten abzunehmen. Als die Männer ihr Ziel nicht erreichten, sollen sie auf zumindest ein Frau eingetreten und eingeschlagen haben.

Die Polizei ermittelt in diesem Zusammenhang wegen gefährlicher Körperverletzung und versuchter Nötigung. Dazu kommen noch die Ermittlungen wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und versuchter Nötigung vom Nachmittag.

Quelle

Berlin – Angriff auf linkes Wohnprojekt

Am frühen Samstagmorgen versuchten etwa 30 Unbekannte gewaltsam in das linksautonome Weddinger Wohnprojet „Scherer8“ einzudringen. Die Angreifer waren unter anderem mit Eisenstangen und Baseballschlägern bewaffnet. Als die Polizei eintraf, hatten sich die Angreifer bereits wieder zurückgezogen.

Ein Anwohner hatte am frühen Samstagmorgen gegen 04.15 Uhr die Polizei gerufen und mitgeteilt, dass vor dem Haus Schererstraße 8 in Wedding etwa 30 mit Baseballschlägern bewaffnete Personen eine in dem Wohnprojekt stattfindende Veranstaltung angreifen würden. Die Angreifer hatten sich aber beim Eintreffen der Beamten bereits wieder in ein gegenüberliegendes Clubhaus zurückgezogen.

Die Beamten trafen in dem Clubhaus neben dem 38jährigen Club-Präsidenten nur zwei weitere Männer an die ihre Unschuld beteuerten. Bei einer Besichtigung des Wohnprojektes, in dem die Veranstaltung stattfand, entdeckten die Polizisten mehrere zertrümmerte Fensterscheiben und eine zurückgebliebene Eisenstange. Von den unverletzt gebliebenen Gästen der Veranstaltung wollte niemand Angaben zum Sachverhalt machen.

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Doitsche Männer: Vier gegen Einen

Schwedt – Die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) hat bestätigt, dass es ein Ermittlungsverfahren gegen vier rechtsgerichtete Männer gibt, die am 28. Oktober 2011 in Schwedt über einen Punk hergefallen sein sollen. Die Männer sollen zur Schwedter Nazigruppe „Oderfront“ gehören.

Das Landeskriminalamt hatte Ende vergangenen Jahres noch von fünf Tatverdächtigen gespochen. In einer Meldung hieß es: „Ein Deutscher wurde aufgrund seines gesellschaftlichen Status Opfer einer gefährlichen Körperverletzung. Es konnten fünf Tatverdächtige ermittelt werden.“

Der Vorfall soll sich in der Nacht zum 29.10 vor dem Irisch Pub in der Handelsstraße in Schwedt ereignet haben. Zuvor soll der Punk im Pub beim Billardspielen von einem der Rechten, der ein Oderfront T-Shirt trug, mit Worten wie „Du bist dreckig“, „Du Stück Scheiße“, „Du Scheiß-Punk“ angepöbelt worden sein.

Vor dem Lokal sollen dann die Oderfrontler zu viert auf den Punk eingeschlagen haben. Ermittelt wird wegen gefährlicher Körperverletzung. Über die Verletzungen des Punks wurde nichts bekannt.

Quelle

Rechtsrock-Fans verletzen Punker

In Delmenhorst ist ein Punker von Fans der Hooliganband „Kategorie C“ schwer verletzt worden. Der Verfassungsschutz wusste offenbar von dem Auftritt.

BREMEN taz | Fans der rechten Hooligan-Band „Kategorie C – Hungrige Wölfe“ haben am Samstag in Delmenhorst einen Punker schwer am Kopf verletzt. Sie waren mit Baseball-Schlägern bewaffnet. Am Montag wurde der Punker ins Klinikum Bremen-Mitte verlegt, weil er dort medizinisch besser versorgt werden kann.

Gegen 22 Uhr, so erzählen es Freunde später, sei der Punker Thomas L. (Name geändert) durch die Lange Straße in der Delmenhorster Innenstadt gegangen. „Verpiss Dich, du Schwein“, rufen ihm auf einmal einige junge Männer entgegen, als er an der Kneipe „Die Szene“ vorbeikommt. Er ahnt nicht, dass dort seit 21 Uhr etwa 50 Rocker, Hooligans und Neonazis den gewaltverherrlichenden Lieder der Bremer Rechtsrock Band „Kategorie C“ lauschen. Die Konzertbesucher hätten ihn geschubst, seien ihn „angegangen“, sagen seine Freunde.

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Rassistischer Angriff: Trio bricht Indonesier fast das Genick

Der Berliner „Tagesspiegel“ berichtet online über einen schweren rassistischen Übergriff in Berlin am frühen Sonntag Morgen – der 23-jährige Indonesier soll dabei lebensgefährlich verletzt worden sein!:

Bei einem Angriff mit offenbar fremdenfeindlichen Hintergrund am Sonntag, ist ein 23-Jähriger lebensgefährlich verletzt worden. Die drei Tatverdächtigen flüchteten.

Bisher ist bekannt, dass ein 23-Jähriger gegen 5.20 Uhr an der Kreuzung Eberswalder Straße Ecke Schönhauser Allee in Prenzlauer Berg eine Frau angesprochen hat, um sie zunächst nach dem Weg zu fragen und anschließend zum Kaffee einzuladen, wie es bei der Polizei hieß. Drei unbekannte Männer, die ganz in der Nähe waren, sollen dieses Gespräch mit fremdenfeindlichen Parolen kommentiert haben. Wie Zeugen später aussagten, soll der 23-jährige gebürtige Indonesier daraufhin sehr aggressiv geworden und auf das Trio losgegangen sein. Zwei Zeugen haben laut Polizei noch versucht, ihn aufzuhalten, was ihnen aber nicht gelang.

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Und wo wir schon beim Thema sind: Neonazis unantastbar

Es ist mal wieder Zeit zum Handeln! Alerta antifascista!