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13.1.2012 Buchladen Sputnik/Potsdam: Revolution und bewaffnete Aufstände 1918/20

Vortrag im Rahmen des Gedenkens an Karl Liebknecht, Rosa Luxemburg und Albert Klink der AG Gedenken – Erinnern – Mahnen der Ultras Babelsberg

Eine der wenigen Traditionen der Linken in Deutschland ist die alljährliche Demonstration zur Gedenkstätte der Sozialisten auf dem Friedhof in Friedrichsfelde. Doch wer sind die Toten, derer dort gedacht wird? Außer Prominenten wie Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht ist kaum einer der Namen ein Begriff.

Was die Gräber zum Treff- und Identifikationspunkt werden lässt, ist die Erinnerung an die Revolution vom 9. November 1918. Viel konnte damals binnen kurzer Zeit erreicht werden: der I.Weltkrieg wurde beendet, der Kaiser musste abdanken, der 8-Stundentag wurde genauso Realität wie das Frauenwahlrecht und freie, allgemeine Wahlen. Der große Wurf freilich, die klassenlose Gesellschaft, blieb Illusion. Doch es gab den Versuch, die Machtfrage wurde gestellt. Bis März 1920 kam es zu verschiedenen bewaffneten Aufständen und Gegenaktionen der Konterrevolution, schließlich unterlagen die Revolutionäre. Geblieben sind nur noch bruchstückhafte, meist durch politische Mythen verklärte, Erinnerungen an diese Zeit.

Der Vortrag soll die Möglichkeit geben, das Geschehen von 1918 bis 1920 in Berlin besser nachvollziehen zu können. Der Fokus der Betrachtung liegt auf der revolutionären Bewegung, die sich in ihrer Masse aus dem einfachen Proletariat zusammensetzte.

Ort: Buchladen Sputnik, Charlottenstraße 28

Beginn: 19.00 Uhr